Ernst hat geschrieben:
Woher du diese seltsame Wellenlängenquantenreflexionsthese her hast, weiß ich nicht. Solche Dinge widersprechen der elementaren Wellenoptik.
Und da es sowas nicht gibt, ist das auch kein Argument gegen das MMI.
Wenn es so wäre, dann würde zudem das MMInterferometer auch nicht für die üblichen Anwendiungen funktionieren.
Diese seltsame Wellenlängenquantenreflexionsthese habe ich nicht erfunden, sondern das ist Allgemeinwissen unter Physikern. Dass eine Reflexion nur Maxima einer Amplitude reflektiert, also nur das elektr.Feld, das nur im Periodentakt zum Maximum hochschwingt, ist eine bekannte Tatsache.

Auf diesem Bild ist bereits eine Reflexion im Gange, die beim Phasenwinkel 0° begonnen hat! Das unterstützt Dein Argument leider nicht!
Und die blaue Welle trifft auch nicht am blauen Punkt auf die Welle, weil diese Amplitude nur eine grafische Umsetzung einer ansteigenden Spannung bedeutet. Oszis zeigen diesen Spannungsverlauf an, indem sie ihn in eine Elongation umsetzen, was im Zeitverlauf die Sinuskurve ergibt. Die scheinbar wandernden Felder gibt es aber nicht.
Dateianhang:
e_felder.jpg [ 4.93 KiB | 4762-mal betrachtet ]
Die Welle entsteht in einer Reihe von elektrischen Feldern, die nacheinander induziert werden, ohne dass sich irgendeines dieser Felder in der Ausbreitungsrichtung bewegt ! Transversalwelle!!!
Wenn also Feld 1 ein Maximum annimmt, induziert es daneben ein Feld 2 mit entgegengesetzter Elongation, dieses wiederum induziert daneben ein Feld wiederum mit entgegen gesetzter Elongation, also wieder mit einem Maximum. Und so geht das weiter. Alle Felder "schwingen" an Ort und Stelle ohne logitudinale Komponente.

Hier sieht man die gleichzeitigen Elongationen der Felder 1, 3 und 5, wogegen die Felder 2,4,6 ... immer die entgegengesetzte Elongation zum Minimum ausführen. Diese Felder "schwingen" an den Orten, wo die punktierten kurzen Linien sind. Dadurch entsteht der Eindruck fortlaufender Amplituden, aber was weitergegeben wird, ist die Energie. Und die wird nicht reflektiert, wenn sie gerade in ein Minimum schwingt.
Und wie ich schon mehrmals schrieb (und was offenbar keiner liest), funktioniert ein Interferometer unter diesen Bedingungen bestens. Denn ein Interferometer misst Laufstrecken
veränderungen! Alles, was die optische Wegstrecke verändert, wird zu einer zwecks Messung ausnützbaren Phasenverschiebung führen! Aber im MMI bleiben die Messarme unverändert! Hält man hingegen ein brechendes Material in einen Strahl, so entspricht das einer Weglängenänderung, weil das Licht darin langsamer läuft, was den selben Effekt wie eine Änderung der Weglänge hat. Außerdem gibt es da noch den Mitnahmekoeffizienten.
Die so stetig dahin wandernden Amplituden sind ein Trugbild. Sie zeigen lediglich den Verlauf der elektrischen Spannung an. Die em-Welle ist eine Transversalwelle, da marschiert nichts, auch kein elektr.Feld vom Sender zum Spiegel!
Ich denke, dass Du da irgendwie von einer em-Welle falsche Vorstellungen hast. Deshalb kannst Du meine Schilderungen nicht nachvollziehen.
Grüße
Harald Maurer