Uli hat geschrieben:
Newtons Gravitationstheorie besteht im wesentlichen aus
F ~ m * M / r^2
Wieso sollte das eine unendliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Störungen im Gravitationsfeld implizieren ?
Sie unterschlagen die Richtung der wirkenden Anziehungskräfte und kommen so zu dem falschen Schluss:
Uli hat geschrieben:
Wieso sollte das eine unendliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Störungen im Gravitationsfeld implizieren ?
Tatsache ist vielmehr, dass Newtons Gravitation zu keiner solchen Vorhersage fähig ist, da sie sich lediglich mit statischen Gravitationsfeldern befasst.
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Änderungen des Gravitationsfeldes muss unendlich groß sein, weil sonst die beiden Anziehungskräfte nicht auf einer Linie liegen, sondern ein Kräftepaar bilden, das den Drehimpuls des Systems wachsen lässt. Selbstverständlich gibt Newton nicht nur den Betrag sondern auch die Richtung der Kräfte an.
Uli hat geschrieben:
Was Newton selbst nun darüber geglaubt oder philosophiert hat, mag interessant sein, ist aber nicht Thema der Physik.
Ich würde Ihnen empfehlen, Newtons "Principa", speziell auch das dritte Buch "Über das Gefüge der Welt" zu lesen, damit Sie sich nicht mehr zu solchen ...
Uli hat geschrieben:
Tatsache ist vielmehr, dass Newtons Gravitation zu keiner solchen Vorhersage fähig ist, da sie sich lediglich mit statischen Gravitationsfeldern befasst.
... historisch falschen Aussagen hinreißen lassen. Newton war derjenige, der zuerst Bewegungsgesetze formulierte, die sowohl auf der Erde als auch am Himmel gültig sind. Er behandelt selbstverständlich sowohl die Gravitation zweier gleicher kleiner Kugeln als auch die Gravitation ganzer Planeten, wie Sie dort nachlesen können.
Uli hat geschrieben:
In der ART dagegen lässt sich beispielsweise relativ leicht zeigen, dass kleine Störungen des Gravitationsfeldes im Vakuum einer Klein-Gordon -artigen Wellengleichung mit m=0 genügen, sich also im Vakuum mit c ausbreiten.
Es handelt sich um sehr schwache sekundäre Effekte, die von einem Körper ausgehen, der von einem Gravitationsfeld beschleunigt wird. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser Effekte sagt nichts über die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Gravitation aus, die vom felderzeugenden Zentralkörper ausgehend auf den genannten Körper wirkt.
Uli hat geschrieben:
Das ist - wie oben dargelegt - sicher kein Widerspruch zu Newtons Gravitationsgesetz.
Ihre Darlegung ist -wie oben gezeigt- unzutreffend.
Gruß
Faber