Rudi Knoth hat geschrieben:
Nun das mit der RdG hast du falsch verstanden. Nochmal die Erklärung:
Die beide Blitze schlagen für den in der Mitte des Bahndamms befindlichen Beobachter gleichzeitig ein. Der Beobachter in der Mitte des Zuges sieht den Blitz vorne vor dem Blitz hinten. Dabei ist das Licht in beiden Bezugssystemen l(Bahndamm, Zug) gleich schnell. Nur ist es so, daß die Zeit, für die Strecke Vorderes Zugende/Mitte des Zuges kleiner ist als für die Strecke Hinteres Zugende-Mitte des Zuges. Dies wird in beiden Bezugssystemen festgestellt. Weil auch im Bezugssystem des Zuges die Lichtgeschwindigkeit in allen Richtungen gleich ist, ist das Ereignis Blitz vorne früher als das Ereignis Blitz hinten. Denn nach der Vorstellung der SRT addieren sich Geschwindigkeiten bei großen Geschwindigkeiten anders als nach der Galilei-Transformation gewohnt ist. Besonders wenn eine Geschwindigkeit vom Betrag c ist, ist die Summe und die Differenz vom Betrag her auch c. Die im System des Bahndamms unterschiedlichen Zeiten kommen aus der Lösung der Bewegungsgleichung.
Einstein hat es doch erklärt.
Zitat:
Paragraph 9 Die Relativität der Gleichzeitigkeit
Bisher haben wir unsere Betrachtung auf einen bestimmten Bezugskörper bezogen den wir als "Bahndamm" bezeichnet haben. Es fahre nun auf dem Geleise ein sehr langer Zug mit der konstanten Geschwindigkeit v der in der Abb. 1 angegebenen Richtung. Menschen, die in dem Zug fahren, werden mit Vorteil den Zug als starren Bezugskörper (Koordinatensystem) verwenden; sie beziehen alle Ereignisse auf den Zug. Jedes Ereignis, welches längs des Geleises stattfindet, findet dann auch in einem bestimmten Punkt des Zuges statt. Auch die Definition der Gleichzeitigkeit lässt sich in Bezug auf den Zug in genau derselben Weise geben, wie in Bezug auf den Bahndamm. Es entsteht nun naturgemäß folgende Frage:
Sind zwei Ereignisse (z.B. die beiden Blitzschläge A und B), welche in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, auch in Bezug auf den Zug gleichzeitig?
Wir werden sogleich zeigen, dass die Antwort verneinend lauten muss.
Wenn wir sagen, dass die Blitzschläge A und B in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, so bedeutet dies: die von den Blitzorten A und B ausgehenden Lichtstrahlen begegnen sich in dem Mittelpunkt M der Fahrdammstrecke A - B des fahrenden Zuges. Dieser Punkt M' fällt zwar im Augenblicke der Blitzschläge mit dem Punkte M zusammen, bewegt sich aber in der Zeichnung mit der Geschwindigkeit v des Zuges nach rechts. Würde ein bei M' im Zug sitzender Beobachter diese Geschwindigkeit nicht besitzen, so würde er dauerhaft in M bleiben, und es würden ihn dann die von den Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.h. diese beiden Lichtstrahlen würden sich gerade bei ihm begegnen. In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden. Die Beobachter, welche den Eisenbahnzug als Bezugskörper benutzen, müssen also zu dem Ergebnis kommen, der Blitzschlag B habe früher stattgefunden als der Blitzschlag A.
Zitat:
Würde ein bei M' im Zug sitzender Beobachter diese Geschwindigkeit nicht besitzen, so würde er dauerhaft in M bleiben, und es würden ihn dann die von den Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.h. diese beiden Lichtstrahlen würden sich gerade bei ihm begegnen.
Es geht um den Beobachter der sich in der Mitte befunden hat, als die beiden Lichtstrahlen gleichzeitig gestartet sind. Dieser Beobachter bewegt sich auf einen Lichtstrahl zu und sieht aus dem Grund diesen Lichtstrahl eher. Wir sollten schon an Einstein glauben.