Lagrange hat geschrieben:Das verstößt gegen das RP. Die SRT besagt: "Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene."
In deinem Beispiel werden zwei synchrone Uhren verwendet, damit man nicht zurückkehren muss, um Uhren zu vergleichen. Wenn Uhr C als ruhend betrachtet wird, bewegen sich Uhr A und Uhr B. Sie müssen also langsamer gehen als Uhr C.
Richtig erkannt: In jedem Inertialsystem misst man, dass eine fremde Uhr langsamer läuft als die eigene. Das Relativitätsprinzip verlangt diese vollkommene Symmetrie.
Fehlende Relativität der Simultanität: Wenn du Uhr C in ihrem Ruhesystem als „ruhend“ ansiehst, dann sind A und B bewegte Uhren – aber sie sind in C‘s Inertialsystem nicht synchron. Der Versuch, zwei Uhren A und B aus C‘s Sicht einfach als „gleichzeitig laufend“ anzunehmen, verstößt gegen die SRT: Gleichzeitigkeit ist nicht absolut.
Folge: Beim Treffen von C erst mit B und dann mit A wird C in beiden Betrachtungsrahmen tatsächlich weniger eigene Zeit anzeigen – aber in C‘s Rahmen liegt zwischen den Begegnungen von C–B und C–A keine äquidistante Zeitspanne, weil B und A nicht gleichzeitig läuten.
Nach der Speziellen Relativitätstheorie erfährt jede bewegte Uhr eine Zeitdilatation: In jedem Inertialsystem misst man, dass die fremde Uhr langsamer läuft als die eigene. Bewegt sich nun eine Uhr C an zwei im Ruhesystem synchronisierten Uhren A und B vorbei, so zeigt C bei den beiden Begegnungen jeweils weniger Eigenzeit an. Würde man C als ruhend wählen, wären A und B die bewegten Uhren – doch in Cs Bezugssystem sind A und B nicht mehr simultan synchronisiert. Dadurch bleibt das Relativitätsprinzip gewahrt, und es entsteht kein Widerspruch.
Wie immer versteht Lagrange nichtmal die Hälfte.
