Streibig-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Streibig-Transformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 10. Jan 2012, 16:33

Ernst hat geschrieben:Zudem hat Harald gebeten, im Falle einer Weiterführung des Themas, in welchem sich einige einschließlich Deinem Chief so unsäglich blamiert haben, einen neuen Thread zu eröffnen.
Daß Du dem nicht nachkommst und diesen Thread mißbrauchst, ist unhöflich gegen den Moderator.

Hannes hat wahrscheinlich nicht entdeckt, wie man ein neues Thema anlegt.
Hannes, wenn irgendein Forum (Zuerst Foren-Übersicht anklicken, dann das Forum, in welchem das Thema stehen soll) angewählt ist, sieht man ganz links unten einen Button, auf dem steht "Neues Thema*". Einfach anklicken und es öffnet sich ein neues Eingabefeld. Gib dem Thema einen Namen und schreibe Deinen Beitrag.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Di 10. Jan 2012, 18:39

Chief hat geschrieben:
(a)x=x‘*k+v*t
(b)x‘=x*k-v*t‘

Apostata hat nur 2 Gleichungen und 5 Unbekannte (x, x', t, t', k). Das bedeutet, dieses Gleichungssystem ist nicht lösbar.

q.e.d.


Wenn dir in deinem System dein Standort klar ist, du also meinetwegen x und y kennst, dann macht das zunächst mal 2 Gleichungen mit 3 Unbekannten.

Für den SRT-Kritiker sind es gar nur 2 Unbekannte, für den ist k sowieso von vorn herein gleich 1, weil er jegliche Längenkontraktion ausschließt.
Für den Relativisten ist es ein wenig komplizierter, er muss k so wählen, dass in beiden Systemen c konstant ist und das geht nur bei k=wurzel(1-v²/c²)

Wie man ein solch geeignetes k findet ist recht einfach.

http://www.windhauchworld.de/index.php?id=59

Hat man die LT, so kann man daraus ermitteln:

1.relativistische Geschwindigkeitsaddition.
2.relativistische Geschwindigkeitsverdopplung
3.relativistische Geschwindigkeitshalbierung

Mit Hilfe von (2) und (3) leitet sich nun das relativistische Impulserhaltungsgesetz ab, mit dessen Hilfe man die Vorgänge im Teilchenbeschleuniger erklären kann. Anhänger von k=1 können das nicht.

Da hier Latex nicht funktioniert, weise ich also lieber auf meine Homepage hin, da hat man es übersichtlicher.

Die Anregung, die relativistische Impulserhaltung über den unelastischen Zusammenstoß zweier identischer Massen abzuleiten, hab ich mir übrigens bei Max Born geholt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Relativit%C3%A4tstheorie_Einsteins_(Max_Born)
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Mi 11. Jan 2012, 16:07

Chief hat geschrieben:
Ich würde eher davon ausgehen, dass laut Bild gilt:

(vt)²+(c²-v²)t²=(ct)² ==>t=t

MfG


Das würde allerdings bedeuten, dass für den Tisch die Lichtgeschwindigkeit=c ist und für den Stab = c*Wurzel(1-v²/c²). Messungen haben allerdings ergeben, dass dem niemals so sein kann!

Aber gut, dass du dieses Bild aufgegriffen hast, denn es zeigt schon 2 wichtige Aspekte der LT, nämlich Längenkontraktion und Zeitdilatation.

Ulkigerweise kriegst du dasselbe Ergebnis gänzlich ohne Geometrie, nämlich hiermit.

Bild

Und dann, wenn du weiter schaust, liefert die Lorentztransformation auch noch:

Bild

Bild

Bild

So, und jetzt “halbier” mal 0,4*c. Das macht dann ca 0,2087*c

So, und jetzt “halbier” mal 0,999*c. Das macht dann ca 0,9562*c

Das heißt, wenn nach LT ein Teilchen mit 0,999*c auf ein identisches Teilchen trifft, dann verhält es sich in etwa so, als ob ein Auto auf eine Mücke trifft und durch seinen viel größeren Impuls kaum an Geschwindigkeit verliert.

Im Teilchenbeschleuniger wandelt sich nun dieser Wahnsinnsimpuls in weitere Teilchenmassen, die viel größer sind, als die Ausgangsmassen.

All das kann man ganz einfach über ein konstantes c erklären, über ein variables c niemals (es sei denn, du überzeugst mich vom Gegenteil).
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon Harald Maurer » Mi 11. Jan 2012, 16:44

julian apostata hat geschrieben:Das würde allerdings bedeuten, dass für den Tisch die Lichtgeschwindigkeit=c ist und für den Stab = c*Wurzel(1-v²/c²). Messungen haben allerdings ergeben, dass dem niemals so sein kann!

Welche Messungen haben das ergeben? Das interessiert mich sehr! Bitte um diesbezügliche Links oder Literaturangaben! Habe noch nie etwas davon gehört, dass man von einem bewegten Stab aus die LG gemessen hätte. Wie heißen die Genies, die das zuwege gebracht haben?

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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Do 12. Jan 2012, 17:01

Harald Maurer hat geschrieben:Bitte um diesbezügliche Links oder Literaturangaben! Habe noch nie etwas davon gehört, dass man von einem bewegten Stab aus die LG gemessen hätte.


Das hab ich auch nie behauptet. Aber es gibt jede Menge anderer Tests, die auf ein konstantes c schließen lassen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tests_der_speziellen_Relativit%C3%A4tstheorie

Chief hat geschrieben:Das ist genau, was ich nicht akzeptieren kann. Durch Änderung von Maßstäben ändert sich die Physik nicht. Also, die Zeiten und Längen müssen gleich sein.


Na, dann wirst du mir natürlich auch folgendes Bildchen niemals abkaufen.

Bild

Zwei Raumschiffe rasen mit 0,6*c in Richtung Erde. Zwei davon stoßen auf Erdhöhe unelastisch zusammen. Eines von den Dreien darf ungestört weiter ziehen.

Aus dessen Sicht ruht zunächst mal das benachbarte Raumschiff, während die Erde mit u=0,6*c entgegen kommt und das linke Raumschiff mit einer relativistisch verdoppelten Geschwindigkeit von v=(15/17)*c daher kommt.

Beide identischen Raumschiffe haben eine (Ruhe)masse von 800T. Das Impulserhaltungsgesetz funktioniert hier aber nur, wenn wir dem stoßenden Raumschiff eine Impulsmasse von…

800T/Wurzel(1-15²/17²)=1700T

…zubilligen. Dann gilt(Impuls vor Stoß=Impuls nach Stoß)

1700T*(15/17)*c=2500T*0,6*c=1500T*c

Und wie kommt nach dem Stoß eine Impulsmasse von 2500 T zusammen?

Ganz einfach, weil wir jetzt eine Ruhe(masse) von 2000T haben.
Und 2000T/Wurzel(1-0,6²)=2500T

Aus zunächst 1600 T Ruhe(masse) sind durch den Stoß 2000T Ruhe(masse) geworden. Kinetische Energie hat sich in Masse verwandelt.

Und genau das passiert in Cern, wenn Protonen aufeinanderknallen.

Also Chef, wie erklärst du dir diese Phänomene über ein variables c und gleichbleibende Längen und Zeiten?

@Harald Maurer noch mal. Cern kannst du ebenfalls in die Reihe der von dir geforderten Tests aufnehmen.
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Do 12. Jan 2012, 21:16

Chief hat geschrieben:Z.B. hier ist eine Animation die beweisen sollte, dass die "Lichtuhr" SRT untauglich ist. Wie ist Deine Meinung dazu?

:?: :?: :?:
Ich habe nicht die geringste Ahnung, worauf der Autor dieser Website hinaus will. Der Winkel hängt von der Geschwindigkeit der Lichtuhr ab und beträgt arccos(v/c), also in meinem Beispiel ca.36.87°.

Jetzt noch mal zu meinem Beispiel mit den unelastisch zusammenstoßenden Raketen. Jede davon habe die Masse m

Da beträgt der Impuls nach dem Stoß

[2*m/wurzel(1-0,6²)]*0,6*c/wurzel(1-0,6²)=2,5*m*0,6*c/wurzel(1-0,6²)=1,875*m*c

Das Rote dabei ist die vergrösserte Masse, die beim Zusammenprall entsteht. Die wird in Cern gewünscht!

Wie ist es in deinem Weltbild? Wie schaut da die Impulserhaltung aus? Ich komme in der Galileotransformation lediglich auf einen Impuls von 1,2*m*c ohne Massenzuwachs. Warum sollte da ein Zusammenprall für Cern interessant sein? Warum antwortest du mit Gegenfragen, anstatt mal dein Weltbild konkret zu erklären?
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Fr 13. Jan 2012, 04:50

Chief hat geschrieben:Die Frage ist, relativ zu was bewegt sich die Uhr.


Worauf willst du hinaus? Die Uhr bewegt sich relativ zum Beobachter. Der Beobachter bewegt sich relativ zur Uhr.

Chief hat geschrieben:Laut SRT müssen Photonen für jeden bewegten Beobachter einen anderen Winkel haben auch dann wenn die Uhr ruht.


Julian Apostata hat geschrieben:Der Winkel hängt von der Geschwindigkeit der Lichtuhr ab und beträgt arccos(v/c), also in meinem Beispiel ca.36.87°.


Tut mir leid, mehr als mich wiederholen kann ich nicht, wenn du deine Einwände nicht konkreter formulierst.

Chief hat geschrieben:In meinem Weltbild ist der Impuls als p=mv definiert…Elektrisch geladene Teilchen haben wegen Dopplereffekt eine geschwindigkeitsabhängige Masse.


Gut, jetzt kommen wir der Sache näher. Auch in der SRT gibt es die Möglichkeit p=M*v beizubehalten, wenn man sagt: M=m/wurzel(1-v²/c²) (M=relativistische Masse)

Welcher Dopplereffekt sorgt nun inwiefern dafür, dass sich in Cern genau die Kräfte einstellen, dass man Protonen bis 0,999999991*c beschleunigen kann und bei 0,999999992*c endgültig Feierabend ist?

Mit anderen Worten: 30 cm pro Sekunde mehr und die kleinen Biester lassen sich nicht mehr beherrschen!
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Fr 13. Jan 2012, 20:56

Chief hat geschrieben:Oder noch einfacher - dieses "Problem" kannst Du selbst lösen wenn Dir bewusst wird, dass das elektromagnetische Feld die Protonen nicht einholen kann wenn sie sich nahe der LG bewegen.


Das Problem, das du nicht lösen kannst, soll ich jetzt für dich enträtseln, oder was?

Und das, obwohl ich schon eine simple Lösung präsentiert habe!

Stell dir vor, es wäre umgekehrt. Du würdest mir eine kritische Frage zur SRT und LT stellen und mein einziger Kommentar wäre.

“Lös dir dein Problem doch selber!”
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon julian apostata » Sa 14. Jan 2012, 20:56

Chief hat geschrieben:Kennst du wenigstens die Antwort auf die Frage "wie schnell sich das elektromagnetische Feld ausbreitet"? Wenn nicht dann können wir die Diskussion als beendet betrachten.


Mit c natürlich, genauso wie sich die elektromagnetische Welle mit c fortpflanzt. Was soll jetzt diese ausweichende Gegenfrage schon wieder? Erklär uns mal lieber, wie du den Massenzuwachs beim Aufprall und relativistischen Impuls siehst.

Und wenn wir schon bei elektromagnetischen Wellen sind, so zeigt uns die LT auch, wie der relativistische Dopplereffekt funktioniert.
Wir nehmen an wir haben eine EM (siehe 1.Bild)

In K
Der Anfang der Welle liegt bei x=0 t=0
Das Ende der Welle liegt bei x=0,6 t=0


In K’
Der Anfang der Welle liegt bei x’=0 und t’=0
Das Ende der Welle liegt bei x’=1 und t’=-0,8

0,8 Sekunden später liegt das Ende der Welle bei x’=1,8 und t’=0
Ist dort also 3-mal so lang wie in K

Bild

Ganz allgemein kann man sagen: w/w’=wurzel[(c+v)(c-v)]
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Re: Streibig-Transformation

Beitragvon Harald Maurer » Sa 14. Jan 2012, 21:47

julian apostata hat geschrieben:Die Uhr bewegt sich relativ zum Beobachter. Der Beobachter bewegt sich relativ zur Uhr.

Wenn sich mehrere Beobachter mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten an der Uhr vorbeibewegen, wobei ihre Routen gerade so sind, dass sie alle im gleichen Moment an der Uhr vorbeikommen und sie ablesen, müsste die Uhr je nach unterschiedlicher Relativgeschwindigkeit der Beobachter gleichzeitig unterschiedliche Zeiten anzeigen. Wie macht das die Uhr?

Grüße
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