Frau Holle hat geschrieben:
Einstein kannte 1905 Minkowskis Raumzeit noch nicht, die von Minkowski erst 1908 vorgestellt wurde. Es liegt mir fern Einstein zu widersprechen. Er hat 1905 eben mit einzelnen punktförmigen ("materiellen Punkten") und z.B. bei der Längenkontraktion mit mit bewegten Beobachtern argumentiert, das durchaus legitim ist, aber es gibt in SRT seit langem auch den sozusagen systemweiten Beobachter als ganzes Ruhesystem. Das hat den Vorteil, dass man eben nicht immer die Lichtlaufzeiten berücksichtigen muss.
Das mal vorweg, ja, und egal ob Einstein die Darstellung von Minkowski kannte oder nicht, es ist eine mathematisch richtige Beschreibung der Dinge, vor allem die Darstellung dann im Minkowski-Diagramm weiß zu punkten. Meine Analogie mit dem Fußballplatz (oder auch mal die mit den beiden zueinander verdrehten übereinander liegenden Schachbrettern aus Glas) zeigt hier sehr schön wie man sich die Dinge so im Blockuniversum vorstellen kann. Der omnipräsente Beobachter kennt durch die Geschwindigkeit der beiden Systeme zueinander jedes Ereignis ist der Raumzeit mit Koordinatenwerten in beiden Systemen. Egal wo man sich selber nun fiktiv beim Betrachten eines konkreten Ereignisses auch gedanklich verorten mag. Was den mit "bewegten" Beobachter angeht, sei sicher, Einstein kannte das Relativitätsprinzip, und er hat es mit der SRT ja gerettet.
Denn die Maxwellgleichungen sind nur unter der Galilei-Transformation nicht invariant, und das ist ein großes Problem damals gewesen, durch die SRT wechselte man dann aber zur Lorentz-Transformation und siehe da, Relativitätsprinzip gerettet, denn unter dieser sind die Maxwellgleichungen invariant. Für den Fall, Dir ist die Bedeutung nicht klar, wären die Maxwellgleichungen nicht invariant, würde man bei zwei zueinander bewegten Systemen je nach System eine andere Lichtgeschwindigkeit haben.
Genug ausgeholt, will sagen, Einstein war natürlich klar, dass Bewegung nur relativ ist, und der mit "bewegte" Beobachter, sich nun nicht wirklich absolut zum Raum oder was auch immer bewegte, sondern das er in seinem Ruhesystem ruhte und das dieses natürlich gleichberechtigt gegenüber jedem anderen System ist, aus dem der Beobachter dann mit "bewegt" ist.
Rudi Knoth hat geschrieben:Frau Holle hat geschrieben:
Die Systemzeit in einem Inertialsystem mit zueinander ruhenden, synchronisierten Uhren ist eh überall die gleiche. Es reicht, wenn man die Relativgeschwindigkeit und damit den Gammafaktor kennt um diese Zeit zu bestimmen. Die Dauer Δt zwischen zwei Ereignissen in einem Inertialsystem entspricht einfach Δt' = Δt/γ im relativ dazu bewegten System, basta.
Das versteht Daniel K. leider nicht. Er sucht sich nach Belieben verschiedene Ereignisse zusammen und meint damit widerlegen zu können, dass die Zeit zwischen zwei ganz bestimmten Ereignissen eben invariant so ist wie sie eben ist: Δt' = Δt/γ. So ist die Zeit zwischen den Begegnungen L/K und L/H im Beispiel 1,8 Jahre im Zug und 3 Jahre am Bahnhof. Nun hat das aber nichts zu tun mit der Zeit zwischen den Begegnungen L/K und E/K, die 5 Jahre im Zug und 3 Jahre am Bahnhof dauert. Es sind ja zwei andere Ereignisse.
Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass mehr oder weniger zufällig (durch die Auswahl der Ruhelängen im Beispiel) die Dauer am Bahnhof in beiden Fällen 3 Jahre ist. Daniel K. sagt, dass die Uhren im Zug trotzdem nur 1,8 Jahre "hochgezählt" haben und nicht 5, weil E nur 1,8 Jahre bis zu K gebraucht hat. Das stimmt zwar, sagt aber gar nichts aus über die Dauer im Zug im Zug zwischen L/K und E/K, denn der Vorlauf von 3,2 J (aus Sicht von K) wird diese Weise einfach unter den Teppich gekehrt, als wäre diese Zeit im Zug seit L/K gar nicht vergangen, nur weil K mit seiner Zählung erst bei 3,2 beginnt. So misst er aber nur die Zeit zwischen zwei anderen Ereignissen (nicht L/K und E/K), was natürlich gar nichts aussagt über die im Zug real vergangene Zeit zwischen L/K und E/K, was nun mal 5 Jahre sind.
Falsch. Dies gilt nur dann, wenn die Ereignisse im System S' an derselben Position x' gemessen werden. Denn das zeigt unser Beispiel mit dem Zug und dem Bahnsteig deutlich.
Im Übrigen ist die Lichtgeschwindigkeit b.z.w. deren Invarianz ein zentraler Punkt der SRT. Dies gilt für Einstein wie für Minkowski. Wenn du meine Animation mit dem Experiment von Botermann richtig verstanden hättest, würdest du sehen, dass im Falle einer "unendlichen Signalgeschwindigkeit" keine ZD nötig ist, um das Relativitätsprinzip zu erfüllen. Denn dann geht die Transformation in die Galilei-Transformation über. Gerade de endliche Lichtlaufzeit führt zur Relativität der Gleichzeitigkeit.
Nicht Daniel K. versteht hier leider etwas nicht, sondern Holle. Noch immer. Rudi hat hingegen gleich zu beginn erkannt, was ich mit dem Beispiel mit dem Zug und dem Bahnsteig genau bezwecke. Dir die Flusen aus dem Pelz zu pusten, aber die sind so was von verfilzt und verklebt, Du willst die einfach nicht ziehen lassen. Dazu kann man sich auch Deine Aussagen in Deinem Thread: Zeitdilatation – Das Geheimnis der drei Uhren ansehen.
Frau Holle » Sa 1. Jul 2023, 12:45 hat geschrieben:
An einem Beispiel zum Uhrenparadoxon wurde von einem notorischen Rechthaber aufs Schärfste mein Gedankenexperiment kritisiert, wo ich die Symmetrie der SRT anhand der Zeitdilatation mit drei einfachen Uhrenvergleichen zeige.
Das ergibt sich eindeutig aufgrund folgender Aussage der RT:Wikipedia » Zeitdilatation » Erläuterung hat geschrieben:
Die Zeitdilatation gemäß der speziellen Relativitätstheorie besagt, dass wenn eine Uhr C zwischen zwei synchronisierten, in einem Labor ruhenden Uhren A und B bewegt wird, sie gegenüber den beiden Uhren zeitlich nachgeht.
In diesem einfachen Szenario wird die Uhr C zunächst bei Uhr A abgelesen und danach bei Uhr B. Die Differenz der Anzeigen ergibt eindeutig, dass Uhr C zeitlich nachgeht: Sie hat inzwischen weniger vergangene Zeiteinheiten gezählt als die permanent synchronen Uhren A und B. Das ist sowohl für den Beobachter von Uhr C als auch für den Beobachter der Uhren A und B eindeutig.
Es wurde leider über Monate hartnäckig behauptet, dass diese Eindeutigkeit der SRT und dem Relativitätsprinzip widerspräche:Daniel K. hat geschrieben:Frau Holle hat geschrieben:
A) Mit zwei Bahnhofsuhren A und B und einer Zuguhr C ➞ Man sieht die Bahnhofsuhren schneller takten.
Nein, im Fall A sieht man die Uhr im Zug langsamer laufen aus dem Ruhesystem der beiden Bahnhofsuhren, aus dem Ruhesystem des Zuges sieht man beide Bahnhofsuhren langsamer laufen, es gilt das Relativitätsprinzip.
Offenbar wurde das Relativitätsprinzip nicht verstanden.
Im Forum wird dazu meist Wikipedia zitiert:Wikipedia » Relativitätsprinzip hat geschrieben:
[...] es können nur die Bewegungen der Körper relativ zu anderen Körpern festgestellt werden, nicht jedoch die Bewegungen der Körper relativ zu einem bevorzugten Bezugssystem.
Weil in diesem einfachen Experiment für beide Beobachter eindeutig die Uhr C zeitlich nachgeht, d.h. dilatiert läuft, und nicht etwa die Uhren A und B, sieht es auf den ersten Blick aus, als sei das Relativitätsprinzip verletzt.
So, bist hierhin erstmal, alles formatiert und zitiert, ja da wurde das Relativitätsprinzip offenbar nicht verstanden, Holle versteht es nicht.
Dabei befindet sich auch eine Grafik im ersten Zitat zu Wikipedia:
Ich habe die Grafik mal zusammengefasst, erweitert und die Erklärung dazu mit in die Grafik eingefügt und da steht ganz deutlich: "obwohl hier die „bewegten“ Uhren A und B langsamer ticken, reicht der Zeitvorsprung von B, damit auch hier C gegenüber B bei der Zusammenkunft nachgeht." Also genau das, was Holle ja bestreitet.
Hätte man den Link von Wikipedia nur mal weiter gelesen:
Wikipedia » Zeitdilatation » Erläuterung hat geschrieben:
Die Zeitdilatation gemäß der speziellen Relativitätstheorie besagt, dass wenn eine Uhr C zwischen zwei synchronisierten, in einem Labor ruhenden Uhren A und B bewegt wird, sie gegenüber den beiden Uhren zeitlich nachgeht. ...
Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene. Diese Forderung ist erfüllt, obwohl in beiden Inertialsystemen C gegenüber B beim Zusammentreffen nachgeht und die Eigenzeiten von C als auch B invariant sind.
Die Frage ist, wurde es nicht gelesen, nicht verstanden, oder bewusst nicht zitiert.
Frau Holle hat geschrieben:
Albert Einsteins Formulierung des Prinzips zeigt aber, dass es kein Widerspruch ist:Wikipedia » pezielles Relativitätsprinzip (Hervorhebung von mir) hat geschrieben:
Albert Einstein definierte 1905 das Relativitätsprinzip so: „Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden.“
Entscheidend ist die gleichförmige Translationsbewegung:Wikipedia » Sagnac-Interferometer (Hervorhebung von mir) hat geschrieben:
Dieses [das Relativitätsprinzip] besagt nur die Unmöglichkeit der Bestimmung der gleichförmig translatorischen Eigenbewegung des Beobachters, sofern die dazu benutzte Experimentalanordnung als Ganzes im selben Inertialsystem ruht wie der Beobachter.
Wikipedia weiß dazu:Wikipedia » Translation (Physik) (Hervorhebung von mir) hat geschrieben:
Eine Translation (auch reine Translation, lineare Bewegung) ist eine Bewegung, bei der alle Punkte eines physikalischen Systems, z. B. eines starren Körpers, dieselbe Verschiebung erfahren. (siehe auch: Parallelverschiebung in der Geometrie). Zu einem gegebenen Zeitpunkt sind Geschwindigkeiten und Beschleunigungen aller Punkte identisch.
Beim einfachen Experiment mit den Uhren A, B und C ist die translatorische Bewegung aber nicht gegeben ➞ Die Geschwindigkeiten der Punkte A und B sind relativ zum Punkt C nicht identisch, denn sie haben unterschiedliche Vorzeichen ➞ Aus Sicht von Uhr C bewegt sich A von ihr weg und B bewegt sich auf sie zu. Sie erfahren nicht dieselbe Verschiebung zu C. Btw @Daniel K ➞ Punkte müssen nicht zwingend Ereignisse sein, sondern können sich durchaus bewegen. Die für beide Beobachter eindeutige Bewegung von Uhr C ist also kein Widerspruch zum Relativitätsprinzip, q.e.d.
Ja, ich zitiere eben alles, dann hab ich es mal zusammen, muss ich es nicht wieder suchen und immer neu formatieren, hier kann ich dann drauf zurückgreifen. Also konkret hier zeigt sich der Irrtum von Holle der seit über einem halben Jahr chronisch pathologisch vorliegt, und nun manifestiert sich obendrauf noch ein weiterer großer Irrtum, hier wird nicht verstanden, wie die Geschwindigkeiten der beiden Uhren A und B definiert sind, das beide denselben Geschwindigkeitsvektor haben, beide haben dasselbe Vorzeichen und nicht unterschiedliche. Der Fehler den Holle hier macht ist ganz elementar, tiefer geht kaum, es wird nicht verstanden, wie Vektoren definiert sind, wann sie gleiches Vorzeichen haben und wann nicht, generell wird nicht verstanden, wie sich der Vektor für die beiden Geschwindigkeiten der beiden Uhren ergibt.
Frau Holle hat geschrieben:
Es ist auch kein Widerspruch zur SRT, wonach die Uhren in zwei gleichförmig und geradlinig zueinander bewegten Inertialsystemen wechselseitig dilatiert gesehen werden. Z.B. ist klar, dass A aus Sicht von C ebenso dilatiert ist wie C aus Sicht von A.
Aber das ist eine ganz andere Betrachtung:
Die wechselseitig symmetrische Dilatation stellt man fest, wenn man zweimal dieselben Uhren A und C vergleicht. Dann liegt eine gleichförmig translatorische Bewegung vor und man kann gemäß Relativitätsprinzip nicht eindeutig sagen, dass eine der Uhren bewegt ist und die andere ruht. Im Grunde verhält es sich mit den Uhren A, B und C genau gleich wie beim sog. Zwillingparadoxon ➞ Es ist nicht paradox und nicht im Widerspruch zur Symmetrie der SRT, weil der Reisende umkehrt und sich daher nicht permanent gleichförmig und geradlinig bewegt, was aber eine Voraussetzung für die Symmetrie ist. Die Umkehr des Reisenden stellt einen Symmetriebruch dar ➞ Die Relativgeschwindigkeit ändert ihr Vorzeichen.
Ebenso haben die beiden Relativgeschwindigkeiten der Uhr C zu A und zu B umgekehrte Vorzeichen, was den gleichen Symmetriebruch darstellt. Ob der Reisende nun tatsächlich umkehrt oder lediglich am Reiseziel ankommt ist einerlei ➞ Am Ziel ist er eindeutig der Jüngere für beide Beobachter, sei das Ziel nun der Ausgangspunkt nach einer Umkehr oder einfach nur der entfernte Stern mit zum Ausgangspunkt synchroner Uhrzeit, q.e.d.
Und hier wiederholt sich der Fehler, ex falso sequitur quodlibet, so viel mal zu dem "Geheimnis der drei Uhren". Jetzt ist es nun nicht so, dass man Holle nicht deutlich auf seinen Irrtum hingewiesen hätte, Rudi war da sehr ausdauert, ich habe es hier alles mal zittert.
Nach vielen hin und her, die letzte Aussage von Rudi dazu:
Rudi Knoth » Mo 3. Jul 2023, 12:40 hat geschrieben:
Nein die beiden Uhren A und B bewegen sich im Ruhesystem von C in derselben Richtung. Was war denn vor dem Zeitpunkt in dem die Uhr C die Uhr A passiert hat und nach dem Zeitpunkt der Passage von B. Dann näherte sich C den Uhren A und B und später entfernt sich Uhr C von beiden. Aber es gab kein Richtungswechsel bei Uhr C. und darauf kommt es an.
Man muss es einfach gelesen haben, also die Bildungsresistenz von Holle, die Sturheit und die grundsätzliche Verweigerung mathematische Fakten als solche einfach mal anzuerkennen.
Später noch mal explizit darauf hingewiesen:
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Ich habe alle Deine Beiträge in denen Du [Rudi Knoth] den falschen Aussagen von Holle klar und wirklich deutlich widersprichst, gar nicht so mitbekommen.
Das war eine unwichtige Nebendiskussion mit der translatorischen Bewegung und es ist gar kein Problem, wenn man da zu keinem Konsens kommt. Rudi Knoth macht hier leider denselben Fehler wie du ➞ Er redet an der Sache vorbei und argumentiert halt, dass die Koordinatensysteme in translatorischer Bewegung sind. Das habe ich ja nie bestritten. Dass sich meine Aussagen nur auf die drei bestimmten Punkte beziehen und nicht auf die Systeme als Ganzes, das ist anscheinend nicht angekommen. Kein Wunder, dass man nicht zum Konsens kommt, wenn man nicht von derselben Sache redet. Ist wie gesagt auch nicht wirklich wichtig. Mich deswegen als blöd zu beschimpfen ist typisch Daniel K. Voll daneben wie immer.
Klar, natürlich macht Rudi hier einen Fehler, denselben wie ich, sicherlich, nur Holle irrt eben nicht, schon "faszinierend" würde Spock wohl sagen, also ich habe noch weitere Versuche unternommen Holle hier seinen Fehler aufzuzeigen, das mit den Vektoren ganz genau erklärt, Artikel dazu verlinkt, Grafiken gezeigt, also auch noch nach diesem Beitrag hier eben den ich zitiere, aber es fruchtet nicht. Und es ist eben nicht egal, wie Holle hier behauptet, eben um das zu belegen habe ich hier den ganzen Beitrag von Holle noch mal zitiert, also den ersten aus seinem Thread, mit dem "Geheimnis der drei Uhren", Holle stützt sich ja auf die Annahme, die beiden Uhren A und B hätten Geschwindigkeitsvektoren mit unterschiedlichen Vorzeichen, darum wäre die Symmetrie gebrochen, und die Uhr C würde nun absolut dilatiert laufen, und die beiden Uhren A und B eben nicht, steht so oben in dem Zitat. Und beides ist falsch, erstmal sind wie gesagt, die Vektoren gleich und dann steht selbst bei dem Artikel aus dem Holle zitiert bei Wikipedia selber drin, dass die beiden Uhren A und B natürlich im Ruhesystem der Uhr C dilatiert laufen und somit eben langsamer als die Uhr C.
Aber Holle kann und will wohl auch nicht die Physik so akzeptieren, wie sie eben nun mal ist, die Verweigerung Fakten zu akzeptieren ist wirklich wohl pathologisch begründet.
Das ist der Weg ...
