scharo hat geschrieben:Angelique hat geschrieben:„Die (reactio) Kraft auf die Zugkraft von Mast zieht eben von (und nicht an)
der Gondel die Mastspitze nach außen. Das ist aber nicht die Zentrifugalkraft!“
Wie gesagt, nenne diese Kraft wie Du willst. Sie ist aber existent, gleich und entgegengesetzt der Kraft mit der die Kette die Gondel zieht.
Ich nenne die Kraft wie sie in der Physik genannt wird – und das ist nicht Zentrifugalkraft! Sie ist entgegengesetzt der Kraft mit der die
Kette an der Gondel zieht – zieht aber von der Gondel am Mast. Damit sind es actio/reactio Kräfte nach Newton III und beide greifen nicht
am selben Körper an!
scharo hat geschrieben:Nun, wo ist diese Kraft in den Fendt & Ernst Zeichnungen? Warum bezieht Ernst diese, nach Deiner Meinung reale, Kraft bei der Erklärung der Neigung der Ketten ein? Erst dann wäre die Neigung kinderleicht zu erklären, stattdessen schreibt und zeichnet er lauter Unsinn – nur eine Kraft nach innen, die Gondel bewegt sich aber nach außen = Esoterik.
Weil diese Kräfte Teilkräfte auf Reaktionskräfte sind und nicht benötigt werden um die Situation richtig/vollständig zu beschreiben. Es
gibt zwei Aktionskräfte die auf den Ball wirken:
1. F1 = 9,81N ist die Gravitationskraft
2. F2 = 13,87N ist die Zugkraft von der Mastspitze an der Gondel
Hier sind alle Kräfte zu sehen und richtig erklärt:
Die Reaktionskräfte F1’ und F2’ wirken aber nicht auf den Ball!
F1 ist die Aktionskraft der Erde – von der Erde (Körper A) wirkt ein Zugkraft F1 auf den Ball (Körper B).
F1’ ist die Reaktionskraft des Balls – von dem Ball (Körper B) wirkt eine Zugkraft F1’ auf die Erde (Körper A).
F1 (actio) und F1’ (reactio) sind ein Kräftepaar nach Newton III und wirken nicht auf denselben Körper!
Es macht keinen Sinn F1 und F1’ zu addieren, da beide ja nicht auf denselben Körper wirken! Wenn sich zwei Autos mit 50km/h
entgegenkommen, macht es auch keinen Sinn 50km/h + (-50km/h) = 0km/h zu rechnen und die Geschwindigkeit eines Autos zu
bekommen.
scharo hat geschrieben:Etwas vom Schnittpunkt der Kräftewirkung bei verbundenen Körpern gehört?
Warum? Was willste denn wissen?
scharo hat geschrieben:„Scheinkraft heißt nicht – die Kraft hat keine Wirkung. Ganz im Gegenteil! Man sieht eine Beschleunigung und braucht dazu eine Kraft als Erklärung. Im System Auto gibt es dann dafür die Trägheitskraft. Und wie du sehen kannst, wirkt die auf den Ball und beschleunigt denn auch ganz real. Die Kraft kann man auch wie jede andere Kraft messen. Im System Auto ist das eine echte Kraft.“
Angelique, merkst Du nicht, dass keiner der Scheinkraft-Fraktion Dich bei dieser unsinnigen Aussage unterstützt? Und weißt Du warum? Weil keiner von denen, wenn auch noch so schwach in klassischer Mechanik, sich mit solcher extremen Unwissenheit blamieren möchte.
Nö – fällt mir so nicht auf. Mir ist aber aufgefallen – daß bis auf ein paar Scheinintelligenzen alle meinen 6. Punkten zugestimmt haben.
Willste ne Liste und Zitate?
scharo hat geschrieben:Nachmals gaaanz langsam für solche Anfänger, wie Du:
Die Geschwindigkeit ist nicht so wichtig – mach es mal lieber gaaaanz richtig.
scharo hat geschrieben:Im System Auto MEINT der festverbundene Beobachter, er sei in Ruhe.
Im System Auto IST der Beobachter in Ruhe! Das meint er nicht nur, daß ist so. Denn in Bezug zum Auto bewegt er sich ja kein Stück!
scharo hat geschrieben:Er spürt aber eine Kraft, die auf ihm wirkt, die er aus Unwissenheit jedoch ignoriert.
Dann muß er aber Chief, Guido, Hannes, Lothar, rmw oder scharo heißen, die anderen hier sind nicht unwissend.
scharo hat geschrieben:Er MEINT, dass auf dem sich von ihm sichtbar beschleunigt entfernenden Ball, Eisblock, oder egal auch was, das mit dem Auto nicht verbunden ist, eine Kraft wirken muss.
Er weiß daß nach Newton I ein Körper nur dann seine Geschwindigkeit ändert, wenn eine Kraft auf ihn wirkt. Darum weiß er daß auf
den Ball eine Kraft wirken muss, oder Newton hier nicht gilt. Was ihr Heinis macht ist mir egal, der Rest und ich hier bleiben bei
Newton!
scharo hat geschrieben:Diese Kraft ist die Scheinkraft, da sie nicht existiert.
Richtig – diese Kraft ist eine Scheinkraft, falsch ist daß sie nicht existiert. Man kann sie im beschleunigten System ganz real messen.
scharo hat geschrieben:Eine nichtexistierende Kraft kann auch nichts beschleunigen.
Da ist ja schon euer Fehler, die Kraft existiert aber und sie beschleunigt real den Ball!
scharo hat geschrieben:Nachdem auf dem Körper keine reale Kraft wirkt, kann er auch nicht beschleunigt werden.
Auf den Ball wirkt real eine Kraft und die ist im beschleunigten System auch messbar.
scharo hat geschrieben:Oder, die Ballbeschleunigung, die der mitbeschleunigte Beobachter BEOBACHTET, ist keine reale, sondern eine Scheinbeschleunigung.
Es gibt einfach keine Scheinbeschleunigung. Zeig mir das mal bei Newton. Beschleunigung ist in einem System als Änderung der
Geschwindigkeit definiert und der Ball ändert seine Geschwindigkeit. Der Ball ist im System Auto ganz real beschleunigt!
scharo hat geschrieben:Und entgegen Deiner Meinung, diese Kraft oder Beschleunigung sei messbar, muss ich feststellen, dass Du keine Ahnung von Messen hast:
Du hast hier schon viele lustige Dinge „festgestellt“ tob dich ruhig aus.
scharo hat geschrieben:Würdest Du eine Federwaage zwischen Anhänger und Ball montieren, ist der Ball nicht mehr frei, er ist jetzt schon mit dem Anhänger VERBUNDEN, der Ball ist dann relativ zum Auto UNBEWEGT.
Richtig und das habe ich schon vor vielen Tagen hier mal so geschrieben. Klar – wenn wir den Ball festmachen ist er fest.
Mach mal eine Federwaage an eine Hantel – wiege die 10kg und spring dann aus dem Fenster. Du wirst sehen die Federwaage
Zeigt 0N als Kraft an. Dann kannste ja mit der Hantel nicht beschleunigen da deiner Meinung ja keine Kraft auf dich und die
Hantel wirkt. Wenn du das ausprobierst, nimmt bitte Chief und die anderen Scheinintelligenzen mit und sucht euch ein richtig
hohes Haus.
scharo hat geschrieben:Du wirst dann die Kraft (reale) messen, mit der der Anhänger über die Waage den Ball beschleunigt (wie Zentripetal), oder die Kraft, mit der der Ball sich der Beschleunigung widersetzt (wie Zentrifugal).
Ich werde eine Kraft messen, im System Auto nenne ich es die Trägheitskraft und die wirkt real auf den Ball. Im Auto wirkt aber
noch die Beschleunigung des Autos auf den Ball. Beide Kräfte heben sich auf. Darum ist der Ball dann am der Waage in Bezug
zu mir ruhend. Trenne ich die Waage ab, wird der Ball durch die Trägheitskraft im Wagen beschleunigt.
Im Außensystem beschleunigt hingegen der Wagen um die Ball herum.
scharo hat geschrieben:Wenn Du jedoch eine Kraft, bzw. Beschleunigung am FREIEN Ball messen möchtest, muss Du an den Ball einen passenden Beschleunigungssensor befestigen und Dein blaues Wunder erleben.
Wenn Du optisch aus Sicht des mitbewegten Beobachters eine Beschleunigung misst, muss Du, wenn Ahnung von Physik vorhanden, zuerst Deine eigene Beschleunigung (s.o. – spürt eine Kraft) messen und letztere aus der gemessenen abziehen –> Resultat = 0 -> es war also doch nur eine Scheinbeschleunigung.
Schmarrn – es gibt keine Scheinbeschleunigung!
Du kannst im freien Fall mit dem Ball mit Federwaagen jonglieren, du wirst nicht messen können, daß der Ball mit 1g beschleunigt
und eine Kraft (die Gravitationskraft) auf ihn wirkt. Aber die Erde kommt immer schneller auf dich zu. Sagste da nun auch, du und
der Ball beschleunigt nur scheinbar weil du Kraft zwischen dir und Ball messen kannst?
Setze dich im Auto auf den Ball, du wirst wie beim freien Fall keine Kräfte spüren aber alles um dich herum kommt immer schneller
auf dich zu. Nach deiner Logik müsste dann im freien Fall die Erde auf dich zu beschleunigen.
scharo hat geschrieben:Scheinkraft oder Scheinbeschleunigung existieren nur im Kopf eines dämlichen Beobachters, der obwohl beschleunigt (er spürt eine Kraft auf ihn wirkend) sich in Ruhe glaubt.
Es gibt Scheinkräfte aber keine Scheinbeschleunigungen. Im freien Fall bist du ohne Frage beschleunigt und spürst nicht die Kraft
der Gravitation. Damit bist du falsch davor.
Gruß Angélique

