rmw hat geschrieben:Das ist genau so sinnvoll wie wenn jemand am Bahnsteig steht und einen Ball wirft und dann glaubt im Inertialsystem des vorbei fahrenden Zugs müßte der Ball die gleiche Geschwindigkeit haben, nur weil in seinen Bewegungsgleichungen für den Ball kein anderes Inertialsystem berücksichtigt wird.
Das wäre völlig die gleiche Schlußfolgerung.
Ist es nicht, denn in den Maxwell-Gleichungen kommt kein Bezugssystem vor. In der klassischen Mechanik (Galilei-Transformation) hängt eine Geschwindigkeit aber immer vom Beobachter ab. Wenn du in einem Zug fährst, misst du für einen geworfenen Ball eine andere Geschwindigkeit als jemand am Bahnsteig.Die Maxwell-Gleichungen sagten: Die Geschwindigkeit ist immer

, egal wer misst.Die Newton’sche Mechanik sagte: Das kann nicht sein, Geschwindigkeiten müssen sich addieren (

).Physiker vor Einstein dachten deshalb, die Maxwell-Gleichungen würden nur in einem einzigen speziellen Bezugssystem exakt gelten: dem ruhenden Äther. Erst Albert Einstein wagte den Schluss, dass die Maxwell-Gleichungen in allen Bezugssystemen exakt so stehen bleiben dürfen, was bedeutete, dass nicht die Lichtgeschwindigkeit variabel ist, sondern Zeit und Raum es sein müssen.