c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Kurt » Fr 12. Jul 2013, 23:15

fallili hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Dann wollen wir mal ruhen lassen.
Unsere Erde befindet sich in einem grossem Void, ganz allein und zur Hintergrundstrahlung ruhend.
Die Rakete zeigt von der Erde weg und ist unbewegt in Bezug zur Erde, also auch zur HS ruhend.

Es wird die Lichtlaufdauer von hinten nach vorne und von vorne nach hinten getestet, die Uhren, sie gehen ja synchron, zeigen eine Signallaufdauer von einer Sekunde an.
Und zwar in beide Richtungen.
Eine Spiegelung dauert also zwei Sekunden, unabhängig der Richtung.

Einverstanden?

Kurt


Ich sehe mal. dass Du mit dem ersten Tag (vor der Übernachtung und vor dem in Bewegung setzen) anfangen möchtest.


Natürlich, was den sonst.
Nachdem wir ja in einem schönem grossen Void sind, zur HS ruhen, machen wird den Uhrentest und stellen fest dass ein gespiegeltes Signal in beide Richtungen, und von beiden Richtungen, gleich lange unterwegs ist, jeweils eine Sekunde.
Das sagt uns:
- die Uhren laufen synchron
- wir ruhen zur HS
- die Strecke ist 300.000 Km lang


fallili hat geschrieben:Was die Spiegelung betrifft bin ich auch mit Deiner Angabe einverstanden - gebe aber schon mal bekannt, das mich NICHT die Spiegelung interessiert, sondern der Zeitpunkt, wann DU die eintreffenden Funksprüche (den von mir weitergeleiteten und der "Originalspruch") am nächsten Tag, wenn wir mit 0,5 c unterwegs sind, registrierst.


Wir haben ja synchron gehende Uhren die auch bei Bewegung weiterhin synchron laufen, also können wir uns auf ihre Aussagen verlassen.

Zuerst prüfen Kurt und ich ob die Uhren noch funktionieren und synchron sind.
Dazu sende ich eine Funksignal zu einer bestimmten Zeit, Kurt soll mir zurückfunken wann das Signal angekommen ist.

Ich sende um exakt 20:00:00 ein "Piep". Kurt sendet mir zurück, das er dieses "Piep" um 20:00:01 empfangen hat.


Du hast die Quittung um 20:00:02 empfangen.

fallili hat geschrieben:Das Einbeziehen von Spiegelungen und dann über diese Spiegelung irgendwie festzustellen, dass ein hin und rücklaufendes Signal möglicherweise gleich lang braucht, kann ich Dir daher einstweilen nicht zugestehen.
Das ist NICHT die Frage.

Nur als Beispiel (nicht mit den richtigen Zahlen versehen):
Eine Antwort wie - "das Licht braucht nach vorne 1,5 Sekunden und zurück 0,5 Sekunden, sind also auch 2 Sekunden" - reicht mir NICHT als Antwort.


Hm, könntest du auch sagen warum dir das nicht reicht.
Es sind ja noch die Uhren vorhanden die die jeweilige Ankunftszeit festhalten.

Reicht es dir wenn ich schreibe:
um 20:00:00 wurde hinten ein Signal gesendet, um 20:00:01,5 ist es vorne angekommen,
wurde gespiegelt und kam um 20:00:02 hinten wieder an?

Also 1,5 sec für den Weg nach vorne, 0,5 sec für den Rückweg, insgesamt war das Signal 2 sec unterwegs.


Kurt
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Harald Maurer » Fr 12. Jul 2013, 23:49

fallili hat geschrieben:Eine von "meiner" Funkstation ausgesendete Welle überholt eine von der Erde ausgesendete Welle?

Licht kann Licht nicht überholen. Auch in der Äthertheorie nicht. Soll das also eine Feststellung sein, oder eine Frage?
Das ist doch kompletter Nonsens. Wenn Du um 9:00:00 Uhr einen Funkspruch erhälst, dann kommt der bei Kurt, der 1 LS weiter entfernt ist, um 9:00:01 s an! Ob Du den Funkspruch nun (ohne Zeitverzögerung) weiterleitest, oder ob der gleich durchläuft, ist völlig egal. Lt. Postulat ist das Licht im Raumschiff konstant, und wo und wann in welcher Entfernung der Funkspruch von der Erde abgesendet wurde, ist irrelevant. Er kommt jedenfalls um 9:00:00 Uhr bei Dir an und bei Kurt um 9:00:01 Uhr.
In der Äthertheorie verhält sich das anders. Denn hier bewegt sich das Licht konstant zum Äther. Da hat das Licht im Raumschiff, das sich mit 0,5 s von der Funkstation weg bewegt, eben c-v (+/- v_äther). Und man könnte das natürlich an den veränderten Ankunftszeiten nachweisen. Praktisch ist's halt schwer möglich, in Raumschiffen von 1 LS Länge zu experimentieren.
Macht man's auf der Erde, wird man feststellen, dass das Licht nicht konstant ist, sondern richtungsabhängig. Was dann?

Grüße
Harald Maurer
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Kurt » Fr 12. Jul 2013, 23:55

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Eine von "meiner" Funkstation ausgesendete Welle überholt eine von der Erde ausgesendete Welle?

Licht kann Licht nicht überholen. Auch in der Äthertheorie nicht.


Licht kann Licht überholen, selbstverständlich!

Ihm ist es egal welche Theorie wir verwenden.
Und wenns die bisherigen Theorien nicht verstanden haben die Natur zu erkennen dann muss halt eine neue her.

Kurt
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Ralf Maeder » Sa 13. Jul 2013, 00:29

Kurt, ich sehe schon, du willst auf irgendetwas mit der HS hinaus. Und du sagst "zunaechst ruhen wir gegenueber der HS". Nun ist das alleine schon eine ziemlich schwierige Angelegenheit, so koennte ich mir vorstellen. Zum einen ist die HS ziemlich aufwendig zu messen, zum anderen wie stellst du fest, ob du ihr gegenueber ruhst? Und falls du ihr gegenueber ruhst, wirst du gegenueber irgendetwas anderem ruhen, sprich Planet, Sonnensystem, Galaxie etc.? Ich nehme ja nun mal an, dass wir im Universum nicht besonders festgenagelt sind im Vergleich zur HS, oder? In diesem Zusammenhang denke ich da auch an die Gedanken, die Jondalar aufgebracht hatte, als er meinte, dass die einzelnen Bewegungen der Planeten, Sonnensysteme usw. von groesserer Skala ausgegsehen sehr komplexe Muster verfolgen. Also im Endeffekt ruht gar nichts im Vergleich zur HS ausser die HS selbst!

Gruss Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Maeder am Sa 13. Jul 2013, 00:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 13. Jul 2013, 00:30

Kurt hat geschrieben:Licht kann Licht überholen, selbstverständlich!

Nur im Universum von Kurt und nicht in unserem Universum!

Grüße
Harald Maurer
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Kurt » Sa 13. Jul 2013, 00:32

Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Licht kann Licht überholen, selbstverständlich!

Nur im Universum von Kurt und nicht in unserem Universum!

Grüße
Harald Maurer


Ich zeigs dir nachher, ist ganz einfach.

Kurt
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 13. Jul 2013, 00:38

Ralf Maeder hat geschrieben:Also im Endeffekt ruht gar nichts im Vergleich zur HS!

Unser Planetensystem bewegt sich mit 370 km/s in Richtung zum Sternbild Löwe, wie man an der Rot- Blauverschiebung der Hintergrundstrahlung gemessen hat. Man muss sich also mit 370 km/s in die Gegenrichtung bewegen, sodass dieser Doppler-Effekt verschwindet. Dann ruht man nicht nur in Bezug zur HS sondern ruht auch im gleichen Bezugssystem, in dem die HG ruht. Und das ist das Universum selbst.

Grüße
Harald Maurer
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Ralf Maeder » Sa 13. Jul 2013, 00:42

Harald Maurer hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:Also im Endeffekt ruht gar nichts im Vergleich zur HS!

Unser Planetensystem bewegt sich mit 370 km/s in Richtung zum Sternbild Löwe, wie man an der Rot- Blauverschiebung der Hintergrundstrahlung gemessen hat. Man muss sich also mit 370 km/s in die Gegenrichtung bewegen, sodass dieser Doppler-Effekt verschwindet. Dann ruht man nicht nur in Bezug zur HS sondern ruht auch im gleichen Bezugssystem, in dem die HG ruht. Und das ist das Universum selbst.

Grüße
Harald Maurer

Danke Harald. Interessant wenn das die einzige auszugleichende Bewegung sein sollte. Gibt es da keine komplizierten Rotationen, die ausgeglichen werden muessen, um eine absolute Ruhe herzustellen? Und man muesste auch bedenken, dass die HS sich mit dem Universum expandiert, also auch diesen Punkt sollte man beachten, oder?

Gruss Ralf.
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Kurt » Sa 13. Jul 2013, 00:43

Ralf Maeder hat geschrieben:Kurt, ich sehe schon, du willst auf irgendetwas mit der HS hinaus. Und du sagst "zunaechst ruhen wir gegenueber der HS". Nun ist das alleine schon eine ziemlich schwierige Angelegenheit, so koennte ich mir vorstellen. Zum einen ist die HS ziemlich aufwendig zu messen,


Zu messen ist das leicht, Doppler machts.

Ralf Maeder hat geschrieben:Und falls du ihr gegenueber ruhst, wirst du gegenueber irgendetwas anderem ruhen, sprich Planet, Sonnensystem, Galaxie etc.?


Um das zu ersparen habe ich einen Void gesetzt, in diesem ist die HS selbstverständlich homogen -ruhend-.

Die HS ist selbstverständlich kein Absolutbezug im Universum, sowas gibt's nicht.
Sie zeigt den localen Lichtleitbezug, mehr kann sie nicht!

Wenn ich hier festlege dass die Erde und die Rakete gegen den LLbez ruhen dann ist dieser natürlich so grossflächig homogen dass alles -reinpasst-.


Kurt
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Re: c invariant? Ganz einfaches Beispiel!

Beitragvon Ralf Maeder » Sa 13. Jul 2013, 00:47

Kurt hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:Kurt, ich sehe schon, du willst auf irgendetwas mit der HS hinaus. Und du sagst "zunaechst ruhen wir gegenueber der HS". Nun ist das alleine schon eine ziemlich schwierige Angelegenheit, so koennte ich mir vorstellen. Zum einen ist die HS ziemlich aufwendig zu messen,


Zu messen ist das leicht, Doppler machts.

Ralf Maeder hat geschrieben:Und falls du ihr gegenueber ruhst, wirst du gegenueber irgendetwas anderem ruhen, sprich Planet, Sonnensystem, Galaxie etc.?


Um das zu ersparen habe ich einen Void gesetzt, in diesem ist die HS selbstverständlich homogen -ruhend-.

Die HS ist selbstverständlich kein Absolutbezug im Universum, sowas gibt's nicht.
Sie zeigt den localen Lichtleitbezug, mehr kann sie nicht!

Wenn ich hier festlege dass die Erde und die Rakete gegen den LLbez ruhen dann ist dieser natürlich so grossflächig homogen dass alles -reinpasst-.


Kurt

OK, einverstanden, wir reden also von einer imaginaeren, homogenen, ruhenden HS zur Ausgangslage des Experimentes.

Gruss Ralf.
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