hmpf hat geschrieben:Gott sind Sie dummdreist eingebildet.
Ich weiß einfach nur mehr als du, dass ist alles.
Ohne Treibhausgase würde die Atmosphäre vom Boden durch Wärmeleitung und Konvektion
und von der UV-Absorption des Ozons erwärmt.
Sie hätte aber keine Möglichkeit diese Wärme in den Weltraum abzustrahlen.
Also wäre sie wie in dem gut isolierten Zimmer überall genauso warm bzw. kalt wie der Erdboden.
Das ist jetzt aber schon Kindergartenniveau.
Bitte erst denken und dann schreiben!
Diese Vorstellung klingt auf den ersten Blick plausibel – ist aber physikalisch nicht korrekt, weil sie einige zentrale Punkte missversteht.
Wenn die Atmosphäre keine infrarote Strahlung absorbieren oder emittieren kann, ist sie IR-transparent.
Das bedeutet:
Die Sonnenstrahlung (kurzwellig) trifft auf die Erdoberfläche.
Die Erdoberfläche heizt sich auf und strahlt langwellige IR-Strahlung ab.
Diese IR-Strahlung geht direkt durch die Atmosphäre hindurch und entweicht ungehindert in den Weltraum.
Die Atmosphäre selbst wird kaum erwärmt, da sie weder absorbieren noch emittieren kann.
Die Atmosphäre bleibt weitgehend kalt, während die Erdoberfläche heißer wird, um die eingestrahlte Sonnenenergie wieder loszuwerden.
Die Atmosphäre würde durch Wärmeleitung und Konvektion vom Boden erwärmt.
Das ist nur sehr begrenzt richtig:
Wärmeleitung:
Luft hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit.
Die Erwärmung durch reine Wärmeleitung ist extrem ineffizient – und reicht nur für wenige Zentimeter bis Meter in der Nähe des Bodens.
Konvektion:
Damit Konvektion wirkt, muss warme Luft aufsteigen.
Aber warme Luft verliert beim Aufsteigen Energie durch Expansion (adiabatische Abkühlung).
Ohne Treibhausgase gibt es keinen Abstrahlverlust oben – also keinen Antrieb für dauerhafte Konvektion.
Fazit: Wärmeleitung und Konvektion können nicht die ganze Atmosphäre dauerhaft erwärmen.
Ja, Ozon absorbiert UV-Strahlung in der Stratosphäre.
Aber:
Die UV-Absorption durch Ozon wirkt oberhalb von ~15–20 km – das betrifft also nicht die Troposphäre (die Wettschicht).
Ohne Treibhausgase ist die Energieverteilung in der Atmosphäre stark gestört:
Oben wird es durch UV etwas wärmer.
Unten wird es warm durch Sonnenlicht auf dem Boden.
Aber dazwischen bleibt es kalt, weil kein effektiver Energieaustausch mehr stattfinden kann.
Also wäre sie wie in dem gut isolierten Zimmer überall genauso warm.
Das ist ein falsches Analogiemodell:
Ein isoliertes Zimmer verhindert Wärmeverlust – die Erde verliert ständig Wärme durch Strahlung ins All.
Ohne treibhausaktive Gase kann nur die Oberfläche strahlen – nicht die Atmosphäre.
Daher muss die Oberfläche heißer werden, um die volle Energiemenge loszuwerden.
Die Atmosphäre bleibt dabei größtenteils kühl, weil sie nicht direkt an diesem Strahlungsprozess teilnimmt.