Gerhard Kemme hat geschrieben: Sa 13. Jun 2009, 08:44
"Heinrich Katscher hat geschrieben: den zitierten Auszügen nach scheinen Gelassenheit und Höflichkeit für Ihre Meinungsäusserungen und Argumente überflüssig und unnötig zu sein. Daran stosse ich mich."
Das sind doch aus der Luft gegriffene Behauptungen. Was da unsachlich oder unhöflich gewesen sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis...........
Dies geht aus Ihrer einleitenden Frage und meinem Kommentar hervor:
"Erstmal frage ich mich, warum User, die nach eigener Angabe weiter östlich ihr Zuhause haben, ständig über bundesdeutsche Politik und die deutsche Gesellschaft schreiben............
„:Ich fordere sachliche Gegenagumente und Ausführungen,die ohne Argwohn (nach eigener Angabe), Diskriminierung (östlich) und Übertreibung (ständig) sind.“
Gerhard Kemme hat geschrieben:..........dann wirst du (bei Diskussionen) akzeptieren müssen, dass du einen Beitrag schreibst und ich darauf eine Antwort formuliere, wobei du deinen Beitrag so schreibst, wie du es für richtig hältst und ich die Antwort so verfasse, wie ich es gut finde.
Diese Erklärung nehme ich zur Kenntnis. Das Verhalten und die Ausdrucksweise der User wird durch die Kinderstube und die Gesellschaftsgruppe beeinflusst, in der er aufgewachsen ist und in welcher er sich bewegt oder welcher er angehört. Ich bin ein alter Mann und nicht gewillt, die Ungeschliffenheiten der Nachkriegs-Generation ungerügt hinzunehmen .
Gerhard Kemme hat geschrieben:
........... wenn ständig von der Europäischen Union die Rede ist, die ich als ziemlich negativ wahrnehme, dann frage ich mich andrerseits, woher denn der ganze Streit z.B. im damaligen Jugoslawien und auch zwischen Tschechien und der Slowakai gekommen ist. ................ bei mir spielt es auf jeden Fall eine Rolle Neues zu erfahren und das ist glaube ich auch im Interesse von Lesern, dass auch mal einige Hintergrundinformationen geliefert werden.
Auf diese Fragen will ich versuchen, zu antworten, wobei meine Erinnerungen nach Goethe Dichtung und Wahrheit, jedoch keine Geschichtsschreibung sind:
Jugoslavien:
Die Partisanen des Kommunisten Tito liquidierten 1944 die von den Deutschen unterstützte faschistische Ustascha-Bewegung in Juigoslawien , was zur Folge hatte, dass die Deutschen den Balkan räumen mussten.
Tito verhinderte Stalin, nach 1945 auf dem Balkan Fuss zu fassen, was diesen so erbitterte, dass Tito als „blutiger Hund“ exkomuniziert wurde. Dies kam den Alliierten so gelegen, dass sie den jugoslawischen Kommunismus mit allen Kräften unterstützten.
Nach Titos Tod erinnerten sich die Deutschen an die erlittene Schlappe und unterstützten als Drahtzieher der EU die Bestrebungen des reichen Sloweniens, sich vom armen Serbien zu trennen. Gleichlaufend damit schürten sie Feindseligkeiten zwischen den kristlichen un muslemischen Serben und Kroaten und benützten die nach Freiheit strebenden Albanen als 5. Kolonne, was zum Bürgerkrieg mit allen seinen allseitigen Grausamkeiten führte. Serbien mussste unterliegen, weil die Übermacht der von der EU unterstützten Slowenen und Albanen zu gross war, sodass R.Karadzicz und R.Mladic als die Kriegsverbrecher verurteilt wurden, die den Bürgerkrieg verursachten.
Tschechien und die Slowakei:
Um die durch das Münchener Abkommen geschwächte Tschechoslowakei ganz zu zerschlagen, bewog Hitler während des Einmarsches seiner Armee im März 1939 den faschistisch gesinnten katholischen Pfarrer Jozef Tiso, die Slowakei als autonome Republik zu erklären. Als Verbündeter Hitlers und Kriegsverbrecher wurde der Genannte im Jahre 1947 hingerichtet.
Im Feber 1948 machten die tschechoslowakischen Bürgerparteien schwere Fehler, was den Kommunisten ermöglichte, die Macht zu ergreifen. Ihre Herrschaft wurde im Jahr 1968 erschüttert, mit internationaler und Walter Ulbrichts Hilfe jedoch neu geflickt, was durch Bindestrich und Grosschreibung im offiziellen Namen `Cesko-Slovenska socialisticka republika petrifiziert wurde.
Schon damals ging die Fama, der nächste nichtkommunistische Präsident werde Vaclav Havel sein.
Die Privatbesuche Helmuth Kohls bei ihm verstärkten diese Gerüchte.
Vaclav Havel war dann der Mann, der im Jahre 1989 mit den kommunistischen Machthabern der CSSR die „unblutige Revolution“ verabredete und „vom dankbaren Volk“ als Präsident der wiedervereinten und beffreiten Tschechoslowakischen föderativen Republik gewählt wurde.
Dass viele Kommunisten dabei zu Kapitalisten wurden, ist bekannt.
Die Autonomie der Slowakei war jedoch nicht vergessen und führte im Jahre 1993 zur friedlichen Trennung. Von öffentlich ausgetragenem Streit zwischen Tschechen und Slowaken kann keine Rede sein.
Was hinter verschlossenen Türen ausgetragen und ausgehandelt wurde, ist nicht bekannt.
Heute sind beide Staaten in der EU und es gibt bestimmt genung Leute, die dabei reich geworden sind.
Mit freundlichem Gruss
Heinrich Katscher