Joachim hat geschrieben: Muss man das Antirelativisten erst erklären?
Menschen, die die Physik "richtig stellen" möchten sind keine "Antirelativisten".
Gruß
Joachim hat geschrieben: Muss man das Antirelativisten erst erklären?
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Wir untersuchten aber die ganze Zeit die relativistische Längenkontraktion und ihren exakten Betrag zwischen einem Pfeil und einer Zielscheibe, das kann man nur, wenn sie zu einem Winkel von 180° zueinander stehen.
Joachim hat geschrieben:.... Was innerhalb einer Inertialsystems passiert, ist klassisch und relativistisch identisch. Ein auf dich zufliegender Stab erscheint verlängert, weil das Licht seiner Spitze einen kürzeren Weg zurücklegt als das deines Endes. Die Lichtstrahlen, die du gleichzeitig wahrnimmst, sind also nicht gleichzeitig entstanden. Das Hintere Ende zeigt einen früheren Zustand des Stabes, als er noch weiter entfernt war. Deshalb sieht er rein optisch länger aus. Der wegfliegende Stab scheint aus gleichem Grund optisch verkürzt.....
Gruß,
Joachim
Chris hat geschrieben:Ist das entscheidende in dem Stabbeispiel dann also die Abwärtsbewegung des stabes in das Loch?
Die könnte doch auf ein minimum beschränkt werden.
Chris hat geschrieben:Mal noch etwas zu einem auf mich zufliegenden Stab.
Du sagst es gehe um Effekte innehrhalb eines Inertialsystems, aber der Stab innerhalb meines IS der auf mich zufliegt, bildet doch wiederum ein eigenes IS innerhalb des meinem.
Chris hat geschrieben:Wenn ich dann seine Länge messen wollte um eine Längenkontraktion festzustellen, dann würden sich doch die Effekte die klassisch durch die Lichtlaufzeiunterschiede und die, die durch die Längenkontration entstehen so gegenseitig beeinflussen, daß eine einfache Messung gar nicht mehr möglich sein sollte.
Joachim hat geschrieben:Nein, denn der Stab ist nur in einem Inertialsystem parallel zum Loch. In allen anderen ist er nicht nur aufgrund der Längenkontraktion gestaucht oder gestreckt, sondern aufgrund der RdG auch gedreht. Und selbst wenn man einen unendlich dünnen Stab annimmt, kommt es nach der Drehung auf das exakte Timing an.
Chief hat geschrieben:Joachim hat geschrieben:Nein, denn der Stab ist nur in einem Inertialsystem parallel zum Loch. In allen anderen ist er nicht nur aufgrund der Längenkontraktion gestaucht oder gestreckt, sondern aufgrund der RdG auch gedreht. Und selbst wenn man einen unendlich dünnen Stab annimmt, kommt es nach der Drehung auf das exakte Timing an.
Dann nehmen wir einen Stab und drücken ihn fest auf die Tischplatte, so dass er sich nicht mehr drehen kann. Im IS des Tisches fällt er durch und im IS des Stabes nicht mehr. Oder dreht sich der Stab so kräftig, dass man ihn nicht mehr halten kann?![]()
Ist das vernünftig genug?![]()
Gruß
Chief hat geschrieben:Joachim hat geschrieben:Nein, denn der Stab ist nur in einem Inertialsystem parallel zum Loch. In allen anderen ist er nicht nur aufgrund der Längenkontraktion gestaucht oder gestreckt, sondern aufgrund der RdG auch gedreht. Und selbst wenn man einen unendlich dünnen Stab annimmt, kommt es nach der Drehung auf das exakte Timing an.
Dann nehmen wir einen Stab und drücken ihn fest auf die Tischplatte, so dass er sich nicht mehr drehen kann. Im IS des Tisches fällt er durch und im IS des Stabes nicht mehr. Oder dreht sich der Stab so kräftig, dass man ihn nicht mehr halten kann?![]()
Ist das vernünftig genug?![]()
Physik-Aufgabe aus einem Schulbuch für das Physik-Unterricht (Metzler Physik – 1989, Seite 294):
8/43: Ist es möglich, mit einem 15 langen Panzer einen 10 m breiten Graben mit einer Geschwindigkeit von v = 0,8 c zu überqueren? Aus der Sicht des Panzerfahrers ist der Graben auf 6 m kontrahiert, und die Mitte des Panzers, dort sei der Schwerpunkt, steht noch fest auf der einen Seiten, wenn die Vorderkante des Panzers die andere Grabenseite erreicht. Aus der Sich der Verteidiger ist der Panzer auf 9 m kontrahiert. Er schwebt also einen Moment frei in der Luft und müsste in den Graben fallen! Wie löst sich dieser Widerspruch?
Lösung:
Dieses Problem wurde von W. Rindler 1961 aufgeworfen (Am. J. Phys. 29, 365 (1961)). Natürlich fällt der Panzer in den Graben, da er aus der Sicht der Verteidiger für einen Moment frei schwebt. Wie erklärt sich dieser Sachverhalt aus der Sicht des Panzerfahrers? Mit der Lorentz-Transformation zeigt Rindler, dass sich der Panzer in dem kontrahierten Panzer biegt. Anschaulich hilft hier ein Minkowski-Diagramm. In der Abbildung sind das Ruhsystem I des Panzers und das relativ dazu nach links bewegte System I’ des Grabens gezeichnet. Wir betrachten das Ereignis E (t = 0; die Panzerspitze fährt über den Grabenrand) und nehmen an, die zwischenmolekularen Kräfte im Panzer übertragen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Nach 16 2/3 Sekunden hat erst ein Drittel des Panzers Kenntnis von dem Ereignis E und nur dieses Drittel kann demnach Kräfte Ausüben und den über dem Graben befindlichen Teil halten. Das Diagramm zeigt, dass sich bereits 80% dieses Drittels über den Graben befindet. Der Panzer kann demnach nicht starr bleiben, sondern biegt sich von Anfang an (parabelförmig) in den Graben.
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