Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » Sa 28. Sep 2013, 09:47

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Petry zeigt nicht die Abfolge EINES Zuges der durch den Bahndamm fällt, sondern stellt die Relativität der Gleichzeitigkeit dar.
Er hat 3 VERSCHIEDENE Züge visuell dargestellt (die 3 roten Linien).

Falsch. Petry zeigt drei zeitliche Situationen des gleichen bewegten "Zuges", die erste bei der Registrierung der ersten Blitzes, die zweite bei den Blitzeinschlägen im ruhenden System, die dritte bei der Registrierung des zweiten Blitzes. Ich habe das gleiche aufgelöst in drei Bildern dargestellt, Petry macht's in einem.
Das Fehlverständnis liegt durchaus auf Deiner Seite.

Grüße
Harald Maurer



Wie ich ja oben schon aufgezeigt habe:
Da bewegt sich also EIN Zuges von t' kleiner als Null zeitlich nach t' größer Null und in dieser ABLAUFENDEN ZEITSPANNE bleibt der Bahnhof konstant bei t = NULL !

Das ist doch absurd, was Du da hineininterpretierst in das Bild, wieso fällt Dir das nicht auf?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » Sa 28. Sep 2013, 10:29

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Petry zeigt nicht die Abfolge EINES Zuges der durch den Bahndamm fällt, sondern stellt die Relativität der Gleichzeitigkeit dar.
Er hat 3 VERSCHIEDENE Züge visuell dargestellt (die 3 roten Linien)....


Du unterliegst dem gleichen Fehler wie seinerzeit Lümmelberger! Da wird überhaupt kein Zug dargestellt sondern lediglich die Koordinatensysteme in dem sich der Bahnhof (weiße Koordinaten) und der Zug(rote Koordinaten) befinden. Die Länge des Zuges und dessen Position ist überhaupt nicht gegeben.

Grüße


Das die Länge des Zuges nicht angegeben wird, ist mir auch schon aufgefallen. Aber dies ist für eine Betrachtung ob etwas vorher oder später bemerkt wird auch gar nicht nötig.
Das aber zur Position des Zuges im VERHÄLTNIS zum Bahnhof nichts ausgesagt wird ist mir neu. Wir sehen also nach Deiner Meinung "nur Koordinatensysteme" die mit dem Zug gar nix zu tun haben.
Frag mich warum dann überhaupt Grafiken dargestellt werden. Und das gilt dann für jede Grafik. Ich hab bei Umzügen immer erst ein Bild der Räume gezeichnet und dann auf dem Plan probiert ob und wo die Möbel hinpassen. hat bei mir immer prima funktioniert auch wenn das Bild ja auch "nur ein Koordinatensystem".
ICH hab daraus sehr wohl die TATSACHLICHE POSITION der Zimmerwände herauslesen können.
Aber wenn Du meinst dass die hier gezeigten Minkowski Diagramme keinen Zug darstellen, dann soll es für Dich von mir aus so sein.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Sa 28. Sep 2013, 11:19

Harald Maurer hat geschrieben:Na, jedenfalls besteht zwischen dem Einschlag eines Blitzes und seiner Registrierung ein kausaler Zusammenhang.


So ist es. Und es kann kein System konstruiert werden, wo zuerst die Registierung kommt und dann erst der Einschlag.

Harald Maurer hat geschrieben:Wird das Licht des Blitzes registriert, bevor der Blitz existiert, dann ist das zweifellos akausal.


Und ich warte immer noch darauf, dass du ein konkretes Rechenbeispiel lieferst, das obige Behauptung stützt.

Bei nichtkausalen Ereignissen kann man die zeitliche Reihenfolge völlig problemlos umkehren ohne Kausalitätsverletzung.

Man kann beispielsweise ganz locker zwei Blitze gleichzeitig am Bahndamm einschlagen lassen und zwei Züge jeweils auf Gleis 1 und Gleis 2 jeweils mit 0.5*c gegenläufig fahren lassen.

Im Zug auf Gleis 1 kann dann Blitz A beispielsweise zum Zeitpunkt t‘=-0.577s stattfinden und Blitz B zum Zeitpunkt t‘=+0.577s

Im gegenläufigen Zug auf Gleis 2 kommt natürlich zuerst Blitz B bei t‘‘=-0.577s und dann Blitz A bei t‘‘=+0.577s.

Harald Maurer hat geschrieben:Und Julian ist nicht mehr in der Lage zu erkennen, wann etwas kausal oder akausal ist.


A kann die Ursache von B erst dann sein wenn A seine Wirkung mit einer Geschwindigkeit <=c entfaltet.

Und Harald kann immer noch kein konkretes Rechenbeispiel für eine zeitliche Umkehr von Ursache und Wirkung bringen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Sa 28. Sep 2013, 19:28

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:t=t' existiert nur an einem einzigen Ort. Das hatte ich ja schon gezeigt.

Nein! t=t'=0 heißt. dass in diesem Augenblick sowohl alle Uhren in S als auch alle Uhren in S' auf "0" stehen!

Nein, das ist ein fundamentaler Irrtum. Dann gäbe es ja keine RdG. Nur wenn in S die mittlere Uhr auf Null springt, stehen alle Uhren in S' auf 0. Springt in S die hintere Uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf 0,577s. Springt in S die vordere uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf -0,577s. Das ist ja gerade der Gehalt der RdG. Vorgänge, welche in S gleichzeitig sind (alle Uhren springen gleichzeitig auf 0), ist in S' ungleichzeitig; alle Uhren springen nacheinander auf 0.

Und t'=-0,57735 s bedeutet, dass das Ereignis Blitzschlag in S' 0,57735 s vor der Zeit t'=0 stattgefunden hat!

Richtig, aber nicht vor t=0. Denn deine Aussage würde ja bedeuten, daß nur bei t=t' das Ereignis ohne Zeitdifferenz wahrgenommen wird. Das ist schon insofern allgemein unmöglich, weil zu jedem Zeitpunkt nur ein einziger Ort existiert, wo t=t' zutrifft.

Deine Überlegung ist aber prinzipiell nicht richtig:
t und t' sind nicht linear vergleichbar. t und t' sind verbunden über die Beziehung

t'=(t-vx/c²)gamma

Das bedeutet, ein beliebiges einzelnes Ereignis wird dann zeitlich in beiden IS richtig zugeordnet, wenn diese Bedingung erfüllt ist.
Bei t=t' dagegen werden mit einer singulären Ausnahme zwei unterschiedliche Ereignisse beschrieben.

Darüberhinaus können physikalische Aussagen nicht davon abhängen, wie die beschreibenden Koordinatensysteme gewählt werden:

Hier war die Aussage. Den Wärter treffen die Blitzlichter gleichzeitig; den Schaffner ungleichzeitig.
Diese Aussage ergibt sich unabhängig von der Wahl der Koordinatensysteme.

Deine Aussage der Kausalitätsverletzung ergibt sich als vorhanden oder nicht vorhanden und quantitativ unterschiedlich in Abhängigkeit vom gewählten Koordinatensystem.
Auch darin ist deine Auffassung gleich als abwegig erkennbar.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Sa 28. Sep 2013, 21:42

Ernst hat geschrieben:Nein, das ist ein fundamentaler Irrtum. Dann gäbe es ja keine RdG. Nur wenn in S die mittlere Uhr auf Null springt, stehen alle Uhren in S' auf 0. Springt in S die hintere Uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf 0,577s. Springt in S die vordere uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf -0,577s.

Das ist m.E. falsch. Die Uhren in S springen ja nicht zu unterschiedlichen Zeiten auf Null, sondern - falls es überhaupt mehrere Uhren gibt, was ja gar nicht vorausgesetzt werden muss! - zeigt die Uhr in S die Zeit dieses Systems an. D.h. gibt es mehrere Uhren, so sind sie synchronisiert und laufen alle gleich mit gleicher Zeitanzeige.
Das Gleiche gilt für die Uhr in S'. Sie zeigt die Zeit im System S' an - und auch hier genügt zur Feststellung der Zeit schon diese einzige Uhr. In keinem System springen irgendwelche Uhren zu unterschiedlichen Zeiten weiter, denn in beiden Systemen würden Eigen-Uhren synchron laufen. Ob es nun eine Uhr jeweils in den Systemen gibt oder mehrere, spielt gar keine Rolle. Gibt es aber mehrere, so stehen sie beim Zeitpunkt t=t'=0 alle auf Null. Logischerweise, da in jedem System die eigenen Uhren mit der eigenen Uhr in der Mitte synchron laufen. Dieses Bild von Petry zeigt die Situation beim Zeitpunkt Null daher richtig an:
Bild
Vor dem Zeitpunkt Null und nach diesem Zeitpunkt laufen die Uhren zwar ebenfalls in den Eigensystemen synchron, aber unterschiedlich in den Systemen zueinander durch die ZD. Die Zeit ist in jedem System immer einheitlich, da gibt es keine Uhren, die nacheinander auf eine andere Zeit springen. Keine Zeitanzeige springt auf eine andere Anzeige. Das wären ja dann sehr seltsame Uhren.
Nach dem Zeitpunkt Null (und auch vorher) laufen die Uhren in den Systemen unterschiedlich schnell. Zu diesem Zeitpunkt Null in beiden Systemen schlagen in S die gleichzeitigen Blitze ein, und die LT ergibt, dass in S' der rechte Blitz schon vorher eingeschlagen hat und der linke erst einschlagen wird! Das ergibt sich durch die Transformation, die ja eine Momentaufnahme des Zeitpunkts der Blitzschläge transformiert, und daher mit der Minuszeit angibt, dass zu diesem Zeitpunkt für S' der eine Blitz schon 0,57735 s früher eingeschlagen hat als in S und der andere 0,57735 s später einschlagen wird als in S! Im Minkowski-Raum wird das mit der Schräglage des Zugsystems begründet, die zeigen soll, dass die Gegenwarts-oder Gleichzeitigkeitsebenen der Systeme zueinander verdreht sind. Der Raum zwischen den verdrehten Achsen ist undefiniert bzw. das "Anderswo".
WIe sich die Uhren in den Systemen verhalten, zeigt Petry hier
http://de.wikibooks.org/wiki/Spezielle_ ... e:_Teil_II
ausführlich:
"1. Wir betrachten zur Zeit t' = 0 die Uhr, die im Nullpunkt O' des Systems S' steht. Die ihr gegenüberstehende Uhr im Nullpunkt O des Systems S zeigt dann (verabredungsgemäß) ebenfalls gerade t = 0 an. Nach 1 Mikrosekunde (gemessen im System S, also zur Zeit t = 1 µs) hat die erste Uhr sich um 100 m weiterbewegt und befindet sich an einer Stelle, die im System S die Koordinate x = 100 m hat.
Bild
Daraus ergibt sich mit Gleichung (C) die Zeit, welche diese Uhr dann anzeigt:
Bild
Die betrachtete Uhr geht also gegenüber den Uhren im System S nach."

Also zur Zeit t=1µs (gemessen in S) zeigt die Uhr in S' t'=0,943 µs an. Die Uhr in S zeigt dann 1 µs an. Sind mehrere Uhren in den Systemen, so zeigen im System S zur Zeit t=1µs selbstverständlich alle diese Zeit an. Und da zeigen mehrere Uhren in S' selbstverständlich alle die Zeit t'=0,943 µs an! Mehrere Uhren in den Systemen sind innerhalb des Systems ja selbstverständlich synchronisiert. In keinem System gibt es abhängig von der Aufstellung der Uhren womöglich unterschiedliche Zeiten! Der Gang der Uhren in den Systemen kann sich nur durch die ZD unterscheiden! Sie laufen gleichmäßig dahin, wie dies Uhren zu tun pflegen und keine springt beim Einschlag der Blitze auf irgendeine andere Zeit. Das müsste sich dann sofort ein Uhrmacher anschauen! Die LT berücksichtigt mathematisch, dass Vergangenheit und Zukunft in den Systemen nicht übereinstimmen. Jedes der Systeme hat sein eigenes Zeitkontinuum. Die Zeitspanne zwischen Null und -0,57735 s vergeht im "anderswo", d.h. die Raumzeit zwischen den verdrehten Gegenwartsebenen ist undefiniert.
Bild
Das soll begründen, dass im Zugsystem die Ereignisse früher und später stattfinden können als im Bahndammsystem, weil sich der Zug in einer anderen Zeit befindet. Das ist eine andere Zeit und nicht nur das Vorliegen unterschiedlicher Zeitskalen. Denn diese unterscheiden sich ja nur durch die ZD. Das ergibt aber einen absurden Knoten in der Logik, weil diese Zeiten zum Zeitpunkt Null in beiden Systemen übereinstimmen. Und daher gibt es mit den imaginären Zeitspannen im "anderswo", im undefinierten Nirvana, eben ein Problem. Denn die LT ist eine lineare, affine Transformation und impliziert deshalb sehr wohl eine lineare Vergleichsmöglichkeit der Zeiten zueinander und kein System ist in Wahrheit verdreht zum anderen! Interessanterweise haben diese imaginären Zeitspannen im anderswo stets genau das Ausmaß, welches das c+/-v in einem Äther verschwinden lässt. Das Ganze ist also eine Konstruktion zu diesem Zweck mit esoterischer Erklärung, Physik mit mystischen Zeitspannen im "anderswo", somit relativer Vergangenheit und Zukunft. Und das ist tatsächlich der esoterische Überbau, der von Minkowski über die Gleichungen von Lorentz gestülpt wurde, um der Interpretation dieser Gleichungen durch Einstein eine Grundlage zu verleihen. Und jemand, dem das seltsam vorkommt, wird mit der Behauptung abgeschmettert, man dürfe die Zeiten nicht vergleichen. Wie soll man auch, wenn das "anderswo" dazwischen liegt!
Du hältst das für logisch und richtig und wirst Deine Meinung nicht mehr ändern (Du hattest schon mal eine andere Meinung!).
Und wann konvertierst Du endgültig zur SRT? ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » So 29. Sep 2013, 02:35

Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:t=t' existiert nur an einem einzigen Ort. Das hatte ich ja schon gezeigt.

Nein! t=t'=0 heißt. dass in diesem Augenblick sowohl alle Uhren in S als auch alle Uhren in S' auf "0" stehen!

Nein, das ist ein fundamentaler Irrtum. Dann gäbe es ja keine RdG. Nur wenn in S die mittlere Uhr auf Null springt, stehen alle Uhren in S' auf 0. Springt in S die hintere Uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf 0,577s. Springt in S die vordere uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf -0,577s. Das ist ja gerade der Gehalt der RdG. Vorgänge, welche in S gleichzeitig sind (alle Uhren springen gleichzeitig auf 0), ist in S' ungleichzeitig; alle Uhren springen nacheinander auf 0.
..........


Also da würde ich aber auch sagen, dass Haralds Auffassung eindeutig richtig ist.
( Hoffentlich trifft Harald nicht der Schlag wenn ich ihm mal recht gebe ;-) )

An dem Punkt an den sich Schaffner und Wärter gegenüberstehen treffen sich ja die beiden Gleichzeitigkeitslinien von Bahnsteig und Zug.
Da wir diesen Punkt mit t =0 UND t'=0 definieren ( da wäre natürlich jede andere Zeitangabe auch erlaubt) kann und MUSS das heißen, dass am GESAMTEN Bahnsteig t gleich 0 ist und selbstverständlich auch im GESAMTEN Zug t' gleich 0 ist.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » So 29. Sep 2013, 03:03

Harald Maurer hat geschrieben:Das soll begründen, dass im Zugsystem die Ereignisse früher und später stattfinden können als im Bahndammsystem, weil sich der Zug in einer anderen Zeit befindet. Das ist eine andere Zeit und nicht nur das Vorliegen unterschiedlicher Zeitskalen. Denn diese unterscheiden sich ja nur durch die ZD. Das ergibt aber einen absurden Knoten in der Logik, weil diese Zeiten zum Zeitpunkt Null in beiden Systemen übereinstimmen. Und daher gibt es mit den imaginären Zeitspannen im "anderswo", im undefinierten Nirvana, eben ein Problem. Denn die LT ist eine lineare, affine Transformation und impliziert deshalb sehr wohl eine lineare Vergleichsmöglichkeit der Zeiten zueinander und kein System ist in Wahrheit verdreht zum anderen! Interessanterweise haben diese imaginären Zeitspannen im anderswo stets genau das Ausmaß, welches das c+/-v in einem Äther verschwinden lässt. Das Ganze ist also eine Konstruktion zu diesem Zweck mit esoterischer Erklärung, Physik mit mystischen Zeitspannen im "anderswo", somit relativer Vergangenheit und Zukunft. Und das ist tatsächlich der esoterische Überbau, der von Minkowski über die Gleichungen von Lorentz gestülpt wurde, um der Interpretation dieser Gleichungen durch Einstein eine Grundlage zu verleihen. Und jemand, dem das seltsam vorkommt, wird mit der Behauptung abgeschmettert, man dürfe die Zeiten nicht vergleichen. Wie soll man auch, wenn das "anderswo" dazwischen liegt!
Du hältst das für logisch und richtig und wirst Deine Meinung nicht mehr ändern (Du hattest schon mal eine andere Meinung!).
Und wann konvertierst Du endgültig zur SRT? ;)

Grüße
Harald Maurer


"und kein System ist in Wahrheit verdreht zum anderen".

Das ist genau das Problem das ich mit der SRT habe.
Ich habe mehrfach schon versucht es an Beispielen anzusprechen - aber leider steigt da niemand darauf ein.

Die Minkowski Diagramme zeigen für zwei zueinander relativ bewegte Systeme eben diese auch zueinander "verdrehten" Linien.
Diese KÖNNEN sich logischerweise nur an einem Punkt schneiden.

Nun hat aber jeder schon einen Zug am Bahnsteig vorbeifahren gesehen.
Und ICH bin der Meinung, dass es dann eine Situation geben MUSS in der der Zugführer einen entsprechend am Bahnsteig positionierten Beobachter gegenüberstehen (mit Hand abklatschen) kann und GLEICHZEITIG auch eine Passagier am Ende des Zuges einen entsprechend positionierten Beobachter am Bahnsteig sehen kann (auch mit Hand anklatschen).
Diese beiden "Hand abklatschen" SIND zwei Ereignisse und MEINER Meinung nach eindeutig gleichzeitig - und zwar sowohl zur SELBEN Zeit für die beiden im Zug als auch zur SELBEN Zeit für die beiden am Bahndamm!
Die beiden Zeiten müssen durchaus nicht übereinstimmen, aber die Uhren der Beiden im Zug zeigen EINE Zeit an und die beiden Uhren der Beiden am Bahnsteig zeigen auch EINE Zeit an. Geht gar nicht anders - sonst wären nicht mal innerhalb EINES IS synchronisierte Uhren möglich.
Daher MÜSSEN die Beiden im Zug die beiden Ereignisse als gleichzeitig sehen und die Beiden am Bahnsteig müssen aber auch diese beiden (selben) Ereignisse als gleichzeitig sehen.

Und diese Situation ist aber im Minkowski Diagrammm NICHT darstellbar und natürlich laut SRT nicht erlaubt.

Ich weiß, das ich mir einen 4 dimensionalen Minkowski Raum nicht vorstellen kann - vielleicht hat die SRT ja auch wirklich vollkommen recht und ich versteh sie nur nicht.

Aber Zweifel daran hab ich, weil ich mir eben eine Zug und Bahnsteig nicht nur vorstellen kann, sondern das natürlich auch schon in der Realität gesehen habe.
Und da sehe ich halt einfach, dass so eine Situation wie ich sie oben beschrieben habe, eindeutig MÖGLICH IST !
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 29. Sep 2013, 06:34

fallili hat geschrieben:
Frag mich warum dann überhaupt Grafiken dargestellt werden. Und das gilt dann für jede Grafik. Ich hab bei Umzügen immer erst ein Bild der Räume gezeichnet und dann auf dem Plan probiert ob und wo die Möbel hinpassen. hat bei mir immer prima funktioniert auch wenn das Bild ja auch "nur ein Koordinatensystem".
ICH hab daraus sehr wohl die TATSACHLICHE POSITION der Zimmerwände herauslesen können.


Ja, das macht jeder auch so mit einer Graphik, um vorauszusagen, ob die Möbel im Zimmer hinpassen so wie man sie haben möchte, das ist hilfreich.

Was passiert aber, wenn Du die Maßen Deiner Möbel in Bewegungszustand gemäß SRT ausrechnest, anstatt sie im Ruhezustand zu messen, wie man es sonst immer macht? Werden die Möbel bei dem Umzug im Zimmer hinpassen, so wie Du Dir das vorgestellt hast?

Was würde Deiner Meinung nach bei dem Umzug passieren?
Würden unerwünschte Lücken zwischen den Möbeln entstehen?
Oder würden Möbel nicht in den Lücken hinpassen, die vorgesehen waren?

Was würde Deiner Meinung nach konkret bei dem Umzug passieren?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 29. Sep 2013, 09:46

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nein, das ist ein fundamentaler Irrtum. Dann gäbe es ja keine RdG. Nur wenn in S die mittlere Uhr auf Null springt, stehen alle Uhren in S' auf 0. Springt in S die hintere Uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf 0,577s. Springt in S die vordere uhr auf 0, so stehen alle Uhren in S' auf -0,577s.

Das ist m.E. falsch.

Nein, das ist ganz sicher richtig. Da helfen auch deine Erklärungen nicht. Wenn Du da nicht zustimmen kannst, dann ist natürlich jede weitere Folgerung vergebens.

Da wir diesen Punkt mit t =0 UND t'=0 definieren ( da wäre natürlich jede andere Zeitangabe auch erlaubt) kann und MUSS das heißen, dass am GESAMTEN Bahnsteig t gleich 0 ist und selbstverständlich auch im GESAMTEN Zug t' gleich 0 ist.

Ganz falsch. Dann wären ja auch alle solche Darstellungen der LT, wie diese, Humbug:

Bild

Das Bild ist aber nach SRT richtig.

Nur wenn in S die mittlere Uhr auf 0 springt, dann zeigen alle Uhren in S' 0s an. Wenn die linke Uhr in S auf 0 springt, dann stehen alle Uhren in S' bei 1,5µs. Wenn die rechte Uhr in S auf 0 springt, dann stehen alle Uhren in S' auf -1,5µs. D.h. wenn die Uhren in S gleichzeitig auf Null springen, so springen sie in S' ungleichzeitig nacheinander auf Null.
Das ist der Gehalt der SRT. Das Nullspringen der Uhren in S sind gleichzeitige Ereignisse an unterschiedlichen Orten. Diese Ereignisse sind in S' ungleichzeitig.
Real schwierig bis gar nicht vorstellbar; aber so ist sie eben die SRT mit ihrer ortsabhängigen Relativierung der Zeit.

Wie gesagt, ohne Akzeptanz dieses Verhaltens kann man keine richtigen Folgerungen treffen, da der Gehalt der SRT mißverstanden wird.

Und wann konvertierst Du endgültig zur SRT? ;)

Wenn die akute Gefahr besteht, daß ich durch die elfte Dimension über ein Wurmloch in ein schwarzes Loch falle. :)
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Zuletzt geändert von Ernst am So 29. Sep 2013, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 29. Sep 2013, 11:00

Highway hat geschrieben:Also irgendwie habe ich den Eindruck, dass du schneller deine Meinung wechselst wie man hinterher kommen kann...

Meine Vorstellung von sachlichem Austausch beinhaltet, daß man sich überzeugenden Argumenten anschließt, anstatt halsstarrig auf einer sich als falsch erwiesenen Aussage zu beharren, welche man vormals getroffen hat.
Bezüglich des Verständnisses des eigentlichen Gehaltes der RdG hat mir zwischenzeitlich fb.... ein gutes Stück geholfen.
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