Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 19. Nov 2013, 10:40

Trigemina hat geschrieben:Δt' = Δt/γ ist unstrittig.
Δx' = v*Δt*γ = Δx*γ ist umstritten.
Die Motivation dafür ist mir nicht klar. Dividiert man Weg durch Zeit in S'
v' = Δx'/Δt' = Δx*γ / (Δt/γ) = Δx*γ²/Δt
wird v' um den Faktor γ² zu gross und steht im Widerspruch zu
v = Δx/Δt in S.

Da kann nichts umstritten sein, weil ja alles nach der LT berechnet ist. Es wird nur nicht der Gehalt der Rechnung richtig verstanden. Es handelt sich einfach um den Effekt, daß in S' die Zeit verlangsamt läuft. Je größer v, desto langsamer die Zeit. Bei v=c (Photon) bleibt die Zeit stehen.

Fliegt nun eine Crew in einem Raumschiff mit nahe c zum Alpha Centauri (ca. 4LJ entfernt), dann erreichen sie den auf ihrer eigenen Uhr nicht nach 4 jahren, sondern nach einer sehr kurzen Zeit. Sie haben die Entfernung Erde-Alpha superluminar zurückgelegt. Würden sie mit c fliegen, verginge überhaupt keine Zeit.

Das wird in jeder populärwissenschaftlichen Literatur zur SRT beschrieben. Wenn ich das nun hier vorrechen, sträuben sich den relativisten die Haare.
Merkwürdig
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 19. Nov 2013, 10:56

Hartmut Pohl hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Dann frage ich mich, wie die Astronomen die „zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit“ gemessen haben. Wie ist hier 2/3 der LG zu verstehen, wonach die Strahlen sich im All jeweils in entgegengesetzter Richtung verbreiten? Was ist das Bezugssystem dieser 2/3 LG? Sprich: Was ist hier konkret der Beobachter? Das Teleskop? Der Satellit? Bekanntlich ist die Angabe einer Geschwindigkeit ohne Bezugssystem sinnfrei.


Also ganz pragmatisch würde ich Geschwindigkeiten zwischen zwei Auslösern messen, die mit einem Oszilloskop verbunden sind. Der Erste startet einen elektronischen Frequenzgenerator und der andere stopt diesen wieder. Anhand der Wellenlänge der generierten Welle, deren gezählte Anzahl und dem Abstand der beiden Auslöser lässt sich die Geschwindigkeit dann hochrechnen. Aber ob man das auch mit LG hinbekommt weis ich nicht. Zumindest muss die im Generator generierte Frequenz mindestens so hoch sein, dass mindestens 2 aber besser mehr vollständige Wellen gezählt werden können. Je mehr Wellen gezählt werden, desto genauer wird das Ergebnis.


Die Geschwindigkeit eines Objektes ist als Messung von Weg und Zeitdauer und Bildung des Quotienten Weg/Zeitdauer als Wert der Geschwindigkeit definiert. Frequenzen spielen hier keine Rolle.

Und ich frage mich eben, wie die Astronomen den Weg und die Zeitdauer bei dieser Beobachtung gemessen haben.
Sie haben ein Teleskop benutzt, was mich vermuten lässt (als völlige Astronomielaie :oops: ), dass sie Triangulation oder so etwas Ähnliches verwendet haben. Weißt Du es, Hannes?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Di 19. Nov 2013, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 19. Nov 2013, 10:57

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Meine Rechnung ergibt die Bewegungsgleichung eines Punktes in S', der in S bei x=d ruht:

Kannst du ja. hat aber nichts mit meiner Überlegung zu tun.
Ich berechne die Bewegung eines Punktes, der in S bewegt ist:

Ernst hat geschrieben:Meine Rechnung bezieht sich bei Transformation von S nach S' auf die Bewegung des Koordinatenursprungs von S' in S.

Nein, denn der Koordinatenursprung von S' (x'=0), der in S durch die Bewegungsgleichung x=vt beschrieben wird, ergibt nach Transformation von S nach S' wieder x'=0, was sonst.

Ich berechne die Bewegung des Koordinatenursprungs von S' in S :!:

t' ist die Zeit überall in S', nicht nur im Ursprung.

Falsch.

Bild
Zu einem gegebenen Zeitpunkt t ist t' längs x und damit längs x' unterschiedlich.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 11:03

Hartmut Pohl hat geschrieben:
HD116657 hat geschrieben:
Hartmut Pohl hat geschrieben:Was die schwarzen Löcher angeht... Das sind so Dinger, über die man sich nur selbst Gedanken machen kann, wenn man es für notwendig erachtet.

schwarze Loch passiert wenn Fluchtgeschwindigkeit größer Lichtgeschwindigkeit wird
Interessant... eine Geschwindigkeit >c? In der SRT? Wie denn?

gar nicht... - deswegen schwarze Loch.... - also kann es geben ;) - übrigens: schwarze Loch ist ART, nicht SRT 8-)

Hartmut Pohl hat geschrieben:
HD116657 hat geschrieben:
Hartmut Pohl hat geschrieben:Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass jedes einzelne schwarze Loch genug Potential hat, um daraus wieder solche Dinge entstehen zu lassen, die von einem solchen aufgesaugt wurden, also Galaxien, Sonnen, Planeten, Monde usw. Wenn so etwas erst einmal beobachtet werden würde, wäre es mit der Urknall-Theorie recht schnell vorbei.

verstehe ich nicht... - kannst Du bitte vorrechnen?
Was soll man da vorrechnen? Schwarzes Loch... extrem viel Masse hoch verdichtet, zieht weiter Masse an bis eine kritische erreicht und schliesslich überschritten wird. Was beim überschreiten einer kritischen Masse passiert, hat man bereits in Nagasaki, Hiroshima und vielen anderen Orten "bestaunen" dürfen.

schwarze Loch hat keine Zusammenhang zu Atombombe: kritisch Masse nicht dasselbe wie kritisch Massedichte 8-)
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 11:22

Hartmut Pohl hat geschrieben:und meine Theorie sieht in schwarzen Löchern potenzielle Atombomben.

einverstanden... - in Dein willkürlich Theorie natürlich daß alles möglich :)
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 19. Nov 2013, 11:30

Ernst hat geschrieben:
Nein, denn der Koordinatenursprung von S' (x'=0), der in S durch die Bewegungsgleichung x=vt beschrieben wird, ergibt nach Transformation von S nach S' wieder x'=0, was sonst.

Ich berechne die Bewegung des Koordinatenursprungs von S' in S :!:

Steht ja da: Die Bewegungsgleichung des Ursprungs von S' (x'=0) in S ist x=vt.

Ernst hat geschrieben:
t' ist die Zeit überall in S', nicht nur im Ursprung.

Falsch.

Nein, das ist richtig. Aus der Sicht von S ist zum Zeitpunkt t (also in S gleichzeitig), die Zeit t' vom Ort abhängig. In S' ist die Zeit t' überall gleich und synchron. In S' ist zum Zeitpunkt t' (also in S' gleichzeitig) die Zeit t in S vom Ort abhängig. Das ist die Relativität der Gleichzeitigkeit.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 11:48

Hartmut Pohl hat geschrieben:
Superluminar hat geschrieben:Erläutere mal Deine Theorie genauer. Auf was für Annahmen und Erkenntnisse stützt die sich?
Erkenntnisse? Auf welche Erkenntnisse stützen sich denn andere Theorien. Es sind halt nur Annahmen, wie bei anderen Theorien auch. Kein Mensch weiß, was in so 'nem schwarzen Loch vorgeht. Demzufolge ist alles was schwarze Löcher angeht reine Spekulation. Spätestens, wenn son Ding hochgeht, werden wir es wissen.

Erkenntnisse: Gravitationgesetz, Äquivalenzprinzip, Unschärfe-Relation von Heißenberg, Energieerhaltungsatz, Impulserhaltungsatz 8-)
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 19. Nov 2013, 12:03

Hartmut Pohl hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Geschwindigkeit eines Objektes ist als Messung von Weg und Zeitdauer und Bildung des Quotienten Weg/Zeitdauer als Wert der Geschwindigkeit definiert. Frequenzen spielen hier keine Rolle.


Was jetzt kommt, sag' ich mal so durch die Blume... Wenn etwas durch eine Zeitdauer geteilt wird, ist es eine Frequenz. Ob Umdrehungen pro Sekunde oder Elektronen pro Sekunde oder Meter pro Sekunde. Von daher kann man von einer bekannten festen Frequenz (x/s) stets andere ins Verhältnis setzen unter anderem also auch Geschwindigkeiten (m/s).


In einem fachlichen Austausch brauchst Du mir nichts "durch die Blume" zu sagen, warum auch?

Meine Auffassung: Eine Geschwindigkeit ist in der Physik eindeutig mit Weg/Zeitdauer definiert - übrigens auch bei Einstein. Einverstanden?

Eine Frequenz gibt dagegen keine Auskunft über eine Geschwindigkeit, eine Frequenz ist umgangssprachlich mit "wie viele pro Zeiteinheit?" zu verstehen. Eine Frequenz ist eine Zählung von Objekten und gibt prinzipiell allein bei sonst unbekannten anderen Parametern keine Informationen über deren Geschwindigkeit. Man kann zum Beispiel an einem Punkt der Autobahn die Frequenz der vorbeifahrenden Autos messen, also "wie viele pro Zeiteinheit". Dabei könnte man eine sehr hohe Frequenz bei langsam fahrenden Autos (Stau) oder im Gegenteil eine sehr niedrige Frequenz bei sehr schnell fahrenden Autos (Rennstrecke). Man kann dabei keine Geschwindigkeiten messen. Einverstanden?

Bei dieser astronomischen Beobachtung hat man wohl auch nicht mit Frequenzen die Geschwindigkeit der Strahlen "hochgerechnet", weil es sich nicht um eine Messung zwischen zwei Oszillatoren handelt, wie Du es weiter oben angesprochen hast, sondern nur mit einem einzigen Satellit: Die Sendefrequenz aus dem Schwarzen Loch ist also unbekannt. Zumindest denke ich mir es so.


Ich stelle mir die Messung ganz vereinfacht und laienhaft so vor, dass man durch optische Messung (Teleskop) die Strecke zwischen Ursprung der Strahlung und Satellit gemessen hat, wobei die Zeitdauer durch das Satellit registriert wurde. Dann hat man die Geschwindigkeit durch Bildung des Quotienten Weg / Zeitdauer berechnet. Wie gesagt ist es nur eine Vorstellung, ich frage eben, wie man die Geschwindigkeit 2/3 der LG hier gemessen hat.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Hannes » Di 19. Nov 2013, 12:19

Hallo Jocelyne !
Wie gesagt ist es nur eine Vorstellung, ich frage eben, wie man die Geschwindigkeit 2/3 der LG hier gemessen hat.

Hast du dich schon einmal mit Messungen durch Spektroskopie befasst ?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 12:46

Hartmut Pohl hat geschrieben:
HD116657 hat geschrieben:
Hartmut Pohl hat geschrieben:Erkenntnisse? Auf welche Erkenntnisse stützen sich denn andere Theorien. Es sind halt nur Annahmen, wie bei anderen Theorien auch. Kein Mensch weiß, was in so 'nem schwarzen Loch vorgeht. Demzufolge ist alles was schwarze Löcher angeht reine Spekulation. Spätestens, wenn son Ding hochgeht, werden wir es wissen.

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Und welche dieser Gesetze stehen in direktem Zusammenhang mit dem, was hinter einem EH vorgeht?

jede... - sonst hätte ich nicht aufgeschrieben ;)
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