Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon fallili » Sa 13. Jul 2013, 19:53

Lübecker hat geschrieben:.............
alle grünen Punkte sind Punkte des Zuges in der Raumzeit, alle roten Punkte sind Punkt des Bahndamms in der Raumzeit, und blaue Punkte sind Punkte wo ein Punkt Bahndamm und Punkt Zug zusammen sind. Die dicke schwarze Linie schneidet nun Punkte des Zuges, und alle Punkte auf der dicken schwarzen Linie sind im Bahndammsystem gleichzeitig. Im Zugsystem sind diese Punkte aber ungleichzeitig, sie haben alle andere Zeiten. Der Bahndamm schneit den Zug in der Raumzeit zu unterschiedlichen Zeiten im Zug. So ist eben das Diagramm und das ist richtig.


Es gab welche, die waren richtig, die drei sind aber falsch, ist eben so.



Bei 99 % Deiner Antwort kann ich Dir zustimmen - darin das meine Diagramme falsch sind natürlich nicht ;-)

Aber eine Aussage von Dir halte ich für extrem bemerkenswert und wichtig:

"Die dicke schwarze Linie schneidet nun Punkte des Zuges, und alle Punkte auf der dicken schwarzen Linie sind im Bahndammsystem gleichzeitig. Im Zugsystem sind diese Punkte aber ungleichzeitig, sie haben alle andere Zeiten".

Bist Du plötzlich ebenfalls meiner Meinung, dass die Blitze im Zugsystem NICHT gleichzeitig einschlagen?
Etwas, das ich schon 100 mal ausgesagt habe?
Blitze könne im Bahnsystem gleichzeitig einschlagen ODER Blitze können im Zugsystem gleichzeitig einschlagen, aber NIEMALS können Blitze sowohl im Bahnsystem als auch im Zugsystem gleichzeitig einschlagen!

Selbst in Deiner Zeichnung ist an den Ausgangspunkten der "gelben Linien" welche die Ausbreitung des Lichts der Blitze repräsentieren, zu sehen, dass diese von der "dicken schwarzen Linie" ausgehen - also im Bahndammsystem UND NUR IM Bahndammsystem gleichzeitig sind!


Wie passt diese Aussage dann damit zu sagen, dass Du das Zug-Beispiel von Einstein exakt darstellst, in dem "gefordert" wird: "Der Blitz schlägt vorne und hinten in Zug UND Bahndamm gleichzeitig ein".

ich bleibe dabei - diese Ausgangsforderung IST nicht darstellbar.
Und daher ist Deine Darstellung vollkommen richtig - aber nie vergessen:
"alle Punkte auf der dicken schwarzen Linie sind im Bahndammsystem gleichzeitig. Im Zugsystem sind diese Punkte aber ungleichzeitig, sie haben alle andere Zeiten"
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » Sa 13. Jul 2013, 20:11

Lübecker hat geschrieben:Für den Wärter in B ist der Punkt B' des Zug in der Vergangenheit bei t' = - 0,57735 s, für Wärter A ist der Punkt A' des Zuges in der Zukunft des Zuges bei t' = + 0,57735 s. Die drei Wärter am Bahndamm bei A, O und B sehen unterschiedliche Zeiten des Zuges.

Genau verkehrt! Es muss heißen:
Für den Schaffner in B' ist der Punkt B des Bahndamms in der Vergangenheit bei t' = - 0,57735 s, für Schaffner A' ist der Punkt A des Bahndamms in der Zukunft des Bahndamms bei t' = + 0,57735 s. Die drei Wärter am Bahndamm bei A, O und B sehen den Zug zu keinen unterschiedlichen Zeiten. - Denn die befinden sich in jenem System, in dem die Uhren an jedem Punkt des Systems übereinstimmen!
Bild
Oben das IS des Zugs. Der Schaffner misst mit seinen Uhren die Ereignisse unten im Bahndamm und ordnet diesen seine Koordinaten zu.
Unten das IS Bahndamm. Der Wärter misst mit seinen Uhren und Koordinaten sein Ereignis im Bahndamm! Wenn er transformiert, erhält er die oberen Daten des Schaffners, wie dieser das Bahndammereignis misst!
Der Schaffner misst im IS Zug mit seiner Uhr den Einschlag des rechten Blitzes bei -1,5 µs und den linken Blitz später bei 1,5 µs. Im Bahndamm sind die Blitze gleichzeitig bei "0". Der Schaffner ordnet den Endpunkten des Bahndamms (-600 bis 600 m im IS Bahndamm) zu den unterschiedlichen Zeitpunkten -1,5 und 1,5 µs seine Koordinaten -750 und 750 m zu! Diese Werte erhält der Wärter im Bahndamm über die LT übermittelt. Die Blitze in den Bahndamm sind für den Wärter gleichzeitig, für den Schaffner ungleichzeitig. Es wurde ja vorausgesetzt, dass die Blitze entweder in den Bahndamm einschlagen ODER in den Zug und beides nicht möglich ist. Die Vorgabe lautete, die Blitze schlagen in den Bahndamm ein. Schlagen hingegen die Blitze in den Zug ein, dann sind sie dort gleichzeitig und werden vom Bahndammwärter ungleichzeitig wahrgenommen.
Beide Koordinatensysteme sind praktisch endlos. Die Blitze schlagen im IS Bahndamm bei -600 und +600 m ein, das misst der Schaffner in seinem Koordinatensystem ungleichzeitig bei -750 und +750 m. Wegen der Ungleichzeitigkeit erscheint der Bahndamm länger. An den Ruhelängen der beiden Systeme ändert sich dadurch nichts.

Und meine bescheidene Meinung dazu war und ist, dass die Vorgabe, die Blitze können nur in den Bahndamm einschlagen, willkürlich ist und sie auch im gleichen Moment in den Zug einschlagen können, wenn die beiden Beobachter sich gegenüber stehen und die Blitze durch beide Koordinatensysteme durchfahren! Das heißt, eine zu Beginn neutrale Situation wird durch freie Wahl zu einer bestimmten SItuation festgelegt, damit aber auch der jeweils physikalische Prozess im anderen IS. Diese freie Wahl steht jedem der Beobachter zu. So wie das hier aber dargestellt und gerechnet wird, ist das Bahndammsystem absolut und ausgezeichnet. Die Möglichkeit, dass der Schaffner die Blitze in seinen Zug einschlagen sieht, wird von vornherein ausgeschlossen. Und das verstößt gegen das Relativitätsprinzip.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » Sa 13. Jul 2013, 21:20

Artie hat geschrieben:Ein Ereigniss das für London um 11 stattfindet, findet für Wien um 12 Uhr statt. Sogar noch ganz ohne Raumzeit.

Und was hat das mit der RdG zu tun?
Artie hat geschrieben:Sie kann als Teil einer Weltuhr durchaus 11 anzeigen, Börsen und Weltbanken haben solche Uhren.

Aha, die Uhren zeigen also die RdG Einsteins an?
Artie hat geschrieben:eweils kann das System zwei Uhren nebeneinander stellen und dabei zukucken wie die Zeiten immer mehr auseinandr driften.
Für jeweils das andere System geht die Zeit langsamer,

Wenn die Uhren jeweils für das andere System langsamer gehen, wieso sollten die Zeiten dann auseinander driften?
Artie hat geschrieben:Die Naturgesetze gelten für alle Systeme gleich. Alle haben den Anspruch real zu sein.

Ich habe jedenfalls während meines bisherigen Lebens die Realität ausschließlich in meinem Ruhesystem wahrgenommen. Offenbar findet die Realität ja doch in den Ruhesystemen statt. Ich kenne jedenfalls niemanden, bei dem es anders wäre. Und die Naturgesetze gelten für alle Systeme gleich, wie Du richtig sagst. Wenn mir also eine bewegte Uhr langsamer erscheint, haben sich die Naturgesetze in Bezug zu den Elementen, welche die Gangart der Uhr bestimmen, offenbar geändert. Da das nicht sein kann, muss es sich um einen Messeffekt oder eine Täuschung handeln. Denn die Naturgesetze ändern den Gang der Uhr in ihrem Ruhesystem ja nicht! Das gleiche gilt für die Längenkontraktion. Es sind Naturgesetze, die das Ausmaß eines Körpers bestimmen. Ergibt eine Messung eine veränderte Länge, dann ist das zwar ein realer Messeffekt, aber nicht die reale Länge des Objekts. Die Messung einer Projektion einer Leiter ist eben nicht die Länge der Leiter. Und das kann man nicht wegdiskutieren.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 08:53

Lübecker hat geschrieben: Und Blitze können noch immer nicht Koordinatensysteme durchschlagen. Sie durchschlagen die Zugenden und schlagen ins Gleisbett.

Wenn Argumente fehlen, beginnt man mit Wortklaubereien. Ich versuche lediglich, so knapp wie möglich zu schreiben - und das führt mitunter zu schlampiger Ausdrucksweise. Ich denke, dass dennoch jeder versteht, wie's gemeint ist. Ich beabsichtige nicht, hier eine Diplomarbeit über die SRT zu verfassen.
Und die Ruhelänge des Zugs ist übrigens immer noch 2 LS. Auch wenn Du noch so viele Verrenkungen produzierst.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 08:59

Artie hat geschrieben:Wie oft hat den ein Herr Maurer in seinem Leben bis jetzt relativistische Geschwindigkeit erreicht?

Ich bin tagtäglich mit relativistischer Geschwindigkeit unterwegs. Du nicht?
Gegenüber den Ruhsystemen von Objekten, die 14,2 Milliarden Lichtjahre von mir entfernt sind (z=1,46) bin ich nämlich samt dem Globus unter meinen Füßen mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 09:07

Artie hat geschrieben:Es ist kein Problem und war eigentlich schon immer so, das Dinge für einen früher eintreten als für andere.

Tatsächlich? Ach ja, die Sonne geht in Tokyo früher auf als in Wien. Da ist sicher die SRT daran schuld, oder nicht?

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 09:17

Artie hat geschrieben:Und du kannst das in deinem Ruhesystem direkt wahrnehmen?

Natürlich. Die Objekte verschwinden an dieser Grenze aus meinem Sichtbereich. Daraus muss ich schließen, dass auch ich für diese Objekte aus dem Beobachtungsbereich verschwinde, infolgedessen mit c und für manche Objekte sogar noch schneller unterwegs bin. Ist aber zum Glück völlig schmerzfrei.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Jondalar » So 14. Jul 2013, 09:22

Artie hat geschrieben:Aber verstehst jetzt endlich, das Dinge für eine früher als für den anderen statt finden!
Ist doch auch ohne SRT so, warum regst du dich so auf wenn die SRT auch so beschreibt?
:mrgreen:


Ja, siehste, jetzt müsstest Du nur noch verstehen können, dass auch ein Sonnenaufgang ein virtueller Effekt ist und kein realer.

Gebildete Menschen wissen, dass die Sonne gar nicht aufgeht, sondern sich nur die Erde um die eigene Achse dreht. Schein und sein, immer die gleichen Probleme in den Denkzellen der Relativisten.

Herzliche Grüße
Jondalar
 
Beiträge: 1592
Registriert: Di 25. Jun 2013, 17:03

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 09:53

Lübecker hat geschrieben:...Würden am Bahndamm entlang Wärter stehen, und wären die Zuguhren an die Fenster des Zuges geklebt, würden die Wärter zum Zeitpunkt t = 0 s genau die Uhren so wie auf der oberen Reihe an den Fenstern sehen.

Möchte bloß wissen, wieso man solchen Unsinn glauben kann. Die Uhren laufen in beiden Systemen parallel zueinander. Es könnte also erstmal so sein: In beiden Systemen beginnen die Uhren bei -0,57735 Sekunden zu laufen und der Schaffner sieht den ersten Blitz früher als der überhaupt existiert, die Uhren laufen in beiden Systemen bis 0,00 und jetzt sieht der Wärter beide Blitze, dann laufen die Uhren in beiden Systemen bis 0,57735 s und jetzt sieht der Schaffner den zweiten Blitz. Anders kann es gar nicht sein, denn die Annahme, dass zwischen den Blitzen im Bahndamm keine Zeit vergeht, für den Schaffner aber schon, ist esoterischer Unsinn. Und damit man den nächsten Unsinn, dass der Schaffner einen Blitz sieht, der noch nicht eingeschlagen, hat weg bekommt, verschiebt man die Zeitebenen um 0,57735 s. Also stehen die Uhren im Bahndamm alle auf 0, so stehen die Uhren im Zug alle auf -0,57735 und der Wärter sieht beide Blitze, der Schaffner hingegen nur den ersten. Die Uhren laufen in beiden Systemen 1,1547 s lang weiter, dann stehen alle Uhren im Zug auf 0,57735 s und der Schaffner sieht den zweiten Blitz.
Baut man jetzt noch die ZD ein,ändert das nichts daran dass jeder Beobachter im anderen System in jedem Moment alle Uhren mit übereinstimmender Zeitanzeige sieht. Wieso sollten an die Fenster des Zugs geklebte Uhren alle eine unterschiedliche Zeit zeigen? Innerhalb jedes Systems laufen die Uhren ja synchron zueinander!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 11:18

<em>Highway</em> hat geschrieben:A' ist der Punkt A des Bahndammes in das Ruhesystem des Schaffners transformiert. Das ist nicht der Anfang des Zuges, sowie B' nicht das Ende des Zuges ist.

So ist es. Es sind Punkte im Koordinatensystem des Schaffners und haben mit der Länge des Zugs nichts zu tun. Der kann beliebig lang sein.
Langsam tut mir Lübecker schon leid. Sich soooo aus dem Fester zu lehnen...

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste

cron