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Die Scheinkraft-„Physiker“ behaupten, daß es in einem inertialen Bezugssystem keine Zentrifugalkraft gäbe, und demzufolge z.B. die Gondel eines Kettenkarussells allein durch eine Zentripetalkraft (also ohne Mitwirkung einer Zentrifugalkraft) auf eine Kreisbahn gezwungen würde.
Hannes hat geschrieben:Wenn du dann noch erklären könntest, wie die Gondeln des Karussells Fendt`s ohne Fliehkraft hochkommen, wärst du gut. Dann wärest du sogar noch besser als Prof.Dr.DR. Ernst,der das nicht erklären kann.
Hierzu eine Anekdote:
Hannes, der dankenswert und lobenswert immer wieder eine Erklärung der Schrägstellung der Karussellketten von den Scheinkraft-Vertretern fordert, ohne aber je eine solche zu bekommen, hat neulich wieder argumentiert, daß die Schrägstellung der Karussellketten (infolge der Zentrifugalkraft) natürlich auch im inertialen Bezugssystem zu beobachten sei.
Der hier im Forum führende Scheinkraft-Vertreter Harald hat daraufhin in seiner Antwort dieses logische Argument dadurch „entkräftet“, daß er das Bild eines Kinderkarussells ohne Ketten einstellte und behauptete, dadurch wäre das Argument erledigt, weil es hier keine schräggestellten Ketten gäbe, und „daß ein Argument, das sich nur auf eine bestimmte Karussellkonstruktion bezieht, nichts taugt!...Soll ein Argument physikalisch relevant sein, muss es generelle Gültigkeit haben“.
Grotesk, denn dies war absolut kein Faschingsscherz.
So kann man natürlich auch die Schrägstellung der Karussellketten beseitigen – einfach ein anderes Karussell ohne Ketten nehmen. Wie bei der Zentrifugalkraft – einfach das Bezugssystem wechseln, als ob das die Kraft beseitigen würde.
Diese Anekdote zeigt sehr beispielhaft die verquere Logik der Scheinkraft-Vertreter und deren „Argumente“. Hannes hat mit Recht und Humor daraufhin für die Zukunft jeden Gebrauchtwagenkauf bei Harald abgelehnt, nicht einmal geschenkt und mit 20% Rabatt.
Ich nehme diese Anekdote zum Anlaß, das von Hannes dankenswert und lobenswert immer wieder vorgebrachte Argument von den schräggestellten Karussellketten, und insbesondere auch sein Argument von den Anfahrbedingungen mit nach außen und oben gehenden Gondeln, hier „energetisch“ etwas zu erweitern wie folgt:
Zunächst die aufschlußreiche Erklärung des hier führenden Scheinkraft-Vertreters Harald zu den nach oben gehenden Gondeln:
Harald Maurer hat geschrieben: Die Gondeln steigen ja nur deshalb höher, weil sie oben am Masten befestigt sind. Sind sie unten befestigt und liegen z.B. auf einer rotierenden Plattform. dann würden sie zwar einen größeren Kreis einnehmen, das Seil sich mehr spannen - aber höher würden sie nicht steigen. Es liegt also nur daran, dass sich der Radius der Kreisbahn vergrößert und das nur in einer höheren Lage möglich ist. Weil da also keine zusätzliche Kraft nötig ist, um die Gondeln hoch zu bringen, zeichnet Fendt auch keine ein!
Solche „Erklärungen“ von dem hier führenden Scheinkraft-Vertreter dürfen hier natürlich nicht einfach toleriert werden. Ich muß deshalb diese „Erklärung“ Haralds als offensichtlich falsch zurückweisen und dies wie folgt begründen:
Es ist bekannt, daß bei einem gleichförmigen Kreisbahn-Umlauf keine Energie umgesetzt wird.
Nur eine durch eine entgegengesetzt gleich große Kraft ausgeglichene Kraft leistet keine Arbeit.
Sämtliche bei einem solchen Kreisbahn-Umlauf vorhandenen Kräfte, insbesondere also Zentripetal- und Zentrifugalkräfte, müssen demnach ausgeglichen oder im Gleichgewicht zu einander sein, natürlich auch im inertialen Bezugssystem.
Eine unausgeglichene Zentripetalkraft (also ohne Ausgleich durch eine entgegengesetzte Zentrifugalkraft) ist deshalb schon nach dem elementaren und fundamentalen physikalischen Gesetz von „Arbeit ist gleich Kraft mal Weg“ nicht möglich, weil dies mit einer ständigen Energiezufuhr verbunden wäre.
Dieses wie auch weitere unwiderlegbare Argumente wurden hier von den Scheinkraft-Vertretern natürlich ignoriert.
Deshalb lassen wir hier noch ein weiteres Schachmatt-Argument folgen, um der Ignoranz der Scheinkraft-Vertreter noch eine weitere Gelegenheit zu geben, sich zu beweisen:
Bei einem anfahrenden oder beschleunigenden Kettenkarussell werden die Gondeln nach außen und nach oben gehoben, natürlich auch im inertialen Bezugssystem beobachtbar.
Ein erheblicher Teil der Antriebsenergie wird also in Hubarbeit umgesetzt.
Jedewede physikalische Arbeit setzt eine reale Kraft voraus. Auch diese Hubarbeit setzt eine entsprechende Kraft voraus, und zwar eine physikalisch reale Kraft, auch wenn diese sich aus der Trägheit der bewegten Gondel ergibt.
Wer auch nur ein bißchen was von Physik versteht, der weiß, daß es sich hierbei nur um die Zentrifugalkraft handeln kann, die in Verbindung mit einem oben liegenden Aufhängepunkt die Gondel nach außen und damit nach oben zieht, und zwar auch im inertialen Bezugssystem.
Eines der elementarsten und fundamentalsten Gesetze der Physik, nämlich „Arbeit ist gleich Kraft mal Weg“ beweist also hier in zweifacher Hinsicht (erstens stabile Kreisbahn ohne Energieumsatz wegen ausgeglichener Kräfte, zweitens Hubarbeit bei Überwiegen der Zentrifugalkraft) die Existenz einer physikalisch realen Zentrifugalkraft im inertialen Bezugssystem.
Die relativistische Sockenpuppe Ernst hat diesen physikalischen Schachmatt-Beweis schon früher auf entsprechende Einwendungen von Hannes damit abgetan, daß beim Anfahren und Beschleunigen des Kettenkarussells noch wesentlich kompliziertere physikalische Vorgänge als beim stabilen, stationären Kreisbahnumlauf ablaufen, deren Verständnis man von Leuten nicht erwarten könne, die eine Zentrifugalkraft im inertialen Bezugssystem behaupten.
Offensichtlich aber ist es die relativistische Sockenpuppe Ernst, welche die elementarsten und fundamentalsten Gesetze der Newtonschen Mechanik nicht verstanden hat.
Kein Wunder bei seinen relativistischen „Lehrern“: Der von Ernst als Quelle für seine Weisheiten verlinkte „Systemphysiker“ Prof. Maurer macht in einem seiner Videos (YouTube, Gruselkabinett: Zentripetal- und Zentrifugalkraft) bei etwa 6:40 folgende Aussage: “
Es gibt keine Zentrifugalkraft. Es gibt überhaupt keine Kräfte in der Physik!“
Und in einem weiteren Lehrvideo (YouTube, Gruselkabinett: Gegenwirkungsprinzip) sagt er bei 2:00: „Das hängt damit zusammen,
daß die Newtonsche Axiomatik eine Art Froschperspektive liefert, und die Systemphysik, die auf dem …?-Physikkurs aufbaut, dagegen eine Art Vogelperspektive. Man sieht auf einen Blick, was los ist, was Sache ist.“
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Mit freundlichen Grüßen
L. Pernes