Diskussion a-la AC-Forum

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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon scharo » Sa 2. Jan 2010, 11:01

Hallo fb557ec.... ,

„eine Theorie zu verstehen hat erst einmal nichts zu tun damit, ob man sie für richtig oder falsch hält.“

„Verstehen“ ist ein relativer Begriff, wie Du aus Deiner Antwort entnehmen kannst.
Du und viele meinen, bzw. sind sich sicher, die SRT „verstanden“ zu haben, halten sie für richtig, sogar für genial, meinen auch, das ZP sei eine notwendige Konsequenz der SRT.
Ich und viele meinen, bzw. sind sich sicher, die SRT auch „verstanden“ zu haben, halten sie für falsch, meinen auch, dass ein ZP in der SRT nicht zu suchen hat.
Die Ersten meinen, die Zweiten haben die SRT nicht verstanden, die Zweiten meinen, die Ersten haben sie nicht verstanden.
Wie Du siehst, „verstehen“ drückt eine Mehrdeutigkeit aus, bzw. ist eine subjektive Angelegenheit.
Entscheidend ist der Beweis. Ich kann Dir problemlos beweisen, dass in Rahmen der SRT ein ZP nicht existiert, darf auch nicht existieren. Du dagegen wirst niemals, ohne Zuhilfenahme von metaphysischen Annahmen und ohne Verletzung der SRT-Prinzipien, beweisen können, dass ein ZP eine Konsequenz der SRT sei.
Nichts für Ungut, aber bevor Du dich mit einem RT-Kritiker anlegst, muss Du dich schon etwas besser mit der Theorie auskennen. :P

Gruß
Ljudmil
scharo
 
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 2. Jan 2010, 15:30

scharo hat geschrieben:Hallo fb557ec.... ,

„eine Theorie zu verstehen hat erst einmal nichts zu tun damit, ob man sie für richtig oder falsch hält.“

„Verstehen“ ist ein relativer Begriff, wie Du aus Deiner Antwort entnehmen kannst.
Du und viele meinen, bzw. sind sich sicher, die SRT „verstanden“ zu haben, halten sie für richtig, sogar für genial, meinen auch, das ZP sei eine notwendige Konsequenz der SRT.
Ich und viele meinen, bzw. sind sich sicher, die SRT auch „verstanden“ zu haben, halten sie für falsch, meinen auch, dass ein ZP in der SRT nicht zu suchen hat.
Die Ersten meinen, die Zweiten haben die SRT nicht verstanden, die Zweiten meinen, die Ersten haben sie nicht verstanden.
Wie Du siehst, „verstehen“ drückt eine Mehrdeutigkeit aus, bzw. ist eine subjektive Angelegenheit.
Entscheidend ist der Beweis. Ich kann Dir problemlos beweisen, dass in Rahmen der SRT ein ZP nicht existiert, darf auch nicht existieren. Du dagegen wirst niemals, ohne Zuhilfenahme von metaphysischen Annahmen und ohne Verletzung der SRT-Prinzipien, beweisen können, dass ein ZP eine Konsequenz der SRT sei.
Nichts für Ungut, aber bevor Du dich mit einem RT-Kritiker anlegst, muss Du dich schon etwas besser mit der Theorie auskennen. :P

Gruß
Ljudmil


scharo,

das Zwillingsparadoxon ist ein rechnerisches Ergebnis der Lorentztransformation. Damit ist es gemäß SRT existent. Das geht ganz ohne Metaphysik, nur mit purer Mathematik. Wenn bei dir etwas Anderes herauskommt, hast du dich verrechnet.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Mordred » Sa 2. Jan 2010, 16:01

Poet hat geschrieben:Zu Deinem Unfug später,…

Kanns kaum erwarten...

Poet hat geschrieben:Deine Zitatangaben sind immer noch falsch, schau doch mal nach, wem Du hier was in den Mund schiebst.... :mrgreen:

Welche ?
Soweit ich weiß habe ich nichts und niemanden zitiert....
Zumindest nicht in den letzten beiden Posts, auf die sie sich ja anscheinend beziehen.
Das Wort Zitat kann aus dem lateinischen Wort citare (= herbeirufen) hergeleitet werden und hat die Bedeutung einer wörtlich übernommenen Stelle aus einem Text oder ein Hinweis auf eine bestimmte Textstelle. Ein Zitat ist also ein expliziter Hinweis auf einen anderen Autor. Auch andere Medien, wie Bilder und Musik, können als Zitat verwendet werden. Zitate, deren ursprünglicher Kontext verloren und nicht mehr rekonstruierbar ist, werden zu Fragmenten.



scharo zu fbetc. hat geschrieben:Deine Pro-SRT Argumentation ist so ziemlich abgedroschen.

Natürlich, wenn man über 100 Jahre alten Kram immer wieder keut, dann ist das nur logisch.
Neues kommt ja nicht hinzu, ...und so kaut man den alten Kram wieder und wieder durch....
Letztlich eine einzige sich wiederholende Phrase...


@fbetc.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:eine Theorie zu verstehen hat erst einmal nichts zu tun damit, ob man sie für richtig oder falsch hält.

Wenn ich eine Theorie verstanden habe, werde ich auch erkennen ob diese richtig, falsch oder Sinn ergibt.

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Das "Zwillingsparadoxon" ist eine notwendige Konsequenz der SRT.

Das mag so sein, aber das heist leider nicht im Kehrschluß dass die SRT dadurch richtig ist.

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Und laut SRT ist der reisende Zwilling bei seiner Wiederankunft tatsächlich jünger als sein auf der Erde zurückgebliebener Bruder.

Laut SRT stimmt das, ...Aber nun stellt sich die Frage ob somit auch die SRT stimmt.
Und ich denke dass sie das eben nicht tut.

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Deinen Worten entnehme ich, dass du die SRT nicht verstanden hast. Durchgefallen, du bist nicht intelligent.

Überheblich, arrogant oder letztlich doch dümmer als dein Ego erkennen mag ?
Wenn du also die SRT verstanden hast, dann müsste es doch für dich ein leichtes sein diese anhand kleiner logischer Angaben zu verivizieren. Oder ?
Was also hochrangigen Physikern in 100 Jahren nicht gelang, ist dann für dich doch ein Klacks....

Übrigens,....
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:du bist nicht intelligent

....zu schreiben zeugt auch nicht gerade von dieser des Autoren...

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:belege zuerst einmal deine Behauptung:

Ständig diese Forderung, ..aber wenn man dann das selbe von ihnen einfordert, dann wirds ganz duster im Kabuff....
rmw hat geschrieben:PS. Etwas entspannen ist immer gut, unterschiedliche Auffassungen sind noch kein Grund zur Unhöflichkeit

Komischerweise kommen diese Unhöflichkeiten ständig aus der selben Ecke.....
Was sagt das nun über die Qualität dieser Autoren aus ?

sharo hat geschrieben:Du und viele meinen, bzw. sind sich sicher, die SRT „verstanden“ zu haben, halten sie für richtig, sogar für genial,

Tja, so ist das mit denen die sich selbst in überheblicher Manier für genial halten.
Ich frage mich nur warum sie ihre Genialität in einem Forum preisgeben müssen anstatt diese Genialität in wissenschaftliche Arbeit zu stecken.
Dann könnte vielleicht auch mal was rumkommen was die SRT bestätigen würde.
Aber wie etwas bestätigen dass an der Realität vorbei geht.
Und so werden all die RT und SRT´ler weitere 100 Jahre damit verdudeln etwas zu beweisen was nicht zu beweisen ist.

Denn Licht ist weder Teilchen, noch Welle.
Es zeigt nur die Eigenschaften der beiden.
Und weil wir beide Eigenschaften nun erkennen, sagen wir, ...Licht ist mal Teilchen, mal Welle, ...grad wie es Bock hat.
Und wenn man das nun erkären mag, dann kommt spuki Teilchen-Welle-Dualismus ins Spiel, ..und alles passt dann so halbwegs wieder ins Konzept.
Nur dass eben dieses Konzept weit an der Realität vorbei driftet.
Aber was macht das schon, ...Muss sich das Licht eben an unser Konzept anpassen....
Jo, ...und schon sind wir wieder bei der überheblichkeit des Menschen.
Die Theorie scheint zu passen, also muss sich die Natur auch unserer Theorie anpassen.

Weiter zu denken fällt dann schwer, denn wie könnte ein von sich überzeugtes Genie eines besseren belehrt werden.

Wir sehen es ja schon bei denen die sich hier für solche halten.
Hauptaussage derer, ...
Ihr seid unintelligent.

Tjo, ..weitere Worte scheinen vergebens ob solcher Intelligenzbestien.....

PS:
fbetc hat geschrieben:das Zwillingsparadoxon ist ein rechnerisches Ergebnis der Lorentztransformation. Damit ist es gemäß SRT existent. Das geht ganz ohne Metaphysik, nur mit purer Mathematik. Wenn bei dir etwas Anderes herauskommt, hast du dich verrechnet.


Berechnen kann man so ziemlich alles, ..selbst den Zufall.......
Ob die berechnung dann aber auch zutrifft steht meißt auf einem anderen Blatt.
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon scharo » Sa 2. Jan 2010, 16:45

Hallo fb557ec... ,

„das Zwillingsparadoxon ist ein rechnerisches Ergebnis der Lorentztransformation. Damit ist es gemäß SRT existent. Das geht ganz ohne Metaphysik, nur mit purer Mathematik.“

Diese Antwort habe ich erwartet :) . Und ich sage, Du wirst die ZP weder mithilfe der LT, noch nach MD (Minkowski-Diagramm), noch nach dem Sinn der SRT lösen können. :lol:

Rechne mal mit Zahlenbeispielen vor, so dass wir was zum Lachen haben!
Die standart Beispieldaten: Erde – S_E; ein Zielplanet P, unbewegt rel. z. Erde und auf Abstand 3LJ, dort laufen synchron zur den irdischen Uhren. Eine Rakete R, (S_R) die mit konstant 0,6c von der Erde zum Zielplanet fliegt, dort dreht um und fliegt zurück zur Erde. Ereignisfolge auf der Rakete, oder wenn es Dir lieber ist – auf dem Zielplanet. Beobachter auf der Erde. c = 1.
Um Beschleunigungsprobleme zu vermeiden, kann man den s.g. Drillingsparadoxon verwenden – d.h. die Rakete fliegt mit v an die Erde vorbei – dort werden die Zeiten auf 0 gestellt, bei Vorbeiflug an Zielplanet kommt eine zweite Rakette mit auch 0,6c entgegen – die Zeit von Rakete 1 wird vor Ort (Zielplanet) zur Rakete 2 „herübergeworfen“ – oder aber auch, die Rakete 2 übernimmt die Zeit vom Zielplanet = irdischer Zeit (Zur Erleichterung 0h) – man kann so nur die Zeit der Rakete 1 bis Zielplanet mit der Zeit der Rakete 2 von Zielplanet bis Erde addieren.

Bin gespannt auf Deine Ergebnisse! :o

Gruß
Ljudmil
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Mordred » Sa 2. Jan 2010, 16:52

Zur Definition von Gleichzeitigkeit bedient man sich der Lichtgeschwindigkeit, da diese in allen Bezugssystemen gleich ist. Aus der Entfernung, in der ein Ereignis stattfindet, und dem Zeitpunkt, an dem ein Lichtsignal von diesem Ereignis einen Beobachter erreicht, lässt sich mit der Lichtgeschwindigkeit ausrechnen, wann das Ereignis stattgefunden hat.

Die Aussage:
"wiki hat geschrieben:Die Lichtsignale von zwei gleichzeitigen Ereignissen werden einen Beobachter also zu verschiedenen Zeiten erreichen, wenn die Ereignisse sich unterschiedlich weit vom Beobachter entfernt ereignen.


Ist also nur logisch !
Hierzu vorab ein kleines Beispiel:

Wenn ich in einem Zug fahre, und zwei zeitgleiche (objektiv betrachtet) Detonationen sehe.

Eine ist ca. 5 Km zur rechten Seite entfernt,(dieser nähere ich mich) die Andere nur 20 Meter zur Linken.(von ihr entferne ich mich.)
Das Licht der rechten Detonation braucht klar länger bis zu mir, als das Licht der Linken. (Angenommen ich könnte diese Feinheit wahrnehmen.)
Also sehe ich die linke Detonation eher als die Rechte.
Ich sehe sie also nicht gleichzeitig, obwohl sie (objektiv) zur gleichen Zeit detonierten.
Nun fahre ich 4 Km weiter und wieder detonieren 2 Bomben Gleicherorts.
Dieses mal sehe ich aber das Licht der rechten Detonation eher und das der Linken erreicht mich später.
Dann könnte man doch durchaus sagen:

wiki hat geschrieben:Die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse an verschiedenen Orten ist abhängig vom Bewegungszustand des Beobachters.

Abgesehen davon ist es aber egal, ob der Beobachter sich bewegt.
Würde er beide Male, einmal 20 Meter von der Linken, einmal 1 Km vor der rechten, stehen, hätte es den selben Effekt.
Eine Bewegung würde allerdings diesen Effekt zusätzlich „verschieben“

Die Gleichzeitigkeit wird (natürlich nur für mich und meine Wahrnehmung) "verschoben" durch meinen Standort und Bewegungszustand. Subjektiv!!!

Eine Zeitdilatation, also eine Dehnung der Zeit, im Realen gibt es dabei natürlich nicht!


wiki hat geschrieben:Diese Definition von Gleichzeitigkeit erscheint anschaulich verständlich, führt aber zusammen mit der Lorentz-Invarianz zu einem paradoxen Effekt: Die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse an verschiedenen Orten ist abhängig vom Bewegungszustand des Beobachters.

Nur dass daran eben nichts paradox ist!
Sondern logisch. (siehe dann unten)

wiki hat geschrieben:Diese Tatsache (und wieder eine vermeintliche Wahrheit als Tatsache präsentiert....)lässt sich unmittelbar mit dem folgenden Gedankenexperiment verstehen:


wiki hat geschrieben:In der Mitte eines Bahnsteiges steht eine Lampe. Für einen Beobachter, der auf dem Bahnsteig steht, ist unmittelbar klar: Wenn die Lampe eingeschaltet wird, dann erreicht das Licht beide Enden des Bahnsteigs gleichzeitig: Es hat ja in beide Richtungen denselben Weg zurückzulegen.


Soweit absolut richtig !

Bild

wiki hat geschrieben:Betrachten wir nun die Situation aus der Sicht eines Fahrgastes eines mit konstanter Geschwindigkeit vorbeifahrenden Zuges: Der Bahnsteig bewegt sich nun mit konstanter Geschwindigkeit v nach hinten.

Könnte man als Passagier durchaus meinen, man weiß aber dass sich der Zug bewegt. Spielt aber letztlich keine große Rolle.
Bild

Das Laserlicht wird von der Mitte aus in beide Richtungen gleichzeitig gesendet.
Es kommt auch gleichzeitig an beiden Spiegeln an.
Nun muss aber das Licht von diesen Spiegeln auch den Passagier im Zug erreichen.
Und dafür braucht es nun mal seine Zeit. Auch wenn 299.792.485 Km/s verdammt schnell ist.

Und da sich der Passagier im Zug mit dessen Geschwindigkeit bewegt (angenommen ¾ c), dann ist das Licht das uns vom hinteren Spiegel erreichen will, nur ¼ c schneller.
wären wir also genau so schnell wie das Licht, würde uns das Licht niemals einholen können.

So kommt es also erstens rotverschoben an, und zweitens hat es den Spiegel längst erreicht bevor wir die Lichtinfo „Spiegel erreicht“ auf unser Auge bekommen.

Andersrum, also nach vorne haben wir den umgekehrten Effekt.

Dadurch dass wir dem vorderen Spiegel entgegen fahren, verkürzen wir den Weg, den das vom Spiegel abgestrahlte Licht, bis zu uns braucht.

Es kommt blau verschoben an.

Das Licht des Lasers ist aber auch hier schon längst am Spiegel des Bahnsteigendes Angekommen, bevor es auf unser Auge trifft.

Steht nun ein Mann in der Mitte des Bahnsteiges, so passiert folgendes:
Bild

Der Passant sieht das Licht gleichzeitig eintreffen.

Was er allerdings sieht, ist die Vergangenheit, denn bis das Licht der Spiegel tatsächlich ihn erreicht, ist es längst bei den Spiegeln eingetroffen.

wiki hat geschrieben:Die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse an verschiedenen Orten ist abhängig vom Bewegungszustand des Beobachters.

Stimmt also, ist aber in keinster Weise paradox !
Und hat mit einer „ tatsächlichen“ Dehnung der Zeit nichts, aber auch nicht das geringste, zu tun!

Eine „Zeitdilatation“ ist also keines Wegs real, sondern vielmehr ein subjektiv wahrgenommener Effekt.
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Ernst » Sa 2. Jan 2010, 18:29

Hallo mordred,

deine Darstellung zur Gleichzeitigkeit ist nicht richtig im Sinne der SRT. Deine Darstellung fußt auf Lichtlaufzeiten, die aber in der SRT herausgerechnet werden.
Die RdG hat mit solchen Lichtlaufzeiten nichts zu tun.

wiki hat geschrieben:Die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse an verschiedenen Orten ist abhängig vom Bewegungszustand des Beobachters.

Abgesehen davon ist es aber egal, ob der Beobachter sich bewegt.
Würde er beide Male, einmal 20 Meter von der Linken, einmal 1 Km vor der rechten, stehen, hätte es den selben Effekt.

Das ist demzufolge auch nicht richtig. Die RdG tritt nur bei Bewegung auf. Sind die Systeme zueinander unbewegt, gibt es für alle Beobachter eine identische Gleichzeitigkeit.

Die RdG hat eine andere Ursache. Sie ist in Verbindung mit der ZD die mathematische Konsequenz daraus, daß die LG in allen Systemen gleich sein soll.

Wie Dietmar es früher so treffend veranschaulichte:
Am Bahnsteig zeigen alle Uhren entlang des Gleises die gleiche Zeit. Im vorbeifahrenden Zug laufen die Uhren demgegenüber langsamer und zeigen zudem in allen Fenstern eine unterschiedliche Zeit. Das ist eben die RdG. Nur so läßt sich die Konstanz der LG mathematisch herstellen.

Das alles zeigt natürlich, daß die SRT eine mathematische Fiktion ist und mit der Realität nicht kämmt.

Gruß
Ernst
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Mordred » Sa 2. Jan 2010, 21:46

Hallo Ernst
Die RdG tritt nur bei Bewegung auf. Sind die Systeme zueinander unbewegt, gibt es für alle Beobachter eine identische Gleichzeitigkeit.

Stimmt und gebe dir natürlich recht.

Letztlich ist es aber eine Frage des Systems auf welches ich Bezug nehme.

Nehmen wir mal an ich würde in einer Rakete mit c durch den Raum reisen.
Im inneren dieser Rakete aktiviere ich eine Taschenlampe in Flugrichtung.
Das Licht wird mit c abgestrahlt.
Von außen betrachtet könnte ich nun sagen, das Licht im inneren System Raumschiff reist im Bezug zum äußeren Raum mit c2.
Das kann ich aber nicht. Denn beide Systeme lassen sich nicht unter einen Hut bringen.
Nun mache ich aus der Rakete ein Caprio. Ich kann mich hyphotetisch auf dieser Rakete nach vorne bewegen und wäre somit schneller als c unterwegs. Auch einen Stein den ich werfe (hypothetisch betrachtet natürlich) wäre schneller.
Nun und aktiviere die Taschenlampe.
Ich werde feststellen dass das Licht nun nicht von der Taschenlampe abgestrahlt wird. Ob ich nun stehe oder mich nach vorne bewege zeigt dabei keine Auswirkung. Lediglich würde ich mich rückwärts bewegen könnte ich einen Lichteffekt feststellen.

Da sich nun aber der Zwilling auf seiner Reise auch im inneren des Schiffes aufhält, er also in einem eigenen Bezugssystem befindet, wirken sich auch keine differenten Alterungsprozesse auf ihn aus.
Denn ob das System nun Erde oder Raumschiff heißt bleibt sich letztlich gleich.
Denn ob sich die Erde, oder das Schiff oder der Zug bewegt, wirkt sich nicht auf die Person die sich im jeweiligen System befindet aus.
Nur wenn ich die Systeme untereinander vergleiche ergeben sich Abweichungen.

Stehe ich auf der Erde, rase ich mit dieser durchs All, sitze ich im Zug fahre ich in diesem über die Erde, und reise ich in einem Raumschiff, so sitze ich genauso wie im Zug still. Und da ich mich also jedesmal unbewegt in einem System befinde, macht es auch keinen Sinn zu behaupten ich würde unterschiedlich altern

Nun kann ich natürlich wenn ich zwei (oder mehrere) Bezugssysteme vergleiche eine Abweichung erkennen, und diese auch berechnen.
Und natürlich kann ich diese Abweichung als Zeitdilatation werten.
Objektiv gibt es aber nur einen absoluten Wert. Und dieser gilt für alle Systeme in sich.
Nur ein Vergleich verschiedener Systeme untereinander bringt eine Abweichung hervor.
Diese Abweichung ist aber keineswegs alterungsrelevant !
Denn egal in welchem System ich mich auch befinde, letztlich ist und bleibt es ein geschlossenes System.
Ändere ich nun dieses System (indem ich z.B. ein Capriolett draus mache) begebe ich mich nur von einem in ein anderes System.
Und dann gelten einfach die Gegebenheiten dieses Systems.

Läuft eine Person im Zug der 200 Km/h fährt mit 6 Km/h nach vorne kann ich zwar sagen im Bezug auf das System Schiene bewegt sich diese Person nun mit 206 Km/h nach vorne, aber objektiv betrachtet habe ich zu dem System Schienen keinen Bezug. Denn das System Zug befindet sich dazwischen.
Lasse ich das System Zug nun weg, macht das System Schiene/Person keinen Sinn mehr.

Eine Zeitdilatation ist also mathematisch berechenbar, hat aber mit der Realität nichts zu tun da sich die einzelnen Bezugssysteme objektiv nicht unter einen gemeinsamen Hut bringen lassen.

Gruß derweil.
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 2. Jan 2010, 22:02

Hallo,

und hier noch einmal was Einstein zur RdG geschrieben hat:

§ 9 Die Relativität der Gleichzeitigkeit

Bisher haben wir unsere Betrachtung auf einen bestimmten Bezugskörper bezogen, den wir als „Bahndamm“ bezeichnet haben. Es fahre nun auf dem Geleise ein sehr langer Zug mit der konstanten Geschwindigkeit v in der in Abb. 1 angegebenen Richtung. Menschen die in diesem Zug fahren, werden mit Vorteil den Zug als starren Bezugskörper (Koordinatensystem) verwenden; sie beziehen alle Ereignisse auf den Zug. Jedes Ereignis, welches längs des Geleises stattfindet findet dann auch an einem bestimmten Punkte des Zuges statt. Auch die Definition der Gleichzeitigkeit lässt sich in Bezug auf den Zug in genau derselben Weise geben, wie in Bezug auf den Bahndamm. Es entsteht aber nun naturgemäß folgende Frage: Sind zwei Ereignisse (z.B. die beiden Blitzschläge A und B), welchen in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, auch in Bezug auf den Zug gleichzeitig? Wir werden sogleich zeigen, dass die Antwort verneinend lauten muss.

Wenn wir sagen, dass die Blitzschläge A und B in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, so bedeutet dies: Die von den Blitzorten A und B ausgehenden Lichtstrahlen begegnen sich in dem Mittelpunkte M der Fahrdammstrecke A – B. Den Ereignissen A und B entsprechen aber auch Stellen A – B auf dem Zuge. Es sei M‘ der Mittelpunkt der Strecke A – B des fahrenden Zuges. Dieser Punkt M‘ fällt zwar im Augenblick der Blitzschläge mit dem Punkte M zusammen, bewegt sich aber in der Zeichnung mit der Geschwindigkeit v des Zuges nach rechts. Würde ein bei M‘ im Zuge sitzender Beobachter diese Geschwindigkeit nicht besitzen, so würde er dauernd im M bleiben, und es würden ihn dann die von den Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.h. diese beiden Strahlen würden sich gerade bei ihm begegnen. In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden. Die Beobachter, welche den Eisenbahnzug als Bezugskörper benutzen, müssen also zu dem Ereignis kommen, der Blitzschlag B habe früher stattgefunden als der Blitzschlag A. Wir kommen also zu dem wichtigen Ergebnis:

Ereignisse, welche in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in Bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt (Relativität der Gleichzeitigkeit). Jeder Bezugskörper (Koordinatensystem) hat seine besondere Zeit, eine Zeitangabe hat nur dann einen Sinn, wenn der Bezugskörper angegeben ist, auf den sich die Zeitangabe bezieht.

Die Physik hat nun vor der Relativitätstheorie stets stillschweigend angenommen, dass die Bedeutung der Zeitangaben eine absolute, d.h. vom Bewegungszustande des Bezugskörpers unabhängige, sei. Dass diese Annahme aber mit der nächstliegenden Definition der Gleichzeitigkeit unvereinbar ist, haben wir soeben gesehen; lässt man sie fallen, so verschwindet der in § 7 entwickelte Konflikt des Gesetzes der Vakuum-Lichtausbreitung mit dem Relativitätsprinzip.

Zu jenem Konflikt führt nämlich die Überlegung des § 6, die nun nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Wir schlossen dort, dass der Mann im Wagen, der relativ zu diesem die Strecke w in einer Sekunde durchläuft, diese Strecke auch relativ zum Bahndamm in der einer Sekunde durchläuft. Da nun aber die Zeit, welche eine bestimmter Vorgang mit Bezug auf den Wagen braucht, nach den soeben angestellten Überlegungen nicht gleich gesetzt werden darf der vom Bahndamm als Bezugskörper aus beurteilten Dauer desselben Vorganges, so kann nicht behauptet werden, dass der Mann durch sein Gehen relativ zum Geleise die Strecke w in der einer Zeit zurücklegt, welche – vom Bahndamm aus beurteilt - gleich einer Sekunde ist.

Die Überlegung des § 6 ruht übrigens noch auf einer zweiten Voraussetzung, die im Lichte einer strengen Überlegung als willkürlich erscheint, wenn sie auch der Aufstellung der Relativitätstheorie stets (stillschweigend) gemacht wurde.


Das ist natürlich vollkommen richtig.

Gruß

Sebastian
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Re: Diskussion a-la AC-Forum

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 2. Jan 2010, 22:32

Hallo chief,

wikipedia erklärt das Gedankenexperiment natürlich anders.

Gruß

Sebastian
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Gleichzeitigkeit

Beitragvon rmw » So 3. Jan 2010, 07:48

Chief hat geschrieben:
Einstein betrachtet hier auch nur Lichtlaufunterschiede.

...In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden. Die Beobachter, welche den Eisenbahnzug als Bezugskörper benutzen, müssen also zu dem Ereignis kommen, der Blitzschlag B habe früher stattgefunden als der Blitzschlag A. Wir kommen also zu dem wichtigen Ergebnis:
Ereignisse, welche in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in Bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt (Relativität der Gleichzeitigkeit)...


Die Einsteinsche Beschreibung zeigt bestens was für ein offensichtlicher Unsinn die RT ist. Mit absolut der gleichen Berechtigung könnte man argumentieren das wegen des unterschiedlichen Eintreffens des Donners auch die Gleichzeitigkeit für verschiedene Beobachter eine andere ist.

Frau Lopez verwendet im anderen Thread den Begriff "Schwachsinn". Das ist nicht gerade zurückhaltend formuliert aber es ist weis Gott keine Übetreibung.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dass man so eine schwachsinnige Theorie über 100 Jahre als Genialität verkaufen kann ist die eigentliche Genialität bei der ganzen Chose.

Genau so ist es.

rmw
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