Chief hat geschrieben:Oder brauchst du eine Bestätigung von Harald, dass es nicht geht weil es nicht geht!
Hätte ich ihm gerne bestätigt, aber leider ist es eben so, wie Ernst geschrieben hat: die Phasenverschiebung ist konstant! Daher ist es ein Leichtes, auszurechnen, wie die Phasen zu liegen kommen, wenn sich die Erde nicht drehen würde und ebenso einfach errechnet es sich, wie wie Lage der Phasen zueinander aussieht, wenn die Erde rotiert. Aus der Phasenlage, die Michelson beobachten konnte, war natürlich ebenso einfach die Rotationsgeschwindigkeit zu ermitteln.
Ich habe versucht, Kurts Argumente nachzuvollziehen, aber das ist nicht möglich, weil sie schlicht und einfach falsch sind. Es ist sozusagen watscheneinfach, mit dem Michelson-Gale-Interferometer die Erdrotation zu messen - wenn man von den technischen Raffinessen absieht.
Kurt wird's wohl nie nachvollziehen können, weil dazu ein bisschen Mathematik nötig ist. Aber vielleicht begreift er auch schon ohne Mathematik. dass die Phasen der Lichtstrahlen anders zusammentreffen, wenn sich die Laufstrecken für die entgegen gesetzt laufenden Strahlen aufgrund der Rotation verändern (eine wird länger, die andere kürzer) und die sich ergebende Phasenlage in Zusammenhang mit der Streckenveränderung und diese wiederum mit der Rotation in Zusammenhang stehen. Beide Phasenlagen, mit oder ohne Rotation, sind berechenbar - und das war's auch schon!
Grüße
Harald Maurer