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Wenn es sich bei Algol um einen echten Doppelstern mit echten Umlauf-Radialgeschwindigkeits-Amplituden von 43 und 193 km/s handelt, ist der
ungebremste Delta-Lambda-Effekt derart riesig, daß auch noch bei sehr starker Abbremsung des Delta-Lambda-Effekts, also bei sehr rascher Abnahme von Δvo bzw. von Δv, noch ein so großer Delta-Lambda-Effekt übrig ist, daß die Linien im Spektrum in einen Bereich verschoben werden, wo sie bisher nicht gesucht und deshalb nicht gefunden worden sind, und wo die Verschiebung auch völlig anders erfolgt als beim erwarteten Doppler-Effekt, so daß der relativ kleine Doppler-Anteil im Spektrum nicht zu erkennen und vom Delta-Lambda-Effekt nicht zu trennen ist.
Wir können also die Abbremsung von Δv versuchsweise mal so stark machen, daß die unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Lichts vom rechten Rand der Bahn gegenüber dem Licht vom linken Rand der Bahn so schnell auf kleine Differenzen abgebaut werden, daß keine großen Laufzeitunterschiede auftreten, und somit keine großen Delta-Cep-Helligkeitsänderungen und keine großen Verzerrungen der „RG“-Kurve auftreten.
Hierbei erklären wir die große Abbremsung von Δv damit, daß die Mitführung des „Äther“-Mediums durch die gegensätzlichen Bewegungen der beiden großen Massen des Doppelstern-Systems stark reduziert ist.
Wir setzen nun die Abbremsung von Δv als so stark an, daß alle Effekte aufgrund unterschiedlicher Lichtgeschwindigkeiten bei Algol auf ein Hundertstel bis ein Tausendstel des ungebremsten Wertes verringert sind.
Dann ergeben sich für die Delta-Lambda-Effekt-Radialgeschwindigkeits-Amplituden
bei A1: „RG“= V/T*2π*D=43 000/2,48E5 *2π*2,93E9 = 3,19E9 m/s=3,19E6 km/s=10,6 c, und
verringert auf ein Hundertstel ergibt sich "RG"=10,6*300 000/100= 31 000 km/s, und
verringert auf ein Tausendstel ergibt sich "RG"=10,6*300 000/1000= 3 100 km/s.
Die Laufzeitunterschiede bei A1 sind dann bei einer Entfernung von 93 Lichtjahren = 2,93E9 s
bei der Hundertstel-Annahme:
2*430 m/s * 2,93E9 s = 2,52E12 m dividiert durch c ergibt 2,52E12/3E8=8400s = 140 Minuten.
Und bei der Tausendstel-Annahme:
2*43 m/s * 2,93E9 s = 2,52E11 m dividiert durch c ergibt 2,52E11/3E8=840s = 14 Minuten.
Das heißt, je nach Annahme staucht sich die hintere Umlaufhälfte um 14 min bis 140 min, die vordere Umlaufhälfte dehnt sich um 14 bis 140 min.
Bei einer Umlaufszeit von 2,87d=4133 min verkürzt sich somit die hintere Umlaufhälfte von 2066,5 auf 2052,5 bis 1926,5 Minuten. Und die vordere Umlaufshälfte dehnt sich von 2066,5 auf 2080,5 bis 2206,5 Minuten.
Die daraus resultierenden Helligkeitsunterschiede dürften durchaus noch im Bereich der beobachteten Helligkeitskurve von Algol liegen, die auch außerhalb der Bedeckungen leicht schwankt.
Entsprechend dieser versuchsweisen und überschlägigen Abbremsung von Δv ergibt sich folgendes Bild für die echten Doppler-RG und die scheinbaren Delta-Lambda-„RG“ von Algol A1, in dem die relativ kleine Dopplerkurve (stark überhöht) und die relativ große Delta-Lambda-Kurve (stark verkleinert) und die Überlagerungs-Kurve (gestrichelte Linie) dargestellt ist.
Dateianhang:
AlgolDeltaLambda02.jpg [ 40.51 KiB | 12651-mal betrachtet ]
Wie ersichtlich, ist aus der Überlagerungskurve kein Zusammenhang mit der zu erwartenden Doppler-Kurve zu erkennen. Es ist also nicht verwunderlich, daß die Astronomen aus den Linienverschiebungen im Spektrum von Algol keine brauchbaren Umlauf-RG-Doppler-Linienverschiebungen messen konnten.
Da sich dieses Doppelstern-Modell von Algol sowohl im Einklang mit dem bisher von den Astronomen angenommenen Modell, als auch mit den bisherigen Erkenntnissen hinsichtlich des Delta-Lambda-Effekts der Emissionstheorie und hinsichtlich der Abnahme von Lichtgeschwindigkeitsdifferenzen infolge Einwirkung des „Äther“-Mediums befindet, gehe ich davon aus, daß Algol ein echter Doppelstern ist (der sich durch gegenseitiges Einfangen der Komponenten gebildet hat).
Der echte Doppelstern Algol steht also nicht im Widerspruch zum Delta-Lambda-Effekt, sondern im Gegenteil, die bisher nicht interpretierbaren Linienverschiebungen im Spektrum von Algol sollten sich hinsichtlich des obigen Bildes überprüfen lassen, so daß Algol letztlich als Beweis für den Delta-Lambda-Effekt und als Eichung für die Abnahme des Δv dienen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Pernes
Nachtrag: Der Beitrag wurde inzwischen um die Variante „Algol als Sonne-Planet-System“ erweitert. Siehe
viewtopic.php?f=8&t=312&start=240#p103216