Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

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Jenseits des Lächerlichen

Beitragvon rmw » Di 30. Dez 2014, 08:51

Highway hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wenn, wie in der Berechnung zum Auftriebskraftwerk von Peter Bruggmüller die Energiebilanz Null ist, wo kommt die kinetische Energie her? Das Ding dreht sich ja immer noch, auch in der theoretischen Betrachtung.

Das sollen sie einmal vorzeigen wo das funktioniert.

Highway hat geschrieben:Hier das Gutachten zur Funktion der 5 m Kraftwerks


HTL GmbH, das sind die gleichen Leute, einfach lächerlich. Das ist kein Gutachten sondern eher eine Werbeschrift, wobei sie es so schreiben dass das nicht zu offensichtlich ist.

Du brauchts unten die gleiche Energie zum Verdängen des Wassers wie du an Auftrieb heraus bekommst.
Ist auch ganz einfach.
Wenn du unten mit Luft Wasser verdrängst dann hebt sich der Wasserspiegel etwas. Wenn die Luft oben ist und entweicht dann hast du den ursprünglichen Zustand wieder. Woher da Energie kommen soll weist du wohl selber nicht. Das Ganze ist lächerlich.
Wenn du da eine Energie berechnest, hast du halt irgendwo in deiner Berechnungskette einen ganz grundsätzlichen Fehler.
Eigentlich gehören die angezeigt.

Und dass das funktioniert sollen sie einfach einmal vorzeigen und nicht ein "Gutachten" das sie selbst erstellt haben.
Das zu rechnen lohnt sich nicht wirklich, die Sache ist so einfach wie oben dargestellt.
Alternativ kannst du ja auch unten die Luft in einen Ballon hinein blasen und wieder heraus lassen. Mit dem Wasser passiert das Gleiche und mit der Luft auch. Das Ganze ist weit jenseits des Lächerlichen. Verstehe ich nicht dass du damit nicht klarkommst.
Zuletzt geändert von rmw am Di 30. Dez 2014, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Di 30. Dez 2014, 12:39

McDaniel-77 hat geschrieben:......Tut es nicht, weil beim Einblasen der Wasserstand bzw. der Druck konstant gehalten wird, erst danach, nach dem die Luft im Auftriebsbehälter ist und der Kompressor abgeschaltet wurde, danach steigt die Luft nach oben, expandiert, verdrängt mehr Wasser als vorher, dadurch steigt der Wasserspiegel und damit der zugehörige Weg zur Auftriebskraft. Aus 2 m werden dann bei einem Zehntel Quadratmeter Wasserfläche aus 5 l zusätzliche 5 cm.


Ich hab es Dir schon mehrfach geschrieben - Du kannst nicht so tun als würdest Du diese "5 cm Höhengewinn kostenlos" kriegen.
Die Luft steigt nach oben - verdrängt mehr Wasser als vorher - aber dieses "mehr" ist unterschiedlich, je nachdem ob der Wasserspiegel konstant bleibt oder ob er steigt.
Um es ganz simpel auszudrücken:; Steigt der Wasserspiegel, dann wird auf der Höhe, auf der sich das Gas ausdehnen soll, auch der "Wasser"-Druck etwas höher - das Gas kann sich also nicht so weit ausdehnen wie ohne steigendem Wasserspiegel.

Wenn es sich weniger ausdehnen kann, wird aber auch die Auftriebskraft geringer sein und insgesamt kommt daher bei der Multiplikation von Kraft x Weg (genauer gesagt, Integration über den ganzen Aufstieg) immer das Gleiche heraus.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Di 30. Dez 2014, 13:05

Yukterez hat geschrieben:Zuerst muss in dieser Vereinfachung natürlich mithilfe des Akkus eine Strömung hergestellt werden, damit es zumindest am Anfang keinen Widerstand gibt.

Das Medium mitbewegend,

Bild


ich bin, was die "Schwungradtheorie" betrifft etwas skeptisch.
Leider find ich keine exakten Daten zu den im Video gezeigten Apparaturen.

Aber im Video bewegt sich das Ganze sich recht langsam - ich sag mal mit 2 m /s (das sieht mir sogar langsamer aus).
Dann nehm ich noch an, dass insgesamt 1000 l Wasser bewegt werden.
Damit liegt die kinetische Energie des bewegten Wassers bei 1/2*1000 * 4 also nur 2000 Nm.

Damit kannst eine 100 W Glühbirne 20 Sekunden lang leuchten lassen und dann steht das Ganze.
Und wenn es 10 mal größer machst und 10 ^3 Wasser in Schwung bringst, dann hast 20 000 Nm kinetische Energie und dann leuchtet diese 100 W Birne schon fast 3 Minuten ;)

Die Tabelle wiederum ist ja für ein " 5 m Kraftwerk" erstellt - selbst wenn ich da eine Grundfläche von 2 m^2 annehme (sieht zwar nicht ganz so gross aus in den Bildern), hab ich dann erst diese 10 m^3 Wasservolumen.

Also den Daten in der Tabelle, in denen dieses 5m Kraftwerk 20 Minuten lang 11,37 kW Leistung abgibt (bei nur 1,8 kW Kompressorleistung), trau ich daher überhaupt nicht - aber aus der Energie des bewegten Wasservolumens sind sie aber nicht erklärbar.
Ist ja in der Tabelle aus der Spalte "Arbeit" herauslesbar - irgendwoher muss eine Arbeit von 3,79 - 0,6 = 3,19 kWh (= 11 484 000 Nm) herkommen.

(Hoff ich hab mich nicht irgendwo um irgendwelche Zehnerpotenzen geirrt)
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Di 30. Dez 2014, 14:06

Was ich in dem Bericht für eine mögliche Erklärung der Funktion halte, ist folgendes Bild
Kompressor.jpg
Kompressor.jpg (21.62 KiB) 5241-mal betrachtet

Was man da mal sieht ist ein eigentlich normaler Standardkompressor mit Ausgleichsgefäß (hellblau).
Das Teil hab ich nicht gefunden, aber einen Stahlmann Öldruck-Kompressor AC 3000-50. der scheint etwas kleiner zu sein - was für mich wichtig war ist, dass so ein Kompressor 8 bar Druck aufbauen kann.

Wenn man das Bild anschaut, sieht man, dass vorne ein Teil eines grauen Druckluftbehälters zu sehen ist.
Über die Größe ist nichts Genaues auszusagen - aber das Ding schaut nicht sehr klein aus.
Schon der Stahlman Kompressor hat einen Ausgleichsbehälter mit 50 l Volumen - das wird dar hellblaue Behälter auch haben - und der graue Behälter hat ein vielfaches davon.

Ich les in dem Bericht nichts davon, dass der Prüfer zuerst nachgeschaut hat ob vor Beginn des Versuches im hellblauen und im grauen Behälter kein Überdruck vorhanden war.

Allerdings scheint das aber auch nicht ganz zur Erklärung zu dienen.
Ganz grob und schnell kann man da was abschätzen.
100 l Luft (muss natürlich mit 0,5 bar Überdruck eingeblasen werden) würden bei 5 m Steighöhe eine Energie von 5000 Nm freisetzen.
Für die im vorigen Beitrag angegeben 11,484 Mega-Nm, um den Apparat 20 Minuten lang die angegebene Energie zu liefern, brauchen wir daher 229 700 Liter Luft.
Selbst wenn wir Kompressor und einen Druckbehälter mit sogar 20 bar hätten, müsste der dann immer noch ein Volumen von über 1 m^3 haben.
Danach schaut auch dieser graue Druckluftbehälter eigentlich nicht aus - ist aber sehr schwer abzuschätzen, weil eben nur ein Teil zu sehen ist (wie lang der graue Behälter ist sieht man nicht)


Ich hoffe ich hab mich bei dem Luftbedarf (229 700 m^3 für 20 Minuten Betrieb) nicht verrechnet - das möge bitte jemand nachprüfen.

Was aber auch für einen Schwindel spricht, sind die Daten des von mir als vergleichbar eingestuften Stahlmann Öldruck-Kompressor AC 3000-50.
Der hat eine Leistungsaufnahme von 1,5 kW (ist also mit den 1,8 im Bericht vergleichbar), schafft damit laut Datenblatt (http://www.rakuten.de/produkt/stahlmann-kompressor-50-liter-1111945266.html) einen Druck von 8 bar und hat eine Ansaugleistung von 210 l/min.

Was ich so interpretiere, dass er in 20 Minuten nur 4200 l Luft ansaugen kann.
Also mit so einem Teil (oder vergleichbarem Kompressor), kann man niemals in 20 Minuten 227 700 Liter Luft bewegen - selbst wenn man nicht 8 bar sondern nur 0,5 bar Druck aufbauen möchte.
Solche Luftmengen kriegt man in dieser Zeit ( das wären 190 Liter pro Sekunde !!!!!!!!!) nur aus einem schon vorgefüllten Druckluftbehälter.

Vielleicht hab ich mich allerdings irgendwo verrechnet/verschätzt. Wenn also jemand das nachprüfen würde (und da, wenn möglich, Yukterez) wär das schön.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 30. Dez 2014, 15:04

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:.
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Zur Information:
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http://gaia.ws1.eu/

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Mich würde mal interessieren wenn, wie in der Berechnung zum Auftriebskraftwerk von Peter Bruggmüller die Energiebilanz Null ist, wo kommt die kinetische Energie her? Das Ding dreht sich ja immer noch, auch in der theoretischen Betrachtung. Also nicht das ich meine, dass da 5 kW herauskommen würden, allein die Tatsache, dass sich das Teil bei Energiebilanz Null dreht finde ich merkwürdig. :o


Die kinetische Energie wird beim Anfahren erzeugt. Dabei ist die Energienilanz kleiner als Null. Einmal beim Laufen, also im stationören Fall, ist dann die Energiebilanz Null, 100% Wirkungsgrad vorausgesetzt.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 30. Dez 2014, 15:20

McDaniel-77 hat geschrieben:Das hat nichts mit dem Auftriebskraftwerk zu tun Ernst:
http://www.borderlands.de/Links/Wirkungsgrad_eines_Auftriebskraftwerks_20140915a.pdf

Doch genau das ist es.


Denn im Auftriebskraftwerk steigt der Wasserspiegel beim Aufstieg der Luft, d.h. die Auftriebskraft wirkt auf einem längeren Weg, so ist die Auftriebsarbeit größer.


Den Effekt kannst du getrost vergessen. Erstmal ist er davon abhängig, wie groß die Wasserfläche ist.

Zweitens erhöht sich bereits beim Einpumpen der Luft unten der Wasserspiegel oben. D.h. du mußt beim Einpumpen nicht nur die Verdrängungsarbeit gegen den anfänglichen Wasserdruck leisten, sondern auch gegen den ansteigenden Wasserdruck infolge ansteigender Wassersäule.

Und drittens steigt zwar beim Aufstieg der Luft die Wassersäule zusätzlich. Aber die beim Aufstieg expandierende Luft der Blase muß auf diesem verlänfgerten Weg auch eine verlängerte Verdrängungsarbeit gegen das Wasser leisten.

Dreh es wie du willst, physikalische Gesetze lassen sich nicht manipulieren.

Du glaubst doch nicht etwa, daß mit diesem Ding Energie aus dem nichts entsteht. Auch das aus dem Hut gezauberte Kaninchen ist bekanntermaßen ein Bluff.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon McDaniel-77 » Di 30. Dez 2014, 16:55

Yukterez,

der Wasserstand pulsiert, wie ein Pulsar der sich auflädt und dann schlagartig entlädt und dabei dem EMP aussendet. Beim Platzen der Luftblase stürzt das verdrängte Wasser in den Hohlraum und dadurch sinkt der Wasserstand, in unserem Beispiel eben um 30 l, was vielleicht 5 cm ausmacht, je nach Bauweise der Anlage.

Wenn die Anlage nur wenig Wasser enthält, da man alle überflüssigen Volumen verfüllt hat, dann ...

Ist der Druck nicht von der Wassermenge abhängig?

http://dierealitaetstheorie.de/images/pix/wasserdruck.jpg

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 30. Dez 2014, 17:06

Highway hat geschrieben:Das würde ich dir uns Yuckterez, der ja prinzipiell das gleiche sagt, glauben, wenn da nicht der Strömungswiderstand und andere mechanische Widerstände wären. Es entstehen vielfältige Verwirbelungen, eine umlaufende, kontinuierliche Fließbewegung wird mit ziemlicher Sicherheit nicht stattfinden. Zumal das ein kantiger Behälter mit einer Menge feststehender Einbauten darin. Hinzu kommt noch das ganze Kettengeraffel. Das macht auch noch erheblichen Widerstand. Wenn so ein System energetisch zu Null bilanziert. dann steht das Ding nach wenigen Sekunden. Gestorben am mechanischem und Strömungswiderstand.

Die Schwungradnummer kaufe ich euch nicht ab.


Das hat doch mit Schwungrad nichts zu tun. Wegen der Widerstände bleibt das Ding ja auch ohne Energiezufuhr sofort stehen. Um es im Leerlauf (ohne Last) zu betreiben, muß daher Energie zugeführt werden. Im "Gutachten" wird für 10 min Leerlauf 0,3 kWh verplempert.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 30. Dez 2014, 17:19

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Die Meßtechnik ist ja sehr erklärungsbedürftig. Der Auftriebsmechanismus treibt über ein Getriebe den Generator an. Von Drehzahlregelung keine Spur. Dann verwenden sie aber Energiemeßgeräte, welche für eine Nennfrequenz von 50 bzw. 60 Hz konzipiert sind.

Die Eingangsenergie aus der Steckdose ist ja dagegen einfach zu messen. Hätten sie uns mal lieber das Wasservolumen des Aufheizbeckens und dessen Temperaturanstieg geliefert.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Di 30. Dez 2014, 18:35

Highway hat geschrieben:Das einzige was dort stört ist die Batterie die zum angeblichen Erstbefüllen benötigt, und dann, entsprechend dem Vortragenden, abgeklemmt wird.

Die Kompressoren haben, laut Typenschild, eine Leistung von je 1/5 HP, also ca. 150 Watt. 4 Stück sind in den You Tube Videos zu sehen und damit wahrscheinlich auch im Gebrauch. In Summe also etwa 600 W.

Die verbaute Batterie im Schaltschrank sieht nach einer Trockenbatterie aus, ähnlich solcher die in Motorrädern verbaut werden. Ungewöhnlich eher die Leerlaufspannung von ca. 28 V, was auf eine 24 V Batterie oder zwei 12 V Batterien in Reihenschaltung schließen lässt.

Wieviel Amperestunden müsste eine solche Batterie haben, um 15 Minuten Demonstration zu überleben, wenn kein Generator Energie zurück liefern würde?
600 W / 28 V = 21,4 A * 0,25 h = 5,4 Ah. Das sollte mit einer solchen Batterie darstellbar sein. Wenn der Generator wirklich was liefert, dann sogar noch deutlich länger.

Wie soll denn der Kompressorsatz mit Gleichstrom betrieben werden?
Wie funktioniert denn das "Erstfüllen"?
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