fallili hat geschrieben:
Wo bleibt Harald Maurer HIIIIIIIIIILLLLLFFFFFEEEEEEEEE!
Meine Beiträge werden offenbar nicht genau genug gelesen!
Wenn sich im ruhenden IS ein Beobachter genau in der Mitte seines Bezugsystems befindet und ein bewegter Beobachter kommt an ihm vorbei, und die Blitze schlagen ein, wenn sich beide Beobachter auf gleicher Höhe befinden, dann befinden sich
beide Beobachter genau in der Mitte zwischen den aufleuchtenden Blitzen, die in diesem Moment ja an den Endpunkten
beider Systeme aufblitzen! Jetzt könnte der ruhende Beobachter sagen: "Ich befinde mich in der Mitte zwischen den Blitzen, und das Licht wird mich gleichzeitig erreichen. Den anderen Beobachter aber ungleichzeitig, denn er bewegt sich ja dem Licht entgegen bzw. eilt er dem Licht davon!" Das sagt er, weil er aus seinem Ruhesystem sieht, dass sich der
andere Beobachter bewegt.
Was wird der andere Beobachter sagen? Ganz dasselbe! Denn aus seiner Sicht ist der Beobachter, den wir zuvor als ruhend bezeichnet haben, der bewegte Beobachter!!! Mit gleichem Recht sagt er: "An den Endpunkten meines Koordinatensystems haben gerade zwei Blitze eingeschlagen, und da ich mich in der Mitte befinde, wird mich das Licht gleichzeitig erreichen - aber den anderen Beobachter nicht, denn der bewegt sich ja ..."
Jeder Beobachter kann von sich behaupten, das Licht gleichzeitig zu empfangen, und dem anderen den ungleichzeitigen Empfang der Lichtsignale zuschreiben. Hätte jeder der Beobachter einen Detektor mit, so müsste jeder Detektor die Lichtsignale sowohl gleichzeitig als auch ungleichzeitig empfangen, je nachdem, von welchem Ruhesystem aus das Szenario beurteilt wird! Wir stehen also vor einem Widerspruch! Denn so ein Detektor wurde noch nicht erfunden...
Der Grund für die identischen Feststellungen der Beobachter ist das Postulat, demnach sich das Licht in jedem der Inertialsysteme isotrop ausbreitet und in keinem der Systeme zu c+/-v mutiert! Jeder Beobachter befindet sich im Moment der Blitzeinschläge in der Mitte seines Ruhesystems und muss aufgrund des Postulats schließen, dass ihn das Licht gleichzeitig erreichen wird - und den anderen, bewegten Beobachter nicht. Diesen Widerspruch löst die SRT mit der LT auf, nach welcher sich ergibt, dass jeder der Beobachter vom Licht gleichzeitig erreicht wird. Und so muss es ja auch sein, wenn in den Ruhesystemen beider Beobachter an den Endpunkten Blitze einschlagen und in weiterer Folge sich die LG konstant in jedem der Inertialsystem verhält! In beiden Bezugssystemen läuft dasselbe ab: das Licht läuft von den Endpunkten konstant mit c zur Mitte des Systems und erreicht den Beobachter gleichzeitig. Dadurch kann kein Beobachter seine Bewegung anhand ungleicher Lichtlaufzeiten feststellen - und das entspricht dem Relativitätsprinzip, das aussagt, dass es kein Experiment gibt, mit dem man die inertiale Bewegung des IS nachweisen könnte. Auch mit dem Doppler-Effekt nicht, denn er würde zwar eine Relativbewegung anzeigen, sagt aber keinem der Beobachter, ob nun er der Ruhende und der andere der Bewegte wäre oder ob es sich umgekehrt verhält - weil der relativistische Doppler-Effekt symmetrisch ist und identisch ausfällt, gleichgültig, ob sich die Lichtquelle oder der Beobachter bewegt! Es gibt also keine Möglichkeit, eine Bewegung gegen das Licht selbst zu messen, denn in allen Inertialsystemen breitet sich Licht isotrop mit konstanter LG aus! Wie es eben vom Postulat gefordert wird. Experimente, die versuchten, das Gegenteil zu beweisen, sind nach offizieller Meinung fehlgeschlagen.
Der Widerspruch ist also damit behoben, dass beide Beobachter dasselbe erleben und jeder Detektor das gleichzeitige Eintreffen der Lichtstrahlen verzeichnet.
Nun wurde das Szenario abgeändert dahin, dass sich im Moment der Blitzeinschläge die Beobachter
nicht in der Mitte der Einschläge befinden. Dann wird die LT ergeben, dass beide Beobachter die Blitze nicht gleichzeitig wahrnehmen! Logischerweise, weil in beiden Ruhesystemen die Laufstrecken des Lichts nicht zur Mitte der Systeme führen, sondern die Strecken unterschiedlich sind. Aber auch hier werden die Aussagen der Beobachter hinsichtlich des ungleichzeitigen Lichteinfalls übereinstimmen. Und dann wird die LT auch dies mathematisch bestätigen.
Immer an das Postulat denken! Wenn ich mich gleichförmig linear bewege oder "ruhe", hat das Licht in Bezug zu meinem Koordinatensystem die Geschwindigkeit c ! Egal, ob ich nun einem anderen Beobachter als bewegt oder ruhend erscheine. Tatsächlich absolut ruhend gibt es ja nicht, deshalb setzt schon Einstein in seiner ersten Arbeit den Begriff "ruhendes" in Anführungszeichen. Auf dieser Grundlage steht die SRT.
Also nochmal: wesentlich für das gleichzeitige Eintreffen des Lichts bei beiden Beobachtern ist, dass sie sich während ihrer Begegnung gleichzeitig in der Mitte der Blitzeinschläge befinden. Denn dann hat das Licht in jedem der Systeme unabhängig von der Bewegung gleich lange Laufstrecken zu den Mittelpunkten. Ich schrieb ja schon, dass jeder Beobachter das Licht mit seinem IS quasi "mitnimmt" - und so ergibt sich das auch, wenn in jedem IS das Licht konstant mit c läuft.
Meine Beiträge genau lesen und mitdenken wäre hilfreich...
Wenn ich so weitermache, werde ich noch zum Relativisten honoris causa ernannt!
Aber nur wenn man weiß, wie die SRT funktioniert, kann man ihr auch auf den Zahn fühlen!
Grüße
Harald Maurer