Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 25. Okt 2011, 17:50

Hier noch einmal die sonderbare Stellungnahme des Fachverbands Gravitationsphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft anläßlich der Bitte um Prüfung des Experiments Hafele-Keating:

06.08.2008 - Antwort von Prof. Dr. Gerd Litfin: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2008/ ... lekeating/

Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

anbei schicken wir Ihnen hiermit (mit Verzögerung bedingt durch Sitzungs- und Urlaubszeiten) die Antwort des zuständigen Fachverbandes.

Dieser kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie. Zweitens wurden sie immer wieder mit wachsender Genauigkeit bestätigt. Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten. Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: Die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie ist in tausenden von Hochpräzisions-Experimenten immer besser bestätigt worden. Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde. Es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben.

Es wäre in der Tat hoch interessant zu erfahren, wie Ekkehard Friebe und G.O. Mueller vergeblich darum gebeten haben, welche Mitglieder des Fachverbandes Gravitationsphysik in diesem (nicht mitgelieferten) Prüfungsbericht noch 2008 der Auffassung waren, „es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben“.

Inzwischen wurde nämlich von hochqualifizierten Wissenschaftlern des CERN und auch von allen etablierten Medien bekannt gegeben, dass es sehr wohl Zweifel an der Gültigkeit der Theorie geben darf – wie die Kritiker übrigens es seit 100 Jahren sagen. Zweifel und Hinterfragung dieser Theorie sind ja auf einmal salonsfähig und "politically correct" über Nacht geworden.


Es wäre für die Öffentichkeit legitim und äußerst interessant nach der überraschenden Entwicklung der CERN-Forschung zu erfahren, welche Wissenschaftler bei der DPG noch 2008 der Meinung waren, dass die Theorie über alle Zweifel erhaben ist, oder? Oder trauen sich diese Wissenschaftler heute wie damals nicht, ihre eigenen Auffassungen unter ihren eigenen Namen zu schreiben, zu begründen und zu verantworten?

Wo bleibt also dieser Prüfungsbericht des Fachverbandes Gravitationsphysik?
Wie viele und welche Mitglieder waren beteiligt?
Warum wurde der Bericht 2008 mit der Antwort nicht mitgeliefert?
Warum hat Prof. Dr. Wolfgang Sandner bei der 2. Anfrage 2010 nicht einfach den Bericht aus dem Jahr 2008 seines Gravitationsverbands ausgegraben und als Beantwortung der Anfrage geschickt? Die Prüfung der Anfrage hatte nun mal angeblich schon einmal stattgefunden.

Die Grundlagenforschung in der Physik kostet den Steuerzahlern Jahr für Jahr öffentliche Gelder in Milliardenhöhe. Die Steuerzahler haben also sehr wohl einen Anspruch darauf zu erfahren, welche führende Wissenschaftler und Entscheidungsträger noch 2008
(und vielleicht heute noch?) die Auffassung vertreten, dass es „nicht den leisesten Zweifel gibt“, dass die Ergebnisse der Relativitätstheorie falsch sein könnten. Halten dann die Wissenschaftler, die diese Auffassung vertreten, etwa die Mitarbeiter des CERN auch für „cranks“?

Wo bleibt also der von Präsidenten der DPG zitierte Prüfungsbericht des Gravitationsverbandes, der zwischen Mai und August 2008 („mit Verzögerung bedingt durch Sitzungs- und Urlaubszeiten“) auf diese klare Festellung gekommen ist?. Haben die Unterzeichner heute ihre Meinung darüber revidiert, dass es doch Zweifel an der Relativitätstheorie geben darf, oder bestehen sie immer noch darauf, dass es nicht den leiseste Zweifel geben kann? Ich glaube schon, dass die DPG zur Weitergabe dieses Berichts verpflichtet ist: Das öffentliche Bildung- und Forschungssystem ist keine private Veranstaltung. Oder doch?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Mirko » Mi 26. Okt 2011, 09:03

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Inzwischen wurde nämlich von hochqualifizierten Wissenschaftlern des CERN und auch von allen etablierten Medien bekannt gegeben, dass es sehr wohl Zweifel an der Gültigkeit der Theorie geben darf – wie die Kritiker übrigens es seit 100 Jahren sagen. Zweifel und Hinterfragung dieser Theorie sind ja auf einmal salonsfähig und"politically correct"über Nacht geworden.


Dann ist dir bestimmt aufgefallen, dass die "hochqualifizierten Wissenschaftlern des CERN" ein Experiment mit einer Genauigkeit durchgeführt haben, die es nach deinen bisherigen Behauptungen gar nicht geben kann. Btw.: wieso akzeptierst du eigentlich, dass man die Geschwindigkeit irgendwelche Neutrinos, die man nicht sehen kann, die durch Felsen flitzen, messen kann?


Jocelyne Lopez hat geschrieben: Es wäre für die Öffentichkeit legitim und äußerst interessant nach der überraschenden Entwicklung der CERN-Forschung zu erfahren, welche Wissenschaftler bei der DPG noch 2008 der Meinung waren, dass die Theorie über alle Zweifel erhaben ist, oder? Oder trauen sich diese Wissenschaftler heute wie damals nicht, ihre eigenen Auffassungen unter ihren eigenen Namen zu schreiben, zu begründen und zu verantworten?


Du hast es doch selbst zitiert: Messgenauigkeit 2008. Es gab bereits 2007 ein ähnliches Ergebnis, nur war da die Messungenauigkeit sehr viel größer, so dass das Ergebnis nicht eindeutig war. Auch das aktuelle Experiment ist noch nicht endgültig ausgewertet.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die Grundlagenforschung in der Physik kostet den Steuerzahlern Jahr für Jahr öffentliche Gelder in Milliardenhöhe. Die Steuerzahler haben also sehr wohl einen Anspruch darauf zu erfahren, welche führende Wissenschaftler und Entscheidungsträger noch 2008
(und vielleicht heute noch?) die Auffassung vertreten,...


Die DPG ist ein eingetragener Verein. Finanziert sich u.a. über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Unkostenbeiträge für Vorträge. Jedenfalls keine Steuergelder in Milliardenhöhe.

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Halten dann die Wissenschaftler, die diese Auffassung vertreten, etwa die Mitarbeiter des CERN auch für „cranks“?


Kaum, die arbeiten ja schließlich wissenschaftlich.


Jocelyne Lopez hat geschrieben: : Das öffentliche Bildung- und Forschungssystem ist keine private Veranstaltung. Oder doch?


Oder doch. Die DPG ist jedenfalls keine staatliche Einrichtung.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 26. Okt 2011, 12:05

Mirko hat geschrieben:
Du hast es doch selbst zitiert: Messgenauigkeit 2008.

Moment, nich alles durcheinander bringen... :| Wir sprechen hier erst einmal vom Experiment Hafele-Keating von 1972, das angeblich die Relativitätstheorie bestätigt hat. Dazu sagt der Präsident der DPG Prof. Dr. Gerd Litfin, der die Prüfung einer Anfrage vom seinem Fachverband Gravitationsphysik zwischen April und August 2008 vorgenommen lassen hat:

Antwort Prof. Dr. Gerd Litfin – 06.08.2008:

Dieser [der Fachverband Gravitationsphysik] kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie.

Es ist aber nachgewiesen, und sogar von den beiden Experimentatoren Hafele und Keating selbst nachträglich zugegeben, dass sich im Gegenteil das Verhalten der Uhren nicht in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus SRT und ART befand, sondern dass die Experimentatore zwei Uhren manuell nachgestellt haben, damit sie sich in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus der SRT befinden konnten!

Der Fachverband deckt also einen unzulässigen künstlichen Eingriff der Experimentatore auf das Verhalten der Uhren, damit sich die Uhren in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus der SRT befinden können. Dieser künstliche Eingriff ist eine Datenmanipulation, also ein Betrug, und der Fachverband der DPG deckt diesen Betrug indem er die falsche Auskunft erteilt: „die Ergebnisse von Hafele/Keating […] befinden sich in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus der SRT“.

Das Experiment ist ein glatter Fall von Betrug sowie ein glatter Fall von Deckung eines Betruges durch die DPG.

Mirko hat geschrieben:
Die DPG ist ein eingetragener Verein. Finanziert sich u.a. über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Unkostenbeiträge für Vorträge. Jedenfalls keine Steuergelder in Milliardenhöhe.

Ganz wichtig vorab: Du musst zur Untersuchung dieses Sachverhaltes Dir die Sache aus der Perspektive der Steuerzahler angucken, und nicht aus der Perspektive der Betrüger oder der Komplizen der Betrüger.

Aus der Perspektive der Steuerzahler ist die Konstellation folgende:

    1. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert Jahr für Jahr Steuergelder in Milliardenhöhe für die Grundlagenforschung und für die Lehre aus der Grundlagenforschung.

    2. Das Bundesministerium lässt mit dem Geld der Steuerzahler im öffentlichen Bildungssystem eine Theorie als bestätigt durch ein Experiment lehren, wobei jedoch die Ergebnisse dieses Experiments auf einem nachgewiesenen Betrug basieren und sich im Gegenteil nicht in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus dieser Theorie befinden.

    3. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Steuerzahler werden dadurch betrogen und irregeführt, wobei sie über diesen Betrug in Kenntnis gesetzt wurden.

    4. Das Bundesministerium fühlt sich nicht zuständig zur Klärung von wissenschaftlichen Streitigkeiten und verwies 2007 im Rahmen der Relativitätstheorie auf „Fachleute und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen", siehe hier:

    Mai 2007 - Bundesministerin für Bildung und Forschung:

    Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm.


    5. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft ist eindeutig eine „entsprechende wissenschaftliche Institution“ zur Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung.

    6. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat 2008 durch seinen damaligen Präsidenten Prof. Dr. Gerd Litfin eine falsche Auskunft bei einer Anfrage über das Experiment Hafele/Keating erteilt, indem sie ausgesagt hat, dass die Ergebnisse dieses Experiments in Übereinstimmung mit den Vorhersagen der SRT seien, wobei diese Übereinstimmung erst dann vorhanden war, nachdem die Uhren entsprechend manuell „korrigiert“ wurden.

    7. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat 2008 auch nicht den Prüfungsbericht seines Fachverbandes vorgelegt, so dass weder das Bundesministerium für Bildung und Forschung noch die Öffentlichkeit erfahren können, welche '"Fachleute" diese Prüfung vorgenommen und diese falsche Auskunft erteilt haben.

    8. Eine erneute Anfrage 2010 an den gegenwärtigen Präsidenten, Prof. Dr. Wolfgang Sandner, wird ignoriert.

So, jetzt solltest Du Dir überlegen, was der Steuerzahler machen sollte, damit dieser Betrug offiziell aufgedeckt wird, damit die Öffentlichkeit über das Vorhandensein eines Betruges offiziell informiert wird, und damit die Lehre im öffentlichen Bildungssystem entsprechend berichtigt wird.

Was ist Deiner Meinung nach im Interesse der Allgemeinheit und der Steuerzahler in diesem Fall zu tun? Oder bist Du der Meinung, dass Betrügereien in der Wissenschaft nicht aufgedeckt werden sollten und dass sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Steuerzahler und die Öffentlichkeit ruhig irreführen und betrügen lassen sollten, damit die Betrüger und ihre Komplizen ihre Ruhe haben und weiter von den Betrügereien großzügig mit öffentlichen Geldern leben dürfen?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon M.S » Mi 26. Okt 2011, 16:24

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Der Fachverband deckt also einen unzulässigen künstlichen Eingriff der Experimentatore auf das Verhalten der Uhren, damit sich die Uhren in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus der SRT befinden können. Dieser künstliche Eingriff ist eine Datenmanipulation, also ein Betrug, und der Fachverband der DPG deckt diesen Betrug indem er die falsche Auskunft erteilt: „die Ergebnisse von Hafele/Keating […] befinden sich in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus der SRT“.

Das Experiment ist ein glatter Fall von Betrug sowie ein glatter Fall von Deckung eines Betruges durch die DPG.


Der einzige, der hier betrügt, bist du. Dieses Experiment kann man nachlesen und auch über "deine" Argumentation, dass hier Datenmanipulation stattgefunden haben soll (das ist dir aber eh bekannt).

jocelyne lopez hat geschrieben:Ganz wichtig vorab: Du musst zur Untersuchung dieses Sachverhaltes Dir die Sache aus der Perspektive der Steuerzahler angucken, und nicht aus der Perspektive der Betrüger oder der Komplizen der Betrüger.

Jaja, alle beteiligten Stellen sind durchsetzt von einer Mafia bestehend aus Betrügern.
Dein Verschwörungs-/Verfolgungswahn kennt wirklich keine Grenzen.


Aus der Perspektive der Steuerzahler (ja, auch ich gehöre dazu) ist die Konstellation folgende:

Eine dubiose Gruppe von Vertretern einer Verschwörungstheorie bombardiert seit Jahren öffentliche Einrichtungen mit sinnlosen Anfragen.
Ich, als Steuerzahler frage mich, wieso ich die Kosten eurer Anfragen eigentlich mittragen soll.
Das Beste wäre, für solche "Anfragen" Gebühren einzuheben, dann würde dieser Unfug rasch aufhören.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon contravariant » Mi 26. Okt 2011, 18:11

Jocelyne Lopez hat geschrieben:[list]1. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert Jahr für Jahr Steuergelder in Milliardenhöhe für die Grundlagenforschung und für die Lehre aus der Grundlagenforschung.

2. Das Bundesministerium lässt mit dem Geld der Steuerzahler im öffentlichen Bildungssystem eine Theorie als bestätigt durch ein Experiment lehren, wobei jedoch die Ergebnisse dieses Experiments auf einem nachgewiesenen Betrug basieren und sich im Gegenteil nicht in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus dieser Theorie befinden.

3. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Steuerzahler werden dadurch betrogen und irregeführt, wobei sie über diesen Betrug in Kenntnis gesetzt wurden.

4. Das Bundesministerium fühlt sich nicht zuständig zur Klärung von wissenschaftlichen Streitigkeiten und verwies 2007 im Rahmen der Relativitätstheorie auf „Fachleute und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen", siehe hier:

Seit wann genau werden die Universitäten in der BRD eigentlich vom BMBF finanziert? - Ich dachte bisher ja, dass das Ländersache sei. Aber das ist wohl auch nur wieder relativistische Raubmordlügenpropaganda.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 26. Okt 2011, 18:12

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ja, warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?


Auch ich hatte das Experiment zur ZD durchgerechnet und etwas nachgeprüft und bin ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen, dass der Nachweis einer Zeitdilatation nicht erbracht wurde - vielleicht ist da noch irgendeine verborgene Wahrheit versteckt - die sich mir allerdings bisher auch nicht mitgeteilt hat. Allerdings gilt das Prinzip, dass es zwischen gegnerischen Menschengruppen weder eine vermittelnde Kommunikation noch eine gemeinsame Wahrheit gibt. Wenn die realen Träger von Macht und Herrschaft in der BRD und sonstwo für die Richtigkeit der ZD plädieren - wie sollen Staatsbedienstete die Ansicht von RT-Kritikern durchsetzen - selbst wenn Beamte oder staatliche Angestellte persönlich deine Ansichten teilen - wir können da froh sein, wenn es keine zwingende Verfolgung gibt - denn die Menschengesellschaft ist seit altersher und überall keine Spaßgesellschaft für Querdenker. Insofern bin ich immer etwas gegen persönliche Vorwürfe gegen Wissenschaftler in Staatsdiensten - meistens machen die es so gut wie möglich.
Insofern wäre es wiederum meine Frage, wie du dir die Antwort eines Wissenschaftlers in Staatsdiensten vorstellen würdest: Gibt er dir Recht, dann wird er entlassen, weil das nicht seine konzeptionellen Vorgaben sind - sein Nachfolger wäre dann eventuell ein Hardliner. So wird sein Schweigen für alle das Beste sein.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon M.S » Mi 26. Okt 2011, 18:27

Highway hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:

Aus der Perspektive der Steuerzahler (ja, auch ich gehöre dazu) ist die Konstellation folgende:

Eine dubiose Gruppe von Vertretern einer Verschwörungstheorie bombardiert seit Jahren öffentliche Einrichtungen mit sinnlosen Anfragen.
Ich, als Steuerzahler frage mich, wieso ich die Kosten eurer Anfragen eigentlich mittragen soll.
Das Beste wäre, für solche "Anfragen" Gebühren einzuheben, dann würde dieser Unfug rasch aufhören.


Das ist doch keine Antwort. Wenn Vorwürfe erhoben werden, dann kann man erwarten das der/die Beschuldigten dies aufklären. Öffentliche Stellen sind dazu meiner Meinung nach sowieso verpflichtet. Das müßen diese nicht zwanzig mal machen, einmal genügt. Das verhindert aber nicht, dass die Beschuldigten nicht immer und immer wieder für die gleichen "Vergehen" beschuldigt werden.

Das ist wie in unserem Rechtssystem. Man kann nicht verhindern immer wieder für die gleiche Sache vor's Gericht gezerrt zu werden, egal wie oft man den Prozess schonmal gewonnen hat. Man muss sich immer wieder damit auseinandersetzen. Egal ob zu Recht oder nicht.

Jetzt nicht falsch verstehen, ich billige damit keines Weg penetrante Anfragen an Institutionen, bin aber der Meinung, dass sich jede Institution den Luxus der Beantwortung solcher Anfragen/Beschuldigungen leisten sollte. Da bleiben dann weniger Rückfragen und insgesamt weniger Angriffsfläche.

Grüße,

Highway


Da hast du recht.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon contravariant » Mi 26. Okt 2011, 18:29

Gerhard Kemme hat geschrieben:Auch ich hatte das Experiment zur ZD durchgerechnet und etwas nachgeprüft und bin ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen, dass der Nachweis einer Zeitdilatation nicht erbracht wurde - vielleicht ist da noch irgendeine verborgene Wahrheit versteckt - die sich mir allerdings bisher auch nicht mitgeteilt hat. Allerdings gilt das Prinzip, dass es zwischen gegnerischen Menschengruppen weder eine vermittelnde Kommunikation noch eine gemeinsame Wahrheit gibt. Wenn die realen Träger von Macht und Herrschaft in der BRD und sonstwo für die Richtigkeit der ZD plädieren - wie sollen Staatsbedienstete die Ansicht von RT-Kritikern durchsetzen - selbst wenn Beamte oder staatliche Angestellte persönlich deine Ansichten teilen - wir können da froh sein, wenn es keine zwingende Verfolgung gibt - denn die Menschengesellschaft ist seit altersher und überall keine Spaßgesellschaft für Querdenker. Insofern bin ich immer etwas gegen persönliche Vorwürfe gegen Wissenschaftler in Staatsdiensten - meistens machen die es so gut wie möglich.
Insofern wäre es wiederum meine Frage, wie du dir die Antwort eines Wissenschaftlers in Staatsdiensten vorstellen würdest: Gibt er dir Recht, dann wird er entlassen, weil das nicht seine konzeptionellen Vorgaben sind - sein Nachfolger wäre dann eventuell ein Hardliner. So wird sein Schweigen für alle das Beste sein.


Schon bitter in was für einer Gedankenwelt manche Personen hier leben.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 26. Okt 2011, 19:50

contravariant hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Auch ich hatte das Experiment zur ZD durchgerechnet und etwas nachgeprüft und bin ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen, dass der Nachweis einer Zeitdilatation nicht erbracht wurde - vielleicht ist da noch irgendeine verborgene Wahrheit versteckt - die sich mir allerdings bisher auch nicht mitgeteilt hat. Allerdings gilt das Prinzip, dass es zwischen gegnerischen Menschengruppen weder eine vermittelnde Kommunikation noch eine gemeinsame Wahrheit gibt. Wenn die realen Träger von Macht und Herrschaft in der BRD und sonstwo für die Richtigkeit der ZD plädieren - wie sollen Staatsbedienstete die Ansicht von RT-Kritikern durchsetzen - selbst wenn Beamte oder staatliche Angestellte persönlich deine Ansichten teilen - wir können da froh sein, wenn es keine zwingende Verfolgung gibt - denn die Menschengesellschaft ist seit altersher und überall keine Spaßgesellschaft für Querdenker. Insofern bin ich immer etwas gegen persönliche Vorwürfe gegen Wissenschaftler in Staatsdiensten - meistens machen die es so gut wie möglich.
Insofern wäre es wiederum meine Frage, wie du dir die Antwort eines Wissenschaftlers in Staatsdiensten vorstellen würdest: Gibt er dir Recht, dann wird er entlassen, weil das nicht seine konzeptionellen Vorgaben sind - sein Nachfolger wäre dann eventuell ein Hardliner. So wird sein Schweigen für alle das Beste sein.


Schon bitter in was für einer Gedankenwelt manche Personen hier leben.


:mrgreen: Wie wäre denn die korrekte Gedankenwelt - ein "alter" Beamter mit neuneinhalb Jahren Staatsdienst würde gerne etwas dazu lernen. Politik richtet sich nach Macht und kümmert sich ziemlich wenig um Wahrheit - denn selbst dieser Begriff ist sehr umstritten, da es ständig um Interessen geht und das Streben nach Gemeinwohl der Menschheit auch auf Kosten des eigenen Nutzens - nach meiner Ansicht - zumindest dünn gesät ist. Du selber hast einen anonymen Benutzernamen gewählt - was dein gutes Recht ist und hier nicht kritisiert wird - aber es ist doch nicht überzeugend, dass ein Beamter oder Staatsbediensteter mit Name, Dienststelle und Anschrift sich gegen den herrschenden Mainstream stellt - außerdem ist das alles für eine Dienststelle konzeptionell per Vorschrift oder sonstwie abgesprochen - denn die Wahrheit liegt in den Tresoren - und wenn die Machtbasis der Vertreter von RT und ZD als gut aufgestellt und überlegen eingeschätzt wird - dann wird sich kein Forschungsministerium und keine Wissenschaftssenator dagegen erheben.
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Re: Warum schweigt Prof. Dr. Wolfgang Sandner?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 26. Okt 2011, 20:07

Highway hat geschrieben:
Wenn Vorwürfe erhoben werden, dann kann man erwarten das der/die Beschuldigten dies aufklären. Öffentliche Stellen sind dazu meiner Meinung nach sowieso verpflichtet. Das müßen diese nicht zwanzig mal machen, einmal genügt.


Ja, einmal genügt, wenn diese eine Mal geschieht... Was bei dem untersuchten Fall Hafele/Keating eben nie geschehen ist. :(

Leugnen zu wollen, dass seit jeher in allen menschlichen Gesellschaften der Welt, also auch zwangsläufig in unserer Gesellschaft, Fälschungen, Manipulationen und Betrügereien vorkommen, zeugt entweder von einem völligen Realitätsverlust, oder eher von einer verzweifelten Schutzmaßnahme der Betrüger und Profiteure selbst bzw. ihrer Anhänger: Sie bezeichnen nämlich gerne zu diesem Zweck Informationen über handfeste Betrugsfälle als „Verschwörungstheorie“, um zu versuchen, die Aufmerksamkeit weg von dem betrügerischen Treiben zu lenken und Transparenz auf jeden Fall zu verhindern. Das liegt ja in der Natur der Sache, dass Betrüger und Profiteure von Delikten nicht gerne sehen, dass man Informationen darüber verbreitet, versteht sich von selbst.

Dass dieses Phänomen der Betrügereien und Fälschungen auch in der Wissenschaft existent ist, ist nicht mehr zu beweisen. Ich habe zum Beispiel weiter oben zwei links über eingehende Studien über diese gesellschaftlichen Umstände und Missstände gepostet und es gibt natürlich viele andere Studien darüber:

Der Sündenfall – Betrug und Fälschung in der Wissenschaft

DAS VERDRÄNGTE PHÄNOMEN – Vom jahrzehntelangen Nicht-Umgang deutscher Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisationen mit Betrug und Fälschung in den eigenen Reihen

Der große Schwindel. Betrug und Fälschung in der Wissenschaft

Newtons Koffer

Auch bei den Jura-Experten ist dieses Phänomen natürlich bekannt, es handelt sich keinesfalls um „Verschwörungstheorien“, sondern um konkrete Aufdeckungen von handfesten und belegten Betrügereien, siehe zum Beispiel hier:

Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Schulte analysiert in den Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer die Verantwortung der Wissenschaftler und des Staates bei der Beachtung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis (Band 65, Berichte und Diskussionen auf der Tagung der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtlehrer in Frankfurt am Main vom 5. bis 8 Oktober 2005, Zweiter Beratungsgegenstand „Grund und Grenzen der Wissenschaftsfreiheit“, VI. Wissenschaft und Moral, Seite 137, Verlag De Gruyter Recht, Berlin):

Die interne Verantwortung des Wissenschaftlers realisiert sich in der Beachtung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Traurige Berühmtheit wissenschaftlichen Fehlverhalten haben die „großen” Betrugsfälle, wie etwa die Fälschungen des Nanophysikers Jan Hendrik Schön, erlangt. Jüngste Studien aus den Vereinigten Staaten belegen aber, dass diese gleichsam nur die Spitze eines Eisbergs bilden. So haben von rund 3000 anonym befragten Wissenschaftlern der National Institutes of Health ein Drittel zugegeben, in den vergangenen drei Jahren mindestens einmal gegen die Standards guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen zu haben. „Lug und Trug in den Wissenschaften” sind allerdings auch in Deutschland ein Thema, wie die dreistellige Zahl von Fällen, die dem Ombudsmann der DFG vorliegen, und nicht zuletzt die noch immer schwelenden Streitigkeiten um den „Fall Protsch” unserer gastgebenden Universität belegen.

Die Aufklärung wissenschaftlichen Fehlverhalten durch die Wissenschaft selbst erfolgt primär im Rahmen von Ombuds- und Untersuchungsverfahren. Dahinter steht die Erkenntnis, die der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner treffend auf den Punkt gebracht hat: „Die soziokulturelle Brisanz von Betrug und Fälschung besteht schlicht darin, dass wenn die Naturwissenschaften dieses Problem nicht in absehbarer Zeit von innen heraus lösen können, dann werden es andere für sie tun“.
[...]
(Prof. Dr. Martin Schulte)

Und die hier von Juristen beschriebene Konstellation ist eben bei der Relativitätstheorie vorhanden: Die etablierte Physik ist offensichtlich nicht in der Lage, dieses Problem von innen zu lösen, dann können nur andere es von außen tun. Und das tun vermehrt in allen Gesellschaften die Whistleblower, wie zum Beispiel im Falle der Relativitätstheorie die Forschungsgruppe G.O. Mueller: Wir verstehen uns als Whistleblower. Siehe auch zum Beispiel zum gesetzlichen Schutz von Whistleblower Whistleblowing in der Wissenschaft oder über die wichtige Rolle von Whistleblower und über ihren Schutz auch: Whistleblower-Netzwerk e.V.. Die übliche, kleine Stalker- und Mobber-Truppe im Internet, die keine anderen Argumente finden um die Gefahr der Aufdeckung zu beschwören als Betrügereien um die Relativitätstheorie als „Verschwörungstheorien“ krampfhaft abzustempeln, zeugen nur von ihrer Hilfslosigkeit angesichts einer drohenden Aufdeckung.

Der Fall des Experiments Hafele/Keating stellt eine solche handfeste Betrügerei dar: Zwei Uhren wurden während des Experiments manuell nachgestellt (das haben die Experimentatoren selbst nach der offiziellen Veröffentlichung zugegeben), damit sich die Ergebnisse des Experiments in Übereinstimmung mit den Vorhersagen der Theorie befinden können. Ohne diesen künstlichen und völlig inakzeptablen Eingriff haben sich die Uhren eben nicht so verhalten, wie die Theorie es vorgesehen hat: Das Experiment hat also die Theorie widerlegt, es wurde aber im Gegenteil als eine Bestätigung der Theorie manipuliert. Dieses Artefakt der manuellen Korrektur des Gangs der Uhren während des Experiments ist eine Fälschung und eine Datenmanipulation, gar keine Frage.

Der Staat, der sich für die Forschungsergebnisse auf die Beurteilung der Experte aus wissenschaftlichen Institutionen verlässt und diese Theorie als bestätigt lehren lässt, ist dann verpflichtet, eine erkannte Fälschung im Interesse der Allgemeinheit als solche zu erklären und die Lehrinhalte entsprechend zu berichtigen, sonst macht er sich ethisch und gesetzlich der Komplizenschaft schuldig.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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