Ralf Maeder hat geschrieben:Ich denke nicht, dass Minkowski-Diagramme da irgendetwas falsches suggerieren. Sie sind nur Hilfsmittel, sich Sachverhalte der SRT plausibler, plastischer, einfacher, anschaulicher zu Gemuete zu fuehren. Es ist sogar so, dass ich mir die Kunst des Zeichnens der Minkoswki-Diagramme aneignen werde. Ich sehe das aber nur als Verbildlichung von mathematischen Zusammenhaengen.
WENN man Minkowski-Diagramme RICHTIG zeichnet, dann ergeben sie natürlich auch einen richtigen Sinn, aber wenn man schon logikverzerrt beginnt - Garbage in -> Garbage out.
Der Dicke hat - soweit ich das hier überblicken kann, zwar schon ein oder zwei wirklich geistreiche Aussagen getätigt, ich bin mir aber nicht sicher, ob er das, was er damit ausgedrückt hat, auch wirklich so gemeint hat. ? !
DerDicke hat geschrieben:(1) Messung:
Generation einer physikalischen Anzeige anhand einer materiellen Meßvorrichtung. Etwa Zeitmessung mit einem Oszillator. Der Oszillator zählt die Schwingungsperioden zwischen dem Start- und Endimpuls. Den Oszillator mit seine Display hält DerDicke für ein reales Objekt, die Erzeugung einer konkreten Anzeige auf diesem Display für einen realen Prozeß.
(2) Berechnung
Mathematische Hilfsmittel (Koordinatensystene, Zeitachsen) hält DerDicke NICHT für reale Objekte. Folglich kann die Umrechnung von konkreten Anzeigewerten auf Koordinatenwerte auch KEIN realer Prozeß sein.
(3) Scheineffekt
entsteht, wenn ein reales Meßsignal durch Neuronen oder Elektronik in ein falsches Modell eines realen Objektes umgesetzt wird. Beispiel: das von einem in Wasser getauchten Stock reflektierte Licht wird an der Wasseroberfläche gebrochen, das Gehirn des Betrachters konstruiert ein 3D Modell eines abgeknickten Stockes. Ein Scheineffekt ist ein REALER Prozeß. Der gerade Stock ist REAL, die Brechung des Lichtes and der Wasseroberfläche ist REAL und das durch (in Neuronen verdrahtete) Algorithmen im Gehirn des Betrachters erzeuge Bild eines abgeknickten Stockes ist REAL.
Die Folgerung daraus, die RICHTIGE, ist:
Jondalar hat geschrieben:
Was der Dicke hiermit ausdrückt, und worin ich ihm völlig zustimmen darf, ist schlicht und einfach das, was ich auch schon ein paar Tage lang hier schreibe. Eine Messung ist eine Messung - nicht mehr, nicht weniger. Ich habe das blöde Beispiel schon angebracht, an dem ich das hier nochmal erklären möchte. Ich messe, dass ich, wenn ich jeden Tag soundsoviele Kalorien weniger esse, soundsoviel Kilo abnehme. Die Kalorien sind dabei nur eine Konstante, das Wiegen ist das Messergebnis.
Aus beiden Parametern erstelle ich eine Gleichung - eine Rechnung. Daraus folgt, dass ich in 10 Jahren Minus 500 Kilogramm wiegen werde. Das ist der mathematische Teil dabei. Unbestechlich und unbestreitbar richtig und unwiderlegbar.
Die Realität schliesst aber - in jedem wissenschaftlichen Bereich - Parameter mit ein, die ich weder bei meiner Messung (wiegen), noch bei meiner Berechnung (Minus 500 Kg) mit einbezogen habe. In diesem Fall die biologischen Umstände, dass ich dabei, würde ich das durchziehen, schon gar keine 10 Jahre mehr leben würde. Die Umstände der Realität können also, müssen aber nicht, meiner Messung und der daraus resultierenden Formel folgen.
Herzliche Grüße
