Warum ist es auf dem Berg kalt?

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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon hmpf » Sa 19. Jul 2025, 10:48

Skeptiker hat geschrieben:... Ohne Konvektion gäbe es keinen Transport dieser Energie in emittierende Höhen – das ist wie ein Heizkörper ohne Kamin.

Was Laien sich so ausdenken!
Schon mal etwas von elektrischen (Fußboden-)Heizkörpern gehört?
Wozu bräuchten die einen Kamin?
Nochmal:
Aufsteigende Luftpakete transportieren Wärme nach oben.
Absteigende Luftpakete entziehen unteren Luftschichten die Wärme.
Beide Massenströmungen sind exakt gleich groß und kompensieren sich deshalb zu 100 %.
Die Treibhausgase strahlen ja nachweislich aus -60°C kalten Luftschichten messbar in den Weltraum:
Bild
Was soll das kindliche Gefasel, dass die Treibhausgase nur strahlen könnten, weil Ihnen durch
Luftströmungen Wärme zugeführt würde.
Was Laien sich so ausdenken ist schon erstaunlich!
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon hmpf » Sa 19. Jul 2025, 10:57

Skeptiker hat geschrieben:... Wärmeleitung ist in der Atmosphäre nur in sehr dünnen Schichten (z. B. direkt über dem Boden) relevant. ...

Durch Wiederholungen werden aus Ihren Lügen auch keine Wahrheit.
Zitieren Sie doch einfach mal eine Quelle, die auch behaupten würde, dass die Wärmeleitfähigkeit von Luft
(0,025 W/(m·K)) nur über wenige Zentimeter gelten würde.
Einfach mal mit banaler Logik gefragt:
Wie kann aufsteigende Luft denn ohne Wärmeleitung die Wärme an die Luftmoleküle oben abgeben?
Hier noch eimal eine kleine Einführung:
https://physikkommunizieren.de/themenfe ... ekaelte/c/
Bild
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Zuletzt geändert von hmpf am Sa 19. Jul 2025, 11:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Sa 19. Jul 2025, 10:58

hmpf hat geschrieben:Aufsteigende Luftpakete transportieren Wärme nach oben.
Absteigende Luftpakete entziehen unteren Luftschichten die Wärme.
Beide Massenströmungen sind exakt gleich groß und kompensieren sich deshalb zu 100 %.

Was physikalisch falsch oder irreführend ist:
1. „Auf- und Abwärtsbewegung kompensieren sich zu 100 %.“
Falsch im Kontext des Energieflusses.
Dass Luftmassen gleich viel auf- wie absteigen (wegen Massenerhaltung), heißt nicht, dass sich der Energietransport dadurch aufhebt.
Aufsteigende Luft transportiert Wärme nach oben, wo sie (durch Strahlung) in den Weltraum abgegeben wird.
Absteigende Luft ist kälter – sie bringt also keine neue Energie zurück nach unten, sondern schließt lediglich den Zirkulationskreislauf.

2. „Konvektion kann keine Temperaturdifferenz erzeugen oder aufrechterhalten.“
Konvektion entsteht gerade wegen Temperaturdifferenzen (durch Instabilität und Dichteunterschiede).
Aber sie ist auch der Hauptmechanismus, der in der Troposphäre die Temperatur verteilt und Energie nach oben bringt.
Konvektion + Strahlung zusammen ermöglichen den Energieabfluss aus der Atmosphäre – das ist essenziell für das Temperaturprofil.

3. „Fußbodenheizung braucht keinen Kamin“
Ein Vergleich mit einem geschlossenen Heizsystem (z. B. elektrische Heizung) ist irrelevant für ein offenes System wie die Atmosphäre.
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon hmpf » Sa 19. Jul 2025, 11:13

Skeptiker hat geschrieben:...
1. „Auf- und Abwärtsbewegung kompensieren sich zu 100 %.“
Falsch im Kontext des Energieflusses.
Dass Luftmassen gleich viel auf- wie absteigen (wegen Massenerhaltung), heißt nicht, dass sich der Energietransport dadurch aufhebt.
Aufsteigende Luft transportiert Wärme nach oben, wo sie (durch Strahlung) in den Weltraum abgegeben wird.
...

Kindchen, Sie springen zwischen zwei Welten hin und her. Merken Sie das nicht?
Ohne Treibhausgase gäbe es keinen Temperaturabfall mit der Höhe.
Dann würden auf- und absteigende Luftpakete sich komplett zu 100 % kompensieren.

Sie sagen: ja, aber oben verschwindet ja Wärme ins Weltall, also transportiert die Konvektion Wärme nach oben.
Das stimmt, aber nur solange, wie da oben etwas existiert, das Wärme verschwinden lassen kann.
Und das können nun mal nur Gase sein, die im Bereich von 5 bis 50 µm strahlen können, namentlich die Treibhausgase.

Was Laien sich so ausdenken ist schon haarsträubend!
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Sa 19. Jul 2025, 11:56

hmpf hat geschrieben:Zitieren Sie doch einfach mal eine Quelle, die auch behaupten würde, dass die Wärmeleitfähigkeit von Luft
(0,025 W/(m·K)) nur über wenige Zentimeter gelten würde.
Was Laien sich so ausdenken ist schon erstaunlich!

Die Aussage, dass Wärmeleitung in Luft (bei typischen atmosphärischen Bedingungen) nur über wenige Zentimeter wirksam ist, stammt nicht daher, dass die Wärmeleitfähigkeit selbst sich mit der Strecke ändert – die Wärmeleitfähigkeit ist ein Materialparameter und konstant (für Luft bei 20 °C etwa 0,025 W/(m·K), wie korrekt zitiert).
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Frau Holle » Sa 19. Jul 2025, 12:23

hmpf hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Als kinetische Energie wird sie verbraucht bzw. umgewandelt. Die Gasteilchen stoßen sich mit ihrer kinetischen Wärmeenergie unten ab, wo die Dichte größer ist, das "Material" sozusagen fester, und bewegen sich deshalb nach oben. Dabei nimmt ihre kinetische Energie natürlich ab, d.h. ihre Wärme, und ihre potentielle Energie nimmt zu, wie es sich gehört.
So ist es letztlich der dauerhafte Druckabfall mit der Höhe im Gravitationsfeld, der für den dauerhaften Temperaturgradienten verantwortlich ist. Die Meteorologen haben völlig recht. 

Ich habe noch nie gelesen, dass bei der Erklärung des Temperaturverlaufs in der Atmosphäre
die potentielle Energie der Moleküle berücksichtigt wurde.

Jetzt hast du es gelesen. Verstehen solltest du es eigentlich auch. So schwer ist das ja nicht.

Die grundlegenden Gesetze der klass. Mechanik werden nicht ungültig, nur weil es sich um Gas handelt. Berücksichtigt wird bekanntlich der Luftdruck, der sich durch die Schwerkraft ergibt, wie jeder echte Physiker weiß.

hmpf hat geschrieben:Die Gasmoleküle haben ja auch gar nicht die Möglichkeit, ihre potentielle Energie durch einen freien Fall in kinetische Energie umzuwandeln.

Sie fallen runter wie jedes andere massebehaftete Objekt, was jeder echte Physiker weiß. Zweifelsfrei bewiesen durch zunehmenden Luftdruck mit abnehmender Höhe.

hmpf hat geschrieben:Was Laien sich so ausdenken ist schon erstaunlich!

Was angebliche Diplomphysiker nicht verstehen allerdings auch.

Als Wink mit dem Zaunpfahl hatte ich bereits darauf hingewiesen:
Solltest vllt. erst mal lernen was Temperatur ist.
Tipp: Es ist nicht Strahlung, sondern Bewegung von Atomen und Molekülen.

Aber deiner naiven Schilderung nach ist Wärme wohl etwas, das quasi in Säcke gepackt, herumtransportiert und irgendwo anders häppchenweise abgeben wird, wo es dann für immer rumlungert oder weiterverschenkt wird.
 
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon hmpf » Sa 19. Jul 2025, 12:36

Skeptiker hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Zitieren Sie doch einfach mal eine Quelle, die auch behaupten würde, dass die Wärmeleitfähigkeit von Luft
(0,025 W/(m·K)) nur über wenige Zentimeter gelten würde.
Was Laien sich so ausdenken ist schon erstaunlich!

Die Aussage, dass Wärmeleitung in Luft (bei typischen atmosphärischen Bedingungen) nur über wenige Zentimeter wirksam ist, stammt nicht daher, dass die Wärmeleitfähigkeit selbst sich mit der Strecke ändert – die Wärmeleitfähigkeit ist ein Materialparameter und konstant (für Luft bei 20 °C etwa 0,025 W/(m·K), wie korrekt zitiert).

Damit widerlegen Sie sich ja selbst!
Rein von der Logik her: Wie kann die Wirksamkeit der Wärmeleitung nach wenigen Zentimetern verschwinden,
wenn der einzige Parameter, der das Maß der Wärmeleitfähigkeit kennzeichnet, sich gar nicht ändert?

Zitieren Sie eine Quelle, die auch solch einen Unfug behauptet!
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon hmpf » Sa 19. Jul 2025, 12:38

Frau Holle hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Als kinetische Energie wird sie verbraucht bzw. umgewandelt. Die Gasteilchen stoßen sich mit ihrer kinetischen Wärmeenergie unten ab, wo die Dichte größer ist, das "Material" sozusagen fester, und bewegen sich deshalb nach oben. Dabei nimmt ihre kinetische Energie natürlich ab, d.h. ihre Wärme, und ihre potentielle Energie nimmt zu, wie es sich gehört.
So ist es letztlich der dauerhafte Druckabfall mit der Höhe im Gravitationsfeld, der für den dauerhaften Temperaturgradienten verantwortlich ist. Die Meteorologen haben völlig recht. 

Ich habe noch nie gelesen, dass bei der Erklärung des Temperaturverlaufs in der Atmosphäre
die potentielle Energie der Moleküle berücksichtigt wurde.

Jetzt hast du es gelesen. Verstehen solltest du es eigentlich auch. So schwer ist das ja nicht. ...

Zitieren Sie eine Quelle, die auch solch einen physikalischen Unfug behauptet!
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Sa 19. Jul 2025, 12:41

hmpf hat geschrieben:Ohne Treibhausgase gäbe es keinen Temperaturabfall mit der Höhe.

In so einer Atmosphäre ohne Treibhausgase leben wir aber nur mal nicht. Das Treibhausgase mitentscheident sind für den Energiefluss ist allgemein bekannt und dahinter versteckt sich keine Verschwörung oder ähnliches.
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Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Sa 19. Jul 2025, 12:46

hmpf hat geschrieben:Damit widerlegen Sie sich ja selbst!
Rein von der Logik her: Wie kann die Wirksamkeit der Wärmeleitung nach wenigen Zentimetern verschwinden,
wenn der einzige Parameter, der das Maß der Wärmeleitfähigkeit kennzeichnet, sich gar nicht ändert?

Sie verschwindet nicht. Die vertikale Wärmeleitung in der Atmosphäre ist rechnerisch vorhanden, aber so extrem ineffizient, dass sie im Vergleich zu Konvektion und Strahlung praktisch keine Rolle spielt. Sie kann den vorhandenen Temperaturgradienten den wir in der Troposphäre vorfinden nicht erklären.
Die vertikale Wärmeleitung in der Atmosphäre ist rechnerisch vorhanden, aber so extrem ineffizient, dass sie im Vergleich zu Konvektion und Strahlung praktisch keine Rolle spielt.
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