Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

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Adiabatische Verdichtung

Beitragvon rmw » Di 20. Jan 2015, 12:06

Spacerat hat geschrieben:Dann wäre so ein Kompressor also mehr oder weniger ein Zwischending zwischen adibiat und isotherm.

Ist es. Um so höher die Drehzahl umso weniger ist Zeit Wärme an die Zylinderwände abzugeben, umso näher ist es an einer adiabatischen Verdichtung. Hängt natürlich von der Art der Kühlung auch ab.
Isotherm ist es nicht einmal wenn du einen Fahradreifen mit einer Handpumpe aufpumpst. Wenn du rasch pumst wird die Pumpe warm. Desto langsamer du pumpst umso näher kommst du der isothermen Verdichtung, den dann hat das Gas Zeit zum abkühlen.
Bei Kompressoren oder Motoren bist du recht nahe an der adiabatischen Verdichtung. Wie gesagt ein Dieselmotor braucht sogar die hohe Temperatur. Die Luft muß dort so heiß werden dass sich der Dieselkraftstoff selbst entzündet.
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auch die Konkurrenz schläft nicht

Beitragvon Yukterez » Di 20. Jan 2015, 12:54

Bis zu welchem Grad der Prozess isotherm oder adiabatisch ist hängt nur von der Konstruktion und dem Tempo ab. Das zu beurteilen ist aus der Ferne eher spekulativ, aber im Grunde auch egal da es so oder so ein Nullsummenspiel bleibt (so wie es bei der Kompression läuft geht es auch bei der Expansion zu).

Am besten ist ja die Erfahrungsbeichte dieses Hohlscheibenbewohners, der sein gesamtes Erbe für ein "Peteto Umobile" verprasst hat: 50000€ futsch Bild

Mich über den Schaden freuend,

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Di 20. Jan 2015, 14:01

Wie die Berechnung wirklich erfolgen sollte, weiß hier wahrscheinlich niemand, wir sind weder professionelle Thermodynamiker und es fehlen auch entsprechende Simulationsprogramme.
Das ganze Luftsystem ist ja höchst komplex zu betrachten.
Direkt im Kompressor wird es, wie auch einige hier schon angemerkt haben, eher adiabatisch ablaufen. Allerdings wird sich der Kompressor natürlich bei einer Betriebstemperatur einpendeln - da möge mal jemand versuchen wirklich exakt auszurechnen, was passiert wenn man Luft beim ansaugen schon mal in einen 70 oder 80° heißen Zylinder bringt und dann noch verdichtet.
Dann wird die verdichtete Luft ziemlich sicher in einen Ausgleichbehälter kommen - da wird's auch Wärmeverluste geben und außer Highway wird wohl jeder einsehe, dass diese Verluste definitiv weg sind.
In den Auftriebsbehälter wird dann die unbekannt warme Luft eingeblasen und da sich das Ding langsam dreht, wird sich an der Temperatur wieder etliches durch Wärmeaustausch und durch die Expansion ändern, bevor die Luft oben wieder aus dem Behälter rausgelassen wird. Das wird dann eher in Richtung isotherme Expansion gehen.
Das kann man aber so kompliziert betrachten wie man will, entscheidend ist, dass dennoch an keiner Stelle und niemals irgendwo mehr an Energie existiert, als man hineinsteckt.
Außer Highway, der da 550 J reinsteckt und 600 J rausbekommt, hat das auch jeder hier kapiert. Aber alle Anderen außer Highway sind ja auch zu blöd um etwas von Thermodynamik zu verstehen. :o
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Re: auch die Konkurrenz schläft nicht

Beitragvon Ernst » Di 20. Jan 2015, 14:19

Yukterez hat geschrieben:Am besten ist ja die Erfahrungsbeichte dieses Hohlscheibenbewohners, der sein gesamtes Erbe für ein "Peteto Umobile" verprasst hat: 50000€ futsch [/img]

Auszug daraus:
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Bitte geben Sie diese Mail an alle weiter, die sich für die FELIX WÜRTH AG
interessieren.

Highway wäre 'ne gute Adresse. :)
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Dreistigkeit

Beitragvon rmw » Di 20. Jan 2015, 14:29

Das Groteske ist am Anfang glaubt ein Teil dieser Experten wahrscheinlich wirklich daran.
Dann sehen sie immer mehr dass es nicht funktioniert.
Am Ende ist es nur noch Betrug.
Die Dreistigkeit wieviel Geld sie für einen "Workshop" verlangen sagt alles.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 20. Jan 2015, 14:30

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das Ding beim Namen genannt

Beitragvon Yukterez » Di 20. Jan 2015, 14:55

http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0904S25-30.pdf hat geschrieben:„Münchhausen-Effekt“

Treffende Bezeichnung Bild

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Mahag ist überall

Beitragvon fallili » Di 20. Jan 2015, 15:11

Highway befindet sich in durchaus guter Gesellschaft.
Gestern war eine Reportage über das Ruhrgebiet mit den alten Bergwerken die ständig abgepumpt werden müssen. Schön gemacht mit schönen Darstellungen der "Unterwelt" und dem Röhren und dem Pumpensystem, wenn man hier wohnt bleibt man beim Zappen da hängen.
Dann aber kam es.
Es wurde berichtet, dass für die Zukunft auch Fallrohre geplant sind an derem unteren Ende dann Generatoren vorhanden sind.
Gesagt wurde, dass das Wasser runterströmt - dort elektrische Energie erzeugt wird und wenn das Wasser wieder hochgepumpt wird, kann der Kreislauf von vorne beginnen. Stimmt ja durchaus - das kann man schon machen wenn man lustig ist - auch wenn ich da noch nicht den Sinn der Sache begriffen habe.
Und dann kam aber die Aussage die mich vom Sofa gehaut hat:
Auf diese Weise kann in Zukunft im Ruhrgebiet auch in den Stollen Öko-Strom erzeugt werden.

Blöderweise weiß ich nicht mehr welcher Sender es war - ich glaub im WDR.
Weiß jemand ob Highway beim WDR arbeitet, das würde einiges erklären?
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Speicherkraftwerk

Beitragvon rmw » Di 20. Jan 2015, 15:21

fallili hat geschrieben:Gesagt wurde, dass das Wasser runterströmt - dort elektrische Energie erzeugt wird und wenn das Wasser wieder hochgepumpt wird, kann der Kreislauf von vorne beginnen.

Ja die Vorstellungen mit dem Wasser zurück hinauf pumpen habe ich auch schon gehört.

Allerdings pumpt man bewußt Wasser in Speicherkraftwerke um zu Zeiten von viel Wasser und wenig Stromverbrauch für Zeiten mit wenig Wasser und viel Stromverbrauch vorzusorgen. Dass man dabei entsprechende Verluste hat weis man natürlich.
Aber es kann billiger sein als zusätzliche thermische Kraftwerke (Kohle , Öl) zu betreiben.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Yukterez » Di 20. Jan 2015, 15:32

Kippen die das Wasser denn in das selbe Rohr zurück aus dem sie es gepumpt haben? Wenn man aus einem Stollen überflüssiges Wasser abpumpen muss stellt sich ja immer die Frage wohin dann mit dem ganzen Nass. Wenn man daneben eine Grube hat in der das Wasser nicht stört oder abfließen kann kann man es natürlich schon dort reinkippen um Energie zu gewinnen, allerdings natürlich nicht mehr als man beim Hochpumpen verbraucht hat. Da die ganze Energie normalerweise sowieso verloren wäre freut man sich natürlich wenn man einen Teil davon wieder zurückgewinnen kann.

Die Sendung leider nicht gesehen habend,

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