Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 15. Apr 2014, 14:31

Hannes hat geschrieben:Ich weiß, dass ich nichts weiß. Ich bitte dich daher deine Meinung zu präzisieren, damit ich eventuell etwas dazulernen kann.

Jeder weiß was. Keiner weiß alles.
MM hat keinen Ätherwind gemessen, weil real keiner da war.
Warum keiner da ist, ist eine andere Frage.
Du hast darauf deine Antwort. Ich halte sie für unwahrscheinlich.
Das ist aber nicht Gegenstand dieses Threads. Hier geht es darum, wie man Ätherwind messen kann, wenn er denn da ist.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » Di 15. Apr 2014, 14:56

Ernst,
Das ist aber nicht Gegenstand dieses Threads. Hier geht es darum, wie man Ätherwind messen kann, wenn er denn da ist.
.
Jetzt habe ich verstanden. Ich suche nämlich auch, ob es eine solche Möglichkeit geben kann.
Danke
Hannes
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Di 15. Apr 2014, 21:11

Highway hat geschrieben:Mit einem MMI kann man diesen jedenfalls nicht messen weil:

1.) Wenn der Sender im Medium eine Dehnung der Wellenlänge verursacht, dann verursacht der Empfänger eine Stauchung.
2.) Wenn die Dehnung -v*t entspricht, dann entspricht die Stauchung +v*t
3.) Im Medium bewegt sich die Welle, egal wie gedehnt oder gestaucht mit c*t

Daraus folgt für den Fall des Rückenwindes,

v_p*t = c*t - v_s*t + v_e*t oder v_p = c

und für den Fall des Gegenwindes:

v_p*t = c*t + v_s*t - v_e*t oder v_p = c


Manche lernens nie, oder wollen es nicht lernen, du gehörst dazu.

Ist denn ein Schiff dass den Fluss hinunter und zurückschwimmt nicht länger unterwegs als eins dass die gleiche Strecke im See unterwegs ist?

Kurt
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » Mi 16. Apr 2014, 10:14

Ernst,
Jeder weiß was. Keiner weiß alles.
MM hat keinen Ätherwind gemessen, weil real keiner da war.
Warum keiner da ist, ist eine andere Frage.
Du hast darauf deine Antwort. Ich halte sie für unwahrscheinlich.
Das ist aber nicht Gegenstand dieses Threads. Hier geht es darum, wie man Ätherwind messen kann, wenn er denn da ist.

Nochmals zu deiner kurzen, guten Antwort, mit der ich voll einverstanden bin:
Man konnte mit MMI keinen Aetherwind messen, entweder, weil er gestanden ist oder es ihn nicht gibt.
Da die Weiterleitungsgeschwindigkeit der elmag-Wellen ausschließlich vom Weiterleitungsmedium abhängig ist, wird man mit der Methode MMI wahrscheinlich NIE Erfolg haben.
Warum plagt man sich da zur Messung eines Aetherwindes mit dem MMI, wenn man mit einem anderen Meßgerät, dem Spektrografen, den Ätherwind einwandfrei messen kann ?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mi 16. Apr 2014, 11:34

Hannes hat geschrieben:........
Man konnte mit MMI keinen Aetherwind messen, entweder, weil er gestanden ist oder es ihn nicht gibt.
........
Warum plagt man sich da zur Messung eines Aetherwindes mit dem MMI, wenn man mit einem anderen Meßgerät, dem Spektrografen, den Ätherwind einwandfrei messen kann ?


Erstens: Der erste Satz ist eine extrem gute Zusammenfassung des MMI.
Entweder "steht" der Ätherwind (hat also die identische Bewegungskomponente wie die Erde) oder es gibt ihn nicht !
Dass der Äther die Bewegungskomponente der Erde hätte, führt zu gewaltigen Problemen.
Welche Bewegungskomponente hat er in naher Umgebung der Sonne, welche in Umgebung anderer Planeten?
Das müssten doch immer unterschiedliche Bewegungskomponenten sein - wieso merkt man davon nichts?

Zweitens: Wie kann man mit einem Spektrografen den Ätherwind einwandfrei messen?
fallili
 
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » Mi 16. Apr 2014, 12:17

fallili,
Erstens: Der erste Satz ist eine extrem gute Zusammenfassung des MMI.
Entweder "steht" der Ätherwind (hat also die identische Bewegungskomponente wie die Erde) oder es gibt ihn nicht !

....womit wir einig sind, dass man das MMI zur Messung der Ätherwindes vergessen kann.
Zweitens: Wie kann man mit einem Spektrografen den Ätherwind einwandfrei messen?

Es wird mit dem Spektrografen der Dopplereffekt, der durch die Bewegung der Erde auf seiner Bahn um die Ekliptik (rund um die Sonne) entsteht.

Dabei wird zu verschiedenen Jahreszeiten immer derselbe Stern anvisiert.
Im Frühjahr zeigt er z.B eine Rotverschiebung, im Herbst eine Blauverschiebung der Spektrallinien. Dieses zeitliche Muster ergibt sich nur aus der Erdbewegung um die Sonne.
Eine Bewegung des Sternes würde ein anderes Zeitmuster ergeben.

Was mißt der Doppler ? Die Veränderung der Wellenlängen durch die gegenläufige Bewegung Erde-Stern. Diese Wellenlängenverschiebung kann nur ausserhalb des Einflusses der Erde stattfinden, denn wir haben oben schon festgestellt, dass innerhalb der Erde keine Bewegung des Weiterleitungsmedium messbar ist. Keine Bewegung-kein Doppler.

Es kann der Doppler aber auch nicht beim Austritt aus der Sternatmosphäre entstehen, wo die Spektrallinien entstehen, das ergäbe ein anderes Zeitmuster, wie schon oben gesagt.
Der Doppler muss also bei Eintritt in die Erdatmosphäre entstehen. Für den Doppler bleibt also nur das (relativ ruhende)Weltraumvacuum, gegen das sich die Erde hin und her bewegt.
Und das ist der Ätherwind .
Mit Gruß
Hannes
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mi 16. Apr 2014, 12:50

@Hannes
....womit wir einig sind, dass man das MMI zur Messung der Ätherwindes vergessen kann.

Nein sind wir überhaupt nicht!
Da MMI zeigt, dass 1)kein Ätherwind nachweisbar ist oder 2)der Ätherwind relativ zur Erde ruht.
Und daher bin ich der Meinung - da ich 2) aus schon angegebenen Gründen ausschließe, dass 1) zutrifft.
Ätherwind hätte mit der Anordnung nachweisbar sein müssen - ist nicht nachgewiesen worden - Ätherwind existiert daher nicht !
Du scheinst ja der Auffassung zu sein, das MMI einen Ätherwind prinzipiell nicht nachweisen kann!

Also von Einigkeit kann keine Rede sein.

Deine Angaben zu Doppler kann ich nicht nachvollziehen. Muss erst schauen ob ich in vorhergegangenen Beiträgen von Dir da was zum Verständnis finde.

Aber so weit ich das sehe kann ich zu:
denn wir haben oben schon festgestellt, dass innerhalb der Erde keine Bewegung des Weiterleitungsmedium messbar ist
nicht zustimmen, weil eine "Bewegung" deswegen nicht messbar ist weil sie eben nicht existiert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » Mi 16. Apr 2014, 13:55

Fallili,
....womit wir einig sind, dass man das MMI zur Messung der Ätherwindes vergessen kann.
Nein sind wir überhaupt nicht!

Wenn der Ätherwind steht, können wir ihn nicht messen.
Wenn es ihn nicht gibt , auch nicht.
Wozu dann ein MMI?
Da MMI zeigt, dass 1)kein Ätherwind nachweisbar ist oder 2)der Ätherwind relativ zur Erde ruht.
Und daher bin ich der Meinung - da ich 2) aus schon angegebenen Gründen ausschließe, dass 1) zutrifft

Also gut, nehmen wir an, dass es im Weltraum kein Weiterleitungsmedium gibt, das einen Ätherwind erzeugen kann. Licht als Welle könnte es daher nicht geben.

Da uns das Licht weit entfernter Sterne erreicht, müssten wir Lichtteilchen annehmen,die mit ihrer, vom Stern mitgegebenen Geschwindigkeit weiterfliegen.

Die Sterne bewegen sich aber, wie wir aus Doppelsternen und Sternen mit Exoplaneten wissen, folglich müsste ein Lichtteilchen eines sich entfernenden Sternes langsamer laufen als wenn der Stern sich uns nähert. Wir empfangen die Signale aber in einer schön geordneten Sinusform. Es müssten die Lichtteilchen des sich entfernenden Sternes viel später eintreffen und umgekehrt. Kein geordneter Sinus. Das ist die sog. Emissionstheorie, die wir seit Jahrzehnten diskutieren, die aber aus diesem Grund nicht weiterverfolgt wird.

Bei Weiterleitung im Weltraum in einem Weltraumvacuum, das als Weiterleitungsmedium fungiert, wird das Licht genau mit c weitergeleitet und kommt schön in einer Sinusform entsprechend der Kreisbewegung des Sternes bei uns an.
So, und jetzt erwarte ich dein Gegenargument , aber bitte keinen Glauben.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mi 16. Apr 2014, 14:44

Hannes hat geschrieben:..........
Also gut, nehmen wir an, dass es im Weltraum kein Weiterleitungsmedium gibt, das einen Ätherwind erzeugen kann. Licht als Welle könnte es daher nicht geben.
..........
Mit Gruß
Hannes


Na ja - da könnt ich Dir beinahe zustimmen.
Die Frage ist halt was Licht wirklich ist?

Wir können nur das Verhalten von Licht in bestimmten Situationen mit den selben Methoden beschreiben, wie sie für Wellen angewandt werden.
Das funktioniert erstaunlich gut und liefert hervorragende Modellerklärungen.

Also könnte Licht eine Welle sein - aber was mach ich mit einer Welle ohne Amplitudenangaben? Was mach ich mit der Welle, wenn es bei Durchgang von einem Photon hinter einem Spalt die Weiterleitung wieder als Kugelwelle "weitergeht" - auf einem Schirm aber nicht "über eine Fläche verteilt ein Leuchtfleck erscheint" sondern nur wieder ein Lichtpunkt, also wieder ein auftreffendes Photon.

Dann gibt's Umstände unter denen Licht sich mit dem Methoden beschreiben lässt, die auf Teilchen angewandt werden.
Auch schön - aber was mach ich mit masselosen Teilchen, die nur mit genau einer Geschwindigkeit "herumsausen" können?

Und solange niemand weiß, was Licht wirklich ist, halt ich die Frage nach einem Weiterleitungsmedium für etwas "eigentlich Unbekanntes" irgendwie für sinnlos.

Wer weiß, vielleicht hat Kurt mit seinen "Basisteilchen" sogar recht. Wenn er diese BT noch mehrdimensional auslegt kommt er den Vorstellungen der Stringtheorien sowieso ganz nahe.
fallili
 
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » Mi 16. Apr 2014, 15:37

fallili,
Bis jeztzt eine Diskussion, wie ich sie mir wünsche. Kein böses Wort, im Gegenteil, angenehme Diskussion.

Hannes hat geschrieben:
..........
Also gut, nehmen wir an, dass es im Weltraum kein Weiterleitungsmedium gibt, das einen Ätherwind erzeugen kann. Licht als Welle könnte es daher nicht geben.
..........
Na ja - da könnt ich Dir beinahe zustimmen

Ich habe mir die Mühe gemacht, dir zu erklären, was Licht NICHT sein kann.
Was heißt jetzt deine Zustimmung? Stimmst du mir zu, dass Licht eine Welle sein muss ?

Entscheide dich:
Ist Licht eine Welle-----oder es besteht aus Teilchen .
Es gibt sogar die Meinung, Licht sei Beides, aber bei der Weiterleitung spießt es sich-keine Welle ohne Träger.
Es kann auch sein, dass Licht größtenteils eine Welle und zum kleineren Teil ein Teilchen ist.
...eine teilchenförmige Welle- oder ein wellenförmiges Teilchen ?

Bitte sag mir zuerst, für was du dich entschieden hast, ist deine persönliche Entscheidung , über die wir anschließend diskutieren können. Und ich verspreche dir, dich auch weiterhin nicht persönlich dafür zu kritisieren.

Laß dir Zeit mit der Antwort, sonst macht es dir selbst keinen Spaß. So einfach ist das Thema nicht.
Mit Gruß
Hannes
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