Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Di 30. Okt 2012, 17:00

julian apostata hat geschrieben:Ist es Zufall, dass die SRT eine korrekte Aussage macht?


Wer sagt denn dass sie eine korrekte Aussage macht?

Ist es vielleicht kein Zufall dass sie eine Falschaussage macht, das ganze System der RT nichts als Einbildung ist!
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » Di 30. Okt 2012, 19:36

Ernst hat geschrieben:... um oben die Nennfrequenz zu erzeugen. Das dumme ist nur, daß diese Nennfrequenz dann unten empfangen wird.


Nehmen wir an, wir haben eine eine Lichtquelle, welche am Erdboden mit f zur Decke strahlt.

Und jetzt nehmen wir spaßeshalber an, genau die gleiche Lichtquelle strahlt an der Decke mit f+d und zwar hinab zum Fußboden.

Und dann nehmen wir völlig irrsinnigerweise auch noch an, dass das Licht seine Frequenz von oben nach unten und umgekehrt seine Frequenz nicht ändert.

So muss der empfangene Frequenzunterschied an Decke und Fußboden |d| betragen.

Und jetzt rechnen wir nach SRT:


Der Fußboden sendet mit f an die Decke.

Oben kommt an: f-d

Die Decke sendet mit f

Unten kommt an: f+d.

Also eine Frequenzunterschied von |2*d|

Wie willst du nun den Ausgang dieses Experimentes deiner Meinung nach erklären, wenn |2*d| gemessen wurde?

http://de.wikipedia.org/wiki/Pound-Rebka-Experiment

Und überhaupt, wie will denn nun konkret der “SRT-Kritiker” den Uhrengang in eine Gleichung packen?

Vor allem, welchen Wert benutzt er, um den Frequenzunterschied zu ermitteln?

Setzt er nun 0m/s² ein, weil in der Umlaufbahn tatsächlich Schwerelosigkeit vorherrscht?

Oder benutzt er den Wert von g, der dort oben in einem stationären Satelliten vorherrscht? Das wären dann etwa 0,57m/s²

Oder macht er ganz was Anderes?

Weiß der gemeine “SRT-Kritiker” überhaupt was er will?

Die Relativisten wissen es seit 100 Jahren!
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Di 30. Okt 2012, 20:56

julian apostata hat geschrieben:Wie willst du nun den Ausgang dieses Experimentes deiner Meinung nach erklären, wenn |2*d| gemessen wurde?
http://de.wikipedia.org/wiki/Pound-Rebka-Experiment

Bei Pound/Rebka wird ein Signal nach oben und nach unter geschickt:
Beim Flug nach oben ist wie zuvor beschrieben ein Energieverlust, also eine Rotverschiebung, zu erwarten und nach unten eine Blauverschiebung.

Das hat nichts mit der Situation beim GPS zu tun. Da wird eine Uhr von unten nach oben geschickt, wo sie schneller läuft als unten. Damit sie oben mit Nennfrequenz läuft, wird sie deshalb unten langsamer justiert. Da läuft sie also oben mit Nennfrequenz und diese Nennfrequenz wird unten empfangen. Es gibt also keine gravitative Frequenzverschiebung. Den ganzen Vorgang kannst du auch mit den Werten aus deiner Wiki-Grafik nachrechnen.

Im Gegensatz zur Aussage von Pound/Rebka existiert bei Wellenausbreitung also keine gravitative Frequenzverschiebung. Da war wohl ihre (Un)Genauigkeit die Ursache, denn es steht wohl außer Zweifel, daß die aktuelle GPS Genauigkeit das non plus ultra zur Einschätzung dieser Sache ist.

Da haben sich die Relativisten dann 100 Jahre geirrt. Gibt es keine gravitative Frequenzverschiebung, dann gibt es keine ART.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Di 30. Okt 2012, 21:28

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Die hohe Genauigkeit der Uhren beim GPS bestätigt ja, daß es überhaupt keine Frequenzverschiebung der Wellen auf ihrem Weg von oben nach unten gibt, weder eine gravitative noch eine geschwindigkeitsabhängige, womit eigentlich beide, ART und SRT, widerlegt sind.

Der Effekt der Gravitation auf die Taktfrequenz von Uhren muß folglich andere Ursachen haben. Atomuhren ticken eben technisch bedingt gravitationsabhängig, analog zu Pendeluhren, nur eben in kleinerer Größenordnung.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon contravariant » Di 30. Okt 2012, 21:36

Highway hat geschrieben:
Hartwig Thim hat geschrieben:Die GPS Satellitenuhren müssen täglich nachjustiert werden, weil sie fälschlich vor dem Lounch relativistisch vorkorrigiert wurden, was die Ingenieure von NIST in Boulder, Colorade sehr ärgert, wie mir versichert wurde.
Seit dem Nobelpreis 2006 weiss die Welt von Smoot und Mather, dass es eine
“New Aether Drift” gibt, die durch die Bewegung unseres Solarsystems von 370km/s in Richtung Sternbild Löwe zustande kommt.

Weil also die Sender der Satelliten auf eine falsche Frequenz eingestellt wurden, müssen die Uhren täglich nachjustiert werden. Warum auch nicht...
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Okt 2012, 22:04

Chief hat geschrieben:Pound und Rebka haben nicht so gemessen. Sie wissen nicht einmal wie hoch die Frequenz überhaupt war.

Das ist richtig. Die Frequenz der Gammastrahlenquelle wurde bei dem Experiment ja erst gemessen, und zwar einmal von oben nach unten und einmal von unten nach oben. Sie erhielten daher zwei Frequenzen mit der Differenz, die den beiden Strecken entspricht. Für eine Strecke gilt daher der halbe Wert ihrer Messung, wie Wiki ja auch unmissverständlich schreibt.
"Eine Höhendifferenz von 22,56 Metern ergibt in dieser Newtonschen Näherung eine zu erwartende Frequenzverschiebung von
Bild"
Apostel Julius reimt sich da eine völlig falsche Interpretation zusammen.
Da Pound Rebka mit newtonscher Näherung rechneten, ergab sich die Frequenzdifferenz auf den Wegen nach unten oder oben und es wurde nicht davon ausgegangen, dass sich die Frequenz der Gammastrahlenquelle selbst abhängig von der Höhe geändert haben könnte. Tatsächlich könnte aber auch das der Fall gewesen sein. Das Experiment lässt eine Unterscheidung zwischen den beiden Möglichkeiten gar nicht zu.
Ernst hat geschrieben:Hätte daher das GPS die ART widerlegt?

Ja, das GPS widerlegt die ART!
Uhren, die ihren Gang real ändern, gibt es nur bei Lorentz. In der Lorentzschen Interpretation verändern Uhren konkret ihren Gang, aber die dadurch veränderten Sende-Frequenzen bleiben auf dem Weg nach oben oder unten unverändert.
In der Einsteinschen ART scheint der Gang von Uhren in unterschiedlichen Gravitationspotenzialen aufgrund der Rotverschiebung ihrer Zeitsignale nach oben (oder Blauverschiebung auf dem Weg nach unten) langsamer oder schneller zu sein. Das GPS bestätigt daher nicht die Aussage der ART, nach welcher die ZD ein Relativeffekt sein soll, während es sich bei Lorentz um einen Absoluteffekt handelt.
Nach ART dürften die Uhren nicht schon im GPS-Satelliten schneller laufen, sondern ihre Signale sollten am Erdboden blauverschoben ankommen; die Uhren sollten daher dem Beobachter am Boden schneller laufend erscheinen!
Genau das Gegenteil findet jedoch statt! Die GPS-Uhren scheinen nicht schneller zu laufen, sondern laufen tatsächlich schneller und eine gravitative Frequenzverstimmung findet nicht statt!
Die gravitative Rotverschiebung nach ART ist mit mehreren Problemen behaftet. Einmal wird tatsächlich ganz hemdsärmelig angenommen, dass auf dem Weg nach oben Schwingungen verloren gehen bzw. nach unten dazu gezaubert werden. Außerdem schlägt das Äquivalenzprinzip gar seltsame Purzelbäume, denn Photonen haben keine Ruhemasse, verlieren aber von der ihnen zugeschriebenen dyn. Energie Beträge, die sich nicht nach Äquivalenzprinzip der Ruhemasse zugesellen können, weil eben keine existiert und außerdem wird diese zugeschriebene Masse z.B. durch den Verlust der eigenen Energie (den Photonen wird ja keine Energie zugeführt, sondern sie müssen mit ihrer eigenen Energie nach oben klettern) laufend geringer, analog zu einer Rakete, die beim Flug nach oben die Masse ihres Treibstoffs verliert. Das Verhalten der Photonen müsste man deshalb mit einer Raketengleichung berechnen, und so gesehen sind die Gleichungen der ART und der SRT natürlich falsch. Auch wenn sich ein Unterschied erst nach der achten Kommastelle bemerkbar machen würde ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Okt 2012, 23:09

Ernst hat geschrieben:Der Effekt der Gravitation auf die Taktfrequenz von Uhren muß folglich andere Ursachen haben. Atomuhren ticken eben technisch bedingt gravitationsabhängig, analog zu Pendeluhren, nur eben in kleinerer Größenordnung.

Die Physiker sollten sich nicht mit der esoterischen Erklärung, dass der Zeitenlauf unterschiedlich wäre und Uhren dies "messen" könnten, zufrieden geben, sondern sich mal den Kopf darüber zerbrechen, auf welche Weise die Gravitation auf physikalische Prozesse einwirken könnte. Zwar ist es richtig, dass in den GPS-Satelliten keine Cäsium-Fontänen installiert sind, aber es gibt dennoch zwischen Uhren am Erdboden und jenen in 20560 km Höhe einen gravierenden Unterschied. Atome sind in dieser Höhe leichter (bzw. in den Satelliten schwerelos) und das könnte in ihrem Verhalten gegenüber Atomen, die am Erdboden voller Gewichtskraft ausgesetzt sind, schon einen Unterschied ergeben. Darüber sollte man mal nachdenken! So verhalten sich schon rotierende Wassertropfen in der Schwerelosigkeit völlig anders als im Labor auf der Erde... Und es gibt Hinweise darauf, dass auch Atome in der Schwerelosigkeit ihre Form verändern. Die Relativitätstheorien erschweren Forschungen in dieser Richtung leider etwas, und experimentelle Resultate gegen die RT verursachen so einen starken Druck auf die Experimentatoren, dass sie sich letzten Endes doch lieber auf einen lockeren Stecker ausreden ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Di 30. Okt 2012, 23:21

contravariant hat geschrieben:Weil also die Sender der Satelliten auf eine falsche Frequenz eingestellt wurden, müssen die Uhren täglich nachjustiert werden. Warum auch nicht...


Es wird beim GPS keine Uhr nachjustiert, weder täglich noch minütlich noch monatlich.


Gruss Kurt
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Di 30. Okt 2012, 23:29

Harald Maurer hat geschrieben:Genau das Gegenteil findet jedoch statt! Die GPS-Uhren scheinen nicht schneller zu laufen, sondern laufen tatsächlich schneller und eine gravitative Frequenzverstimmung findet nicht statt!


Das nehme ich zum Anlass nochmal meine "Entscheidungsfrage" zu stellen.

a* oder b'

a' schnelleres Takten der Atome
b' "gravitatorische Rotverschiebung"


Gruss Kurt
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Nabla » Mi 31. Okt 2012, 02:05

Zunächst: Man kann die Relativitätstheorie nicht verstehn lernen, da sie nicht richtig ist und demzufolge nicht verstanden werden kann.
Der Beweis für die Nichtrichtigkeit der Relativitätstheorie findet sich in

http://www.mahag.com/download/Irrtum_RT_Teil_1.pdf
http://www.mahag.com/download/Irrtum_RT_Teil_2.pdf

Zu Kurts letzten Beitrag. Da hat er, als aufmerksamer Leser, wieser mal eine Unstimmigkeit erkannt.
Ich möchte dem Beipflichten.
Richtig ist, dass schnellere Takten der Atome auf Grund der gravitatorischen Rotverschiebung eintritt.
Wird ein Signal auf der Eroberfläche in den freien Raumgesendet, so richtet sich die Frequenz nach den Bedingungen auf der Erde. Mit dem Flug in den freine Weltraum vergrößert sich der Takt der Zeit und das ursprüngliche Signal wird rotverschoben.

Dennoch ergeben sich für mich einige Unklarheiten. Harald Maurer hat dies schon anklingen lassen: Wie eigentlich erfährt die Uhr etwas davon wie schnell sie ticken soll.
Es muß also etwas auf die Frequenz der Atome wirken, damit diese ihre Frequenz den örtlichen Gegebenheiten anpassen.
Die Gravitation wird dazu herangezogen. Dies klingt zunächst plausibel, dennoch ergibt sich die Frage, was passiert, wenn man in das Innere einer gravitiv wirkenden Masse hinabstaigt.
Hier gibt es einen Punkt an dem sich die Gravitation aufhebt. Demzufolge müßten an diesem Ort die Uhren wieder genau den Takt des freien Weltalls angeben.
In der RT wird hier lediglich von einem Verschwinden des Anstieges des Gravitationspotentiales gesprochen. Integriert man jedoch über alle Bereiche, so ergibt sich für das Gravitationspotential in der Mitte einer Masse eine Nullpotential.
Dennoch ist kaum anzunehmen, dass unter den Kräftebedingungen im Inneren einer größeren Masse, die Uhren wieder wie im freien Weltall ticken.
Meine Vermutung: Für das Ticken der Uhren ist primär nicht das Gravitationspotential, sondern der Druck die primäre Bezugsgröße.
Natürlich erzeugt Gravitation, wie auch eine Beschleunigung, einen Druck. Aber nicht die Gravitation bestimmt den Takt, sondern der Druck. Dies wird augenscheinlich, wenn man im Inneren einer Masse derartige Messungen unternehmen würde.
Ein Atom erkennt eigentlich nicht eine Gravitation oder Beschleunigung. Ein Atom erkennt aber den Druck, welche auf selbiges ausgeübt wird.
Gruß Nabla
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