Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 4. Dez 2013, 14:57

..
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 4. Dez 2013, 15:51, insgesamt 2-mal geändert.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 4. Dez 2013, 15:49

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Dein Beobachter mißt den relativ zu ihm bewegten Zug verkürzt, wenn ich das richtig verstehe.
Das ist dann nicht SRT konform.

Waaas? Ein bewegtes Objekt wird in der SRT kontrahiert gemessen. Was denn sonst?

Ja, ich habe die Systeme verwechselt. Sorry. Errare humanum est. ;)
Die Ruhelänge ist immer die größte Länge. :!:

Ich bin damit aber nicht allein:
Trigemina hat geschrieben:Das Kriterium lautet: In Ruhesystemen werden Längen und Zeiten minimal gemessen. D.h. die Uhren und Massstäbe zeigen zu allen dazu bewegten Bezugssystemen immer die geringste Zeit und Länge an.


Ich werde meine bildliche Darstellung entsprechend korrigieren.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 4. Dez 2013, 18:16

So, hier die Korrektur:

LK ne.PNG
LK ne.PNG (5.64 KiB) 5086-mal betrachtet


Objekt ruht in S (blau) und ist in S' (rot) bewegt.

t1 und t2 müssen in S (blau) zu unterschiedlicher Zeit gemessen werden. Das beeinflußt das Meßergebnis aber nicht, weil das Objekt in S (blau) ruht.

x1'=(x1-v*t1)γ
x2'=(x2-v*t2)γ
l'=x2'-x1'=[x2-x1-v(t2-t1)]γ

t1'=(t1-v*x1/c²)γ
t2'=(t2-v*x2/c²)γ
t1'=t2'
t2-t1=(x2-x1)v/c²

l'=[x2-x1-(x2-x1)v²/c²]γ
l'=x2'-x1'= (x2-x1)/γ
l'=l/γ
l=l'*γ

.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Mi 4. Dez 2013, 18:46

Ernst hat geschrieben:Ich verwende ausschließlich Koordinaten im Ruhesystem des Myons.
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&start=1530#p65408

Ähm. Weshalb verwendest du dann die Ortskoordinaten -vtγ der Erde in S' und kombinierst diese mit den Zeitkoordinaten t/γ des Myons in S'?

Myonenkoordinaten und Erdkoordinaten sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn sie im selben Bezugssystem S' zugeordnet sind. Nur ist es für die Myonen ihr Ruhesystem, für die Erde das dazu bewegte Bezugssystem. Deswegen ist dein v' um den Faktor γ^2 zu gross.

Ernst hat geschrieben:Ich bin damit aber nicht allein:
Trigemina hat geschrieben:Das Kriterium lautet: In Ruhesystemen werden Längen und Zeiten minimal gemessen. D.h. die Uhren und Massstäbe zeigen zu allen dazu bewegten Bezugssystemen immer die geringste Zeit und Länge an.
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65434#p65431

Genau deswegen werden in Ruhesystemen immer minimale Längen und Zeiten zu dazu bewegten Bezugssystemen gemessen, weil ihre Eigenlängen maximal und ihre Eigenzeiten minimal sind. Die Massstäbe sind dort am grössten und messen deshalb kleinere Längen; die Uhren laufen am langsamsten und messen deshalb geringere Zeiten.
Deswegen heisst es Längenkontraktion (Stauchung) und Zeitdilatation (Dehnung). Da kann man schon mal drüberstolpern.

Anmerkung: Im Myonenexperiment geht es nicht um die Eigenlängen der Myonen oder der Erde, sondern um ihre zurückgelegten Strecken!

That's the difference
Trigemina
 
Beiträge: 954
Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Mi 4. Dez 2013, 19:25

Mit Hervorhebung seitens DesDicken:
Ernst hat geschrieben:Der mitbewegte Beobachter sieht in seinem Ruhesystem die verkürzte Länge des ruhenden Stabes. Aber nur deshalb weil er gleichzeitig die Enden der Strecke mißt, während der Beobachter in dem System, in welchem sich das Ding bewegt, zu ungleichen Zeitpunktem messen muß. (Welcher Normalbegabte mißt schon auf solche Weise?)

Richtig ist, daß der "bewegte" Beobachter den "ruhenden" Stab verkürzt sieht, da er die Lage der Stabenden in seinem IS gleichzeitig betrachten muß.
Falsch ist, daß der "ruhende" Beobachter die Lage der Stabenden zu bestimmten ungleichen Zeitpunkten messen muß. Da er mit dem Stab zusammen im selben System ruht, sind die Zeiten zu denen er die Lage der Stabenden feststellt völlig irrelevant. Er darf in seinem System zu beliebigen, z.B. zu gleichen Zeitpunkten messen.

Wieso muß man nach Ernst Zeitpunkte beachten um die Länge eines Stabes in seinem eigenen Ruhesystem zu messen?
Vielleicht aus demselben Grund aus dem ein Myon nach Ernst in seinem eigenen Ruhesystem Strecken der Länge vgt zurücklegt?


viewtopic.php?f=6&t=600&start=1290#p64791
Ernst hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:Nach Ernst ruht das Myon ruht in S' auf x'=0 und legt dabei in S' den Weg v*t*gamma zurück.
Dicker, entweder hast du 'ne Legasthenie oder Halluzinationen. Das steht bei Ernst nie

Ernst bestreitet hier geschrieben zu haben, daß dass Myon in S' den Weg v*t*gamma zurücklegt.



viewtopic.php?f=6&t=600&start=1360#p64898
Ernst hat geschrieben:Und gemäß der LT hat es zum gleichen Zeitpunkt t in S' den Weg gvt zurückgelegt.

Hier tritt Ernst von dem oben gemachten Dementi zurück. Das Myon legt in S' nun wieder den Weg v*t*gamma zurück.




Ernst hat geschrieben:Die ganze Herleitung der LK ist eigentlich nur ein leicht durchschaubarer mathematischer Trick

Das stimmt. Umso bedauerlicher, Herr Ernst, daß ausgerechnet Sie den "Trick" nicht durchschaut haben.



Ernst hat geschrieben:Und funktioniert auch nur, wenn ganz bestimmte nichtalltäglich Meßvorschriften verwendet werden

Richtig wäre gewesen: Die LK ist eine Projektion einer in S ruhenden Strecke in eine Hyperebene t'=const in S'. Das macht nur Sinn, wenn eine Strecke die in einem System ruht aus einem dazu relativbewegten System betrachtet wird.
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 4. Dez 2013, 20:28

Trigemina hat geschrieben:Weshalb verwendest du dann die Ortskoordinaten -vtγ der Erde in S' und kombinierst diese mit den Zeitkoordinaten t/γ des Myons in S'?
Myonenkoordinaten und Erdkoordinaten sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn sie im selben Bezugssystem S' zugeordnet sind. Nur ist es für die Myonen ihr Ruhesystem, für die Erde das dazu bewegte Bezugssystem. Deswegen ist dein v' um den Faktor γ^2 zu gross.

Im Bezugssystem S' ruht das Myon und bewegt sich die Erde. Der Abstand in S' zwischen ruhendem Myon und Erde ist vtγ. Die Myonenuhr in S' steht auf t/γ. Alles in S': der Abstand zwischen Erde und Myon bezogen auf die Zeit am Myon ergibt vγ². Man kann die Zeit auch auf die Zeit der Erde in S' beziehen. Dann kommt deine Geschwindigkeit raus. Das ist aber hier unangebracht, weil ja die Lebensdauer des Myons hinterfragt ist. Und die wird nun mal am Myon ermittelt und nicht sonstwo.

Trigemina hat geschrieben:Das Kriterium lautet: In Ruhesystemen werden Längen und Zeiten minimal gemessen. D.h. die Uhren und Massstäbe zeigen zu allen dazu bewegten Bezugssystemen immer die geringste Zeit und Länge an.
....
Genau deswegen werden in Ruhesystemen immer minimale Längen und Zeiten zu dazu bewegten Bezugssystemen gemessen, weil ihre Eigenlängen maximal und ihre Eigenzeiten minimal sind. Die Massstäbe sind dort am grössten und messen deshalb kleinere Längen; die Uhren laufen am langsamsten und messen deshalb geringere Zeiten.
Deswegen heisst es Längenkontraktion (Stauchung) und Zeitdilatation (Dehnung). Da kann man schon mal drüberstolpern.

:?
Etwas verworren. Maßstäbe und Längen wachsen/schrupfen gleichermaßen. Die Ruhelänge ist stets am größten. Ist aber nicht mehr wichtig.

Anmerkung: Im Myonenexperiment geht es nicht um die Eigenlängen der Myonen oder der Erde, sondern um ihre zurückgelegten Strecken!
That's the difference

Natürlich.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 4. Dez 2013, 20:31

DerDicke hat geschrieben:....

Du hast echt 'ne Macke.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Mi 4. Dez 2013, 22:36

Ernst hat geschrieben:Im Bezugssystem S' ruht das Myon und bewegt sich die Erde.
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&p=65440#p65439

Ja. Absolut wörtlich zu nehmen.

Der Abstand in S' zwischen ruhendem Myon und Erde ist vtγ.


Weshalb schreibst du es nicht so:
"Der Abstand in S' zwischen ruhendem Myon und bewegter Erde ist vtγ."?

Es sollte dir auffallen, dass du ein ruhendes Myon mit einer bewegten Erde vergleichst. Ein Ergebnis von v'=-v*γ² kannst du jedenfalls nicht der SRT ankreiden.
Trigemina
 
Beiträge: 954
Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 5. Dez 2013, 10:57

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Im Bezugssystem S' ruht das Myon und bewegt sich die Erde.
...
Der Abstand in S' zwischen ruhendem Myon und Erde ist vtγ.

Weshalb schreibst du es nicht so:
"Der Abstand in S' zwischen ruhendem Myon und bewegter Erde ist vtγ."?

Nichts dagegen. Das folgt ja aus dem obigen.

Es sollte dir auffallen, dass du ein ruhendes Myon mit einer bewegten Erde vergleichst.

Vergleichen tu ich nichts. Ich berechne die Geschwindigkeit der Erde im Myonensystem aus dem sich ändernden Abstand der Erde zum Myon und der Lebensuhr des Myons. Letztlich soll ja ermittelt werden, ob und wann die Erde das Myon in dessen Lebenszeit erreicht.
Da wäre es ja doch abwegig, eine Zeit von der Erde zu verwenden, denn da ist ja das Myon gar nicht.

Ein Ergebnis von v'=-v*γ² kannst du jedenfalls nicht der SRT ankreiden.

Es ist nach den Gesetzen der SRT berechnet. Die SRT besteht aber im Gegensatz zur Klassik, wo man diese Rechnung ohne weiteres so ausführen kann, zusätzlich aus einengenden Meßvorschriften, um c konst zu bewahren. Insofern verstößt meine Rechnung offenbar gegen eine solche Meßvorschrift. Das spricht aber nicht gerade für eine universell anwendbare SRT.

Wir wissen jetzt beide, was du und ich gerechnet haben. Ich denke wir können das nun doch abschließen.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Do 5. Dez 2013, 11:09

Ernst hat geschrieben:
Wir wissen jetzt beide, was du und ich gerechnet haben. Ich denke wir können das nun doch abschließen.



Lässt sich das nicht vorher eindeutig formulieren, was und wie man etwas berechnen soll? Die vorab klar definierten und interpretierten Grundlagen sind doch eine zwingende Voraussetzung, um ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen.
All
 
Beiträge: 2171
Registriert: Mo 5. Sep 2011, 07:53

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste

cron