Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mo 28. Mär 2011, 21:44

Highway hat geschrieben:Hi,

also ich hab mir das nochmal überlegt, ich habe mir auch eure Zeichnungen (Ernst, Chief) angeschaut, lange darüber nachgedacht, komme aber zum Schluß, das meine Zeichnung richtig sein muss.


Hallo Highway,

du hast von A nach B' vier "Striche" gezeichnet/genommen (X-Achse) , das stimmt aber nicht.
Und von B' nach C' müssen es gleich viel sein wie von A nach B'.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mo 28. Mär 2011, 22:21

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
du hast von A nach B' vier "Striche" gezeichnet/genommen (X-Achse) , das stimmt aber nicht.
Und von B' nach C' müssen es gleich viel sein wie von A nach B'.


Gruss Kurt


Ich denke eben das dies falsch ist. es ist halt ein Unterschied ob man sich geradlinig entlang den Koordinatenachsen bewegt oder diagonal dazu.

MM020.PNG


Grüße,

Highway


Bdenke dass das Ziel sich mitbewegt, die beiden Spiegel und dann auch die Rückkehrposition.
Und dass der Bezug fürs Lichtlaufen (Äther) stehen bleibt.

In Y-Richtung, also zu B' , dauert es ebenso lange wie von B' zurück zu A (dein C').

Male dir den Spiegel B' gedanklich zuerst hin, und zwar da wo das Licht ihn dann trifft, dann wird sichtbar wie lange die Strecke dorthin ist.
Und vom Spiegel, vom B' ist es der gleiche Weg zurück und auch der gleiche Winkel.
Denn bis das Licht am Ziel ankommt am A (nicht an C'), ist A an diesem Punkt.

Zeiche mal den Arm in Y-Richtung ohne "Verzerrung", dann wirds leichter sichtbar.
Hin- und Rückweg (nur dieses Armes) müssen gleich lang sein und auch gleich lang dauern.

Gruss Kurt



.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 28. Mär 2011, 22:41

Highway hat geschrieben:Was ist das für ein Strahlteiler? Müßte der nicht wie von mir nachgezeichnet ausgerichtet sein, also genau spiegelbildlich? Das links neben dem Strahlteiler ist doch die Linse zur Aufweitung und noch weiter links die Anzeigefläche - oder?


Du hast ganz Recht! Wir haben mit verschiedenen Einstellungen des Strahlteilers experimentiert. Das Foto wurde gemacht, als wir mit dem Stahlteiler zwei unterschiedlich lange Lichtstrecken erzeugten. Im original MM-Experiment muss er so stehen, wie Du es einzeichnest.
strahlteiler.PNG
strahlteiler.PNG (114.5 KiB) 2743-mal betrachtet

Das interessante dabei war, dass auch hier keine Änderung der Interferenz auftrat.
Im anderen Bild stand der Strahlteiler so wie im Original-Experiment. Wir haben statt der Spiegel auch Prismen eingesetzt. Auch ohne Resultat...

Grüße
Harald Maurer

(Ich sehe gerade, dass auch das andere Bild das Experiment mit den unterschiedlich langen Strecken betrifft. Die Strahlen wurden mit Rauch aus einer kleinen Nebelmaschine sichtbar gemacht.)
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mo 28. Mär 2011, 22:42

Highway hat geschrieben:
Punkt B ist für das Licht zeitlich weiter entfernt als für den Umlenkspiegel des MMI!



Ja.

Aber zum vertikalem Umlenkspiegel und zurück ist es gleich weit.
Punkt B' ist von Punkt C' (ist A), gleichweit entfernt wie B' von A.
Und das Licht ist gleichlang unterwegs.

Nicht so bei A, zu B zu C(A)


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 29. Mär 2011, 11:23

Highway hat geschrieben: also ich hab mir das nochmal überlegt, ich habe mir auch eure Zeichnungen (Ernst, Chief) angeschaut, lange darüber nachgedacht, komme aber zum Schluß, das meine Zeichnung richtig sein muss.

Na sowas. Du tust ja so, als wenn das MMI sich gleichzeitig in horizontaler und vertikaler Richtung gegenüber dem Äther bewegt. Es bewegt sich aber im diskutierten und berechneten Fall tatsächlich lediglich in horizontaler Richtung. Daher ist auch Dein zeitabhängiger örtlicher Versatz in horizontaler Richtung richtig dargestellt. In vertikaler Richtung bewegt sich das MMI aber nicht. Folglich darf das MMI nicht nach oben abwandern.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 29. Mär 2011, 16:23

Harald Maurer hat geschrieben: Weil er zwar die unterschiedlichen Auftreffpunkte am Umlenker erkannte, aber vielleicht nicht an die Schräglage der Wellenfronten des senkrechten Strahls dachte....

Harald Maurer hat geschrieben:Kugelwellen gibt es erst nach Aufweitung durch die Optik.

Das paßt nicht zusammen. Bildet der Strahl keine Kugelwelle, gibt es auch keine schräge Wellenfront. Bei einem parallelen Strahlenbündel gelten für alle einzelnen Strahlen die genannten Phasenbeziehungen beim "Zusammenstoß"; es ergibt sich die errechnete Interferenz.
Bleíbt man beim Modell der Kugelform, so ergibt sich letztlich auch nichts anderes. Die Schräge der Wellenfront bei der Ankunft am Spiegel wird kompensiert durch die erneute Schrägstellung bei der Reflexion am Spiegel, so daß am Umlenker wieder symmetrische Wellen ankommen. Eine Schräglage ist nicht.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 29. Mär 2011, 20:31

Ernst hat geschrieben:Die Schräge der Wellenfront bei der Ankunft am Spiegel wird kompensiert durch die erneute Schrägstellung bei der Reflexion am Spiegel, so daß am Umlenker wieder symmetrische Wellen ankommen. Eine Schräglage ist nicht.


Doch, die Schräglage existiert.
Schon vergessen?
Bild Bild
Die Schräglage wird durch den Wellenvektor bestimmt, welcher stets zum Ursprung der Welle zeigt. Es gilt das Prinzip von Huygens und der Satz: Einfallswinkel = Ausfallswinkel. Die Schräglage wird daher nicht kompensiert, sondern dreht sich in die andere Richtung um. Die Wellenfronten sind deshalb auf dem Weg vom Spiegel ebenso schräg wie zum Spiegel, Es gilt stets der Winkel, den der Wellenvektor bei der Reflexion einnimmt...
Die Strahlen selbst sind quasi herausgeschnittene Bereiche aus der Kugelwelle. Sie sind dann keine Kugelwellen, sondern Gaußstrahlen. Eine "echte" Kugelwelle entsteht aber wieder bei der Aufweitungsoptik - daher die Kreise des Interferenzmusters, das praktisch einen Querschnitt der Kugelwelle darstellt.

Grüße
Harald Maurer

Ergänzende Bemerkung: bei der besonderen Situation am Umlenker sind zwei Effekte zu berücksichtigen. Erstens die schräge Lage der Wellenfronten und zweitens der Umstand, dass beide Strahlen von unterschiedlichen Raumpunkten aus zum Detektor laufen. Der waagrechte Strahl kommt daher nicht auf seinen Zwilling zu liegen (welcher den Phasenversatz aufweist), sondern auf einen nachfolgenden Bereich des Strahls, der später abgesendet wurde.
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 29. Mär 2011, 20:49

Harald Maurer hat geschrieben: Eine "echte" Kugelwelle entsteht aber wieder bei der Aufweitungsoptik - daher die Kreise des Interferenzmusters, das praktisch einen Querschnitt der Kugelwelle darstellt.


Und wenn sie schräg wären dann wären es keine Kreise sondern Eier.
Und selbst das spielt keine Rolle weil die -Eier- des anderen "Strahls" ebenfalls eierig wären oder auch nicht.
Die Überlagerungszonen würden trotzdem wandern wenn sich die Laufdauer in den Armen verändert.
Denn ob man Kreise oder Linien oder sonstwas als Muster hat, entstanden durch unterschiedliche Darstellung der "Wellenfront" auf der Fläche, spielt keine Rolle, es zeigen sich immer Überlagerungsmuster.
Und diese wandern wenn sich die Phasenlagen zueinander verändern.
Auf der Überlagerungsfläche ist nicht ein Zustand der "Welle", oder des "Strahls" oder der Wellenfront vorhanden, sondern alle Zustände die mehrere Schwingungen umfassen/haben.
Diese Zustände werden mit den Zuständen des anderen "Strahls" verglichen.
Sie werden so übereinander gelegt das sich örtliche Unterschiede ausbilden.
Denn sonnst wär weder ein Ring, noch ein Strichmuster zu sehen.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 29. Mär 2011, 21:28

Harald Maurer hat geschrieben:Doch, die Schräglage existiert. Schon vergessen?

Wie könnte ich. Solche Bilder hatte ich ja selbst eingebracht.
Nur ist die Situation beim Jupiter nicht vergleichbar mit dem MMI. Der Jupiter stellt tatsächlich praktisch eine Punktquelle dar und daher erscheint das Licht bei seinem großen Abstand eben als Kugelwelle. Im MMI wäre das nur vergleichbar, wenn eine ideale Punktquelle als Lichtquelle benutzt würde. Die Lichtquelle im MMI ist jedoch kein singulärer Punkt, sondern eine abstrahlende Fläche mit vielen diskreten Abstrahlpunkten. Das ergibt für die optische Anwendung gleichsam parallele Strahlen. (Wie auch beispielsweise das Sonnenlicht nicht als ideale Kugelwelle betrachtet werden kann, sondern praktisch parallele Strahlen auftreten). Und es ist unschwer zu erkennen, daß dann alle diese Strahlen geometrisch gleich laufen. Lediglich die effektiven Armlängen sind leicht unterschiedlich. Das ergibt einen Fehler für Delta_t von deltaL/L, was praktisch vernachlässigbar ist.

...und zweitens der Umstand, dass beide Strahlen von unterschiedlichen Raumpunkten aus zum Detektor laufen. Der waagrechte Strahl kommt daher nicht auf seinen Zwilling zu liegen (welcher den Phasenversatz aufweist), sondern auf einen nachfolgenden Bereich des Strahls, der später abgesendet wurde.

Woraus Du das folgerst, ist mir nicht klar, auch wenn ich mir alle Deine Bilder dazu ansehe. Es ist optisch prinzipiell möglich, beide Strahlen nach ihrem getrennten Weg wieder inline aufeinanderzulegen. Das zeigt das von Dir eingestellte und von mir wiederholte Bild und das zeigt auch die Originalskizze von Michelson.

Bild

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 29. Mär 2011, 21:37

Kurt hat geschrieben:Und wenn sie schräg wären dann wären es keine Kreise sondern Eier.


Ja, aber nur zu Ostern, lieber Kurt! :)

Grüße
Harald Maurer
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