Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon fallili » Di 4. Jun 2013, 17:07

Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben: Nach dem Einsteinschen Relativitätsprinzip sind die beteiligten IS gleichberechtigt und keines davon darf ausgezeichnet sein.

Das sind sie eben in diesem Fall nicht. :!: Sie sind bezüglich der Konfiguration nicht gleichberechtigt. Die Blitzlampen ruhen in dem einen IS und in dem anderen sind sie bewegt. Das führt dazu, daß der eine Beobachter in einem IS äquidistant zu den Lampen bleibt und der andere Beobachter im anderen IS sich relativ zu den Lampen bewegt.

Diese Asymmetrie äußert sich zudem auch darin, daß der eine Beobachter einen Dopplereffekt registriert (die Frequenzen des Lichtes sind aus beiden Richtungen unterschiedlich) und der andere nicht.
Schon damit unterscheiden sich die Beobachtungen der Beobachter in beiden IS. Die Situation in beiden IS ist nicht gleichberechtigt.
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Das mit dem Dopplereffekt versteh ich da nicht - ich seh da nur die 2 mögliche Betrachtungsweisen
1) Blitzlampen werden als ruhend betrachtet - Beobachter ist bewegt = Dopplereffekt
2) Blitzlampen bewegt - Beobachter ruht = genau der selbe Dopplereffekt
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 17:25

fallili hat geschrieben:Das mit dem Dopplereffekt versteh ich da nicht - ich seh da nur die 2 mögliche Betrachtungsweisen
1) Blitzlampen werden als ruhend betrachtet - Beobachter ist bewegt = Dopplereffekt
2) Blitzlampen bewegt - Beobachter ruht = genau der selbe Dopplereffekt

Der Blitz schlägt am Bahndamm ein. Der eine Beobachter ruht am Bahndamm . Keine Relativgeschwindigkeit. Kein Dopplereffekt.
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Zuletzt geändert von Ernst am Di 4. Jun 2013, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 17:35

Harald Maurer hat geschrieben:Einstein schildert hier wie leicht erkennbar ist, die klassische Situation.

Er beschreibt die Situation ala SRT für die Betrachtung im IS des Bahndamms. Das ist ganz identisch zur Klassik. Und in diesem IS erreichen die Blitze den bewegten Beobachter ungleichzeitig.
Da kann die Transformation ins Ruhe-IS des bewegten Beobachters nichts anderes ergeben.
Denn es ist ja ein Ereignis im selben Raumpunkt; der aktuellen Position des bewegten Beobachters.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 19:32

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Einstein schildert hier wie leicht erkennbar ist, die klassische Situation.

Er beschreibt die Situation ala SRT für die Betrachtung im IS des Bahndamms. Das ist ganz identisch zur Klassik...

Seit wann ist das identisch?

Seit etwa 100 Jahren.

Ein IS mit ruhendem Bahndamm mit zwei daran befestigten Blitzlampen und ein demgegenüber bewegter Beobachter. Ist sowohl klassisch und nach SRT gleich behandelbar, da die LG der Lampen in diesem IS konstant c ist; und zwar in beiden Fällen.
Must mal n'bischen mitdenken. Bevor du grölst. :lol:
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 20:04

Chief hat geschrieben:Die LG ist in diesem IS nicht konstant (siehe z.B. GPS)!

Und im Himmel ist Jahrmarkt. Du verstehst gar nicht, worum es geht.
Die LG der Blitze von den beiden im IS ruhenden Blitzlampen ist in diesem IS konstant.
mannomann.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Harald Maurer » Di 4. Jun 2013, 20:20

Ernst hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Nach dem Einsteinschen Relativitätsprinzip sind die beteiligten IS gleichberechtigt und keines davon darf ausgezeichnet sein.

Das sind sie eben in diesem Fall nicht. Sie sind bezüglich der Konfiguration nicht gleichberechtigt. Die Blitzlampen ruhen in dem einen IS und in dem anderen sind sie bewegt. Das führt dazu, daß der eine Beobachter in einem IS äquidistant zu den Lampen bleibt und der andere Beobachter im anderen IS sich relativ zu den Lampen bewegt.


Einstein: "Jeder Lichtstrahl bewegt sich im "ruhenden" Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit c, unabhängig davon, ob dieser Lichtstrahl von einem ruhenden oder bewegten Körper emittiert ist".

Damit wird die Lokalisation des lichterzeugenden Körpers bedeutungslos! Es spielt also keine Rolle, in welchem IS die Lampen aufgestellt sind - jedenfalls bei Einstein, der daher meist seine Beispiele beginnt mit "Ein Lichtstrahl ...". Woher das Licht kommt, bleibt meistens unklar. Daher sind schon aufgrund des Postulats die beiden Inertialsysteme gleichberechtigt, d.h. die Gleichberechtigung kann nicht durch Eigenschaften des Lichts oder Standorte von Lampen ausgehebelt werden.
Der Doppler-Effekt oder die Frequenzen haben auf die Lichtgeschwindigkeit keinen Einfluss und daher auch keinen Einfluss auf das gleichzeitige oder zeitversetzte Eintreffen von "Lichtstrahlen", welche in Einsteins Beispielen meist frequenzlose Erscheinungen sind. Weil das eben für seine Synchronisationsmethode und seine RdG keine Bedeutung hat.

Ernst hat geschrieben:Diese Asymmetrie äußert sich zudem auch darin, daß der eine Beobachter einen Dopplereffekt registriert (die Frequenzen des Lichtes sind aus beiden Richtungen unterschiedlich) und der andere nicht.
Schon damit unterscheiden sich die Beobachtungen der Beobachter in beiden IS. Die Situation in beiden IS ist nicht gleichberechtigt.

Auch in Einsteins Kugelwellen-Beweis seiner ersten Arbeit, in welcher er durch Anwendung der LT auf die Kugelgleichung zeigen will, dass eine Lichtsphäre sowohl für den ruhenden als auch den bewegten Beobachter dieselbe Lichtsphäre bleibt, berücksichtigt er nicht, dass der bewegte Beobachter eigentlich den Doppler-Effekt konstatieren müsste. Dies deshalb schon nicht, da die LT den Erzeugungspunkt des Lichts einfach vom Koordinatenursprung des einen IS in den Koordinatenursprung des anderen IS transformiert. Einsteins Licht ist offenbar ein Waisenkind, das stets vom jeweils ruhend definierten IS adoptiert wird! ;)

Das Ignorieren des Doppler-Effekts in vielen Beispielen zur RdG hat natürlich seinen Grund. Denn dieser Effekt, grundsätzlich klassisch begründet mit einer kleinen Korrektur durch die ZD (die ihn symmetrisch macht) ist eine der Achillesfersen der SRT. Deshalb ist meist nur von einem "Lichtblitz" oder einem "Photon" die Rede und der Doppler-Effekt wird stillschweigend übergangen. Würde die unterschiedliche Wahrnehmung des Doppler-Effekts die Gleichberechtigung der Inertialsysteme aufheben, so wäre die SRT leicht widerlegbar. Da platziert man in eines der IS einfach eine Lampe und argumentiert damit, dass der eine Beobachter den Doppler sieht und der andere nicht. Gleichberechtigung dahin, SRT nur noch Makulatur? Ein IS wäre durch die Position der Lichtquelle ja eindeutig bevorzugt. Ob das wirklich so einfach wäre?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 20:22

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Die LG ist in diesem IS nicht konstant (siehe z.B. GPS)!

Und im Himmel ist Jahrmarkt. Du verstehst gar nicht, worum es geht.
Die LG der Blitze von den beiden im IS ruhenden Blitzlampen ist in diesem IS konstant.
mannomann.
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Wie kommst du darauf? Was hat IS mit LG zu tun? :lol: :lol: :lol:

Mußt nicht so deine Unkenntnisse zu Markte tragen.
Ende.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 20:34

Harald Maurer hat geschrieben: Es spielt also keine Rolle, in welchem IS die Lampen aufgestellt sind -

Dennoch empfängt unabhängig davon im IS des Bahndamms wegen des darin konstanten c der bewegte Beobachter beide Blitze ungleichzeitig.

Das Ignorieren des Doppler-Effekts in vielen Beispielen zur RdG hat natürlich seinen Grund. Denn dieser Effekt, grundsätzlich klassisch begründet mit einer kleinen Korrektur durch die ZD (die ihn symmetrisch macht) ist eine der Achillesfersen der SRT. Deshalb ist meist nur von einem "Lichtblitz" oder einem "Photon" die Rede und der Doppler-Effekt wird stillschweigend übergangen. Würde die unterschiedliche Wahrnehmung des Doppler-Effekts die Gleichberechtigung der Inertialsysteme aufheben, so wäre die SRT leicht widerlegbar. Da platziert man in eines der IS einfach eine Lampe und argumentiert damit, dass der eine Beobachter den Doppler sieht und der andere nicht. Gleichberechtigung dahin, SRT nur noch Makulatur? Ein IS wäre durch die Position der Lichtquelle ja eindeutig bevorzugt. Ob das wirklich so einfach wäre?

Wohl wahr. Einen unendlich kurzen Blitz gibt es ja nicht. Also ist im Zusammenhang mit Licht immer ein Dopplereffekt zu berücksichtigen. Damit geht die Symmetrie kaputt.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 20:37

Chief hat geschrieben: Aber im ernst, was hat IS mit LG zu tun? :mrgreen:

Schon mal gehört, daß ala SRT die LG in jedem IS konstant c ist?
Wenn nicht, laß es dir von Kurt erklären. Das wird sogar er wissen.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Di 4. Jun 2013, 20:45

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Aber im ernst, was hat IS mit LG zu tun? :mrgreen:

Schon mal gehört, daß ala SRT die LG in jedem IS konstant c ist?
Wenn nicht, laß es dir von Kurt erklären. Das wird sogar er wissen.
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Und was behauptest du? Es wäre auch klassisch so! Oder nicht? :lol:

Frag Kurt.
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