Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Apr 2011, 07:01

Highway hat geschrieben:Hasen und Schildkröten sind eher weniger dazu geeignet Welleneigenschaften zu beschreiben, und insofern verwässert das den Thread eher, man hätte auch veralbert schreiben können, als das es nutzt.

Es geht nicht darum bei diesem Experiment Welleneigenschaften zu beschreiben, sondern nachzuprüfen, ob das Licht schneller ist in einer Richtung als in der anderen. Man soll nicht ein Experiment heranziehen, um Eigenschaften zu beschreiben, die es nicht beschreiben kann. Das MM-Experiment kann nicht Welleneigenschaften beschreiben, dafür ist es auch nicht konzipiert. Ein Beobachter sitzt am Ziel und weiß überhaupt nicht was auf der Strecke geschieht, er versucht nur durch ein Muster, das sich auf einem Schirm (oder einer Photoplatte?) gebildet hat, herauszufinden, was, wie, wann am Ziel angekommen ist. Es wurde zum Beispiel auch in diesem Thread Analogien verwendet, die nichts mit der Beschreibung von Welleneigenschaften zu tun haben, zum Beispiel für die Ausbreitung des Lichts die gängige Analogie mit Läufern (Läufer beschreiben keine Welleneigenschaften), oder die Analogie von Harald, dass Testpersonen im gemeinsamen Takt ihr Hemd ausziehen, was auch nichts mit Welleneigenschaften zu tun hat. Jedoch sind diese Analogien nützlich, um versuchen herauszubröseln, was für einzelne Wirkungen stattgefunden haben können, die ein bestimmtes Muster am Ziel gebildet haben.

Insofern bin ich nicht der Meinung, dass meine Analogie mit Hasen und Schildkröten den Thread veralbert. Sie veranschaulicht was Harald auch mit Läuferanalogien oder Takthandlung-Analogie veranschaulichen wollte, und zwar, dass die Frequenz im MM-Experiment immer als konstant beim Empfänger beobachtet wird, egal wie schnell oder wie langsam die Strecke zurückgelegt wurde. Damit wäre mit der Beobachtung der Frequenz die Zielsetzung des Experiments prinzipiell verpasst, das prüfen wollte, ob das Licht schneller oder langsamer die Strecke zurücklegt. Dasselbe gilt mit der Beobachtung der Amplitude. Die Beobachtung dieser beiden Wirkungen auf dem Schirm lässt nicht auf einen Geschwindigkeitsunterschied schließen.

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Apr 2011, 07:50

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich weiß eben im Moment nicht was das Interferenz-Muster genau darstellt...

Das ist der Knackpunkt!
Soviel:
- es wird keine Amplitude dargestellt (Grösse Hase/Igel)
- es wird keine Frequenz dargestellt (Anzahl pro Stunde)
- es wird keine Geschwindigkeit dargestellt (Porsche auf Autobahn oder Feldweg)

Es werden Umstände ins Verhältnis zueinander gestellt.
Es wird geschaut ob sich dieses Verhältnis verändert.

Ja, es wird eben keine Wirkung einzeln dargestellt, weder Amplitude, noch Frequenz, noch Geschwindigkeit, sondern die drei zusammen und zwar überlagert, addiert oder kompensiert:

- Die Frequenz ist symmetrisch: es kommt je ein Impuls aus beiden Teilstrahlen gleichzeitig an.
- Die Amplitude ist symmetrisch: es kommt je ein Wellenberg oder ein Wellentief aus beiden Teilstrahlen an
- Die Geschwindigkeit ist symmetrisch: Die Lichtstrahlen laufen jeweils hin- und zurück.

Ich wüsste nicht, wo sich hier Asymmetrien bei dem Muster bilden könnten... :(

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 28. Apr 2011, 12:58

Harald Maurer hat geschrieben: Ernst, rechne doch mal nach und jage das Laufzeitengespenst endlich zum Teufel! Aber die Herren Relativisten und Emanationstheoretiker weigern sich beharrlich, diese einfache Rechnung nachzuvollziehen. Dabei ergibt sich das völlig logisch schon aus dem Aspekt, dass Frequenz und Periodendauer durch den Effekt, der laut Ernst keinen Namen hat, stets unverändert bleiben! Ich sage dazu Doppler-Effekt, aber wenn der Name falsch ist, dann sage ich halt Geschwindigkeiten-Wellenlängen-Kompensationseffekt dazu.

Nein Harald, der Irrtum liegt allein bei Dir. Deine Rechnung muß niemand nachrechnen, sie ist nämlich richtig. Nur, es stellt ja niemand in Frage, daß die Freuenz konstant bleibt. Das hatte ich bereits ganz zu Anfang beschrieben. Dein Irrtum liegt einfach darin, daß Du die Laufzeit dem Teufel überlassen möchtest. Der lehnt das aber ab, weil er auch nicht unbedingt an Fehlern interessiert ist. ;)
Die Laufzeit ist das A und O der Geschichte. Und diese unterschiedliche Laufzeit manifestiert sich darin, daß auf beiden Strecken eine unterschiedliche Wellenanzahl unterwegs ist.

Da haben wir jetzt eine neue Geschwindigkeit und eine verkürzte Wellenlänge (c'=sqrt(c²-v²) ; λ'= λ*sqrt(1-v²/c²)).

Genau, und die Anzahl der Wellen auf dem vertikalen Hin+Rückweg ist dann
n_v = 2L/ λ' = (2L/λ)/sqr(1-v²/c²)
Auf dem horizontalen Weg ist die Wellenlänge auf dem Hinweg λ''_h= λ(c+v)/c und zurück λ''_r= λ(c-v)/c.
Die Anzahl der Wellen auf dem horizontalen Hin+Rückweg ist somit n_h = L/ λ''_h + L/ λ''r = (L/λ) *c/(c+v) + (L/λ)*c/(c-v) = (Lc/λ) * [1/(c+v)+1/(c-v)] = (2L/λ)/(1-v²/c²)
n_h = (2L/λ)/(1-v²/c²)

Da sind auf beiden Wegen also eine unterschiedliche Wellenanzahl auf der Strecke. Ist die gerade ausgesendete Welle bei der Phase Null, dann muß doch bei einer (im allgemeinen nicht ganzzahligen) unterschiedlchen Anzahl von Wellen am gemeinsamen Endpunkt der Strecke eine unterschiedliche Phase vorhanden sein. Das ist doch elementar.

Die Differenz der Wellenanzahl auf beiden Strecken ist

Δn = n_h - n_v = 2L/λ * [1/(1-v²/c²) - 1/sqr(1-v²/c²)]

Nun kannst Du noch Zahlenwerte einsetzen, v=30km/s, L=3m, λ=0,5µm

Δn = 12*10^6*5*10^-8 = 0,78

Die Differenz in beiden Armen beträgt eine 0,78ste Wellenlänge.
Es sollte doch damit klar sein, wenn beide Wellen gerade mit der Phase Null grad erzeugt werden, daß dann am Ziel ein Phasenversatz von einer 0,78sten Wellenlänge auftritt.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Apr 2011, 13:00

Kurt hat geschrieben:
Hirngespinnste, und das sind die Wellen hier, sind weder logisch noch existent.
Bei den Wellen hier handelt es sich um Vorstellungshilfen, mit real hat das nichts zu tun.

Ich verstehe, was Du hier sagen möchtest. Ekkehard Friebe hatte mich auch vor ein paar Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass manche als „Wellen“ bezeichnete physikalischen Gebilden gar keine Wellen sind, sondern nur als Vorstellungshilfe als solche dargestellt werden.

Es gibt physikalische Gebilden, die man eindeutig als „Wellen“ bezeichnen und graphisch darstellen kann, weil man direkt mit den Augen ihre Form und ihre Existenz als Welle sehen kann: zum Beispiel Wasserwellen, Haarwellen, Sandwellen, usw. usw., d.h. alle Gebilden, die jeder von uns visuell als Welle erkennt und die man zum Beispiel auf einem Blatt Papier stilistisch als Welle durch die typisch ununterbrochene Linie von regelmäßigen, rundlichen Bergen und Tälern malen kann. Das ist das, was Highway ganz entschlossen weiter oben gesagt hat: „Für mich ist eine Welle eine Welle, die gibt's auch, und Schluß!“. Nichts ist für einen Mensch einfacher, als zum Beispiel eine Wasserwelle symbolisch auf dem Papier darzustellen, so vertraut ist uns dieses Gebilde, das können auch die Kinder sehr früh in ihren Zeichnungen tun.

Es gibt aber auch physikalische Gebilden, die man nicht sehen kann, die wir aber auch als Vorstellungshilfe mit dem uns vertrauten Wellengebilde in Verbindung bringen und graphisch darstellen, obwohl sie gar keine Wellen sind bzw. obwohl wir gar nicht wissen, ob sie Wellen sind.

Ein Beispiel davon könnte eine elektrische Lichtkette sein, die man so gelegt und in Takt geschaltet hat, dass sie optisch den Eindruck erweckt, das Licht bewege sich wellenförmig. In Wirklichkeit ist die Lichterscheinung gar keine „Lichtwelle“, sondern eine Folge von zeitlich exakt geschalteten Glühbirnen, die sich einfach ein- und auschalten und den Eindruck vermitteln, es handelt sich um eine Wellenbewegung des Lichts.

Ein anderes Beispiel könnte die sogenannte „grüne Welle“ bei Verkehrsampeln sein: Auch da gibt es keine wellenförmige Bewegung des Lichts, sondern zeitlich exakt abgestimmte Lichtquellen, die sich ein- und auschalten. Man kann sehr wohl diese „grüne Welle“ graphisch als richtiges Wellengebilde darstellen, indem man eine imaginäre Linie zwischen den gerade eingeschalteten und ausgeschalteten Lichtquellen malt.

Dieser Thread ist auch voll von graphischen Darstellungen von „Lichtwellen“, d.h. von einzelnen, getrennten Lichtimpulsen, die man per Messung auch einzeln festgehalten hat, und die man mit einer imaginären Linie auf dem Papier oder auf dem Bildschirm graphisch verbindet, obwohl man nicht sehen kann - und daher auch nicht wissen kann - ob es sich um eine echte „Welle“ handelt oder nur um eine graphische Vorstellungshilfe als Welle von einzelnen Impulsen, die nicht miteinander verbunden sind. Ob die imaginäre, graphische Linie, die wir zwischen den gemessenen Impulsen malen in der Natur real ist oder nicht, und woraus sie besteht, wissen wir eigentlich nicht. So verstehe ich den ein bisschen überzogenen Ausdruck von Kurt "Hirngespinnste" für diese imaginäre graphische Darstellung als Welle: sie beruht in der Tat nicht auf der direkten Beobachtung eines wellenförmigen Gebildes, sie wird nur abstrakt als Vorstellungshilfe eingesetzt.

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Do 28. Apr 2011, 13:52

1.)
Ernst hat geschrieben:Deine Rechnung muß niemand nachrechnen, sie ist nämlich richtig. Nur, es stellt ja niemand in Frage, daß die Freuenz konstant bleibt. Das hatte ich bereits ganz zu Anfang beschrieben.


2.)
Ernst hat geschrieben:Da sind auf beiden Wegen also eine unterschiedliche Wellenanzahl auf der Strecke. Ist die gerade ausgesendete Welle bei der Phase Null, dann muß doch bei einer (im allgemeinen nicht ganzzahligen) unterschiedlchen Anzahl von Wellen am gemeinsamen Endpunkt der Strecke eine unterschiedliche Phase vorhanden sein. Das ist doch elementar.


Merkst Du nicht, dass diese beiden Aussagen sich widersprechen? Du musst Dich entscheiden, gibt es eine konstante Frequenz, dann ist kein Phasenversatz möglich, gibt es einen Phasenversatz, ist keine konstante Frequenz möglich! Was gilt denn nun?

Ich erklär Dir, wieso Deine Rechnung falsch ist. Du rechnest mit Laufzeiten von Punkten, die praktisch den Beginn eines Wellenzugs darstellen. Es geht aber nicht darum, dass die Wellenzüge sich mit ihren Anfangspunkten treffen, sondern die müssen genau mit ihren Maxima zusammenkommen. Jetzt sind aber die Wellenzüge unterschiedlich lang! Wer mit den Anfangspunkten rechnet, (wie das die Laufzeitenrechnungen beinhalten) rechnet schon mal falsch, weil die Wellen nicht mit den Anfängen. sondern mit den Maxima zusammentreffen müssen, um phasengleich zu sein.
Und weiters bemerkst Du nicht, dass die Anzahl der Wellenzüge keine Rolle spielt, weil sie miteinander gar nichts zu tun haben. Jeder Spiegel ist eine neue Lichtquelle, welcher die Wellen mit Nominalfrequenz für eine nachfolgende Strecke erzeugt, und ist die Strecke kürzer als irgendeine vorhergehende, so laufen eben weniger Wellenzüge, ohne dass deshalb welche verschwunden wären. Und folgt nach dem nächsten Spiegel eine längere Strecke, werden es mehr Wellenzüge sein - ohne dass welche hinzugekommen wären. Diese Wellenlängenrechnerei ist komplett sinnlos. Denn an allen Punkten herrscht dieselbe Frequenz , über diese Punkte muss keine Welle "drüberrutschen", weil sie ja genau im Frequenztakt völlig unbemerkt den Punkt hinter sich bringt.
Die Anzahl der Wellen statisch auszurechnen, ist absoluter Nonsens. Die Wellen laufen ja! Es gilt daher nicht irgend eine Anzahl, die auf der Strecke festgenagelt ist, sondern logischerweise die Anzahl, die innerhalb des frequenzbestimmenden Invervalls (also 1 Sekunde) vom Sender zum Empfänger LÄUFT! Und die ist in jedem Arm innerhalb einer Sekunde gleich!! Sonst wäre ja die Frequenz nicht KONSTANT!
Wenn meine Rechnung eine konstante Frequenz ergibt und Deine hingegen eine verschobene Wellenlänge, muss eine der beiden Rechnungen falsch sein. Nun hast Du aber bestätigt, dass meine Rechnung richtig ist :!:
Ich bestätige Dir hingegen, dass Deine Rechnung falsch ist. Denn die Wellenlängen liegen ja nicht auf der Strecke,sodass Du die Strecke mit ihnen "ausmessen" könntest, sie laufen darüber hinweg! Wenn Du eine Strecke von 100 Metern nimmst und eine Wellenlänge von 1 m und bist damit der Annahme, da laufen nun 100 Wellenzüge, dann ist das doch Blödsinn, denn wieviele Wellenzüge innerhalb der Frequenz tatsächlich laufen, wird doch von der Geschwindigkeit bestimmt und der Zeit und nicht von der Wellenlänge!
Und Wellenlängen, die unterschiedlich lang sind, dürfen nicht mit der Phase Null zusammentreffen, sondern mit einem Phasenwinkel, aus dem sich ein Zusammentreffen ihrer Maxima ergibt! Das alles berücksichtigt Deine Rechnung nicht. Meine schon, weil das Ergebnis, nämlich die konstante Frequenz und Periodendauer, unbestritten ist. Da sind die Reflexionseigenschaften und das Zusammentreffen der Maxima automatisch enthalten. Deine Rechnung geht von statisch in die Strecke hineingelegten Wellenlängen aus. Der namenlose Effekt, welchen ich Doppler-Effekt nenne (und außer mir noch Legionen von Physikern, die sich demnach auch im Namen alle irren) sorgt doch dafür, dass eine Reflexion von Sender zu Empfänger und retour sich ruhend oder im Äther bewegt nicht unterscheidet! Und wir haben ja nichts anderes vor uns, als zwei Reflexionsstrecken, wo genau dieser Grundsatz gilt. Die Strecken haben beide nichts miteinander zu tun. Eine geht in die Senkrechte und die andere geht in die Waagrechte und ein Strahl geht gleichzeitig jeweils in seine Strecke und kommt zurück. Für beide gilt der Grundsatz, dass sich wegen des namenlosen Effektes kein Unterschied zwischen Ätherwind und ruhend ergeben kann!
Aber Du wirst es nie sehen. Und Du wirst auch den Widerspruch zwischen beiden obigen Zitaten nicht erkennen. :mrgreen:

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 28. Apr 2011, 17:16

Harald Maurer hat geschrieben:Merkst Du nicht, dass diese beiden Aussagen sich widersprechen? Du musst Dich entscheiden, gibt es eine konstante Frequenz, dann ist kein Phasenversatz möglich, gibt es einen Phasenversatz, ist keine konstante Frequenz möglich! Was gilt denn nun?

Du bist vor lauter Fixion auf Deinen MM Angriff ganz betriebsblind geworden. Da ist kein Widerspruch. Die Frequenz ist konstant und die Wellenlängen sind variabel. Weil die Wellenlängen variabel sind, gibt es einen Phasenversatz. Das ist doch lapidar. Gehen auf eine Strecke 5 Wellenzüge und auf die andere 5½, und beginnen beide mit der identischen Phase von z.B. Null Grad, dann gibts am Ende einen Phasenversatz von 180°. Das ist doch was für Grundschüler.
Meine Rechnungen und Bilder sind auch nicht statisch, sondern der eingefrorene Zustand für den Augenblick, wo gerade eine Wellenposition am Start mit Null Grad erzeugt wird. Aus Gründen der Übersichtlichkeit. Das gilt selbstverständlich auch für jeden anderen momentan erzeugten Startwellenwinkel. Stets ist der Phasenversatz am Ziel konstant. Im Beispiel mit den 5 und 5½ Wellenzügen immer 180°.

Wenn Du eine Strecke von 100 Metern nimmst und eine Wellenlänge von 1 m und bist damit der Annahme, da laufen nun 100 Wellenzüge, dann ist das doch Blödsinn, denn wieviele Wellenzüge innerhalb der Frequenz tatsächlich laufen, wird doch von der Geschwindigkeit bestimmt und der Zeit und nicht von der Wellenlänge!

Was denn sonst? Auf 100m sind zu jedem Zeitpunkt auf der Strecke genau 100 Wellen mit 1m Länge unterwegs. Elementar logisch, fast schon axiomatisch.

Harald, das und die vielen anderen Argumente gelangen offenbar gar nicht in Deinen Denkbereich. Du bist so von dem Vorsatz gefangen, MM vom Thron zu stoßen, daß Du allen vernünftigen Gegenargumenten immer mit den gleichen falschen Darstellungen konterst. Sie sind allesamt nicht richtig. MM hat als erster die Nichtexistenz eines Äthers bewiesen. Nach ihm haben es andere, auch mit ganz anderen Methoden bestätigt.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Apr 2011, 18:27

Harald Maurer hat geschrieben:
Die Wellen laufen ja! Es gilt daher nicht irgend eine Anzahl, die auf der Strecke festgenagelt ist, sondern logischerweise die Anzahl, die innerhalb des frequenzbestimmenden Invervalls (also 1 Sekunde) vom Sender zum Empfänger LÄUFT! Und die ist in jedem Arm innerhalb einer Sekunde gleich!! Sonst wäre ja die Frequenz nicht KONSTANT!
[…] Die Strecken haben beide nichts miteinander zu tun.

Ich übernehme hier wieder meine Analogie mit Hasen und Schildkröten (sie hilft mir mitzudenken) und stelle mir vor, dass eine „Wellenlänge“ ein Schritt von den Schildkröten auf der einen Strecke und ein Schritt von den Hasen auf der anderen Strecke ist. Die Wellenlängen und die Anzahl von Wellen sind also deutlich verschieden auf den jeweiligen Strecken:

- Auf der Schildkröte-Strecke sind sehr viele, kleine „Wellenlängen“ unterwegs (die kleinen Schritte der Schildkröten).

- Auf der Hasen-Strecke sind sehr wenige, lange „Wellenlängen“ unterwegs (die großen Sprünge der Hasen).

Wir sind uns darüber einig, dass die Frequenz auf beiden Strecken identisch und konstant ist, was bedeutet, dass eine Schildkröte und ein Hase jede Stunde gleichzeitig am Ziel ankommen.

Wenn ein Hase und eine Schildkröte jede Stunde gleichzeitig am Ziel ankommen, tun sie es zwangsläufig mit ihrer jeweiligen „Wellenlänge“: der letzte kleine Schritt der Schildkröte, der letzte große Sprung des Hasen.

Das bedeutet, dass sich am Ziel immer wieder dasselbe Interferenz-Muster am Schirm bildet (wenn die Wellenlänge überhaupt am Schirm gebildet werden kann?): Eine große Wellenlänge trifft gleichzeitig mit einer kleinen Wellenlänge an. Auch hier ist das Muster perfekt symmetrisch, es kann sich keine Asymmetrie am Ziel beim MM-Experiment wegen den verschiedenen Wellenlängen auf den zwei verschiedenen Strecken bilden: Der Beobachter beobachtet am Ziel immer das gleiche Muster: Ein schneller Hase und eine langsame Schildkröte kommen gleichzeitig am Ziel, jeweils mit ihrem letzten kleinen bzw. großen Schritt.

Auch wegen den verschiedenen Wellenlängen kann man meiner Meinung nach beim MM-Experiment nicht auf einen Geschwindigkeitsunterschied auf den beiden Strecken schließen.

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Do 28. Apr 2011, 19:24

Ernst hat geschrieben: Gehen auf eine Strecke 5 Wellenzüge und auf die andere 5½, und beginnen beide mit der identischen Phase von z.B. Null Grad, dann gibts am Ende einen Phasenversatz von 180°. Das ist doch was für Grundschüler.


Jeder Grundschüler würde Dich fragen: "Wenn zwei Wellenzüge mit identischer Phase beginnen und alle Wellenzüge ihre Phasen stets mit derselben Periodendauer wiederholen, z.B. jede Sekunde, dann hat jeder Wellenzug zu jeder vollen Sekunde z.B. gerade ein Maximum. Wenn sie sich nun an einem Punkt treffen (und es sollen gerade 60 Sekunden vergangen sein), hat die eine ein Maximum, und eine andere hat plötzlich keines, sondern hat dieses Maximum schon früher gehabt oder wird es später haben (also auf einmal nicht zur vollen Sekunde!), wo und wann hat denn diese ihre Periodendauer geändert? Denn bei konstanter Periodendauer müssten doch nach wie vor beide in diesem Moment ein Maximum haben!"

Was wirst Du dem Grundschüler antworten? Gab's irgendwo einen Grund für den mysteriösen Umstand, dass die Periodendauer offensichtlich nicht konstant war (und damit auch die Frequenz nicht?).
Erkläre doch mal den Grund für diese Änderung der Periodendauer! Denn ohne diese Änderung können die Phasen nicht zueinander verschoben sein!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 28. Apr 2011, 20:11

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: Gehen auf eine Strecke 5 Wellenzüge und auf die andere 5½, und beginnen beide mit der identischen Phase von z.B. Null Grad, dann gibts am Ende einen Phasenversatz von 180°. Das ist doch was für Grundschüler.


Jeder Grundschüler würde Dich fragen: "Wenn zwei Wellenzüge mit identischer Phase beginnen und alle Wellenzüge ihre Phasen stets mit derselben Periodendauer wiederholen, z.B. jede Sekunde, dann hat jeder Wellenzug zu jeder vollen Sekunde z.B. gerade ein Maximum. Wenn sie sich nun an einem Punkt treffen (und es sollen gerade 60 Sekunden vergangen sein), hat die eine ein Maximum, und eine andere hat plötzlich keines, sondern hat dieses Maximum schon früher gehabt oder wird es später haben (also auf einmal nicht zur vollen Sekunde!), wo und wann hat denn diese ihre Periodendauer geändert? Denn bei konstanter Periodendauer müssten doch nach wie vor beide in diesem Moment ein Maximum haben!"

Was wirst Du dem Grundschüler antworten? Gab's irgendwo einen Grund für den mysteriösen Umstand, dass die Periodendauer offensichtlich nicht konstant war (und damit auch die Frequenz nicht?).
Erkläre doch mal den Grund für diese Änderung der Periodendauer! Denn ohne diese Änderung können die Phasen nicht zueinander verschoben sein!



Nun Harald, wird nicht jeder Grundschüler sagen dass es doch zwei Wellen sind die auf die Reise gingen.
Dass beide mit identischem Zustand (Phase) beginnen und unterschiedlich lang sind.
Eine 5 Wellenzüge, eine 5½

Und er wird sagen dass, egal wo sie vorbeigekommen sind immer das gleiche Aussehen hatten, immer mit dem gleichem Zustand begonnen und mit den gleichem Zustand geendet haben.
Eine sah "hinten" aber anders aus.

Sie haben sich also wärend ihrer Reise nicht verändert, kein Bisserl, kein Minnibisserl.

Du aber sagst:
"Wenn zwei Wellenzüge mit identischer Phase beginnen und alle Wellenzüge ihre Phasen stets mit derselben Periodendauer wiederholen, z.B. jede Sekunde, dann hat jeder Wellenzug zu jeder vollen Sekunde z.B. gerade ein Maximum.


"Wenn sie ihre Phasen stets mit der selben Periodendauer wiederholen"
Dann hat jeder Wellenzug zu jeder Sekunde .....

Hatte denn nicht jeder Wellenzug zu jeder Zeit, nicht nur zu jeder vollen Sekunde! einen unveränderten Zustand, waren denn die Wellen nicht bei jedem Hinsehen unverändert.
Oder haben die/der Bengel gerade nach jeweils einer vollen Sekunde, oder Vielfachen davon, hingeschaut!!!

Oder meinst du es nicht auch ,das du es nun endlich begreifen, erkennen, zulassen solltest dass eine Welle nicht "wellt".

Und wenn sich die sich wärend ihrer Reise nicht veränderten, nicht verändernden Wellen, treffen, dann haben ihre Enden unterschiedliche Phasenlagen zueinander.

Was wird der Grundschüler antworten wenn er liest das du schreibst das sich die Wellen alle Sekunden so gewandelt haben ("gewellt" sind) dass sie nach genau einer Sekunde so aussehen wie bei ihrer Erzeugung, wenn er doch selber festgestellt hat das sie an jedem Ort zu jeder beliebigen Zeit gleich aussehen.

Er wird dich zumindest ungläubig ansehen.
Kannst du ihn vom Gegenteil überzeugen, ich meine nicht.


Gruss Kurt
Zuletzt geändert von Kurt am Do 28. Apr 2011, 20:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 28. Apr 2011, 20:29

Kurt hat geschrieben:Und wenn sich die sich wärend ihrer Reise nicht veränderten, nicht verändernden Wellen, treffen, dann haben ihre Enden unterschiedliche Phasenlagen zueinander.


Wenn Welle A mit Null Grad beginnt (Nulllinie), mit 360 Grad endet,
Welle B mit 180 Grad endet, also ebenfalls Nullinie.
Welle 2 eine länger Strecke unterwegs war, um eine halbe Wellenperiode zu spät kommt, dann treffen sich:
Ende der Welle A bei einer Phasenlage von 360 bzw. Null Grad und Welle B mit einer Phasenlage von 180 Grad.

Das ergibt noch keine Differenz, denn jedesmal ist es die Nulllinie.

Wenn jedoch, so wie beim MMI, die Zustände (Phasenlagen) mehrerer Wellen auf der Leuchtfläche in unterschiedlichen Abstand zueinander verteilt sind, dann treffen sich der hintere Teil von Welle A und der hintere Teil von Welle B so dass sie sich destruktiv und ev. sogar konstruktiv überlagern.
Und zwar nicht nur an einem einzigem Punkt, sondern wegen der unterschiedlichen Verteilung der Welleninhalte auf der Leuchtfläche so dass sich das Strichmuster ändert wenn Welle B oder Welle A eine andere Laufdauer hatten.

Oder nicht?


Gruss Kurt
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