Realität-mal-so-mal-so

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » So 22. Sep 2024, 13:17

Lagrange hat geschrieben:Es gibt keine experimentelle Bestätigung der SRT.

Gibts schon.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Kurt » So 22. Sep 2024, 13:17

Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Nö, die Realität erschlägt die Märchenwelt. c +/- v
.

Das ist bloß eine haltlose Behauptung, so wie die Behauptung dem Radargerät würde noch ein Wert fehlen. Das lagst du ja auch falsch.


Ist eine bewiesene Behauptung, der Wert ist auch klar, er ist anteilmässig der Erdrotation. (am Äquator ca 500 m/s)
An den Polen ist er Null, da gibts dann c +/- null. Ansonsten c +/- v

Also abhängig von der Sendeposition des SAT im ECI in Bezug zum Empfänger.

Kurt

.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » So 22. Sep 2024, 13:24

Kurt hat geschrieben:Ist eine bewiesene Behauptung, der Wert ist auch klar, er ist anteilmässig der Erdrotation. (am Äquator ca 500 m/s)
.

Im GPS-System wird die Lichtgeschwindigkeit nicht abweichend von der konstanten Lichtgeschwindigkeit c gemessen. Die Lichtgeschwindigkeit bleibt in einem Vakuum gemäß der speziellen Relativitätstheorie konstant bei c = 299.792.458 m/s, unabhängig vom Bezugssystem oder der Bewegung der Quelle.

Allerdings gibt es einige Effekte, die bei der Berechnung der Lichtlaufzeit im GPS-System berücksichtigt werden müssen:

1. **Atmosphärische Effekte**: Die Lichtgeschwindigkeit in der Atmosphäre (insbesondere in der Ionosphäre und Troposphäre) ist aufgrund von Brechungseffekten geringer als im Vakuum. Diese Effekte werden durch Korrekturmodelle berücksichtigt, um die genaue Entfernung zwischen Satellit und Empfänger zu berechnen.

2. **Relativistische Effekte**: Auch wenn die Lichtgeschwindigkeit selbst nicht von den relativistischen Effekten beeinflusst wird, beeinflussen Effekte wie die Zeitdilatation (durch die Bewegung der Satelliten) und die Gravitation (durch die unterschiedliche Stärke des Gravitationsfeldes auf der Erde und in der Satellitenbahn) die gemessene Zeit. Diese Zeitabweichungen müssen korrigiert werden, damit die berechneten Entfernungen und Positionen korrekt sind.

Zusammenfassend: Die Lichtgeschwindigkeit im GPS-System wird nicht abweichend von c gemessen, aber die Laufzeiten des Signals müssen aufgrund atmosphärischer und relativistischer Effekte korrigiert werden, um präzise Positionen zu bestimmen.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » So 22. Sep 2024, 13:30

@Skeptiker

Sagnac-Effekt hast du vergessen.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Kurt » So 22. Sep 2024, 13:33

Skeptiker hat geschrieben:Zusammenfassend: Die Lichtgeschwindigkeit im GPS-System wird nicht abweichend von c gemessen, aber die Laufzeiten des Signals müssen aufgrund atmosphärischer und relativistischer Effekte korrigiert werden, um präzise Positionen zu bestimmen.


Du hast das entscheidende "vergessen".
Die unterschiedliche Geschwindigkeit, mit der das Signal auf den Empfänger zukommt, also aus seiner Sicht, muss korrigiert werden damit die POS richtig berechnet werden kann.
Ergibt: c +/- v

Kurt

.
Zuletzt geändert von Kurt am So 22. Sep 2024, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » So 22. Sep 2024, 13:34

Lagrange hat geschrieben:@Skeptiker

Sagnac-Effekt hast du vergessen.

Der ist nicht vergessen aber auch da wird keine von c abweichende Lichtgeschwindigkeit gemessen.

Beim Sagnac-Effekt wird keine von der Lichtgeschwindigkeit c abweichende Lichtgeschwindigkeit gemessen, aber der Effekt führt zu einer Verschiebung der Phasen oder Laufzeiten von Lichtsignalen, die sich in einem rotierenden Bezugssystem bewegen. Dieser Effekt tritt auf, weil sich das rotierende System (z.B. ein GPS-System auf der rotierenden Erde) relativ zum Licht bewegt.

Im Detail:

1. **Sagnac-Effekt**: Der Sagnac-Effekt tritt auf, wenn zwei Lichtstrahlen im gleichen rotierenden Bezugssystem in entgegengesetzte Richtungen um eine Achse herum gesendet werden (zum Beispiel in einem Interferometer). Obwohl sich beide Lichtstrahlen mit der gleichen Lichtgeschwindigkeit c relativ zu einem Inertialsystem bewegen, legt der Lichtstrahl, der sich in Richtung der Rotation bewegt, eine größere Strecke relativ zum rotierenden Bezugssystem zurück als der entgegengesetzte Lichtstrahl. Dadurch benötigt der in Drehrichtung laufende Strahl mehr Zeit, um eine volle Runde zu absolvieren, während der Strahl entgegen der Drehrichtung weniger Zeit benötigt.

2. **Auswirkung auf GPS**: Im GPS-System spielt der Sagnac-Effekt eine Rolle, weil die Erde rotiert und die Satelliten sich in einem rotierenden Bezugssystem relativ zu einem Empfänger auf der Erdoberfläche befinden. Die Signale der Satelliten legen je nach Richtung (relativ zur Erdrotation) unterschiedliche Entfernungen zurück. Dieser Effekt wird bei den Zeit- und Positionsberechnungen im GPS-System berücksichtigt.

Es wird also nicht direkt eine "abweichende" Lichtgeschwindigkeit gemessen, sondern die Laufzeiten der Lichtsignale variieren aufgrund der Relativbewegung von Sender (Satellit) und Empfänger (auf der rotierenden Erde). Der Sagnac-Effekt wird durch präzise Korrekturen in den Berechnungen des GPS-Systems berücksichtigt.

Die Lichtgeschwindigkeit selbst bleibt jedoch auch im rotierenden Bezugssystem konstant bei c . Der Sagnac-Effekt bezieht sich auf die veränderten Laufzeiten des Lichts aufgrund der Rotation des Bezugssystems, nicht auf eine tatsächliche Änderung der Lichtgeschwindigkeit.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Frau Holle » So 22. Sep 2024, 13:37

bumbumpeng hat geschrieben:
Einstein hat geschrieben:Würde ein bei M' im Zuge sitzender Beobachter
diese Geschwindigkeit nicht besitzen, so würde er dauernd in M bleiben, und es würden ihn
dann die von den Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.
h., diese beiden Strahlen würden sich gerade bei ihm begegnen. In Wahrheit aber eilt er (vom
Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem
von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B
ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden.

Völlig normal.
Ganz gewöhnliche Laufzeitunterschiede.

Genau. Für unterschiedlich lange Wege braucht das Licht bei konstanter Geschwindigkeit eben unterschiedlich lang. Völlig normal.

bumbumpeng hat geschrieben:Die Ereignisse sind definitiv gleichzeitig.

Für so eine Aussage muss Gleichzeitigkeit erst mal definiert sein. Und so wie sie definiert ist, sind sie im Zug definitiv nicht gleichzeitig.

bumbumpeng hat geschrieben:Die Wahrnehmung ist lediglich unterschiedlich im Zug.

Die Wahrnehmung ist die Realität. Real ist, was gemessen wird.

Orte und Zeiten der Ereignisse werden mit Messgeräten eindeutig festgestellt: Im Zug zwei verschiedene Orte, gemessen mit einem Meterstab, und zwei verschiedene Zeiten, gemessen mit synchronisierten Zug-Uhren, also definitiv nicht gleichzeitig. Am Bahndamm zwei verschiedene Orte, gemessen mit einem Meterstab, und zwei gleiche Zeiten, gemessen mit synchronisierten Bahnhofs-Uhren, also definitiv gleichzeitig.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am So 22. Sep 2024, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » So 22. Sep 2024, 13:37

Skeptiker hat geschrieben:...
Die Lichtgeschwindigkeit selbst bleibt jedoch auch im rotierenden Bezugssystem konstant bei c . Der Sagnac-Effekt bezieht sich auf die veränderten Laufzeiten des Lichts aufgrund der Rotation des Bezugssystems, nicht auf eine tatsächliche Änderung der Lichtgeschwindigkeit.

Das ist Unsinn. Veränderte Laufzeit zeigt die Änderung der Lichtgeschwindigkeit.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Kurt » So 22. Sep 2024, 13:37

Skeptiker hat geschrieben:Die Lichtgeschwindigkeit selbst bleibt jedoch auch im rotierenden Bezugssystem konstant bei c .


Beim GPS gibt es kein rotierendes Bezussystem.
Hier gilt c +/- v aus Sicht des Empfängers.

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Frau Holle » So 22. Sep 2024, 13:42

Lagrange hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:...
Die Lichtgeschwindigkeit selbst bleibt jedoch auch im rotierenden Bezugssystem konstant bei c . Der Sagnac-Effekt bezieht sich auf die veränderten Laufzeiten des Lichts aufgrund der Rotation des Bezugssystems, nicht auf eine tatsächliche Änderung der Lichtgeschwindigkeit.

Das ist Unsinn. Veränderte Laufzeit zeigt die Änderung der Lichtgeschwindigkeit.

Das ist Unsinn. Veränderte Laufzeit zeigt die Änderung des Laufwegs bei konstanter Lichtgeschwindigkeit.
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