Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 15:32

Hannes hat geschrieben: ........oder meinst du, das kann nur ein Superspezialist wie du verstehen ?

Da ist ja nicht viel zu verstehen, wenn man mit Differentialgleichungen vertraut ist.
Nicht zu verstehen ist aber deine Behauptung, daß da irgendwie Fliehkräfte im Spiel sind. Sie sind es nicht. Sie kommen darin nicht vor.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » So 26. Feb 2012, 15:51

Ernst !
Da ist ja nicht viel zu verstehen, wenn man mit Differentialgleichungen vertraut ist.
Nicht zu verstehen ist aber deine Behauptung, daß da irgendwie Fliehkräfte im Spiel sind. Sie sind es nicht. Sie kommen darin nicht vor.

Mit der Gravitation als Zentripetalkraft wirst du bei einer Kometenbahn nicht auskommen.Da spielt auch die Bahngeschwindigkeit mit und die ist in der Formel der Gravitation nicht enthalten.

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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 16:16

Hannes hat geschrieben:Ernst !
Da ist ja nicht viel zu verstehen, wenn man mit Differentialgleichungen vertraut ist.
Nicht zu verstehen ist aber deine Behauptung, daß da irgendwie Fliehkräfte im Spiel sind. Sie sind es nicht. Sie kommen darin nicht vor.

Mit der Gravitation als Zentripetalkraft wirst du bei einer Kometenbahn nicht auskommen.Da spielt auch die Bahngeschwindigkeit mit und die ist in der Formel der Gravitation nicht enthalten.

Hannes, alle kosmischen Bewegungen werden mittels dieser Newtonschen Differentialgleichungen berechnet. Darin sind alle Einflüsse inclusive behandelt.

Bild

Die Differentialgleichung ergibt die kompletten Bewegungsparameter Ort, Geschwindigkeit, Beschleunigung.
Die einfache Integration der Gleichung incl. der Integrationskonstanten ergibt die Geschwindigkeit.
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m.a=F

Beitragvon rmw » So 26. Feb 2012, 16:49

Ernst hat geschrieben:alle kosmischen Bewegungen werden mittels dieser Newtonschen Differentialgleichungen berechnet.

Ja mit der allgemeinen Gleichung m.a=F. was im Falle der Kreisbewegung der Zentrifugalkraft entspricht. Dem hält die Gravitation das Gleichgewicht.
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Re: m.a=F

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 17:45

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:alle kosmischen Bewegungen werden mittels dieser Newtonschen Differentialgleichungen berechnet.

Ja mit der allgemeinen Gleichung m.a=F. was im Falle der Kreisbewegung der Zentrifugalkraft entspricht. Dem hält die Gravitation das Gleichgewicht.

Wieder überhaupt nicht richtig.

F=m*a ist nichts anderes als

Bild

Das gilt für alle denkbaren Konstellationen, auch für den Sonderfall der Kreisbewegung. Darin kommt nur eine Kraft vor, die im wesentlichen durch die Gravitation bestimmt ist. Diese Kraft ist die beschleunigende Kraft. Deine "Zentrifugalkraft" gibts darin einfach nicht.
Und die Sache mit dem "Gleichgewicht" ist ohnehin substanzlos. Wären da Kräfte im Gleichgewicht, gäbs keine Beschleunigung.
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Nachhilfe für Legastheniker

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 17:55

Chief hat geschrieben:Auch die Gravitationskraft hat Eigenschaften von Trägheitskräften: Sie ist proportional zur Masse eines Körpers, hängt nur von dessen Ort ab, ansonsten aber von keinen anderen Eigenschaften des Körpers. Tatsächlich kann man in einem Gravitationsfeld, jedenfalls in einem hinreichend kleinen Raumgebiet, stets von einem ruhenden Bezugsystem zu einem frei fallenden Bezugsystem übergehen, in dem die dann auftretenden Trägheitskräfte die Gravitationskräfte gerade kompensieren. In diesem Bezugsystem müssen somit weder Gravitations- noch Trägheitskräfte betrachtet werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A4gh ... heitskraft
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Neuinterpretation

Beitragvon rmw » So 26. Feb 2012, 18:02

Ernst hat geschrieben:F=m*a ist nichts anderes als

Ja, aber das wollte ich damit ja sagen.

Ernst hat geschrieben:Darin kommt nur eine Kraft vor, die im wesentlichen durch die Gravitation bestimmt ist.

Nein die ist nicht "im wesentlichen" von der Gravitation bestimmt. Denn wie du weist ist die Gravitionskraft durch Fg=G.m1.m2/r² bestimmt und nicht durch F=m.a. Allerdings halten sich die beiden Kräfte im Gleichgewicht.

Ernst hat geschrieben:Wären da Kräfte im Gleichgewicht, gäbs keine Beschleunigung.

Nun da werden wir uns beim hunderttausendsten Mal auch nicht einigen, aber was solls.
Ich vertrete da die Newtonsche Physik, du eine relativistische Neuinterpretation.
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Re: Neuinterpretation

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 18:47

rmw hat geschrieben:Nein die ist nicht "im wesentlichen" von der Gravitation bestimmt. Denn wie du weist ist die Gravitionskraft durch Fg=G.m1.m2/r² bestimmt und nicht durch F=m.a.

Bild

Du bringst da wieder etliches durcheinander.
Abgesehen von einem in manchen Fällen zu berücksichtigen geschwindigkeitsabhängigen Kraftanteil ist die Bewegung von Objekten im All ausschließlich von der Gravitationskraft abhängig. Das ist die Kraft F in vorstehender Gleichung. Diese Gravitationskraft ist bei einem Vielkörpersystem abhängig vom Ort und von der Zeit.

Nur im Sonderfall der Betrachtung eines Zweimassensystems ist F=G.m1.m2/r². Und dann vereinfacht sich

m1*d²x/dt² = F

mit F als Gravitationskraft F=Fg= G.m1.m2/r²

m1*d²x/dt² = G.m1.m2/r²

d²x/dt² = G*m2/r²

Ganz einfache klassische Rechnung ohne jegliche "Trägheitskraft"
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Trägheitskraft

Beitragvon rmw » So 26. Feb 2012, 20:06

Ernst hat geschrieben:ist die Bewegung von Objekten im All ausschließlich von der Gravitationskraft abhängig.

Nein ganz bestimmt nicht.

Ernst hat geschrieben:m1*d²x/dt² = G.m1.m2/r²

Ja genau, Massenträgheitskraft ist der gleich der Gravitationskraft.

Ernst hat geschrieben:d²x/dt² = G*m2/r²
Ganz einfache klassische Rechnung ohne jegliche "Trägheitskraft"

Also davon dass du auf beiden Seiten m1 herauskürzt verschwindet die Trägheitskraft nun wirklich nicht. Da könnest du immer beide Seiten einer Gleichung durch einen Wert dividieren und sagen die vorherige Aussage der Gleichung sei nun nicht mehr gegeben.
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Re: Trägheitskraft

Beitragvon Ernst » So 26. Feb 2012, 20:19

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: m1*d²x/dt² = G.m1.m2/r²

Ja genau, Massenträgheitskraft ist der gleich der Gravitationskraft.


Mann rmw! Da steht eine Bewegungsgleichung mit einer Beschleunigung. :!: Aus welcher Geschwindigkeit und Weg berechnet werden. :!:

Da ist doch Beschleunigung kein Bestandteil einer Kraft! Sondern die Folge der Kraft :!: :!: :!:

Wie kannst du auf solche Idee kommen :?: Schon rein formell wäre das Nonsens, denn deine "Kräfte" m1*d²x/dt² und G.m1.m2/r² wären ja dann gleich, d.h. sie wären gleichgroß und hätten die gleiche Richtung. Dann würden ja schon zwei gleichgerichtete Kräfte angreifen. Sehr seltsam, was du dir da vorstellst. Auf jeden Fall substanzlos.

Ernst hat geschrieben: d²x/dt² = G*m2/r² Ganz einfache klassische Rechnung ohne jegliche "Trägheitskraft"

Also davon dass du auf beiden Seiten m1 herauskürzt verschwindet die Trägheitskraft nun wirklich nicht. Da könnest du immer beide Seiten einer Gleichung durch einen Wert dividieren und sagen die vorherige Aussage der Gleichung sei nun nicht mehr gegeben.

Mann: Wenn in einer Gleichung ein Wert herausgekürzt wird, bleibt die Aussage einer Gleichung immer erhalten. :!:
Ich habe eine Masse herausgekürzt. Eine Trägheitskraft hab ich nicht herausgekürzt. Wie denn; es war ja gar keine da. Sehr seltsam, deine Bemerkung.
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Zuletzt geändert von Ernst am So 26. Feb 2012, 20:26, insgesamt 1-mal geändert.
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