Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Hannes » Do 28. Mär 2013, 08:02

Hallo HD !
Wie wird eine Sternbewegung gemessen?
Längs der Sichtlinie natürlich. Oder weißt du das nicht ?
beides möglich, beides schon Exoplaneten entdeckt

Kann man nur längs der Sichtlinie messen.Senkrecht zur Sichtlinie kann man die Bewegung eines Sternes mit Exoplaneten nicht messen.
Es gibt aber Einzelsterne (Barnards Pfeilstern z.B), die bewegen sich
so schnell,dass man trigonometrisch auch ihre Bewegung senkrecht zur Sichtlinie messen kann.
Mit der Messung per LG kann eine solche Sternbewegung aber nicht gemessen werden.
Du bist der Ansicht :
nein, daß c +-vStern hat nie gegeben

Ja, glaubst du im Ernst, dass nur auf der Erde die LG nach allen Richtungen mit c gemessen wird ? Bist du vielleicht der Meinung, die Erde sei ein Sonderfall im Universum ?

nein, gleiches Situation bei allen Himmelskörpern

Genau, was ich immer sage.

Dann dürftest du nicht sagen:
nein, daß c +-vStern hat nie gegeben

Innerhalb seiner Atmosphäre nimmt der Stern seine Lichtgeschwindigkeit mit, genau wie die Erde.
Wenn aber das Sternenlicht bei der Erde ankommt, ist das +-v verschwunden.

Hannes
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Mär 2013, 11:08

Hallo zusammen,

Ich verweise auf einen sehr interessanten Kommentar von Peter Rösch im Blog-Artikel "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie": CERN-Neutrinoexperiment: Die PTB löst den Widerspruch in ihrer Interpretation der Ergebnisse nicht

Zitat Peter Rösch - 28.03.2013:

“Die Erklärung von physikalischen Effekten für interessierte Laien zählt nicht zu diesen Aufgaben — dafür gibt es Physikbücher, Studiengänge, VHS-Kurse.”

Die Antwort auf die Expertenfrage, auf die Herr Dr. Wynands einzugehen gebeten wurde, findet sich in keinem Physikbuch/Studiengang/VHS-Kurs. Vielmehr betrifft sie das ureigenste Arbeits- und Sachgebiet des Herrn Dr. Wynands. Für mich als Physiklehrer wäre es sehr befreiend, wenn ich vom zuständigen Experten eine authentische und valide Antwort z. B. auf die Frage nach “c + v” erhalten könnte.

Ich habe mir gerade die geringe Mühe gemacht, einmal nachzuschlagen, was unsere aktuellsten Oberstufenphysikbücher zum Thema GPS zu sagen haben.

Beim DORN-BADER (2011) wird mit keiner Silbe mehr behauptet, daß das GPS etwas mit der Relaivitätstheorie zu tun habe – in klarem Unterschied zur Vorauflage (2000). Indem das Stichwort kurz im Kapitel über Relativitätstheorie aufscheint, wird ein Zusammenhang nur noch suggeriert – behauptet wird er nicht mehr.

Die METZLER-PHYSIK (2011) weist dasselbe Phänomen auf: Auch hier ist jede klare Bezugnahme auf die Relativitätstheorie vermieden, wieder in krassem Gegensatz zur Vorauflage. Man war besonders schlau: Im Kapitel “Relativistische Kinematik” gibt es einen Kasten “Exkurs”, in dem das GPS abgehandelt wird – ohne jede Bezugnahme auf eine Gesetzmäßigket der Relativitätstheorie!

Im ebenfalls aktuellen Oberstufenlehrbuch GIANCOLI (2011), das sogar den ausführlichsten Eindruck macht, findet sich vom GPS – NullkommaNull.

Damit sind die Schullehrbücher jetzt auf der Linie, der das beliebte Technik-Handbuch “WIE FUKTIONIERT DAS?” (1998) folgt: Das GPS ist da ohne jede Bezugnahme auf “Einstein” erklärt. Auf diesen auffälligen Umstand habe ich vor zehn Jahren schon in einem Leserbrief an die Badischen Neuesten Nachrichten hingewiesen, der dann auch abgedruckt wurde.

Herr Priv. Doz. Wynands irrt also, wenn er meint, die Antwort auf die an die PTB gestellte Frage fände sich im Physikbuch.

Als Lehrer möchte ich jetzt doch darauf bestehen, von der PTB endlich eine nachvollziehbare und handfeste Aussage zu dem Problem zu erhalten, da ihr ureigenstes Arbeitsgebiet ebenso wie das meinige betroffen ist.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 30. Mär 2013, 08:40

Hallo zusammen,

Ich verweise auf meinen heutigen Blog-Eintrag im Blog "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie": Weitere Widersprüche in der Interpretation des CERN-Neutrinoexperiments durch die PTB:

30.03.2013 – Meine Antwort auf das Schreiben der PTB vom 22.03.2013:

An den Präsidenten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)
Herrn Professor Dr. Joachim Hermann Ullrich
Betr.: Neutrino-Experiment zwischen CERN und LNGS
Unser Schriftwechsel zwischen dem 31.05.2012 und dem 20.03.2013
Meine Rückfrage vom 22.03.2013
Ihre Antwort vom 22.03.2013 (Robert Wynands)
Datum: 30. März 2013


Sehr geehrter Herr Dr. Wynands,

ich danke für Ihre Antwort vom 22.03.2013 auf meine Rückfrage vom selben Datum in obiger Angelegenheit.

Ich möchte zu Ihren folgenden Ausführungen Stellung nehmen:

    Zitat PTB 22.03.2013:

    die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat in insgesamt 22 Gesetzen und Verordnungen eine Fülle von Aufgaben übertragen bekommen. Die Erklärung von physikalischen Effekten für interessierte Laien zählt nicht zu diesen Aufgaben — dafür gibt es Physikbücher, Studiengänge,VHS-Kurse.“

    Zitatende
Dass die PTB insgesamt Aufgaben im Rahmen von 22 Gesetzen und Verordnungen zu erfüllen hat, ist weder ungewöhnlich noch einschränkend: Ich verweise auf Art. 20 III Grundgesetz, wonach jede öffentliche Stelle ohne Einschränkungen an alle Gesetze gebunden ist, denn niemand steht über dem Gesetz.

Es handelt sich auch bei meiner Anfrage keinesfalls um eine reine Laienfrage, sondern um einen gesetzlichen Anspruch der Öffentlichkeit, eine konsistente Interpretation der Ergebnisse eines extrem teuren Experiments zu erhalten, das sie mit Steuergeldern finanziert hat und woran die PTB sich maßgebend durch die Uhrensynchronisation beteiligt hat.

In diesem Zusammenhang mochte ich hier Kommentare des Lehrers Peter Rösch zu Ihrem Schreiben vom 22.03.2013 zitieren:

    Zitat OStR Peter Rösch:

    es ist durchaus nicht so, daß es bei dem Anliegen der Frau Lopez – das ich seit geraumer Zeit per Internet mitverfolge – um eine reine Laienfrage geht.
    [...]
    Die Antwort auf die Expertenfrage, auf die Herr Dr. Wynands einzugehen gebeten wurde, findet sich in keinem Physikbuch/Studiengang/VHS-Kurs. Vielmehr betrifft sie das ureigenste Arbeits- und Sachgebiet des Herrn Dr. Wynands. Für mich als Physiklehrer wäre es sehr befreiend, wenn ich vom zuständigen Experten eine authentische und valide Antwort z. B. auf die Frage nach “c + v” erhalten könnte.

    Ich habe mir gerade die geringe Mühe gemacht, einmal nachzuschlagen, was unsere aktuellsten Oberstufenphysikbücher zum Thema GPS zu sagen haben.

    Beim DORN-BADER (2011) wird mit keiner Silbe mehr behauptet, daß das GPS etwas mit der Relativitätstheorie zu tun habe – in klarem Unterschied zur Vorauflage (2000). Indem das Stichwort kurz im Kapitel über Relativitätstheorie aufscheint, wird ein Zusammenhang nur noch suggeriert – behauptet wird er nicht mehr.

    Die METZLER-PHYSIK (2011) weist dasselbe Phänomen auf: Auch hier ist jede klare Bezugnahme auf die Relativitätstheorie vermieden, wieder in krassem Gegensatz zur Vorauflage. Man war besonders schlau: Im Kapitel “Relativistische Kinematik” gibt es einen Kasten “Exkurs”, in dem das GPS abgehandelt wird – ohne jede Bezugnahme auf eine Gesetzmäßigkeit der Relativitätstheorie!

    Im ebenfalls aktuellen Oberstufenlehrbuch GIANCOLI (2011), das sogar den ausführlichsten Eindruck macht, findet sich vom GPS – NullkommaNull.

    Damit sind die Schullehrbücher jetzt auf der Linie, der das beliebte Technik-Handbuch “WIE FUKTIONIERT DAS?” (1998) folgt: Das GPS ist da ohne jede Bezugnahme auf “Einstein” erklärt. Auf diesen auffälligen Umstand habe ich vor zehn Jahren schon in einem Leserbrief an die Badischen Neuesten Nachrichten hingewiesen, der dann auch abgedruckt wurde.

    Herr Priv. Doz. Wynands irrt also, wenn er meint, die Antwort auf die an die PTB gestellte Frage fände sich im Physikbuch.

    Als Lehrer möchte ich jetzt doch darauf bestehen, von der PTB endlich eine nachvollziehbare und handfeste Aussage zu dem Problem zu erhalten, da ihr ureigenstes Arbeitsgebiet ebenso wie das meinige betroffen ist
    .“

    Zitatende



    Zitat PTB 22.03.2013:

    Laut Gesetz müssen wir unsere Leistungen nach der Zulassungskostenverordnung bzw. der Kostenverordnung für Nutzleistungen abrechnen — die aktuellen Stundensätze finden sich auf unserer Webseite. Bei Bürgeranfragen haben wir bisher auf die Rechnungs-stellung verzichtet, weil sich der Aufwand in der Regel in Grenzen hält. Dennoch müssen wir bei diesem Kulanzservice immer darauf achten, dass wir nicht als kostenloser Nachhilfedienst für Physik missbraucht werden.“

    Zitatende

Meine Anfrage erfolgte im öffentlichen Interesse, wie ich es ausdrücklich geltend gemacht habe und wie es ohnehin aus der Thematik ersichtlich ist. Ich weise darauf hin, dass eine Gebührenbefreiung für Amtshandlungen vorgesehen ist, die im öffentlichen Interesse geleistet werden, sowohl im Niedersächsischen Verwaltungskostengesetz §2 (2) als auch im Berliner Informationsfreiheitsgesetz § 2 (2). Ihre Unterstellung, ich würde bei meinem Anliegen die PTB als kostenloser Nachhilfedienst für Physik missbrauchen, empfinde ich als fehl am Platz und unsachlich.



Nun zu verschiedenen Aussagen über die Interpretation der Ergebnisse des Experiments durch die PTB, die aus meiner Sicht Widersprüche enthalten und somit weiterhin klärungsbedürftig sind:


    Zitat PTB 28.06.12:

    Die Kalibrierung von GPS-Zeitsynchronisationsverbindungen ist seit Jahren eine Routineangelegenheit für die Zeitlaboratorien dieser Welt. Die hohe Präzision, die dort erreicht wird, ist nur möglich, indem alle relevanten Effekte von Relativitätstheorie, von Atmosphärenphysik und von der Elektronik in den Satellitenterminals berücksichtigt werden. Sie können also beruhigt sein, dort ist nichts schief gegangen.“

    Zitatende
Diese Aussage, dass die hohe Präzision der Messungen nur möglich ist, indem die relevanten Effekte der Relativitätstheorie berücksichtigt werden, steht im Widerspruch zu verschiedenen, im Internet zugänglichen Fachveröffentlichungen, wie zum Beispiel eine Fachstudie aus dem Jahre 1996 der beiden Autoren Henry F. Fliegel und Raymond S. DiEsposti:

die genau das Gegenteil darlegt: Die relativistischen Effekte der SRT werden bei der GPS-Technologie routinemäßig nicht berücksichtigt, weil sie unerheblich und irrelevant sind (zu geringfügig).

CARROLL ALLEY (UNIVERSITY OF MARYLAND) bemerkt zum Schluss ausdrücklich: … it’s the absence of any explicit acknowledgement of special relativistic effects due to the speed of light being the same whenever measured by an observer, leading to the relativity of simultaneity and the associated Lorentz transformation physics – there’s nothing of that at all modeled in the current system” …



    Zitat PTB – 22.03.2013:

    Ob man es mag oder nicht: Unabhängig davon, was in Blogs, Tweets oder sonstwo geschrieben wird, es gibt keinen einzigen experimentellen Beleg dafür, dass irgendein Materieteilchen oder Information sich im Vakuum schneller als das Licht bewegt.“

    Zitatende

Diese Aussage, es sei nie experimentell nachgewiesen worden, dass Materieteilchen oder Informationen schneller als c laufen, steht im eklatanten Widerspruch mit der routinemäßigen Zugrundelegung des Sagnac-Effekts c+v bei der GPS-Technologie, der auf einem experimentellen Beleg beruht: Das Licht selbst läuft ja mit c+v. Tun es die Neutrinos etwa nicht?



    Zitat PTB – 22.03.2013:

    Ein üblicher Fehler im Bereich der Relativitätstheorie, der zu endlosen Diskussionen führen kann, ist, dass man in einem Koordinatensystem (Bezugssystem) anfängt zu rechnen und zwischendurch, ohne es zu merken, in einem anderen System weiterrechnet. [...] Solch ein unbemerkter und unbeabsichtigter Wechsel des Bezugssystems passiert leichter, als man denkt, zum Beispiel wenn man Formeln aus verschiedenen Quellen nutzt und diese Quellen (implizit oder explizit) unterschiedliche Bezugssysteme verwenden

    Zitatende

Die weiter oben zitierte Fachstudie der Autoren Henry F. Fliegel und Raymond S. DiEsposti lässt leider das unbemerkte Auftreten dieses Methodologie-Fehlers bei der offiziellen Interpretation des CERN-Experiments vermuten. Es wird in der routinemäßigen GPSTechnologie bei der Auswertung der Meßdaten mit zwei verschiedenen Bezugssystemen gearbeitet: Es erfolgt ein Wechsel zwischen dem realen, bewegten Bezugssystem „rotierende Erde“ (gemäß Sagnac) und einem fiktiven, ruhenden Bezugssystem „Erdmittelpunkt“ (gemäß ECI – Geocentric Earth Centered Inertial System), wobei man Formeln aus verschiedenen Quellen nutzt: c+v gemäß Sagnac, c=const gemäß Einstein.


Vor diesem Hintergrund ist es unbedingt erforderlich zur konsistenten Interpretation der Ergebnisse des CERN-Experiments durch die Öffentlichkeit, dass die PTB folgende wesentliche Punkte noch klärt:

    1. Trifft es zu, dass entgegen der Auskunft der PTB die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie aufgrund ihrer Geringfügigkeit und Irrelevanz bei der routinemäßigen GPS-Anwendung nicht berücksichtigt werden?

    2. Trifft es zu, dass entgegen der Auskunft der PTB experimentell nachgewiesen wurde, dass der Sagnac-Effekt gilt und dementsprechend das Licht mit c+v läuft?

    3. Trifft es zu, dass bei der Auswertung der Meßdaten mit zwei verschiedenen Bezugssystemen gearbeitet wird, und zwar mit einem realen, bewegten Bezugssystem „rotierende Erde“ und mit einem fiktiven, ruhenden Bezugssystem „Erdmittelpunkt“?

    4. Wenn ja, trifft es zu, dass gemäß dem Vorgang von N. Ashby die PTB zur Transformation der Zeit zwischen den beiden Systemen die Galilei-Transformation (t´ = t) und nicht die Lorentz-Transformation ( t´ = Y (t – x v / c2) ) verwendet?


Für eine Antwort bis zum 30. April 2013 danke ich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Jocelyne Lopez


Viele Grüße
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 11:58

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
“c + v”



c ist klar, ist auf die Erdoberfläche bezogen.

Worauf ist v bezogen, ist das bekannt?

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 30. Mär 2013, 12:47

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
“c + v”



c ist klar, ist auf die Erdoberfläche bezogen.

Worauf ist v bezogen, ist das bekannt?



v ist die Geschwindigkeit des bewegten Beobachters, sprich die Geschwindigkeit der Rotation der Erde (experimentell nachgewiesener Sagnac-Effekt c +/-v): Wenn das Signal in der Schweiz an A gesendet wird, hat sich die Erde gedreht wenn das Signal an B in Italien empfangen wird. Der Empfänger läuft also dem Signal weg.

Einstein dagegen setzt c=const, also v=0, sprich dass die Erde während dem Lauf des Signals sich nicht dreht.

Viele Grüße
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 13:09

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
v ist die Geschwindigkeit des bewegten Beobachters, sprich die Geschwindigkeit der Rotation der Erde (experimentell nachgewiesener Sagnac-Effekt c +/-v): Wenn das Signal in der Schweiz an A gesendet wird, hat sich die Erde gedreht wenn das Signal an B in Italien empfangen wird. Der Empfänger läuft also dem Signal weg.


Das würde ich aber so nicht verwenden!
Denn das bedeutet dass die Erde sich im Äther dreht, demnach müsste der Äther mit der Erde, und zwar ohne ihre Drehung, um die Sonne reisen.
Dann gings so weiter dass die Sonne wiederum....

Warum sollte ausgerechnet das v der Erdrotation da verwendet werden.
Ich gehe davon aus dass beim Sagnaceffekt nicht die Erdrotationsgeschwindigkeit, bezogen nur auf Null Drehung, verwendet wird, sondern die Differenz der Geschwindigkeiten der beiden Streckenunterschiede wegen der Kugelform der Erde.

Das würde Sinn ergeben, denn der Lichtleitbezug den die Erde bietet berücksichtigt/erzwingt das ja.
Denn er ist an die Erde "angekrümmt" und muss deswegen beachtet werden.
Denn das Signal läuft nicht gerade zum Empfänger sondern folgt dem "gekrümmtem" Lichtleitbezug.

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 30. Mär 2013, 13:24

Kurt hat geschrieben:Das würde ich aber so nicht verwenden!
Denn das bedeutet dass die Erde sich im Äther dreht, demnach müsste der Äther mit der Erde, und zwar ohne ihre Drehung, um die Sonne reisen.


Der Äther hat mit der Rotation der Erde nichts zu tun: Die Erde dreht sich mit einer bestimmten, bekannten Geschwindigkeit, mit oder ohne Ähter.

Kurt hat geschrieben:
Denn er ist an die Erde "angekrümmt" und muss deswegen beachtet werden.
Denn das Signal läuft nicht gerade zum Empfänger sondern folgt dem "gekrümmtem" Lichtleitbezug.



Die Krümmung der Erde wird auch in den Berechnungen c+v eingerechnet. Siehe zum Beispiel Ausführungen von Dr. Engelhardt im Blog von Markus Pössel: Dr. Wolfgang Engelhardt über das Neutrino-Experiment:

Zitat Dr. Wolfgang Engelhardt - 24.4.2012:

[...] Und das alles, weil man plötzlich an einer ziemlich verrückten Idee von Woldemar Voigt (http://www.kritik-relativitaetstheorie. ... mation.pdf , http://www.kritik-relativitaetstheorie. ... gin_LT.pdf), die sich für Schall als völlig unzutreffend erwies, die aber einige Physiker (Lorentz, Poincaré, Einstein) bei Licht für denkbar hielten, Zweifel bekam. Im Jahre 1925 war diese Idee schon durch die Michelson-Gale Messungen falsifiziert worden, denn c=const galt offenbar nicht auf der Erde. Man klammerte sich an die Tatsache, dass die Erde doch rotiere, also kein Inertialsystem sei. Ja, das ist richtig. Während das Licht in entgegengesetzten Richtungen das riesige Sagnac-Interferometer umkreiste und zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Ausgangspunkt wieder ankam, bewegte sich die Erdoberfläche mit den Interferometerspiegeln tatsächlich um 3 mm! Wegen der Rotation allerdings auf einem Kreisbogen, der um einen hundertstel Atomdurchmesser von der geraden Linie abwich. Schwupps! war der x v/c^2 Term der Lorentz-Transformation wieder verschwunden, die Galilei-Transformation war im beschleunigten Bezugssystem wieder zu ihrem Recht gekommen. Doch im Wolkenkuckucksheim der Inertialsysteme gilt weiterhin die Lorentztransformation, wird mal widerlegt, mal bestätigt. [...]


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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 13:57

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das würde ich aber so nicht verwenden!
Denn das bedeutet dass die Erde sich im Äther dreht, demnach müsste der Äther mit der Erde, und zwar ohne ihre Drehung, um die Sonne reisen.


Der Äther hat mit der Rotation der Erde nichts zu tun: Die Erde dreht sich mit einer bestimmten, bekannten Geschwindigkeit, mit oder ohne Ähter.


Worauf ist das c vom Licht dann bezogen, auf einen zur Erde (ohne Drehung) ruhenden Bezug.

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 30. Mär 2013, 16:03

Kurt hat geschrieben:
Worauf ist das c vom Licht dann bezogen, auf einen zur Erde (ohne Drehung) ruhenden Bezug.



Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.

Einstein setzt sinnfrei voraus, dass der auf der Erdoberfläche ruhende Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht (Geschwindigkeit des Beobachters v=0), d.h. er berücksichtigt dabei nicht, dass der Beobachter entweder dem Lichtstrahl mit der Geschwindigkeit der Rotation der Erde entgegenläuft oder davor wegläuft, je nach Richtung.

Sagnac hat dagegen 1919 experimentell nachgewiesen, dass die Lichtgeschwindigkeit relativ zu einem Beobachter, der auf der Erdoberfläche ruht, c +/-v beträgt (v ist wie gesagt die Geschwindigkeit der Rotation der Erde). Das Licht läuft also nicht mit c relativ zur Erdoberfläche, sondern mit c +/-v.

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 16:36

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Worauf ist das c vom Licht dann bezogen, auf einen zur Erde (ohne Drehung) ruhenden Bezug.



Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.

Einstein setzt sinnfrei voraus, dass der auf der Erdoberfläche ruhende Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht (Geschwindigkeit des Beobachters v=0), d.h. er berücksichtigt dabei nicht, dass der Beobachter entweder dem Lichtstrahl mit der Geschwindigkeit der Rotation der Erde entgegenläuft oder davor wegläuft, je nach Richtung.

Sagnac hat dagegen 1919 experimentell nachgewiesen, dass die Lichtgeschwindigkeit relativ zu einem Beobachter, der auf der Erdoberfläche ruht, c +/-v beträgt (v ist wie gesagt die Geschwindigkeit der Rotation der Erde). Das Licht läuft also nicht mit c relativ zur Erdoberfläche, sondern mit c +/-v.


Ehrlich gesagt, ich kann dir nicht folgen.

Du schreibst:
Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.


Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, in jede Richtung c gemessen wurde, dann ergibt sich doch daraus dass das Licht so gelaufen ist als sei der Bezug dafür an die Erdoberfläche angenagelt.
Denn ansonsten müsste sich eine Richtungsabhängikeit von der Lichtlaufrichtung ergeben haben.

Einstein setzt sinnfrei voraus, dass der auf der Erdoberfläche ruhende Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht (Geschwindigkeit des Beobachters v=0), d.h. er berücksichtigt dabei nicht, dass der Beobachter entweder dem Lichtstrahl mit der Geschwindigkeit der Rotation der Erde entgegenläuft oder davor wegläuft, je nach Richtung.


Wieso läuft der Beobachter dann dem Lichtstrahl entgegen bzw. von ihm weg wenn gemessen wurde dass kein Unterschied besteht?


a' Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.
b' Einstein setzt sinnfrei voraus, dass der auf der Erdoberfläche ruhende Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht (Geschwindigkeit des Beobachters v=0)


Wo ist da ein Unterschied?
Ich sehe keinen.
Beide Aussagen bestätigen/sagen aus dass das Licht so läuft als sei der Bezug dafür mit der Erdoberfläche identisch.


d.h. er berücksichtigt dabei nicht, dass der Beobachter entweder dem Lichtstrahl mit der Geschwindigkeit der Rotation der Erde entgegenläuft oder davor wegläuft, je nach Richtung.


Beide Aussagen oben sagen dass das nicht stattfindet, denn das Licht lief immer und in jede Richtung gleich.
Denn wenn der Bezug mit der Erde mitrotiert dann gibts diese Differenz, dieses v, nicht.


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