Chief hat geschrieben:Pound und Rebka haben nicht so gemessen. Sie wissen nicht einmal wie hoch die Frequenz überhaupt war.
Das ist richtig. Die Frequenz der Gammastrahlenquelle wurde bei dem Experiment ja erst gemessen, und zwar einmal von oben nach unten und einmal von unten nach oben. Sie erhielten daher zwei Frequenzen mit der Differenz, die den
beiden Strecken entspricht. Für
eine Strecke gilt daher der halbe Wert ihrer Messung, wie Wiki ja auch unmissverständlich schreibt.
"Eine Höhendifferenz von 22,56 Metern ergibt in dieser Newtonschen Näherung eine zu erwartende Frequenzverschiebung von

"
Apostel Julius reimt sich da eine völlig falsche Interpretation zusammen.
Da Pound Rebka mit newtonscher Näherung rechneten, ergab sich die Frequenzdifferenz
auf den Wegen nach unten oder oben und es wurde nicht davon ausgegangen, dass sich die Frequenz der Gammastrahlenquelle selbst abhängig von der Höhe geändert haben könnte. Tatsächlich könnte aber auch das der Fall gewesen sein. Das Experiment lässt eine Unterscheidung zwischen den beiden Möglichkeiten gar nicht zu.
Ernst hat geschrieben:Hätte daher das GPS die ART widerlegt?
Ja, das GPS widerlegt die ART!
Uhren, die ihren Gang
real ändern, gibt es nur bei Lorentz. In der Lorentzschen Interpretation verändern Uhren konkret ihren Gang, aber die dadurch veränderten Sende-Frequenzen bleiben auf dem Weg nach oben oder unten unverändert.
In der Einsteinschen ART
scheint der Gang von Uhren in unterschiedlichen Gravitationspotenzialen aufgrund der Rotverschiebung ihrer Zeitsignale nach oben (oder Blauverschiebung auf dem Weg nach unten)
langsamer oder schneller zu sein. Das GPS bestätigt daher nicht die Aussage der ART, nach welcher die ZD ein
Relativeffekt sein soll, während es sich bei Lorentz um einen
Absoluteffekt handelt.
Nach ART dürften die Uhren nicht schon im GPS-Satelliten schneller laufen, sondern ihre Signale sollten am Erdboden blauverschoben ankommen; die Uhren sollten daher
dem Beobachter am Boden schneller laufend
erscheinen!Genau das Gegenteil findet jedoch statt! Die GPS-Uhren scheinen nicht schneller zu laufen, sondern laufen
tatsächlich schneller und eine gravitative Frequenzverstimmung findet
nicht statt!
Die gravitative Rotverschiebung nach ART ist mit mehreren Problemen behaftet. Einmal wird tatsächlich ganz hemdsärmelig angenommen, dass auf dem Weg nach oben Schwingungen verloren gehen bzw. nach unten dazu gezaubert werden. Außerdem schlägt das Äquivalenzprinzip gar seltsame Purzelbäume, denn Photonen haben keine Ruhemasse, verlieren aber von der ihnen zugeschriebenen dyn. Energie Beträge, die sich nicht nach Äquivalenzprinzip der Ruhemasse zugesellen können, weil eben keine existiert und außerdem wird diese zugeschriebene Masse z.B. durch den Verlust der eigenen Energie (den Photonen wird ja keine Energie zugeführt, sondern sie müssen mit ihrer eigenen Energie nach oben klettern) laufend geringer, analog zu einer Rakete, die beim Flug nach oben die Masse ihres Treibstoffs verliert. Das Verhalten der Photonen müsste man deshalb mit einer Raketengleichung berechnen, und so gesehen sind die Gleichungen der ART und der SRT natürlich falsch. Auch wenn sich ein Unterschied erst nach der achten Kommastelle bemerkbar machen würde
Grüße
Harald Maurer