These A:
Die Lichtgeschwindigkeit innerhalb von S besitzt in S' denselben konstanten Wert. Dieser Wert bezieht sich jedoch nicht auf die genannten Systeme.
Die LG besitzt somit keinen Bezug im herkömmlichen Sinn.
Beweis der These A:
Das Ereignis des gleichzeitigen Eintreffens der Lichtsignale im Mittelpunkt M der Verbindungsstrecke AB (s. Lagranges Animation) wird von der Gleichzeitigkeit der Blitzereignisse in Punkten A und B bewirkt. Erfolgten Blitzereignisse A und B nicht gleichzeitig, so begegneten sich ihre Lichtstrahlen, Konstanz der LG vorausgesetzt, nicht in M, sondern an einem anderen Punkt der Verbindungsstrecke.
Um den physikalischen Ausdruck dieser Kausalität zu markieren, habe ich postuliert, einen Mechanismus in die Anordnung aufzunehmen. Dieser Mechanismus ließe nur im Fall eines gleichzeitigen Eintreffens der Lichtstrahlen bei M, eine Kontrollleuchte (L) aufblitzen.
Frage: was sieht der Beobachter in S'?
Laut der SRT dürfte dieser die Kontrollleuchte nicht aufleuchten sehen, denn S' bewege sich gegenüber S und die Ereignisse, die in S gleichzeitig erfolgen, in S' nicht gleichzeitig sind (RdG).
Der Widerspruch:
Ist der Wert der LG konstant in S und erfolgen Ereignisse A und B gleichzeitig, so muss aber das Aufblitzen von L in jedem relativ zu S bewegtem Bezugssystem S' gesehen werden. Es müsste ja sonst die Lichtgeschwindigkeit in S einen anderen Wert in S als in S' haben, was die SRT grundsätzlich ausschliesst.
Wird jedoch von L die Gleichzeitigkeit der Ereignisse in S auch in S' angezeigt, so kann das als Beweis dafür gedeutet werden, dass die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nicht wie von Einstein behauptet Bezugssystemen-bezogen, sondern Bezugssystem-unabhängig sei.
Eine der wichtigsten Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit L aufleuchtet, ist die Konstanz der LG in S.
Dieselbe Konstanz bewirkt, dass die (Gleichzeitigkeit anzeigende) Wirkung L in anderen relativ zu S bewegten Bezugssystemen zu sehen sein muss.
Dies widerspricht der SRT.
In ihr wird nämlich Konstanz der LG auf das jeweilige Bezugssystem bezogen.
Ist der Wert der LG in S derselbe wie in S' und gilt dieser als Wirkungsbedingung in S, so muss dieser Wert auch als Wirkungsbedingung in S' gelten.
Dies bedeutet, dass dasselbe Bezugssystem, dass den Bezug für die Wirkung in S stellt, auch den Bezug für die Wirkung in S' stellen würde, wenn nur Umstände und Bedingungen der Wirkung in S', den Umständen und Bedingungen der Wirkung in S entsprächen.
Dies bedeutet aber, dass das Bezugssystem der LG in S nicht S und dass das Bezugssystem der LG in S' nicht S' sein kann (denn dann würden die Bezugssysteme der Wirkung in S und S' unterschiedlich sein) - dies bedeutet vielmehr, dass der Bezug der LG vom jeweiligen Bezugssystem unabhängig sein muss.
qed
Fortsetzung folgt.
