Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 08:58

Harald Maurer hat geschrieben:Wieso sollte es in der SRT-Mathematik einen logischen Fehler geben?

In deinem letzten Beitrag schreibst du
Aber die Paradoxa, nur scheinbar auflösbar mit der RdG, sind logisch niemals aufgelöst, weil das Resultat stets ein neues Paradoxon bildet, wie beispielsweise unterschiedlich alternde Zwillingsbrüder.

Wenn es keine logischen Fehler gibt, dann sind deine Paradoxien allenfalls kontraintuitive Effekte. Das ist aber kein Problem, weil es kein Naturgesetz gibt, dass alles auf dieser Welt intuitiv sein muss.

Harald Maurer hat geschrieben:Die Herleitung geht von falschen Voraussetzungen aus (Postulate) - und deshalb ist die Theorie falsch. Auch die korrekteste Mathematik kann eine Theorie nicht retten, wenn die Ausgangsbasis falsch ist. WENN die Lichtgeschwindigkeit tatsächlich jene mystische Eigenschaft hätte, von welcher die SRT ausgeht, wären Mathematik und Theorie richtig, hat es diese Eigenschaft (insbesonders die Unabhängigkeit vom Beobachter) aber nicht, so ist die Mathematik richtig aber die Theorie falsch. Dein Argument geht daher ins Leere.

Wie ich in einem Parallelthread bereits schrieb, man kann die SRT (und auch die LT) auf den zwei Postulaten: Äquivalenzprinzip und Symmetrie der Raumzeit aufbauen. Daraus ergeben sich dann sowohl die LT also auch die Existenz einer Grenzgeschwindigkeit, die man dann mit der LG identifiziert.
Im übrigen sollte klar sein, dass man eine Theorie nicht dadurch widerlegt indem man sich hinstellt und sagt: Aber die Postulate sind falsch. Theorien werden durch Experimente widerlegt, und in dem Punkt ist die Kritik der letzten 100 Jahre sehr schwach aufgestellt.
Eine letzte Anmerkung, ist h (Planck-Konstante) vom Bewegungszustand des Beobachters abhängig?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 11:44

Bruno hat geschrieben:Nenne mir nur ein einziges Experiment, welches Einsteins Zeitvergehungsblödsinn oder seine irrsinnige Raumzeitkrümmungsesoterik bestätigt.

http://math.ucr.edu/home/baez/physics/R ... ments.html , eine Vorwärtssuche in den einschlägigen Datenbanken mit den genannten Artikeln wird noch wesentlich mehr zu Tage fördern. Da kannst du dich mal so richtig austoben.

Bruno hat geschrieben:Einsteins relativistische Poppphysik ist nicht nur absurd, esoterisch und unphysikalisch, sondern auch noch völlig überflüssig. Sie erklärt nichts, was nicht auch klassische Mechanik, Elektrodynamik und/oder Quantentheorie erklären würden.

Achso.... Wenn man nur klassische Mechanik und Elektrodynamik brauchst, wie erklärst du dann die nicht-galileiinvarianz der Maxwellgleichungen?

Regel 3 beherrscht du ja schon ganz gut. Für den nächsten Schritt deiner Entwicklung würde ich vorschlagen, dass du dich insbesondere auf Regel 10 konzentrieren, da kann dich Jocelyne auch sicherlich beraten, wie man das am besten macht.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Uli » So 12. Apr 2009, 12:08

Chief hat geschrieben:...
Woher weiß ein Gegenstand, dass es überhaupt bewegt wird? Und in welcher Richtung? :mrgreen: :mrgreen:
...
Gruß


Stimmt schon, die moderne Welt der Technik ist schon verwirrend. Woher weiß das Auto überhaupt, dass es fahren muss, wenn du das Gaspedal trittst ?

Bist du sicher, dass da kein Pferd unter der Motorhaube steckt, das entsprechend dressiert wurde ?

Gruß, Uli
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 14:06

Bruno hat geschrieben:Nehmen wir mal das erste Experiment, was dort angeführt wird, das Michelson/Morley-Experiment:
Wieso wird in dem Experiment Einsteins Zeitvergehungsblödsinn und irrsinnige Raumzeitkrümmungsesoterik bestätigt?

Das hängt mit der Frage zusammen, die ich dir gestellt habe: Wie löst man die Probleme zwischen klassischer Mechanik und Elektrodynamik? (Du bist mir da übrigens die Antwort schuldig geblieben...) Das MM-Experiment schließt den Äther aus, wie du ja auch richtig schreibst, tja und was bleibt dann über?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 16:36

Bruno hat geschrieben:Das hat Chief schon beantwortet: Es gibt keine Problem zwischen klassischer Mechanik und Maxwelltheorie. Das Licht breitet sich gemäß beiden Theorien in Inertialsystemen (ruhend oder geradlinig-gleichförmig bewegt) wie in einem Äther aus.

Das ist mal glatt falsch. Hat man eine Lösung der Maxwellgleichungen in einem IS S und transformiert (mit den Galileitransformationen der klassischen Mechanik) dann sowohl die Lösung alsauch die Gleichungen in ein zu S bewegtes IS S', so lösen die transformierten Lösungen die transformierten Gleichungen nict mehr. Oder kurz: Die Maxwellgleichungen sind nicht galileiinvariant. Dieses Problem ist der ursprüngliche Grund, warum sich Leute mit Äthertheorien und der SRT beschäftigen.

Bruno hat geschrieben:Also nochmal: Wieso wird in dem MM-Experiment Einsteins Zeitvergehungsblödsinn und irrsinnige Raumzeitkrümmungsesoterik bestätigt?

Dieses Zitat zeigt sehr schön, dass es für dich nicht um eine rationale Beschäftigung mit Wissenschaft geht. Was stört dich an den RThen oder an Einstein so sehr, dass sie dich so aufregen, dass du ausfallend wirst?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 18:11

Bruno hat geschrieben:Die Maxwellgleichungen gelten in allen Inertialsystemen ohne mathematische Transformationen.
Das Licht breitet sich nach Galilei und Maxwell in allen Inertialsystemen in alle Richtungen gleich schnell aus, dazu bedarf es weder Lorentz- noch Galileitransformationen.

Du hast mein Argument nicht verstanden. Wenn ich auf einem Fahrrad fahrend meine Trinkflasche mit der Geschwindigkeit v_Flasche wegwerfe, dann bewegt sich diese Flasche nach der klassischen Mechanik für einen Zuschauer am Straßenrand mit der Geschwindigkeit v_Flasche + v_contravariant, sind wir uns da einig?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 18:14

Bruno hat geschrieben:In den RThen geht es nicht um rationale Beschäftigung mit Wissenschaft, sondern ausschließlich um weltfremde Metaphysik und jüdische Esoterik.

Hälst du jüdische Esoterik für schlimmer als christliche?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 20:35

Bruno hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:
Bruno hat geschrieben:Die Maxwellgleichungen gelten in allen Inertialsystemen ohne mathematische Transformationen.
Das Licht breitet sich nach Galilei und Maxwell in allen Inertialsystemen in alle Richtungen gleich schnell aus, dazu bedarf es weder Lorentz- noch Galileitransformationen.

Du hast mein Argument nicht verstanden. Wenn ich auf einem Fahrrad fahrend meine Trinkflasche mit der Geschwindigkeit v_Flasche wegwerfe, dann bewegt sich diese Flasche nach der klassischen Mechanik für einen Zuschauer am Straßenrand mit der Geschwindigkeit v_Flasche + v_contravariant, sind wir uns da einig?


Ja.

Wenn ich jetzt noch meine Fahrradlampe anschalte, dann bewegt sich das Licht für mich mit v_LG=c. Für den Zuschauer sagt die klassische Mechanik nun v_LG=c + v_contravariant voraus die Elektrodynamik allerdings v_LG=c. Das ist offensichtlich ein Widerspruch.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 20:37

Bruno hat geschrieben:Nein.

Dann Frage ich mich warum du den christlichen Teil der Esoterik verschweigst. Immer haben zum Beispiel die Herren Poincare und Riemann grundlegende Beiträge zur SRT respektive ART geliefert. Riemann war sogar Sohn eine Pfarrers. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich die Betonung des "jüdischen" doch etwas, nunja, seltsam.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » So 12. Apr 2009, 21:01

Bruno hat geschrieben:Die Maxwellsche Materialgleichung

c = 1 / sqrt (müo*epso)

gilt also im Internationalen Einheitensystem nur für ein Inertialsystem und nur für ein ruhendes Medium.
Nun darfst du mal raten, wie Maxwell dieses "ruhende Medium mit seinen Materialkoeffizienten müo und epso " genannt hat.

Ich darf dich an folgende Aussage von dir erinnern:
Einsteins relativistische Poppphysik ist nicht nur absurd, esoterisch und unphysikalisch, sondern auch noch völlig überflüssig. Sie erklärt nichts, was nicht auch klassische Mechanik, Elektrodynamik und/oder Quantentheorie erklären würden.

Damit scheidet die Äthertheorie, auf die du hier ja wohl anspielen willst, aus. Im übrigen widerspricht die Äthertheorie der klassischen Mechanik, weil es mit dem Äther ein ausgezeichntes Bezugssystem gibt, das in der klassischen Mechanik explizit ausgeschlossen wird ("Äquivalenzprinzip"). Ausserdem wird der Äther eingeführt, um die von mir oben Beschrieben Probleme zu lösen, die es laut dir ja garnicht geben sollte. - Komisch, warum etwas einführen, das ein Problem löst, dass es garnicht gibt? Weiterhin wird exakt dieser Äther, nämlich das ruhende Medium von Maxwell, durch das MM-Experiment ausgeschlossen. Hier schließt sich der Kreis dann auch sehr schön, weil nach Ausschluß des Äthers, du errätst es schon, die SRT übrig bleibt, die den Widerspruch zwischen klassischer Mechanik und Elektrodynamik auflöst.
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