Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Trigemina » Sa 10. Okt 2009, 12:37

Highway hat geschrieben:Gleichzeitigkeit
Wieso sollten eigentlich die Photonen gleichzeitig wieder im Zentrum zurückkehren oder am äußeren Rand reflektiert werden? Welches Naturgesetz schreibt das vor? Das funktioniert doch schon nicht, vorausgesetzt die Lichtgeschwindigkeit ist endlich, für zwei Beobachter, an unterschiedlichen Orten, zur gleichen Zeit. Wohlgemerkt die beiden Beobachter befinden sich dabei in dem gleichen, ruhenden System.

Nach meiner Auffassung kann es eine Gleichzeitigkeit nur dann geben, unabhängig von der Geschwindigkeit, wenn sich beide Beobachter zur gleichen Zeit am gleichen Ort befinden.


Für einen im Zentrum des Kreises mit Radius r ruhenden Beobachter werden die Lichtsignale gleichzeitig ausgesandt, an den Kreisrändern nach der Zeit t1=r/c gleichzeitig reflektiert und wiederum gleichzeitig nach der Zeit t2=2*r/c im Zentrum empfangen.

Für einen mit der Relativgeschwindigkeit v entlang der x-Achse dazu bewegten Beobachter, dessen Inertialsystem wir mit x=x’=0 und t=t’=0 am Koordinatenursprung zusammenlegen, ergeben sich für die senkrecht entlang der y-Achse ausgestrahlten Lichtsignale folgende Laufzeiten:

t1’ = gamma*t1
t2’ = gamma*2*t1


Für die auf der x-Achse waagrecht an den Rändern reflektierten und ins Zentrum zurückgeworfenen Lichtsignale ergeben sich durch Koordinatentransformation folgende Laufzeiten:

Am linken Kreisrand: t1’ = gamma*(t1 – v*r/c^2)
Am rechten Kreisrand: t1’ = gamma*(t1 + v*r/c^2)

Für beide Lichtsignale gelten somit für den Hin- und Rückweg bis ins Zentrum die gleichen Strecken und Zeiten im bewegten System S’:

t2’ = gamma*(t1 – v*r/c^2) + gamma*(t1 + v*r/c^2) = gamma*(2*t1)

Somit erreichen alle Photonen auch im dazu bewegten System S’ das Zentrum in der gleichen Zeit t2’ = gamma*(2*t1).

Gruss
Trigemina
 
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Trigemina » Sa 10. Okt 2009, 15:10

Highway hat geschrieben:Hallo Trigemina,

danke für die Mühe die du dir gemacht hast, aber das beantwortet mir die eigentliche Frage nicht. Selbstverständlich kann man die Gleichzeitigkeit herbeirechnen. Das ist aber nicht der Punkt wie ich finde.
Der Punkt ist für mich, nach wie vor: Warum muss Gleichzeitigkeit gewährleistet sein?

Diese Forderung ist mir nicht einleuchtend. Es muss doch einen Grund haben warum man dies fordert.


Im Ruhesystem beantwortet sich diese Frage von alleine. Wenn du aus dem Zentrum heraus Lichtsignale in alle Richtungen abstrahlst, erreichen sie nach der Lichtlaufzeit t=r/c den Kreis- oder Kugelrand (mit dem Radius r), werden von dort ins Zentrum reflektiert und erreichen es somit gleichzeitig nach der doppelten Zeit t2=2*r/c.

Aus einem dazu bewegten Bezugssystem verändern sich durch Lorentz-Transformation die Längen und Zeiten, erreichen den Kreis- oder Kugelrand zu unterschiedlichen Zeiten, treffen jedoch wiederum gleichzeitig im Zentrum zusammen, wie es Chiefs und meine Rechnung aufzeigen.

Aus der Elektrodynamik kann für hohe Relativgeschwindigkeiten die Galilei-Transformation nicht mehr angewendet werden, weshalb über die Lorentz-Transformation entweder ein Äther eingeführt werden muss oder über die SRT beschrieben werden kann.

Chief hat geschrieben:Die LG entlang der y-Achse beträgt c'=c*sqrt(1-v²/c²) und somit ist die Lichtlaufzeit t'_y=2r/c'=2r/c*sqrt(1-v²/c²)=Gamma*2r/c=Gamma*t.

Die LG-s entlang der x-Achse in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung sind c'_v=c-v und c'_r=c+v. Die Lichtlaufzeiten sind dann t'_v=r/(c-v) und t'_r=r/(c+v) und die Summe t'_x=r*2c/(c²-v²)=2r/c(1-v²/c²)=Gamma²*t.


Ja, so kann man’s über den Äther auch ausrechnen (die Gesamtzeit t2' nach meiner Rechnung ist identisch mit deiner Gesamtzeit t') und führt quantitativ auf das selbe hinaus.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 10. Okt 2009, 16:38

Hallo Hannes,

Was sind denn das für Märchen, die du uns da erzählst ? Weißt du überhaupt, was mit der Konstanz der LG gemeint ist ?


wenn Du das Märchen nennst, dann finde ich das voll in Ordnung. :)

Ich mag es nur nicht, wenn man mich deswegen als krank im Kopf oder als ----- bezeichnet.

Mit der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist folgendes gemeint:

Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit: Die (Vakuum-)Lichtgeschwindigkeit c hat in jedem Inertialsystem denselben Wert (299 792.458 km/s), ist also vom Bewegungszustand der Quelle ebenso unabhängig wie von dem des Beobachters.


http://homepage.univie.ac.at/~embachf3/ ... ulate.html

Dieses Postulat wird aber in der HET leicht abgeändert.

Gruß

Sebastian
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Gerhard Kemme » So 11. Okt 2009, 12:17

Chief hat geschrieben:wenn der Äther im ruhenden System ruht, dann ergibt sich für das bewegte System folgendes:

Die LG entlang der y-Achse beträgt c'=c*sqrt(1-v²/c²)


Warum sollte sie? Ich würde davon ausgehen, dass die Geschwindigkeit des Lichtes, senkrecht zur Bewegungsrichtung von BS', weiter genau Lichtgeschwindigkeit c ist. Licht- oder Schallsignale entfernen sich mit der Signalgeschwindigkeit c_Licht oder c_Schall von der Quelle, wenn sie das Übertragungsmedium nicht in einem geschlossenen System mitführen. Beispiel: Hat man ein Modellbau-Fernlenkboot dessen Geschwindigkeit im Wasser konstant v_Modellboot ist, dann ist es egal in welcher Richtung man es aus einem fahrenden Schiff ins Wasser setzt: Es fährt immer seine Geschwindigkeit v_Modellboot.

mfg
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Trigemina » So 11. Okt 2009, 13:21

Highway hat geschrieben:Das sehe ich auch so. Das ist, wie du schon schreibst, völlig schlüssig, wenn man das Gedankenexperiment dahingehend präzisiert, dass diese Betrachtung nur für einem Beobachter richtig ist, und dieser sich an einem präzise bestimmbaren Ort befindet. Hinzu kommt noch das sich der Beobachter relativ zum Reflektionspunkt nicht bewegen darf und dieser sich sich im Abstand "r" vom Reflektionspunkt entfernt befinden muss. Würde nur eine Reflektion auftreten, also nur ein Photon Richtung Aussenkreis gesendet werden, dann würden als mögliche Position für den Beobachter, alle Punkte auf einem Kreis mit dem Radius "r" um den Reflektionspunkt möglich sein. Für zwei Reflektionspunkte gilt sinngemäß das Gleiche, aber dadurch werden die möglichen Positionen des Beobachters auf zwei mögliche Punkte eingeschränkt. Ab drei Reflektionspunkten gibt es nur noch eine Lösung: Der Beobachter muss sich zwingend im Mittelpunkt des Kreise mit dem Radius "r" befinden, auf dessen Umfang die Reflektionsstellen lokalisiert sind.


Ich bin mir nicht sicher dich richtig zu verstehen. Befindet sich ein Beobachter im Ruhesystem des Kreises (oder der Kugel) an einem beliebigen Punkt ausserhalb des Zentrums, so sieht er folgendes:

- die Photonen werden gleichzeitig vom Zentrum abgestrahlt
- jedoch findet für jeden Beobachter das gleichzeitge Abstrahlen der Photonen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt statt
- sie erreichen standortabhängig zu unterschiedlichen Zeiten den Kreisrand
- und treffen gleichzeitig im Zentrum wieder zusammen
- jedoch findet für jeden Beobachter das gleichzeitige Zusammentreffen der Photonen im Zentrum standortabhängig zu unterschiedlichen Zeiten statt

Transformiert ins dazu bewegte System ergibt sich eine ähnliche Situation wie im vorhergehenden Beispiel eines zentral positionierten Beobachters im Ruhesystem:

- die Photonen werden gleichzeitig abgestrahlt
- sie erreichen zu unterschiedlichen Zeiten des Kreisrand
- und treffen gleichzeitig wieder im Zentrum zusammen

Die Physik darf sich insgesamt durch Wahl eines Standortes oder durch Wahl eines Bezugssystems nicht ändern. Ereignisse bleiben erhalten und lassen sich unabhängig ihres Standortes oder relativ dazu bewegten Bezugssystems einander kausal zuordnen.

Gruss
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Mordred » Mo 12. Okt 2009, 13:30

Ein Schall- oder Lichtsignal innerhalb eines abgeschlossenen Raumes bewegt sich unabhängig von der Außenwelt mit Schall- oder Lichtgeschwindigkeit (wie dargestellt).
Nimmt man allerdings einen Beobachter außerhalb des abgeschlossenen Raumes, so bewegt sich ein solches Signal mit Schall- oder Lichtgeschwindigkeit + Geschwindigkeit des abgeschlossenen Raumes.


Nein !!!
Absolut nicht !!!
Bei Schall ja, ..bei Licht nein !
Die Geschwindigkeit einer Rakete beeinflusst nicht das abgesendete Licht im inneren.
Licht hat weder eine Trägheit, noch kann es angeschubst werden !
Das Licht, welches ich also im inneren eines Raumschiffes absende, wird in beide Richtungen gleich schnell den Sensor treffen !

Die Relativität der Gleichzeitigkeit in der SRT hat nichts mit unterschiedlicher Wahrnehmung von Ereignissen aufgrund von Lichtlaufzeiten zu tun, sondern sie entsteht, weil Licht für jeden Beobachter dieselbe Geschwindigkeit haben soll und die Berücksichtigung der Lichtlaufzeiten daher zu Widersprüchen führt. Ein bewegter Beobachter nimmt ein Ereignis also nicht deshalb später oder früher wahr, weil das Licht zu ihm länger oder schneller läuft als zum ruhenden, sondern weil im relativ bewegten Bezugssystem die Uhr langsamer geht bzw. der Raum kontrahiert.


Was völliger Schwachsinn ist !

Dazu muss man wahrscheinlich einen Schritt zurück machen bis zu dem Punkt, an dem man meinte, auf den Äther verzichten zu können


Absolut !!

Der Kreis wird zur Ellipse gemacht und schon treffen die Photonen im Zentrum, für beide Beobachter wieder gleichzeitig zusammen.


Jo, .ich mach die Welt, das sie mir gefällt.
Photonen reisen nicht !

Für beide Lichtsignale gelten somit für den Hin- und Rückweg bis ins Zentrum die gleichen Strecken und Zeiten im bewegten System S’:

Eben nicht !
Sogar absolut nicht !

Somit erreichen alle Photonen auch im dazu bewegten System S’ das Zentrum in der gleichen Zeit t2’ = gamma*(2*t1).


Photonen reisen nicht, und darum erreichen sie auch nicht zeitgleich das Zentrum.
Im Ruhesystem schon, aber da ist die Entfernung die überbrückt werden muss auch die selbe !!
Im bewegenden System siehe das Bild oben.

Warum muss Gleichzeitigkeit gewährleistet sein?


Dazu muss man feststellen, dass das Licht eines Ereignisses nur mit c übertragen werden kann.
Sehen Beobachter nun das Ereignis in unterschiedlichen Entfernungen wird das Licht zwar beide Male in beide Richtungen gleich schnell, von quant zu quant mit 299 792,458 Km/s übergeben, trifft aber aufgrund dass in die eine Richtung mehr MX10quanten involviert sind,beim einen etwas früher, beim anderen etwas später ein.

Wieso kam Einstein auf den Gedanken, das die Ereignisse Gleichzeitig sein müssten? Was war der zwingend logische Grund dafür?


Es gibt nur ein Ereignis!
Da aber mehrere Beobachter in unterschiedlichen Entfernungen das gleiche Ereignis aber zu unterschiedlicher Zeit sehen, da die übertragung des Lichts ja etwas länger dauert, wenn mehrere MX10quanten involviert sind, je weiter die Strecke zum Beobachter ist. So haben wir einen Unterschied dieser beobachteten Gleichzeitigkeit des Ereignisses.

Um diesen Widerspruch, durch seine falsche Annahme zu stützen,
dachte er der Raum müsse schrumpfen und die Gleichzeitigkeit des Ereignisses müsste ungleichzeitig statt finden, ...
(Auch ne Logik...wenn auch irgendwie unlogisch.)

Experimentelle Bestätigung: Sagnac-Versuch, Michelson-Gale-Versuch, Brillet-Hall-Versuch, Fizeau-Versuch.


Alle ohne Aussage !
Da falsche Vorraussetzungen zu Grunde gelegt wurden.
Somit alle unbrauchbar und ergebnislos !
die Photonen werden gleichzeitig vom Zentrum abgestrahlt
jedoch findet für jeden Beobachter das gleichzeitge Abstrahlen der Photonen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt statt.


Allerdings nur als Wahrnehmung durch die unterschiedliche Lichtlaufzeit.
Das Ereignis an sich, findet nur einmal statt.

- sie erreichen standortabhängig (und je nach Beobachter) zu unterschiedlichen Zeiten den Kreisrand


So sieht es als optische Wahrnehmung aus. Für jeden Beobachter der unterschiedlichen Entfernungen !
- und treffen gleichzeitig im Zentrum wieder zusammen.

In einem Ruhe System natürlich !
- jedoch findet für jeden Beobachter das gleichzeitige Zusammentreffen der Photonen im Zentrum standortabhängig zu unterschiedlichen Zeiten statt.


Was Einzig an der Lichtlaufzeit zum einzelnen Beobachter liegt !


Transformiert ins dazu bewegte System ergibt sich eine ähnliche Situation wie im vorhergehenden Beispiel eines zentral positionierten Beobachters im Ruhesystem:

- die Photonen werden gleichzeitig abgestrahlt


Jepp

- sie erreichen zu unterschiedlichen Zeiten des Kreisrand.

Jepp
- und treffen gleichzeitig wieder im Zentrum zusammen.

Nein.
Da sich das Zentrum bei einem bewegten System „bewegt“ brauch auch das hintere Licht etwas länger, da es dem bewegten Zentrum „nachrennen“ muss, während es dem vorderen entgegen kommt.
Das vordere Licht kommt also blauverschoben, das hintere rotverschoben an.
Trotzdem oder gerade deswegen wird das Licht in beide Richtungen mit gleicher Übertragungsgeschwindigkeit, übertragen.
Wenn jedoch unterschiedlich viele MX10quanten beteiligt sind, so wird es auch unterschiedlich lange dauern bis das Ziel erreicht ist.

Die Physik darf sich insgesamt durch Wahl eines Standortes oder durch Wahl eines Bezugssystems nicht ändern.

Und das tut sie auch nicht !
Und wenn Einstein hundertmal schwört dass Naturgesetze auf einmal nicht mehr gelten sollen....

Gruß
Mordred
 
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 12. Okt 2009, 19:48

Hallo,

für alle die es immer noch nicht verstanden haben:

Ich habe so gut wie keine Ahnung von Physik. Und zweitens ist es nicht möglich gut in Physik zu werden, indem man andere Menschen beleidigt. Das ist eine fixe Idee, die besonders von Hammer-Kruse und neuerdings auch von anderen verfolgt wird.

Gruß

Sebastian
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 12. Okt 2009, 20:12

Mordred hat geschrieben:
Ein Schall- oder Lichtsignal innerhalb eines abgeschlossenen Raumes bewegt sich unabhängig von der Außenwelt mit Schall- oder Lichtgeschwindigkeit (wie dargestellt).
Nimmt man allerdings einen Beobachter außerhalb des abgeschlossenen Raumes, so bewegt sich ein solches Signal mit Schall- oder Lichtgeschwindigkeit + Geschwindigkeit des abgeschlossenen Raumes.


Nein !!!
Absolut nicht !!!
Bei Schall ja, ..bei Licht nein !
Die Geschwindigkeit einer Rakete beeinflusst nicht das abgesendete Licht im inneren.
Licht hat weder eine Trägheit, noch kann es angeschubst werden !
Das Licht, welches ich also im inneren eines Raumschiffes absende, wird in beide Richtungen gleich schnell den Sensor treffen !


Das "Nein" genügt alleine nicht, denn es käme auch immer auf die Begründung an. Warum sollte sich das Licht anders verhalten, wie andere bewegte Sachen, die in einem Behältnis befördert werden? Wenn durch ein Glasfaserkabel ein Lichtstrahl geschickt wird, und das gesamte Kabel wird in Bewegungsrichtung des Lichtstrahls bewegt, dann addiert sich die Geschwindigkeit dieser Bewegung zur Geschwindigkeit des Lichtes im Glasfaserkabel - oder gibt es gute Gründe dieses nicht anzunehmen.
Die Kabine eines Flugzeuges oder Rakete ist nach außen abgeschlossen. Drinnen bewegt sich die Lichtwellenfront mit Lichtgeschwindigkeit im Medium Luft und draußen kommt der Lichtstrahl nicht hin. Die Geschwindigkeit eines solchen Lichtstrahles wäre dann doch Lichtgeschwindigkeit + Fahrzeuggeschwindigkeit= Überlichtgeschwindigkeit - was denn sonst.

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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Mordred » Mo 12. Okt 2009, 22:29

Hallo Gerhard
Das "Nein" genügt alleine nicht, denn es käme auch immer auf die Begründung an. Warum sollte sich das Licht anders verhalten, wie andere bewegte Sachen, die in einem Behältnis befördert werden?

Weil Licht nicht angestoßen werden kann wie ein Stein z.B.
Werfe ich einen Stein in einem sich bewegenden abgeschlossenen System, so addiert sich die Geschwindigkeit des Steines zu der Geschwindigkeit des bewegten Systems.
Beim Licht ist das anders.
Licht hat immer (Systemabhängig, Atmosphäre/Vakuum) die gleiche Geschwindigkeit.
Und das ist die Reaktions -Übergabegeschwindigkeit der MX10quanten.
Zwei Dinge beeinflussen diese Reaktion.
1. Die Dichte des Quantenfeldes. (Bodennah: Höhere Dichte, mehr quanten involviert, langsamere Übertragung! Bodenfern: geringere Dichte, weniger Quanten involviert, schnellere Übertragung)
2. Die Gravitation. Da MX10quanten Teilchen sind, (die kleinsten) sind sie dennoch gravitativ. Es kommt also zu einer Wechselwirkung zwischen der gravitativen Kraft der Quanten zum Einen, und der Erde oder eines anderen Planeten zum Anderen.
Diese Gravitation wirkt sich somit auf die Dichte der Quanten aus.
Hohe Gravitation z.B. der Erde, > hohe Dichte der Quanten.
Entziehe ich einem Raum durch Unterdruck das Luft/quantengemisch, so müssen die verbleibenden Quanten den Raum dennoch füllen.
Das Feld wird quasi künstlich gedehnt. Somit ergibt sich eine geringere Dichte > schnellere Übertragung da weniger Quanten involviert sind.

Wir haben einen Signalgeber. (Taschenlampe)
Die Taschenlampe hat die Geschwindigkeit des bewegten Systems.
Nun schalte ich sie ein.
In diesem Moment bekommen die Quanten vor dem Glas der Lampe ein energetisches Spektrum und eine Kraftrichtung.
Von diesem Punkt der Übernahme wird das Spektrum mit 299 792,458 Km/s nach vorne (in Kraftrichtung) von weiteren MX10quanten übernommen bis das energetische Spektrum, seine energetische Ladung auf ein Objekt übergeben wird.
dieses reflektiert, dann, etc.
Wenn durch ein Glasfaserkabel ein Lichtstrahl geschickt wird, und das gesamte Kabel wird in Bewegungsrichtung des Lichtstrahls bewegt, dann addiert sich die Geschwindigkeit dieser Bewegung zur Geschwindigkeit des Lichtes im Glasfaserkabel - oder gibt es gute Gründe dieses nicht anzunehmen.


Nein, dem ist absolut so, ...nur, ...Glasfaserkabel ist ein ganz anderes Übertragungssystem !
Und somit zum Vergleich von Licht in Atmosphäre, Vakuum oder im Universum untauglich!

Die Kabine eines Flugzeuges oder Rakete ist nach außen abgeschlossen. Drinnen bewegt sich die Lichtwellenfront mit Lichtgeschwindigkeit im Medium Luft und draußen kommt der Lichtstrahl nicht hin.

Doch, er reicht bis zum Fester des Raumschiffes.
Außerhalb können die MX10quanten aber das energetische Spektrum nicht aufnehmen.
Ihre Reaktionsgeschwindigkeit ist 299 792,458 Km/s
Da wir uns nun auch mit dieser Geschwindigkeit bewegen, kann es zu keiner Reaktion mehr kommen. Die MX10quanten haben keine Zeit, das Spektrum auf zu nehmen. Sie werden wie Wasser vor einer sich nach vorne bewegenden Lampe unter Wasser, verdrängt ehe sie die Info aufnehmen können.

Laser aktiviert, „sendet“ nun Licht mit 299 792,458 Km/s.
Das Licht ist gleich schnell wie das Raumschiff.
Kein Effekt erkennbar!
Bild


Die Geschwindigkeit eines solchen Lichtstrahles wäre dann doch Lichtgeschwindigkeit + Fahrzeuggeschwindigkeit= Überlichtgeschwindigkeit - was denn sonst.


Ich hoffe du hast verstanden, dass das eben nicht der Fall ist.
Vielleicht noch ein kleines Beispiel.

Ein Raumschiff reist mit c.
Im inneren an der hinteren Wand haben wir einen Impulsgeber 50m an der vorderen Wand einen Sensor.
Im inneren des Schiffes haben wir eine Athmosphäre (Luft/quantengemisch)dieses ist "bewegungslos" sie wird zwar mit dem Schiff bewegt, hat aber keine eigenbewegung innerhalb des Schiffes.
Licht an.
Der Impuls wird bis zum vorderen Sensor mit c überbracht.

Könnte man nun von außen sehen was vor sich geht, würde man sehen, dass das Licht im inneren für diese 50 Meter schneller ist als das
Schiff, welches mit c reist.
Der Impuls wird aber dennoch mit der selben Geschwindigkeit von 299 792,458 Km/s übernommen.
Dass das Licht also nun und nur für diese 50 Meter schneller scheint, hat mit einer Überlichtgeschwindigkeit nichts zu tun.
Das sind zwei unterschiedliche Systeme.
Ich kann also nicht in einem System c messen, und dieses aus einem anderen System addieren.
Ob das Schiff ruht oder sich mit c bewegt ist im inneren des Schiffes egal.
Und somit ist das Licht eben in dem einem System, auch genau so schnell wie im anderen.
Verbinde ich nun Beide, mache also aus unserem Schiff ein Capriolet wird der Impuls solange wir mit c reisen, noch nichtmal vom Impulsgeber ab übernommen.
Verringern wir nun die Geschwindigkeit des Schiffes nur ein klein wenig, ...könnten wir sehen, wie das Licht quasi in Zeitlupe nach vorne zum Sensor "reist"
Dennoch ist diese für uns sichtbare Zeitlupe 299 792,458 Km/s schnell.

Ohje, .wieder viel geworden, ...hoffentlich hat es sich auch gelohnt und kommt verständlich rüber....


Gruß derweil..
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Re: Relativitätstheorie - Relativ theoretisch

Beitragvon Trigemina » Mo 12. Okt 2009, 23:27

Mordred hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Für beide Lichtsignale gelten somit für den Hin- und Rückweg bis ins Zentrum die gleichen Strecken und Zeiten im bewegten System S’:

Eben nicht !
Sogar absolut nicht !


Und weshalb denn nicht? Hin- und Rücklaufstrecken zusammengenommen sind stets gleich lang, weshalb die Lichtsignale das Zentrum gleichzeitig erreichen.

Mordred hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Somit erreichen alle Photonen auch im dazu bewegten System S’ das Zentrum in der gleichen Zeit t2’ = gamma*(2*t1).

Photonen reisen nicht, und darum erreichen sie auch nicht zeitgleich das Zentrum.
Im Ruhesystem schon, aber da ist die Entfernung die überbrückt werden muss auch die selbe !!
Im bewegenden System siehe das Bild oben.


Ob das Licht reist, fliegt, eilt oder strahlt, ändert nicht dass eine bestimmte Strecke s mit der Lichtgeschwindigkeit c in der Zeit t nach der einfachen Formel t=s/c zurücklegt. Ausserdem sind die Strecken s’ (wiederum Hin- und Rückwege) der Lichtsignale im bewegten System S’ ebenso identisch wie im Ruhesystem, weshalb sie in beiden Systemen gleichzeitig im Zentrum zusammentreffen. Die Transformation verändert zwar Zeiten und Strecken, verändert jedoch nicht ihre kausalen physikalischen Zusammenhänge.

Gruss
Trigemina
 
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