Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Britta » Mo 11. Jan 2010, 20:12

Mordred hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:Kannst du das nicht mal mit eigenen Worten erklären?

Das sind meine Worte.
Ich bin der Autor dieser Seite.

Gruß

sorry, hab ich irgendwie nicht mitbekommen. Jetzt hab ich mir die Seite mal angeschaut.

Irgendwie fehlt mir da was. Ich kann mir immer noch nicht viel drunter vorstellen. :?:
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Mordred » Mo 11. Jan 2010, 21:15

Hallo Britta, ..
Im Groben habe ich es hier versucht darzustellen.
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=4&t=145&start=70#p8453
Lies es dir mal durch, und wenn du dann konkrete Fragen oder etwas nicht verstanden hast, Antworte ich dir gerne.

Gruß derweil
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Mordred » Di 12. Jan 2010, 15:14

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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon scharo » Mi 13. Jan 2010, 10:52

1. Myonen-Zerfallsrate in Abhängigkeit von der relativen Geschwindigkeit zur Umgebung.
Abgesehen davon, dass bei dem in den Publikationen beschriebenen Effekt, sehr viele Fragen offen sind, nehmen wir an, es handle sich um einwandfrei festgestellte Sachverhalt.
Wie kann man diese Änderung der Zerfallsrate physikalisch erklären? Eigentlich sehr einfach: Offensichtlich handelt es sich um eine Wechselwirkung mit umgebender Materie und noch wahrscheinlicher mit den umgebenden Kraftfeldern (G-, EM) und unabhängig davon ob es sich bei solchen Prozessen um destruktive oder konstruktive Umwandlungen handelt. Es gibt auch andere Experimente, die eindeutig zeigen, dass Wechselwirkungsprozesse auch von der relativen Geschwindigkeit zum Wechselwirkungspartner abhängen – und genau so werden sie auch in der Lehrmeinung vertreten.
Die SRT kann so einen Prozess in keinem Fall erklären, da die SRT mit Wechselwirkungen nichts zu tun hat, da die dort beschriebene Beobachter-Effekte nur Mess- und Scheineffekte sind.
Aber, nehmen wir an, die s.g. Zeitdilatation der SRT wäre real und hatte tatsächlich was damit zu tun. Dieser „Effekt“ wird mittels Lorentztransformation berechnet. Rechnen wir mal:
Die Myonen sollen in einer Höhe von 20km entstehen und schießen in Richtung Erde mit sagen wir 0,99c rel. z. Erde. Postieren wir dort oben ein unbewegter rel. z. Erde Beobachter – nennen wir ihn Poet. Neben ihm flitzen Myonen. Beide, Poet und Myon betrachten den Abstand zur Erdoberfläche – es geht ja darum, ob der Myon die Erdoberfläche erreicht oder nicht. Die Relativisten meinen, aus der Sicht des Myons sei die Erdoberfläche viel, viel näher, als für den unbewegten Beobachter.
Beide Uhren – die des Mayons und des Poeten starten nebeneinander bei 0ms, Gamma (y) bei v = 0,99c ist so über Daumen 8. t und x sind die Koordinaten der Erdoberfläche aus der Sicht des Poeten, t´ und x´ aus der Sicht des Myons. x und v sind positiv.

x´ = (x – v*t)*y = (20km – 0,99*0)*8 = 160km !!!
t´ = (t – v*x)*y = (0 – 0,99*0,067)*8 = - 0,53ms
Die negative Zeit bedeutet, der Myon hat das 0ms Ereignis (Erdoberfläche) vor 0,53ms gesehen, oder, dass bei ihm diese 0,53ms schon vergangen sind, als er sich neben dem Poeten befand. Er müsste also bereits neben dem Poeten längst zerfallen sein. Er hat aber noch 160km zu fliegen, um die Erdoberfläche zu erreichen.
Wie wäre es mit v = 0,9994c?

Alles klar??? :lol:


2. Alwäger–Experiment, das hier Poet präsentiert, ist nicht aussagekräftig, da die Lichtstrahlen in einem unbewegten Kunststoffteil erzeugt wurden. Es ist nur eine Vermutung, dass diese Lichtstrahlen von bewegten Quellen erzeugt wurden.
Aber, es gab später bessere und aussagekräftigere Experimente, wo geprüft wurde, ob die LG unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle wäre.
Nun, was bei solchen Experimenten verschwiegen wird, ist, dass die Ergebnisse nicht nur eine Aussage der SRT, sondern auch die Aussagen aller Äther- und ähnlichen Theorien bestätigen. Einzig und allein sprechen solche Ergebnisse gegen die klassische Emissionstheorie.
Ein Experiment, das nur zu Gunsten/Ungunsten der SRT sprechen kann, wäre mit „bewegten“ Beobachter. Und so ein Experiment ist bislang nicht durchgeführt worden, bzw. ist nicht bekannt, obwohl die heutige Technik es erlauben könnte.

Alles klar??? :shock:
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Ernst » Mi 13. Jan 2010, 13:42

scharo hat geschrieben: Aber, es gab später bessere und aussagekräftigere Experimente, wo geprüft wurde, ob die LG unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle wäre.
Nun, was bei solchen Experimenten verschwiegen wird, ist, dass die Ergebnisse nicht nur eine Aussage der SRT, sondern auch die Aussagen aller Äther- und ähnlichen Theorien bestätigen. Einzig und allein sprechen solche Ergebnisse gegen die klassische Emissionstheorie.
Ein Experiment, das nur zu Gunsten/Ungunsten der SRT sprechen kann, wäre mit „bewegten“ Beobachter. Und so ein Experiment ist bislang nicht durchgeführt worden, bzw. ist nicht bekannt, obwohl die heutige Technik es erlauben könnte.

Alles klar???

Nee, gar nicht. Wenn schon Äther, dann ist der Empfänger im allgemeinen im Äther bewegt; in "Haralds CMB" die Erde um die 300km/s. Die LG müßte daher auf der Erde anisotrop sein. Ist sie aber nicht. Vergleiche MM. Alle diese Experimente bestätigem daher Ballistik und SRT, aber widerlegen Äther.

Gruß
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Mordred » Mi 13. Jan 2010, 14:20

Tachyonen
Olexa-Myron Bilaniuk, Deshpande und E. C. G. Sudarshan wiesen 1962 darauf hin, dass es für die Gleichungen der speziellen Relativitätstheorie mehrere Lösungsmöglichkeiten gibt (und unabhängig Anfang der 1960er Jahre auch der russische Physiker Jakow P. Terletski).[1]. Eine davon entspricht der ganz normalen Materie, die sich mit Unterlichtgeschwindigkeit bewegt. Eine andere würde Teilchen erlauben, die sich ständig mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen und niemals bis auf Lichtgeschwindigkeit abgebremst werden können. Die Tatsache allein, dass es diese mathematische Lösungsmöglichkeit für die Gleichungen gibt, bedeutet jedoch nicht, dass Tachyonen auch real existieren müssen.


Mir sagt das, dass es, nur weil es mathematisch lösbar ist, noch lange nicht real existieren muß.
Aber das beansprucht die SRT und ihre Befürworter für sich.

Wie ich schon mal sagte, mathematisch kann ich so ziemlich alles berechnen, ...ob das dann auch für die Realität zu trifft, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Und solange wir dieses Blatt nicht in den Händen halten, ist die SRT nicht mehr oder weniger Wert wie die Tachionentheorie. (nicht zu eng sehen bitte, nur ein Vergleich)

Nun kann ich sagen, ..falsifizier doch, ...aber nehmen wir mal an unsere ganze physikalische Wissenschaft würde sich nur damit beschäftigen die Tachionentheorie zu beweisen.
Alle Namen, Grundlagen, Experimente und Versuche sind Einzig darauf aufgebaut.
Nun kommt einer, der sagt, das funktioniert vielleicht ganz anders, ..das funktioniert nach der SRT.
Nun sagt er, das was ihr (fiktiv) Treton nennt, ..das nenne ich Photon.
Die Tachyonen Verteidiger sagen, ..was willst du, ...Photonen, ...bist du noch ganz Dicht ??? Das sind Tretonen, die sind klar deffiniert
..lerne erst mal physikalische Grundlagen bevor du hier das Maul aufreißt. (bitte nicht angesprochen fühlen)

Vielleicht ist es aber tatsächlich Eins von beiden. Und vielleicht ist es sogar das Photon.
Vielleicht liegt die Wahrheit aber auch nun irgendwo zwischen Treton und Photon.
Wenn ich nun aber das Photon nicht beachte, weil ich mich so auf die Tachyonen und das Treton versteift habe, dann werde ich vielleicht nie das Wahre dazwischen erkennen können.

Ich denke halt wenn man 100 Jahre das Treton, und sein Verhalten studiert hat, und immer noch kein klares eindeutiges Ergebnis hat.
Zm Beispiel Heisenbergs unschärfe beim "Treton" (in der wahren SRT das Photon)
Vielleicht sollte man dann doch mal das Photon beachten.......
Und der sagt, klar könnt ihr das Treton nicht verfolgen und habt eine unschärfe.
Bei meinem Photon kann ich euch erklären warum ihr diese Unschärfe habt.
Für euch ist das Treton ein Teilchen aber als solches nicht zu verfolgen.
Mein Photon ist nur "Gepäck", von einem Teilchen getragen.
Ihr versucht nun aber das Teilchen zu verfolgen, und verliert dabei das Gepäck aus den Augen.
Und somit auch das Teilchen.
Denn das Teilchen ohne Gepäck könnt ihr nun nichtmehr detektieren.
Ihr könnt nur beides zusammen detektieren und sagt, darum ist das auch nur ein Teil, und somit ein Teilchen, Basta.
Und schon verhält sich Licht mal als Welle, mal als Teilchen...
Bei Komplikationen werden dann neue mathematische Gleichungen definiert die das dann theoretisch erklären sollen.
Und dann potenziert sich ein Ding auf das nächste....

Das soll jetzt nicht wertend oder persönlich zu verstehen sein.
Es soll einfach aufzeigen dass der Weißheit letzter Schluss noch nicht gesprochen ist.
Und es nicht schaden kann, auch mal einen deut links zu schauen....
Und auch mal dem Photon eine Chance zu geben.
Wenns dann Müll ist, dann kann ich es wenigstens definitiv ausschließen.
Aber das "Photon" gar nicht zu beachten, ...ich halte es für, ....mir fällt kein passender Name ein, ..überlegt euch selber einen....

Gruß derweil
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon scharo » Mi 13. Jan 2010, 17:26

„Nee, gar nicht. Wenn schon Äther, dann ist der Empfänger im allgemeinen im Äther bewegt;“

Aber, aber, lieber Ernst! Hier wird über die Experimente v. Alwäger, Fox u. Sadeh geredet. Und was ich geschrieben habe voraussetzt, dass diese bestimmten Experimente tatsächlich richtig und erfolgreich durchgeführt wurden.
Es ist klar, dass bei einem absoluten Äther, die Empfänger bewegt in diesem Äther wären, die Experimente waren aber für so kleine Geschwindigkeitsdifferenzen nicht gedacht – es werden dort Teilchen mit z.B. v = 0,4c, die in diesem Bewegungszustand radial, oder nach vorn und hinten Licht ausstrahlen. Die Detektoren sind 10 oder 30m, (bzw. je einen in 1 und 30m, wobei die Flugzeit zwischen Det.1 und Det.2 gemessen wird) in und entgegen Flugrichtung der strahlenden Teilchen angeordnet. Bei v-Emitter von 0,4c müssten die Strahlen wesentlich früher (c+0,4c) den Detektor in Flugrichtung erreichen, den Detektor in entgegengesetzter Richtung viel später (c-0,4c), sollte Emissionstheorie gelten. Also elementare Kinematik. Die Experimentatoren behaupten jedoch, die Strahlen haben fast gleichzeitig beide Detektoren erreicht, bzw. die Flugzeiten zwischen beiden Detektoren je Richtung waren gleich.
Du kannst jetzt nicht kommen und behaupten, solche Experimente sprechen nicht gegen die klassische Emissionstheorie.
Und was ich schrieb ist, dass solche Experimente alle Äther- und ähnl. Theorien auch bestätigen, nicht nur die SRT, wie die Relativisten gerne behaupten und sie als „Bestätigung“ der SRT präsentieren.
Und wenn Du die klassische Emissionstheorie verteidigen möchtest, dann müsstest Du gegen die Ausführung, Aufbau oder Messergebnisse der Experimente vorgehen, aber doch nicht gegen das Prinzip.

Liebe Grüße
Ljudmil
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Ernst » Mi 13. Jan 2010, 18:06

scharo hat geschrieben: Hier wird über die Experimente v. Alwäger, Fox u. Sadeh geredet. Und was ich geschrieben habe voraussetzt, dass diese bestimmten Experimente tatsächlich richtig und erfolgreich durchgeführt wurden.
....
Und wenn Du die klassische Emissionstheorie verteidigen möchtest, dann müsstest Du gegen die Ausführung, Aufbau oder Messergebnisse der Experimente vorgehen, aber doch nicht gegen das Prinzip.

Solche komplexe Experimente bieten stets ein weites Deutungsspektrum. Zum Beispiel Alväger (Zitat wiki):

Alväger et al. (1964) haben π0-Mesonen beobachtet, welche bei einer Geschwindigkeit von 99,9% der Lichtgeschwindigkeit in Photonen zerfallen. Nach der Emissionstheorie müssten die Photonen nun den Impuls und damit die Geschwindigkeit der Mesonen aufaddiert bekommen. Jedoch bewegten sich die Photonen weiter mit Lichtgeschwindigkeit

Sie zerfallen!!!. Welche Geschwindigkeit haben die beiden Hälften einer Kanonenkugel, welche im Fluge zerfällt?

Und. Wenn die Experimente tatsächlich richtig interpretiert würden und sie daher SRT und Äther kompatibel wären, so bliebe letztlich doch nur die SRT übrig, da Äther durch das Experiment MM zweifellos ausgeschlossen ist.

Aber lieber Ljudmil, das haben wir alles schon vielfach diskutiert und daher laß uns dies bitte gleich wieder beenden.

Gruß
Ernst
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Ernst » Mi 13. Jan 2010, 20:17

Hallo Chief

Chief hat geschrieben: MM hat nur bewiesen, dass der Äther relativ zur Erdoberfläche unbewegt ist (zumindest in der unmittelbaren Umgebung der Erdoberfläche).

Vor MM gingen alle von einem homogenen Äther aus. Der starb nach MM. Und da begann die Bastelei: SRT, Lorentz, mitgeführter Äther etc. Die naheliegende Folgerung "kein Äther" wurde überwiegend (nicht von allen) schlicht übersehen. Exotik besitzt eben gegenüber Schlichtheit einen besonderen Reiz. Und die Bastelphysiker wollen ja auch Brötchen verdienen und Orden erhalten. Nichts dagegen, aber wenig überzeugend.

Gruß
Ernst
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Re: Zeitdilatation bei Myonen und Theorie X

Beitragvon Sebastian Hauk » Mi 13. Jan 2010, 20:33

Hallo chief,

Die Elektrodynamik, wie sie durch die Maxwellgleichungen beschrieben wird, ist im Gegensatz zur newtonschen Mechanik verträglich mit der speziellen Relativitätstheorie. Dazu gehört, dass die Maxwellgleichungen in jedem Inertialsystem gelten, ohne dass sich beim Wechsel des Bezugssystems ihre Form ändert. Dies spielte historisch für die Entwicklung der Relativitätstheorie durch Albert Einstein eine wichtige Rolle.[4].

Technischer formuliert sind die Maxwellgleichungen relativistisch kovariant oder forminvariant, das heißt, dass sie ihre Gestalt unter Lorentz-Transformationen nicht ändern.


http://de.wikipedia.org/wiki/Maxwellsche_Gleichungen

Wobei vor der SRT haben die Menschen an einen Lichtäther geglaubt.

Die vier maxwellschen Gleichungen beschreiben die Erzeugung von elektrischen und magnetischen Feldern durch Ladungen und Ströme, sowie die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Feldern, die bei zeitabhängigen Feldern als Zeitentwicklung in Erscheinung tritt. Sie sind die Grundlage der Elektrodynamik und der theoretischen Elektrotechnik und wurden in den Jahren 1861 bis 1864 von von James Clerk Maxwell entwickelt.


Und das ziemlich lange.
Sebastian Hauk
 
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