Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Mo 26. Aug 2013, 08:46

Hugo hat geschrieben:Gut ... ich präzisiere :-) ...

Machen Sie bitte deutlich, wie nach Newton zu erklären ist, dass zwei Atomuhren (!!!!) in unterschiedlicher Höhe unterschiedliche Zeiten messen.


Sie messen keine Zeit, die erstellen das was Zeit genannt wird.


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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 09:04

Hugo hat geschrieben:Das ist interessant. Bitte erklären sie mir anhand von Newton (O-Ton Newton: "Die absolute Zeit, die unbeeinflussbar und gleichmäßig fortschreite..."), wie die Zeit bei zwei Atomuhren, die einen Höhenunterschied von 30cm aufweisen, unterschiedlich schnell vergeht.

Die Zeit vergeht nicht unterschiedlich schnell, sondern Uhren laufen unterschiedlich schnell. Uhren können Zeit nicht "messen", sondern liefern lediglich periodische Prozesse, die von ihrer Konstruktion abhängen und uns eine Vergleichsbasis für die Definition der Dauer physikalischer Vorgänge liefern.
Hugo hat geschrieben:Desweiteren erklären sie mir bitte, wieso "unter Newton" die Gravitation (Schwerkraft) ihrer Meinung nach einen derart großen Einfluss auf die Zeit hat, dass im 18. Jahrhundert die Uhrenbauer ihre Uhren um ein Tourbillon erweitern mussten, damit die Uhren nicht schon nach wenigen Tagen völlig falsch gingen.

Die Gravitation hat keinen Einfluss auf die Zeit, sondern einen Einfluss auf Uhren - und das je nach Bauart unterschiedlich.
Hugo hat geschrieben:Bevor sie sich das Hirn zermartern ... ein Tourbillon sollte einst die REIBUNGSKRÄFTE verhindern, die bei einer LIEGENDEN Taschenuhr auftraten (im Gegensatz zu einer in der Westentasche "STEHENDEN") und dadurch die Uhr schon nach kurzer Zeit nachgehen ließen...

Und da haben Sie ja schon einen deutlichen Einfluss der Gravitation auf Uhren über die Reibungskräfte! Diese Kräfte sind von der Gravitation abhängig und fallen natürlich schwächer aus, wenn die Gewichtskraft auf die Bauteile einer Uhr, welche ihren Gang bestimmen, im schwächeren Gravitationsfeld geringer wird. Schon eine mechanische Uhr wird daher abhängig von der Entfernung zu einer gravitierenden Masse unterschiedlich laufen! Die Verringerung der Reibungskräfte in einer Tourbillon bedeutet nichts anderes als den Einfluss der Gravitation verringern. Wüsste man über diesen Zusammenhang nicht Bescheid, würde man aus dem gravitationsbedingten unterschiedlichen Gang von Uhren auf einen unterschiedlichen Verlauf der Zeit schließen - und das wäre natürlich Unsinn. Bei mechanischen Uhren ist der Gravitationseinfluss offensichtlich, bei Atomuhren müsste man einfach mal genauer hinschauen, um festzustellen, wo und wie die Gravitation hier Einfluss nimmt. Dazu gäbe es mehrere Möglichkeiten. Jedenfalls ist es die Gravitation, die über unterschiedliche Reibungskräfte, Beschleunigungskräfte und unterschiedlich schnell verlaufende Wechselwirkungen den Gang einer Uhr verändert - besonders deutlich zu sehen, wo Gravitation selbst die Uhr antreibt und eine Pendeluhr daher langsamer wird, wenn die Gravitation abnimmt. Über diesen Zusammenhang eine Uhr zu konstruieren, die automatisch den Gravitationseinfluss kompensiert, ist gar nicht schwierig - und die Frage ist dann, wo Einsteins ART dann bei Einsatz solcher Uhren verbleibt! Auch sollte man darüber nachdenken, wieso die gravitative Blauverschiebung nicht mehr stattfindet, bloß weil man in den Lauf einer Uhr eingreift! Damit greift man doch nicht in den Verlauf der Zeit ein! Den Einfluss der "Raumzeit" könnte man auf so einfache Art nicht einfach aushebeln, aber man kann es und das zeigt, dass man eine Wirkung mit einer Gegenwirkung aufheben kann. Wirkungen gibt es nur zwischen Objekten - und die Zeit ist kein Objekt! Was man damit kompensiert, ist die Wirkung von Massen zueinander (auch von Atomen!), die wiederum von der Gravitation bestimmt wird. Auch der höhenabhängige Gang von Atomuhren hat daher sicherlich nichts mit einem unterschiedlichen Verlauf der Zeit zu tun.

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon julian apostata » Mo 26. Aug 2013, 09:12

Highway hat geschrieben:...weil sich die auf die Atome wirkende Beschleunigung mit zunehmendem Abstand entsprechend a1/a2=(r+dr)²/r² ändert, könnte ich mir vorstellen.


Ja, klar. Heb eine Uhr um 1 Meter an, so verringert sich die Schwerkraft um den Faktor 0,9999996861. Das allerdings auch nur dann, wenn sich die Schwerkraft so verändert wie Highway berechnet. Bringt man die Uhr nämlich vom Keller hinauf an die frische Luft, dann erhöht sich die Schwerkraft sogar. Trotzdem tickt die Uhr genauso, wie die RT es vorher sagt.

Aber egal: Wie kommt nun Highway konkret ausgehend von 0,9999996861 auf den Wert von 1,09*10^-16 pro angehobenen Meter?

Wie genau gingen die Uhren überhaupt im 18 Jahrhundert?

http://en.wikipedia.org/wiki/John_Harrison

When HMS Deptford reached Jamaica, the watch was 5 seconds slow


Von England nach Jamaica in 100 Tagen schätz ich mal, das wäre eine Ganggenauigkeit von etwa 6*10^-7.

Wie konnte man diesen Effekt bei einer derartigen Ungenauigkeit nachweisen?

Die Sache wird immer kurioser. Man gibt sich schon längst nicht mehr damit zufrieden, der SRT Falschaussagen zu unterstellen wie hier.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=547&start=20#p57001

Nein, jetzt wird auch noch munter die klassische Physik gefälscht! So wie hier beispielsweise.


http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=547&start=140#p61252

Highway hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:...
Also, erst mal komm ich bei einer Höhe von 20100 km auf einen Wert von
wurzel[(3,988*10^14m³/s²)/(26471000m)]=3881m/s
...

Weil du die Erddrehung nicht mit berücksichtigst! :roll:

Sonst würdest du auf ca. 6000 m/s kommen.



http://de.wikipedia.org/wiki/Satellitenorbit#Umlaufzeit

Bild

Bild

Statt a kann man r einsetzen wenn die Bahn kreisförmig ist.
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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 09:35

Lübecker hat wieder viel geschrieben...Er hat zwar nicht verraten, wann er in der Nähe eines Neutronensterns oder eines Schwarze Lochs war, aber er weiß offenbar, wie sich vorbeikommendes Licht nahe dieser großen Massen verändert (Blauverschiebung).
Und daher eine ganz einfache Frage:
In Kenntnis des Umstandes, dass Uhren im Orbit eines GPS-Satelliten schneller laufen hat man eine etwas langsamer laufende Uhr hinaufgeschickt, die nun aufgrund des Effektes schneller läuft und daher die zuvor herabverstimmte Signalfreqenz nun mit den gewünschten 10,23 MHz abschickt. Genau so kommt das Signal auf dem Erdboden an. Wo bleibt die gravitative Blauverschiebung?

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Beitragvon rmw » Mo 26. Aug 2013, 09:53

Lübecker hat geschrieben:für jeden Beobachter ist die Lichtgeschwindigkeit lokal konstant, es wurde nie was anderes gemessen.

Ich denke du weißt ganz genau dass die Lichtgeschwindigkeit von einer anderen Quelle noch nirgendwo gemessen wurde. Wenn man eine Messung nicht durchführt dann hat man auch noch nichts anderes gemessen.
Und ich mute dir glatt zu dass du den Vergleich der Geschwindigkeit auf zwei Wegen wie beim Michelson Versuch von einer Geschwindigkeitsmessung zu unterscheiden vermagst.

Lübecker hat geschrieben:Es mag wenig Freude bringen, aber die Dinge hier sind eindeutig definiert,

Gegen eindeutuge Definitionen hat hier niemand etwas. Nach der RT sieht jeder Beobachter etwas anderes und da ist die RT nach deiner Aussage nicht Physik, womit ich dir gerne recht gebe.
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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 10:15

Lübecker hat geschrieben:In der Physik gibt es nämlich nicht blaues Licht das in Wahrheit rot ist und nur blau aussieht wegen einem Messeffekt

Natürlich gibt es das! Das Licht einer rotleuchtenden Taschenlampe wird bei Annäherung der Lampe oder Beobachter blau. Das nennt man den Doppler-Effekt. Das Licht der Lampe ist aber in Wahrheit rot - oder sollte man beim Verkäufer der Lampe nun reklamieren, weil man keine blaue Lampe wollte? Und natürlich ist das ein Messeffekt aufgrund der Bewegung der Lampe. Da ich weiß, dass das Licht der Lampe in Wahrheit rot ist, kann ich aus dem Doppler-Effekt die Bewegung erkennen und den Effekt wegrechnen.
Sollte bei der gravitativen Blauverschiebung ähnlich sein. Licht, das auf die Erde fällt, sollte Energie gewinnen und dadurch blau werden. Das wird durch das GPS aber widerlegt.

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Ernst » Mo 26. Aug 2013, 11:16

Lübecker hat geschrieben:Und dann geht es hier um Physik und nicht um Pseudophysik der Esoteriker. In dieser ist c eine Konstante, für jeden Beobachter ist die Lichtgeschwindigkeit lokal konstant, es wurde nie was anderes gemessen. Genauso könnte auch behauptet werden, Feen und Kobolde hätten das rote Photon blau angepinselt. Und die Lichtgeschwindigkeit hier so variabel zu machen, ist auch wieder sehr lustig, bei den Kritikern gibt es dann blaues Licht gleich Wellenlänge mit unterschiedlicher Frequenz, ganz großes Kino. Hat aber mit Physik nicht die Bohne zu tun. Noch mal ein Bild mit blauen Licht sehen?

Liegt eher daran, daß du die Bohnen im Kopf hast. Aber gut, ich klär dich auf.
Die menschliche Farbwahrnehmung beruht auf einem Sinn für die Wellenlänge (und nicht etwa der Frequenz :!: ) des Lichtes. Und eventuell kannst du erahnen, daß sich die Wellenlänge mit einer Änderung der Lichtgeschwindigkeit ändert (nicht die Frequenz :!: ). Verändert Licht also infolge einer Geschwindigkeitsänderung seine Wellenlänge (bei gleicher Frequenz), dann wird vom Auge eine veränderte Farbe wahrgenommen. Verringert sich etwa die Wellenlänge bei Lichtdurchgang im Wasser, so wird im Wasser die gesamte farbige Welt ins Blaue verschoben.
Und auf diese Weise wird im Extremfall dein roter Fleck zum blauen Fleck.

Und wenn tatsächlich die berüchtigte Blauverschiebung nachgewiesen würde, dann wäre die nächste Erklärung eine Abhängigkeit der LG von der Gravitation.

Daß die LG konstant gemessen wird, ist auch ein Märchen. Es gibt keine einzige Messung, welche exakt mit anderen übereinstimmt. Die amtliche Definition ist nur ein Mittelwert dieser Messungen.

Da infolge des Kontinuitätsprinzip die Frequenz konstant bleiben muß, kann sich von oben nach unten nur die Wellenlänge ändern. Einzige Ursache dafür kann eine Verringerung der Lichtgeschwindigkeit sein. Daraus wiederum folgert, daß die LG von der Gravitation abhängig ist.
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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 11:26

Lübecker hat geschrieben:In der Physik ist das alles klar und ganz einfach, der Sender wird auf der Erde auf 10,229999995453 Mhz eingestellt und mit der Frequenz sendet er natürlich auch. Denn die Sendefrequenz wird mit einer Uhr (wer hätte es gedacht) am Sender gemessen und im Orbit wird dort jeder Beobachter am Sender 10,229999995453 Mhz messen. Nur die Pseudophysiker kommen nun auf die lustige Idee, den Sender oben mit einer Uhr von unten zu messen. Ist natürlich viel Kappes.

Lübecker schreibt selbst Kappes und merkt es nicht. Der Sender im GPS-Sat IST ja eine Uhr! Mit dieser Uhr vor Ort gemessen, beträgt die Frequenz 10,23 MHz ! Denn die Sekunden im Orbit sind mit den Sekunden am Erdboden synchron! Also beträgt die Frequenz sowohl mit der Uhr im Orbit als auch mit der Uhr am Erdboden gemessen 10,23 MHz! Man kann also ohneweiteres den Sender oben mit der Uhr von unten messen. Die Uhren laufen synchron! Wieso sollte ein Beobachter im Orbit 10,229999995453 Mhz messen? Mit welcher Uhr denn? Er hat ja eine im Satelliten! Und mit der misst er 10,23 MHz! Wenn sich der Beobachter im Orbit selbst eine Uhr bastelt, dann wird sie genau so schnell laufen wie jene, die er vom Erdboden bekommen hat. Angeblich messen Uhren ja den Zeitverlauf. Wieso sollte eine selbst gebastelte Uhr einen anderen Zeitverlauf messen als jene vom Erdboden? Da muss man sich schon mal entscheiden, ob Uhren den Verlauf der Zeit messen können oder ungeachtet dieses Verlaufs ganz beliebig dahin ticken, eben je nachdem man sie konstruiert hat!
Es nützt alles nichts, die Frequenz beträgt mit jeder der beteiligten Uhren gemessen 10,23 Mhz und verändert sich auf dem Weg nach unten nicht! Blauverschiebung samt ART sind in der Tonne!
Lübecker hat geschrieben:Auch falsch, es gewinnt an Energie und das wird durch GPS bestätigt. So schaut es eben aus. Also in der Physik.

Wenn das Licht oben wie unten dieselbe Frequenz hat, wo ist denn die gewonnene Energie hin verschwunden? Das Licht gewinnt eben nicht an Energie, denn dann müsste es am Erdboden ja mit einer höheren Frequenz ankommen. Was ohnehin eine Unmöglichkeit wäre, weil auf dem Weg nach unten aus Zauberhand zusätzliche Wellenzüge hinzu kommen müssten! Kann Lübecker nur Glaubensinhalte gebetsmühlenartig wiederholen, aber nicht logisch denken?

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Mo 26. Aug 2013, 14:53

Harald Maurer hat geschrieben:Lübecker schreibt selbst Kappes und merkt es nicht. Der Sender im GPS-Sat IST ja eine Uhr! Mit dieser Uhr vor Ort gemessen, beträgt die Frequenz 10,23 MHz !


Er wird oben 10,2999x messen.
Jede andere Uhr die oben misst, auch.

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 16:30

julian apostata hat geschrieben:Bringt man die Uhr nämlich vom Keller hinauf an die frische Luft, dann erhöht sich die Schwerkraft sogar. Trotzdem tickt die Uhr genauso, wie die RT es vorher sagt.

Wer sagt das? Bei welchem Experiment wurde das festgestellt? Wie läuft eine Uhr unter der Erdoberfläche? Wird sie schneller oder langsamer?

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