1.)
Ernst hat geschrieben:Deine Rechnung muß niemand nachrechnen, sie ist nämlich richtig. Nur, es stellt ja niemand in Frage, daß die Freuenz konstant bleibt. Das hatte ich bereits ganz zu Anfang beschrieben.
2.)
Ernst hat geschrieben:Da sind auf beiden Wegen also eine unterschiedliche Wellenanzahl auf der Strecke. Ist die gerade ausgesendete Welle bei der Phase Null, dann muß doch bei einer (im allgemeinen nicht ganzzahligen) unterschiedlchen Anzahl von Wellen am gemeinsamen Endpunkt der Strecke eine unterschiedliche Phase vorhanden sein. Das ist doch elementar.
Merkst Du nicht, dass diese beiden Aussagen sich
widersprechen? Du musst Dich entscheiden,
gibt es eine konstante Frequenz, dann ist kein Phasenversatz möglich, gibt es einen Phasenversatz, ist keine konstante Frequenz möglich! Was gilt denn nun?
Ich erklär Dir, wieso Deine Rechnung falsch ist. Du rechnest mit Laufzeiten von Punkten, die praktisch den Beginn eines Wellenzugs darstellen. Es geht aber nicht darum, dass die Wellenzüge sich mit ihren Anfangspunkten treffen, sondern die müssen genau mit ihren
Maxima zusammenkommen. Jetzt sind aber die Wellenzüge unterschiedlich lang! Wer mit den Anfangspunkten rechnet, (wie das die Laufzeitenrechnungen beinhalten) rechnet schon mal falsch, weil die Wellen nicht mit den Anfängen. sondern mit den Maxima zusammentreffen müssen, um phasengleich zu sein.
Und weiters bemerkst Du nicht, dass die Anzahl der Wellenzüge keine Rolle spielt, weil sie miteinander gar nichts zu tun haben. Jeder Spiegel ist eine neue Lichtquelle, welcher die Wellen mit Nominalfrequenz für eine nachfolgende Strecke erzeugt, und ist die Strecke kürzer als irgendeine vorhergehende, so laufen eben weniger Wellenzüge, ohne dass deshalb welche verschwunden wären. Und folgt nach dem nächsten Spiegel eine längere Strecke, werden es mehr Wellenzüge sein - ohne dass welche hinzugekommen wären. Diese Wellenlängenrechnerei ist komplett sinnlos. Denn an allen Punkten herrscht dieselbe Frequenz , über diese Punkte muss keine Welle "drüberrutschen", weil sie ja genau im Frequenztakt völlig unbemerkt den Punkt hinter sich bringt.
Die Anzahl der Wellen
statisch auszurechnen, ist absoluter Nonsens. Die Wellen
laufen ja! Es gilt daher nicht irgend eine Anzahl, die auf der Strecke
festgenagelt ist, sondern logischerweise die Anzahl,
die innerhalb des frequenzbestimmenden Invervalls (also 1 Sekunde) vom Sender zum Empfänger LÄUFT! Und die ist in jedem Arm innerhalb einer Sekunde gleich!! Sonst wäre ja die Frequenz nicht KONSTANT!Wenn meine Rechnung eine konstante Frequenz ergibt und Deine hingegen eine verschobene Wellenlänge, muss eine der beiden Rechnungen falsch sein. Nun hast Du aber bestätigt, dass meine Rechnung richtig ist
Ich bestätige Dir hingegen, dass Deine Rechnung
falsch ist. Denn die Wellenlängen liegen ja nicht auf der Strecke,sodass Du die Strecke mit ihnen "ausmessen" könntest,
sie laufen darüber hinweg! Wenn Du eine Strecke von 100 Metern nimmst und eine Wellenlänge von 1 m und bist damit der Annahme, da laufen nun 100 Wellenzüge, dann ist das doch Blödsinn, denn
wieviele Wellenzüge innerhalb der Frequenz tatsächlich laufen, wird doch von der
Geschwindigkeit bestimmt und der Zeit und nicht von der Wellenlänge!
Und Wellenlängen, die
unterschiedlich lang sind, dürfen nicht mit der Phase Null zusammentreffen, sondern mit einem Phasenwinkel, aus dem sich ein Zusammentreffen
ihrer Maxima ergibt! Das alles berücksichtigt Deine Rechnung nicht. Meine schon, weil das Ergebnis, nämlich die konstante Frequenz und Periodendauer, unbestritten ist. Da sind die Reflexionseigenschaften und das Zusammentreffen der Maxima automatisch enthalten. Deine Rechnung geht von statisch in die Strecke hineingelegten Wellenlängen aus. Der namenlose Effekt, welchen ich Doppler-Effekt nenne (und außer mir noch Legionen von Physikern, die sich demnach auch im Namen alle irren) sorgt doch dafür, dass eine Reflexion von Sender zu Empfänger und retour sich ruhend oder im Äther bewegt nicht unterscheidet! Und wir haben ja nichts anderes vor uns, als zwei Reflexionsstrecken, wo genau dieser Grundsatz gilt. Die Strecken haben beide nichts miteinander zu tun. Eine geht in die Senkrechte und die andere geht in die Waagrechte und ein Strahl geht gleichzeitig jeweils in seine Strecke und kommt zurück. Für beide gilt der Grundsatz, dass sich wegen des namenlosen Effektes kein Unterschied zwischen Ätherwind und ruhend ergeben kann!
Aber Du wirst es nie sehen. Und Du wirst auch den Widerspruch zwischen beiden obigen Zitaten nicht erkennen.
Grüße
Harald Maurer