Realität-mal-so-mal-so

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mo 16. Sep 2024, 12:39

Lagrange hat geschrieben:Keine dieser Messungen stimmt mit der Theorie überein.

5 Dezimalstellen finde ich schon sehr übereinstimmend.


Ich kann jetzt die Arbeit nicht finden, die dies erklärt.

Es hält dich niemand vom Suchen ab.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mo 16. Sep 2024, 12:52

Frau Holle hat geschrieben:...
Lagrange hat geschrieben:Auch wenn das stimmen sollte es fehlt immer noch der Einfluss der Sonnenatmosphäre (Lichtbrechung).

Wo fehlt der? Wenn es stimmen sollte, dann existiert der Einfluss nicht oder wurde mit einberechnet, logischerweise. Sonst könnten die Berechnungen ja nicht mit den Messungen übereinstimmen, du Schlaumeier. :lol:
...

Der Einfluss wurde überhaupt nicht betrachtet. :lol:
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mo 16. Sep 2024, 12:56

Lagrange hat geschrieben:Der Einfluss wurde überhaupt nicht betrachtet. :lol:

Auch das ist natürlich nicht korrekt und ist lange bekannt.

Die **Sonnenatmosphäre** kann tatsächlich eine Rolle bei der Beobachtung der Lichtablenkung spielen, insbesondere bei Experimenten, die die Ablenkung des Lichts von Sternen in der Nähe der Sonne messen. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die den Einfluss der Sonnenatmosphäre betreffen:

### 1. **Brechungseffekte durch die Sonnenkorona**
Die äußere Atmosphäre der Sonne, die sogenannte **Korona**, besteht aus heißem, ionisiertem Gas (Plasma), das Licht brechen kann. Da die Korona sehr heiß ist (Millionen Grad Celsius), besteht sie aus geladenen Teilchen, die elektromagnetische Wellen beeinflussen können.

- **Refraktion (Brechung)**: Die Korona kann das Licht von Sternen, die in der Nähe der Sonne erscheinen, leicht brechen. Dies bedeutet, dass das Licht durch die dichte Materie in der Korona abgelenkt werden kann, was einen ähnlichen Effekt erzeugen könnte wie die von der allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte Lichtablenkung.
- Dieser Brechungseffekt ist normalerweise klein, aber er muss bei präzisen Messungen berücksichtigt werden.

### 2. **Elektronendichte und Signalverzerrung**
In der Korona gibt es auch eine hohe **Elektronendichte**, die elektromagnetische Wellen, wie Licht oder Radiowellen, beeinflussen kann. Diese Elektronendichte kann zu **Verzerrungen oder Streuungen** der Lichtstrahlen führen, was die gemessene Lichtablenkung verfälschen könnte.

- Solche Verzerrungen durch die Elektronendichte können bei Radiowellen besonders stark auftreten. Bei Lichtwellen ist der Effekt geringer, aber dennoch vorhanden und sollte in Betracht gezogen werden.

### 3. **Beeinflussung bei Sonnenfinsternis-Beobachtungen**
Viele der ersten Beobachtungen der Lichtablenkung, wie etwa das berühmte **Eddington-Experiment** von 1919, wurden während einer **Sonnenfinsternis** durchgeführt, um das Licht von Sternen in der Nähe der Sonne sichtbar zu machen. Bei solchen Beobachtungen kann die Sonnenatmosphäre (Korona) immer noch einen Einfluss auf die Lichtstrahlen haben, auch wenn die Sonne selbst verdeckt ist.

- Während einer Sonnenfinsternis sieht man oft die Korona, und das Licht von Sternen muss durch diese Atmosphäre hindurch. Daher könnte es zu leichten Verzerrungen kommen, die die Messungen der Lichtablenkung beeinflussen.
- In den frühen Beobachtungen, wie bei Eddington, war dieser Effekt möglicherweise eine Quelle für Ungenauigkeiten, da die Instrumente damals weniger empfindlich waren.

### 4. **Moderne Korrekturen und Methoden**
Mit modernen Technologien und Beobachtungsmethoden kann der Einfluss der Sonnenatmosphäre besser berücksichtigt und korrigiert werden. Es gibt verschiedene Techniken, um die Störungen durch die Korona zu minimieren:

- **Very Long Baseline Interferometry (VLBI)**: Diese Technik, bei der Radioteleskope auf weit voneinander entfernten Stationen verwendet werden, kann den Einfluss der Korona präzise modellieren und korrigieren. VLBI-Messungen zur Lichtablenkung um die Sonne erreichen eine Genauigkeit von bis zu 0,1 % oder besser.

- **Numerische Modelle der Sonnenkorona**: Es gibt Modelle, die die Dichte und Temperaturverteilung der Korona berechnen. Diese Modelle können verwendet werden, um den Brechungseffekt der Sonnenatmosphäre auf Lichtstrahlen abzuschätzen und bei Messungen zu korrigieren.

### 5. **Relevanz im Vergleich zur Raumkrümmung**
Während die Brechung durch die Sonnenatmosphäre theoretisch messbar ist, ist sie in der Praxis viel kleiner als die Ablenkung des Lichts durch die **Krümmung der Raumzeit** in der Nähe der Sonne, wie sie von der allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt wird.

- Die von der Sonnenkorona verursachte Lichtbrechung ist im Vergleich zur durch die Raumzeitkrümmung verursachten Lichtablenkung ein **sekundärer Effekt**. Solche Brechungseffekte sind relativ klein, insbesondere für optisches Licht, und können in vielen Fällen durch präzise Modellierungen der Sonnenkorona herausgerechnet werden.

### Fazit:
Die Sonnenatmosphäre kann die Messung der Lichtablenkung durch **Brechungseffekte und Verzerrungen** beeinflussen, insbesondere durch die dichte Korona. Während diese Effekte in frühen Experimenten wie bei der Sonnenfinsternis von 1919 möglicherweise zu kleineren Ungenauigkeiten führten, sind moderne Techniken wie VLBI in der Lage, den Einfluss der Korona zu korrigieren. Dadurch konnte die von der allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte Lichtablenkung sehr präzise bestätigt werden, und der Einfluss der Sonnenatmosphäre ist heute gut verstanden und beherrschbar.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mo 16. Sep 2024, 13:21

Skeptiker hat geschrieben:... Während diese Effekte in frühen Experimenten wie bei der Sonnenfinsternis von 1919 möglicherweise zu kleineren Ungenauigkeiten führten, sind moderne Techniken wie VLBI in der Lage, den Einfluss der Korona zu korrigieren. ...

Quatsch, die Sonnenatmosphäre müsste evakuiert werden. Offensichtlich hast du Probleme mit Experimentalphysik.

Da ist noch Beugung an der Scheibe, die berücksichtigt werden muss.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mo 16. Sep 2024, 13:28

Lagrange hat geschrieben:Quatsch, die Sonnenatmosphäre müsste evakuiert werden.

Klingst ziemlich verzweifelt.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mo 16. Sep 2024, 13:47

Skeptiker hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Quatsch, die Sonnenatmosphäre müsste evakuiert werden.

Klingst ziemlich verzweifelt.

Nö. das ist reine Physik.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mo 16. Sep 2024, 13:48

Bild

Charles Lane Poor.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mo 16. Sep 2024, 14:10

Lagrange hat geschrieben:Bild

Charles Lane Poor.

Die Lichtablenkung durch die Gravitation eines massiven Objekts wie der Sonne kann **in gewissem Maße** auch nach den Prinzipien der **klassischen Mechanik** von **Isaac Newton** berechnet werden. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede zwischen den Ergebnissen der Newtonschen Berechnungen und den Vorhersagen der **allgemeinen Relativitätstheorie** (ART) von Einstein:

### 1. **Newtonsche Berechnung der Lichtablenkung**
In der klassischen Mechanik kann man sich vorstellen, dass Licht als Teilchenstrahl (z.B. als Masse-loses Photon) eine **gravitative Anziehung** von einem massiven Körper, wie der Sonne, erfährt. Im Newtonschen Modell zieht die Sonne aufgrund ihrer Masse die Photonen leicht an, was eine Ablenkung bewirken würde.

- Der deutsche Mathematiker **Johann Georg von Soldner** berechnete 1801 nach den Gesetzen der Newtonschen Gravitation, wie stark Licht durch die Gravitation der Sonne abgelenkt werden müsste.
- Das Ergebnis dieser Berechnungen ist, dass ein Lichtstrahl, der die Sonne streift, um etwa **0,87 Bogensekunden** abgelenkt wird.

### 2. **Einsteins Vorhersage der Lichtablenkung in der allgemeinen Relativitätstheorie**
Nach Einsteins **allgemeiner Relativitätstheorie** wirkt die Gravitation nicht als Kraft auf das Licht, sondern die Masse der Sonne krümmt die **Raumzeit**, und das Licht folgt der gekrümmten Geometrie. Dies führt zu einer größeren Ablenkung als in der Newtonschen Mechanik.

- **Einstein's Vorhersage**: Ein Lichtstrahl, der am Rand der Sonne vorbeigeht, wird um etwa **1,75 Bogensekunden** abgelenkt, was **doppelt so viel** ist wie die Ablenkung, die durch die Newtonsche Theorie vorhergesagt wird.

### 3. **Warum die Newtonsche Mechanik nicht ausreicht**
Die Unterschiede zwischen den beiden Vorhersagen (0,87 Bogensekunden nach Newton vs. 1,75 Bogensekunden nach Einstein) sind auf die grundlegenden Unterschiede in den zugrunde liegenden Theorien zurückzuführen:

- **Newtonsche Mechanik**: Behandelt Gravitation als eine Kraft, die nur auf massebehaftete Objekte wirkt. Da Licht keine Masse hat, ist die Newtonsche Berechnung eine Annäherung, die auf der falschen Annahme beruht, dass Licht durch Gravitation wie ein Teilchen mit Masse beeinflusst wird.

- **Allgemeine Relativitätstheorie**: Hier ist Gravitation keine Kraft, sondern eine Krümmung der Raumzeit. Diese Krümmung betrifft auch masselose Objekte wie Photonen, da sie der Geometrie der Raumzeit folgen. Dadurch wird die Lichtablenkung im Rahmen der ART korrekt beschrieben.

### 4. **Experimentelle Bestätigung**
Die experimentelle Bestätigung der Lichtablenkung kam durch verschiedene Messungen, angefangen mit **Eddingtons Beobachtung der Sonnenfinsternis 1919**, die Einsteins Vorhersage von etwa 1,75 Bogensekunden bestätigte und damit zeigte, dass die Newtonsche Theorie nicht ausreicht.

### Fazit:
Die Lichtablenkung kann **ungefähr** nach der klassischen Mechanik von Newton berechnet werden, aber die Vorhersage nach Newton ist nur die **Hälfte** der von Einstein vorhergesagten Ablenkung. Die Präzision, mit der die Lichtablenkung heute gemessen wird, bestätigt die Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie, die Newtons Gravitationstheorie in diesem Kontext übertrifft.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mo 16. Sep 2024, 14:33

Ohne Entfernung der Sonnenkorona gibt es keine richtige Messung.
Alles was behauptet wird ist somit falsch.

PS: Eddington hat seine Messungen manipuliert.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mo 16. Sep 2024, 14:51

Lagrange hat geschrieben:Alles was behauptet wird ist somit falsch.

Die Messungen stimmen mittlerweile bis auf 5 Dezimalstellen mit der Vorhersage überein, viel Platz für Fehler bleibt da nicht mehr.
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