Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Na sowas

Beitragvon contravariant » Mi 21. Dez 2011, 00:15

Highway hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Trägheitskräfte sind immer Scheinkräfte, da diese sich nicht auf die vier elemtaren Wechselwirkungen (Gravitation, Elektromagnetismus, schwache und starke Wechselwirkung) zurückführen lassen.

Highway hat geschrieben:Wie konstante Lichtgeschwindigkeiten. Das läßt sich auch nicht auf irgendwas zurückführen. Scheint auch nur eine Scheingeschwindigkeit zu sein. :mrgreen:

Ich hab da mal extra für dich etwas hervorgehoben.

Achja. Ich warte da immer noch auf sio eine Erklärung. Warum kommt da eigentlich nix?
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 11:10

rmw hat geschrieben: Wenn du es so generell sagst stimmt es einfach nicht.
Trägheitskräfte sind nur dann Scheinkräfte wenn du Bewegungen relativ zu beschleunigten Systemen setzt. Nur dann wenn du ein beschleunigtes System quasi als ruhend annimmst, erhälst du scheinbare Beschleunigungen und damit scheinbare Trägheitskräfte (Scheinkräfte oder wie auch immer), aber eben nur dann.
Wenn du dagegen mit tatsächlichen Beschleunigungen rechnest, so sind Trägheitskräfte ganz normale real existierende Reaktionskräfte.

Doch, das stimmt schon. Du hast nur noch nicht die physikalische Notation verinnerlicht.

Trägheitskraft = Scheinkraft sind Psynonyme für ein und die selbe Sache :!:

Oder wie Wiki es ausdrückt:
Trägheits- oder Scheinkräfte sind die Kräfte, die auf Körper nur wirken, wenn man sie nicht in einem Inertialsystem, sondern in einem beschleunigten Bezugssystem beschreibt.


Oder wie contravariant es ausdrückt:
contravariant hat geschrieben:
Trägheitskräfte sind immer Scheinkräfte


Was Du mit Trägheitskraft verwechselst ist der Beschleunigungsausdruck in der Bewegungsgleichung:

F = m*d²s/dt²

Das ist eine Bewegungsgleichung, welche sich aus der angreifenden Kraft und der Trägheitswirkung der Masse ableitet. Das hat aber mit dem Begriff Trägheitskraft überhaupt nichts zu tun. Der ist als Alternativefür die Scheinkraft in beschleunigten Bezugssystemen vergeben. Du könntest Trägheitswirkung sagen. Das ist aber wie gesagt, ganz etwas anderes.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 11:12

Chief hat geschrieben:Im Gegensatz dazu, was uns einige Experten hier glauben lassen wollen, können "Wechselwirkungen" zwischen Objekten durch "Koordinatensystem-Wechsel" nicht verändert werden weil es sich dabei um gedankliche "Wechsel" handelt. Physikalisch kann und wird dabei gar nichts geändert. So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).


Was soll man zu solchem Quatsch noch sagen.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 12:17

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).
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Was soll man zu solchem Quatsch noch sagen.

Kamera klick. Bewegung futsch. Hick.

Flugzeug fliegt. Kamera klick. Flugzeug steht. Absturz. Hick.

Bild
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 13:19

Chief hat geschrieben: So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).

Damit hast Du scharo klar getoppt.
Der zaubert mit deinem "Vorstellungs"-quirl mal eben die Beschleunigung weg.
Du zauberst mit deiner "schnellen" Kamera mal eben die Geschwindigkeit weg.

Damit hast Du in diesem Dreamteam erfolgreich den Vorsitz erstritten. Weil: Du bist Spitze :!: :!: :!:

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 13:38

Chief hat geschrieben:Chief hat geschrieben:
So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).

Außer Deinem Anhimmler und deiner "ewigen" Fan'in bin ich jetzt auch ein Fan von Dir.
Du bist so ein guter Spassmacher. :mrgreen:

Bild
Chief hat geschrieben: So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).
Bild

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 15:27

Chief hat geschrieben: So z.B. bei Karussell - ein mitbewegter Beobachter sieht lediglich ein Standbild während ein außenstehender den kompletten Film betrachtet. Dass beide das Gleiche sehen, kann mit einer schnellen Kamera bewiesen werden (beide Fotos - einmal aufgenommen vom ruhenden einmal vom mitbewegten Beobachter - müssen völlig identisch sein wenn beide von der gleichen Position aus fotografieren).


Beobachter unbewegt

Du bleibst die Nummer 1 des Dreamteams. Bild

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 19:49

Highway hat geschrieben: t und das erklärt sich meiner Meinung nach nicht mit einer Zentripetalkraft, dass das Wasser im Eimer bleibt.

Och, Highway. Wie denn sonst? Die Zentripetalkraft erzeugt im Wasser einen Druckgradienten, welcher der Zentripetalkraft entgegengesetzt ist (Reaktionskraft). Zusätzlich wirkt der Druckgradient der Schwerkraft. Beide Gradienten zusammen ergeben einen Gradienten in Eimerachse. So daß eben der Wasserspiegel stets senkrecht zur Eimerachse zeigt. Du machst es dir aber auch schwer.

Es erklärt sich auch nicht den zunehmenden Höhengewinn und damit Zunahme der potentiellen Energie wenn die Rotationsgeschwindigkeit zunimmt. Übrigens auch für beide Systeme identisch.

Was nun? Wir betrachten den stationären Fall des sich mit konstanter Drehzahl drehenden Karussells. Wo ist da ein Höhengewinn?
Falls Du aber den instationären Fall des anfahrenden Karussells meinst, dann wird die potentielle Energie der Anhebung der Gondeln und die kinetische Energie der umlaufenden Gondeln durch die Energie des Karusselllantriebs während des Starts aufgebracht.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Mi 21. Dez 2011, 21:10

Hallo Highway !

Also mal bitte nicht so: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht genau weißt was gemeint ist.

Er weiß es ganz genau, er will dich aber an der Nase herumführen.
Nix verstehn ?

Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 21. Dez 2011, 21:11

Highway hat geschrieben: Ich bin immer noch der Meinung das es der Streit nach dem Henne/Ei Prinzip ist.

Du machst es dir zu kompliziert. Wir waren doch schon soweit, daß Trägheitskräfte mathematische Kunstterme sind, welche in beschleunigten BSen benutzt werden, um Relativbewegungen in diesen beschleunigten BSen zu berechnen. Da ist doch klar, daß in BS vom Typ Inertialsystem (nichtbeschleunigtes BSen) solche Trägheitskräfte nicht zu berücksichtigen sind.

In solchen BSen IS sind nur echte Kräfte, genannt eingeprägte Kräfte, vorhanden und bei der Berechnung zu berücksichtigen. Diese echten Kräfte haben nach dem Prinzip actio=reactio stets entsprechnede Reaktionskräfte. Also in IS BSen rechnet man nur mit den echten Kräften und ihren Reaktionskräften.

Bevor Du das nicht uneingeschränkt nachvollziehen kannst, erfinde nicht immer kompliziertere Gebilde. Die einfachste rotierende Konfiguration hatten wir schon. Bitte sieh dir das noch einmal an. Erst wenn das in Fleisch und Blut übergegangen ist, wende dich komplizierteren Gebilden (etwa dem Kettenkarussell) zu. Du wirst dann meine Hinweise um so besser verstehen. (Der Wassereimer etwa erfordert die Behandlung des Druckgradienten).

http://www.dieter-heidorn.de/Physik/VS/Mechanik/K08_Kreisbewegung/K08_Kreisbewegung.html

6. Die Zentripetalkraft wird oft mit der Zentrifugalkraft verwechselt. Zwischen diesen beiden Kräften muss aber unterschieden werden, wie die folgende Betrachtung zeigen soll.
Eine Drehbewegung kann aus verschiedenen Bezugssystemen betrachtet werden, z.B. aus dem sogenannten „Laborsystem“, d.h. einem Bezugssystem, in dem die Kreisbewegung abläuft, oder aus einem mitrotierenden Bezugssystem.
Denken Sie zur Veranschaulichung an ein Karussell: Wenn Sie daneben stehen und der Drehung zusehen, befinden Sie sich in einem „Laborsystem“ und beschreiben die Drehung aller auf dem Karussell befindlichen Gegenstände als eine Kreisbewegung. Sitzen Sie dagegen selbst auf dem Karussell, bewegt sich für Sie nichts auf dem Karussell im Kreis, da Sie natürlich ein Bezugssystem verwenden, das mit dem Karussell verbunden ist – eben ein mitrotierendes Bezugssystem.

Das Karussell lässt sich durch folgende vereinfachte Anordnung beschreiben: Eine Kreisscheibe rotiert mit konstanter Winkelgeschwindigkeit um eine Drehachse im Mittelpunkt der Scheibe. Am Rand der Scheibe befindet sich eine Kugel, die über eine Feder mit der Achse verbunden ist.

Bild

A ist ein ruhender Beobachter im Laborsystem. Er stellt fest, dass auf die Kugel eine Zentripetalkraft Fz wirkt und die Kugel sich daher auf einer Kreisbahn bewegt.

B ist ein mitrotierender Beobachter auf der rotierenden Scheibe. Er stellt fest, dass auf die Kugel eine Kraft Fz wirkt. Dennoch bleibt die Kugel – im mitrotierenden Bezugssystem – in Ruhe. Also folgert der Beobachter B, dass es zu Fz eine Gleichgewichtskraft gibt, deren Betrag gleich dem Betrag von Fz ist und die nach außen weist. Dies ist die Zentrifugalkraft (auch Fliehkraft genannt).


Ich gehe jetzt in die Weihnachtsruhe
Beste Wünsche, auch an alle anderen Teilnehmer
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