Harald Maurer hat geschrieben:
Der ART-Effekt wird ja schon durch die herabgesetzte Frequenz weitgehend korrigiert.
Eben! Wenn er nicht existent wäre, und man ihn trotzdem mit der Frequenz der Uhr korrigierte, dann müsste man diese falsche Korrektur, die in die Uhr eingebaut wäre, wieder mit der Drift-Korrektur zurück korrigieren, was dann aber ein Drift Wert nicht von 7.27e-12 sek/sek, sondern 4.46e-10 sek/sek wäre!
Harald Maurer hat geschrieben:
Da die Uhr aber nicht genau so läuft, wie sich aus ART und SRT ergibt und aufgrund weiterer Fehler muss noch zusätzlich korrigiert werden
Die Erde hat
Dichteschwankungen und der Satellit Bahnstörungen, die man beim GPS nicht miteinberechnen kann, sondern über die Drift korrigieren muss.
Harald Maurer hat geschrieben:
d.h. zur Zeitangabe der Uhr werden 0,6685256958^-3 s addiert und dazu noch die paar Picosekunden, die sich aus der Drift bis zum Messzeitpunkt ergeben.
Hier muß es sich um ein Mißverständnis handeln, diese 6.6685e-4 sek dürften die insgesamte Korrektur seit t0 (Indienststellung) sein, also relativ zur Bodenkontrolluhr. Deshalb auch der Name Af0! Dann passt die Größenordnung auch wieder mit der Drift Af1 mal der Dienstdauer zusammen.
Harald Maurer hat geschrieben:
Die größere Korrektur fällt von Woche zu Woche und bei jedem Satelliten unterschiedlich aus, mal wird hin zu addiert und mal wird abgezogen. Diese Bias-Korrektur lässt jedenfalls die Behauptung nicht zu, die Uhr würde genau nach einsteinschem Faktor laufen! Dieser Faktor wird durch die Korrektur überdeckt.
Aber hoffentlich nicht gleich um eine 2/3000 Sekunde jede Woche, sonst wäre es ja blödsinnig, die 1/200000 sek, die sich in einer Woche aus der Drift ergeben, dazuzurechnen! Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Differenz der Borduhr (die man wohl aus technischen Gründen im Gegensatz zum Bordcomputer, der diese Uhr abliest, nicht mit den Drift- und sonstigen Korrekturdaten synchronisiert) zur Referenzuhr am Boden.
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Das käme der Sache dann schon näher! Die Drift könnte dann zwar innerhalb der 365 Wochen Dienst immer noch geschwankt haben, aber nur im Verhältnis 0.0016:0.668e-3 = 2:1, was halbwegs realistisch wäre (und ein Grund, die Driftabweichung ebenfalls upzudaten). So bleiben alle Unschärfen mindestens eine Zehnerpotenz unter den RT-Effekten.