Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Sa 2. Nov 2013, 11:19

@ Harald Maurer

allgemeine Vorbemerkung:
Es gibt 2 Möglichkeiten, das Myonproblem darzustellen:

I. Man läßt ein Länge (Anfangs/Endpunkt = Erdoberfläche/Myonenentstehungspunkt) und einen Punkt (Myon) sich gegeneinander bewegen
II. Man läßt 2 Punkte (Erdoberfläche/Myon) sich gegeneinander bewegen

Wenn man beides mischt, also einmal Länge gegen Punkt und ein anderes mal Punkt gegen Punkt laufen läßt, kommt Murks heraus.

Benutzung von I.
Aus Sicht der Länge ist die Punktzeit gedehnt. Aus Sicht des Punktes ist die Länge kontrahiert.
Benutzung von II.
Aus Sicht der Punkte ist jeweils die durchlaufende Länge kontrahiert oder jeweils die Zeit des anderen dilatiert.

Zu Ihrer Darstellung des Problems:

Zitat von H.Maurer "...Im vorliegenden Myonen-Beispiel ermittelt der Erd-Beobachter auf der ct-Achse die Entfernung zum Myon von O bis A mit 20 km...." Zitatende

Wenn der Erdbeobachter die Entfernung zum Myon ermittelt mißt er die Strecke von sich (Anfangspunkt A) bis zum Entstehungspunkt des Myons (Endpunkt E).
Diese beiden Punkte ruhen zueinander während der Messung!! D.h. die 20 km (eigentlich sind es 10, ist aber egal) sind die Ruhelänge Lo für den Erdbeobachter. D.h. für
das zum Erdbeobachter bewegte Myon sind diese 20km kontrahiert. Eine Kontraktion findet immer im Verhältnis zu einer gemessenen RUHELÄNGE statt. Wo ist denn in Ihrem Beispiel die gemessene Ruhelänge, also die Länge des Abstandes Erdbeobachter/Myon wenn diese relativ zueinander ruhen?
Nicht die Strecke 20km ist die verkürzte wie Sie schreiben, es ist die Ruhelänge, wenn beide Punkte zueinander ruhen.
Guten Tag
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Sa 2. Nov 2013, 12:55

@ Highway

Eine Kontraktion kann man NUR von einer Ruhelänge aus ableiten. Und Herr Maurers Deutung seines Diagrammes ist falsch. Er hat schlicht den dazugehörigen Text nicht zitiert.
Hier ist er: Zitat aus Wikipedia zum von H.Maurer zitierten Diagramm, Hervorhebungen von mir.

"...Ist ein ruhender Stab in S' gegeben, so befinden sich seine Endpunkte auf der ct'-Achse und der Achse parallel dazu. In S' ergeben sich die (zur x'-Achse parallelen) gleichzeitigen Positionen der Endpunkte mit O und B, also eine Ruhelänge von OB. Hingegen in S sind die (zur x-Achse parallelen) gleichzeitigen Positionen der Endpunkte mit O und A gegeben, also eine kontrahierte Länge von OA.

Ist hingegen ein ruhender Stab in S gegeben, so befinden sich seine Endpunkte auf der ct-Achse und der Achse parallel dazu. In S ergeben sich die (zur x-Achse parallelen) gleichzeitigen Positionen der Endpunkte mit O und D, also eine Ruhelänge von OD. Hingegen in S' sind die (zur x'-Achse parallelen) gleichzeitigen Positionen der Endpunkte mit O und C gegeben, also eine kontrahierte Länge von OC
..."
Zitatende

Was H.Maurer hier zeigt, zeugt mindestens von Unkenntnis. Da ich aber vermute, er kennt den begleitenden Text dazu, ist Verblendung, ein nicht sehen wollen, nicht auszuschließen.

Die Ruhelängen sind OD und OB!

Also hören Sie auf hier den Lauten zu markieren und setzen Sie sich auf den Hosenboden zum LERNEN.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Sa 2. Nov 2013, 13:16

Guten Tag hat geschrieben:allgemeine Vorbemerkung:
Es gibt 2 Möglichkeiten, das Myonproblem darzustellen:

I. Man läßt ein Länge (Anfangs/Endpunkt = Erdoberfläche/Myonenentstehungspunkt) und einen Punkt (Myon) sich gegeneinander bewegen
II. Man läßt 2 Punkte (Erdoberfläche/Myon) sich gegeneinander bewegen

Beides ist falsch nach SRT! Nach SRT und RP bewegen sich zwei Koordinatensysteme (wegen der kurzen Laufzeit mit guter Näherung als Inertialsysteme definierbar) zueinander! Das Koordinatensystem der Erde ist S, das Koordinatensystem des Myons ist S'.
myon.gif
myon.gif (5.88 KiB) 3866-mal betrachtet

Ist S ruhend definiert, bewegt sich S', und wie man deutlich erkennen kann, findet das Ereignis "Entstehung des Myons" in S' statt, und nicht in S! Denn dann müsste das Ereignis in S ebenso wie S ruhen! Da bewegt es sich aber samt seinem Koordinatensystem S'.
Guten Tag hat geschrieben:Wenn man beides mischt, also einmal Länge gegen Punkt und ein anderes mal Punkt gegen Punkt laufen läßt, kommt Murks heraus.

Das mache ich nicht! Sondern das wird im Myonenmärchen von Relativisten gemacht, indem sie Punkt (Myon mit ZD) gegen Länge (Strecke zur Erde mit LK) laufen lassen. Ich lasse die Koordinatensysteme zueinander laufen, weil die LT Koordinaten transformiert und keine Punkte von Ereignissen! Das Ereignis "Entstehung des Myons" kann nicht S zugeordnet werden, in welchem es sich bewegt!
Guten Tag hat geschrieben:Wenn der Erdbeobachter die Entfernung zum Myon ermittelt mißt er die Strecke von sich (Anfangspunkt A) bis zum Entstehungspunkt des Myons (Endpunkt E).
Diese beiden Punkte ruhen zueinander während der Messung!! D.h. die 20 km (eigentlich sind es 10, ist aber egal) sind die Ruhelänge Lo für den Erdbeobachter.

Diese beiden Punkte ruhen nicht zueinander! Der Erdbeobachter misst ein bewegtes Objekt! Er misst die Ruhelänge des Myonen-Koordinatensystems daher kontrahiert! Ist das System S' ruhend definiert, misst es aus dem gleichen Grund zur Zeit t'=0 die Länge des Erdsystems kontrahiert. Aufgrund der Symmetrie sind diese 10 km daher eine kontrahierte Länge für beide Systeme!
Misst jedes der Systeme im Ruhesystem das jeweils andere bewegt, also ungleichzeitig, dann misst jeder Beobachter das System des anderen mit einer Länge von 288,7184456 km (bei verkürzter Länge von 10 km und v=0.9994 c). In der Literatur findet man bezüglich der Entfernung unterschiedliche Angaben von 10 bis 20 km. Rossi und Hall sind von 15 km ausgegangen - nur nebenbei bemerkt.
Guten Tag hat geschrieben:Nicht die Strecke 20km ist die verkürzte wie Sie schreiben, es ist die Ruhelänge, wenn beide Punkte zueinander ruhen.

Misst man im Koordinatensystem der Erde ein bewegtes, infolgedessen verkürztes Koordinatensystem, so ist dessen Ruhelänge gemäß
Bild
zu ermitteln. Demnach beträgt die Ruhelänge des Myonensystems S' 288,7184456 km! Das gleiche gilt für das Myonensystem S', wenn es ruhend definiert die Ruhelänge des Erdsystems S ermittelt!
Die Systeme ruhen nicht zueinander und werden es auch niemals tun!
Guten Tag hat geschrieben:Die Ruhelängen sind OD und OB!

Ja, richtig! Und das sind auch die größeren Längen! Und die verkürzt gemessenen sind OA und OC !
Und bevor Sie so einen Schmarrn schreiben, wie
Guten Tag hat geschrieben:Was H.Maurer hier zeigt, zeugt mindestens von Unkenntnis. Da ich aber vermute, er kennt den begleitenden Text dazu, ist Verblendung, ein nicht sehen wollen, nicht auszuschließen.

...schauen Sie lieber beim Minkowski-Diagramm genauer hin! Und verstehen Sie den Text dazu richtig, wenn Sie können! Auch das LERNEN könnte Ihnen sehr empfohlen werden!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Sa 2. Nov 2013, 13:40

@ Harald Maurer

Und diese Ruhelängen sind die 20 km (10)!! Wenn Sie eine Ruhelänge messen, müssen die Endpunkte zueinander ruhen. Also Erdbeobachter und Entstehungspunkt des Myons.
(Was wollen Sie denn sonst als Endpunkt der Ruhelänge nehmen. Wie kommen Sie darauf, dieser Endpunkt, und damit die Ruhelänge, liegt bei 500 km Entfernung zur Erde??)
Und dieser Entstehungspunkt (kosmische Strahlung trifft auf Atmosphäre) liegt bei ca. 10 (20)km über der Erdoberfläche. Das ist so! Sie entstehen nicht in 500+x km Entfernung von der Erdoberfläche,
oder 200 oder 100. Sie müssen also als Ruhelänge diese 10(20) km ansetzen.
Es ist mir absolut unverständlich, daß Sie das nicht erkennen.

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Sa 2. Nov 2013, 13:46

Harald Maurer hat geschrieben:...schauen Sie lieber beim Minkowski-Diagramm genauer hin!


Und genau das muss Harald meiden. Es hat schon seinen Grund, warum Harald uns ein Minkowskidiagramm vor die Füße knallt und gar keine Anstalten macht sein Szenario ein zu zeichnen.

Deswegen mach ich das. Auf Seite 89 hab ich es ja schon erklärt. Jetzt behauptet Harald, dass die Laufstrecke des Myons im Erdsystem… i

…im Myonensystem länger gemessen würde.

Also, die Strecke x=1 soll im Myonensystem K’ gleichzeitig zur Zeit t’=0 gemessen werden.

Bild

Aus Gleichung (IV) lesen wir ganz klar heraus:

x’=x*wurzel(1-v²/c²)

Gleichung (I) sagt uns: t=x*v/c²

Also tragen wir ausgehend von der Länge x=1 entlang der Zeitachse t=x*v/c² ab und landen dabei genau auf der x’-Achse und sehen:

Die Länge der Myonenlaufsrecke wird im Myonensystem kürzer gemessen als im Myonensystem.

Wer mir widersprechen möchte, der beweise mir durch ein eigenes Minkowskidiagramm, dass ich unrecht habe.
Dateianhänge
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Sa 2. Nov 2013, 13:57

Ernst hat geschrieben:Ach so, das Myon M hat mehrere Halbwertszeiten. Halbwertszeit on demand.

Mehrere Längen eines Zeitintervalls in den Zeitskalen mehrerer gegeneinander relativbewegter IS. Sowas nennt man "Zeitdilatation". Sagen Sie bloß, daß Sie just in diesem Thread VomDicken erstmals davon gehört haben.


Ernst hat geschrieben:Das Myon leidet an Schizophrenie.

Na also, da haben wir's wieder: daß nicht sein kann was nicht sein darf.

Beruht - ganz nebenbei - auf einer Fehleinschätzung. Das Myon "weiß" garnicht von wem es alles "beobachtet" wird. Selbst dann nicht, wenn im "Beobachter-IS" ein anderes Myon ruht. Und was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß und schon garnicht schizophren.


Ernst hat geschrieben:Wann wirst du je verstehen, daß eine Lebensdauer ein Zeitintervall ist, weshalb die Frage: Wann ist es geboren, vor Unverständnis strotzt

Ein Zeitintervall hat einen Anfang und ein Ende. Diese sind zu benennen, wenn Sie mit der LT arbeiten, denn die LT transformiert nun mal keine Zeitintervalle, sondern Ereignisse.

Wenn Sie schon vorgeben ala SRT zu rechnen müßten Sie schon auf die Worte des Meisters hören:
Harald Maurer hat geschrieben:Aus der LT ergibt sich klipp und klar, was im IS' gemessen wird. Es ist alles berücksichtigt: ZD, LK, RdG und das Additionstheorem. Das ist doch faszinierend und praktisch, nicht wahr?



Ernst hat geschrieben:Die zwei Tennisbälle veranschaulichen genau die Symmetrie der "realen" Myonengeschichte

So stimmt das aber nicht! Richtig wäre gewesen:
Ihnen sind 2 Tennisbälle erschienen. DerDicke hat Ihnen daraufhin die Symmetrie der Myonengeschichte erklärt. Trotz dieser Hilfestellungen sind Sie jedoch leider nicht in der Lage ein konkretes symmetrisches Szenario (immer gerne als fiktives Gedankenexperiment) zu konstruieren.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Sa 2. Nov 2013, 14:16

@ Harald Maurer
Ich muß meine Anmerkungen in die Zitate schreiben, ich kennzeichne diese mit blau

Harald Maurer hat geschrieben:
Guten Tag hat geschrieben:allgemeine Vorbemerkung:
Es gibt 2 Möglichkeiten, das Myonproblem darzustellen:

I. Man läßt ein Länge (Anfangs/Endpunkt = Erdoberfläche/Myonenentstehungspunkt) und einen Punkt (Myon) sich gegeneinander bewegen
II. Man läßt 2 Punkte (Erdoberfläche/Myon) sich gegeneinander bewegen

Beides ist falsch nach SRT! Nach SRT und RP bewegen sich zwei Koordinatensysteme (wegen der kurzen Laufzeit mit guter Näherung als Inertialsysteme definierbar) zueinander! Das Koordinatensystem der Erde ist S, das Koordinatensystem des Myons ist S'. Gut, setzen Sie einfach Koordinatensystem mit einer Länge anstatt Länge usw.....Ich war ungenau im Ausdruck.
myon.gif

Ist S ruhend definiert, bewegt sich S', und wie man deutlich erkennen kann, findet das Ereignis "Entstehung des Myons" in S' statt, und nicht in S! Denn dann müsste das Ereignis in S ebenso wie S ruhen! Da bewegt es sich aber samt seinem Koordinatensystem S'. Und woher bekommen Sie dann die Ruhelänge der Strecke x' (Myonentstehung) bis x (Erdpunkt)?
Guten Tag hat geschrieben:Wenn man beides mischt, also einmal Länge gegen Punkt und ein anderes mal Punkt gegen Punkt laufen läßt, kommt Murks heraus.

Das mache ich nicht! Sondern das wird im Myonenmärchen von Relativisten gemacht, indem sie Punkt (Myon mit ZD) gegen Länge (Strecke zur Erde mit LK) laufen lassen. Ich lasse die Koordinatensysteme zueinander laufen, weil die LT Koordinaten transformiert und keine Punkte von Ereignissen! Das Ereignis "Entstehung des Myons" kann nicht S zugeordnet werden, in welchem es sich bewegt! Koordinaten SIND Punkte und diesen können Ereignisse zugeordnet werden.
Guten Tag hat geschrieben:Wenn der Erdbeobachter die Entfernung zum Myon ermittelt mißt er die Strecke von sich (Anfangspunkt A) bis zum Entstehungspunkt des Myons (Endpunkt E).
Diese beiden Punkte ruhen zueinander während der Messung!! D.h. die 20 km (eigentlich sind es 10, ist aber egal) sind die Ruhelänge Lo für den Erdbeobachter.

Diese beiden Punkte ruhen nicht zueinander! Der Erdbeobachter misst ein bewegtes Objekt! Er misst die Ruhelänge des Myonen-Koordinatensystems daher kontrahiert!
Und diese beträgt 10(20) km und nicht 500! Ist das System S' ruhend definiert, misst es aus dem gleichen Grund zur Zeit t'=0 die Länge des Erdsystems kontrahiert. Aufgrund der Symmetrie sind diese 10 km daher eine kontrahierte Länge für beide Systeme! Nein, es ist die Ruhelänge beider Systeme. Eine Ruhelänge kann man nur mit zueinander ruhenden Punkten ermitteln.
Von dieser Länge aus, kann man dann die Kontraktion berechnen. Sie zäumen das Pferd von hinten auf.

Misst jedes der Systeme im Ruhesystem das jeweils andere bewegt, also ungleichzeitig, dann misst jeder Beobachter das System des anderen mit einer Länge von 288,7184456 km (bei verkürzter Länge von 10 km und v=0.9994 c). In der Literatur findet man bezüglich der Entfernung unterschiedliche Angaben von 10 bis 20 km. Rossi und Hall sind von 15 km ausgegangen - nur nebenbei bemerkt.
Guten Tag hat geschrieben:Nicht die Strecke 20km ist die verkürzte wie Sie schreiben, es ist die Ruhelänge, wenn beide Punkte zueinander ruhen.

Misst man im Koordinatensystem der Erde ein bewegtes, infolgedessen verkürztes Koordinatensystem, so ist dessen Ruhelänge gemäß
Bild
zu ermitteln. Demnach beträgt die Ruhelänge des Myonensystems S' 288,7184456 km! Das gleiche gilt für das Myonensystem S', wenn es ruhend definiert die Ruhelänge des Erdsystems S ermittelt!
Die Systeme ruhen nicht zueinander und werden es auch niemals tun!
Guten Tag hat geschrieben:Die Ruhelängen sind OD und OB!

Ja, richtig! Und das sind auch die größeren Längen! Und die verkürzt gemessenen sind OA und OC !
Und bevor Sie so einen Schmarrn schreiben, wie
Guten Tag hat geschrieben:Was H.Maurer hier zeigt, zeugt mindestens von Unkenntnis. Da ich aber vermute, er kennt den begleitenden Text dazu, ist Verblendung, ein nicht sehen wollen, nicht auszuschließen.

...schauen Sie lieber beim Minkowski-Diagramm genauer hin! Und verstehen Sie den Text dazu richtig, wenn Sie können! Auch das LERNEN könnte Ihnen sehr empfohlen werden!

Grüße
Harald Maurer


Stellen Sie sich eine Art Sieb vor. In 10(20) km Höhe über der Erde. Es läßt die Hälfte der DORT entstehenden Myonen durch, die anderen werden sofort abgefangen.
Der Punkt, an dem die Myonen abgefangen werden, ruht zur Erde. Da es der Punkt ist, an dem die Myonen entstehen folgt, alle Entstehungspunkte(KOORDINATEN) ruhen zur Erde.
Die Länge Erde/Myonenursprung ist also die Ruhelänge für beide Systeme und nicht die kontrahierte.

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Sa 2. Nov 2013, 14:19

Guten Tag hat geschrieben:Und diese Ruhelängen sind die 20 km (10)!! Wenn Sie eine Ruhelänge messen, müssen die Endpunkte zueinander ruhen. Also Erdbeobachter und Entstehungspunkt des Myons.

Die Endpunkte ruhen nicht zueinander! Im Erdsystem wird ein bewegtes Koordinatensystem verkürzt gemessen! Die Ruhelänge dieses Systems ist daher mit der LT oder gleich mit
Bild
zu berechnen!
Da ergeben sich mit LT
x=10 --> x'= 288,71844561 km
t=0 --> t'= 0,000962483234 s
x'= 288,71844561 ergibt sich auch sofort mit obiger Formel. Wenn S' auf seiner Koordinate x'= 288,71844561 ein Ereignis messen kann, dann muss dessen Koordinatensystem ruhend wohl auch so lang sein, oder was denken Sie?
Haben Sie überhaupt eine Ahnung von der Lorentztransformation? Was glauben Sie denn, was die Werte bedeuten, die sich mit der LT ergeben? Wo kommt denn diese Koordinate x'= 288,71844561 her, wenn das Ruhesystem des Myons nur 10 km lang wäre???
So sieht das im Ruhesystem des Myons aus, dem gegenüber die Erde bewegt ist:
lt_myon.gif
lt_myon.gif (8.62 KiB) 3696-mal betrachtet

Der Punkt der Myonenentstehung ruht im Myonensystem! Da bleibt er auch, weil es nun die Erde ist, die sich bewegt. Die saust infolgedessen an diesem Punkt vorbei, an welchem das Myon noch gar nicht existiert. Denn nach LT wird es erst zu t'=0,000962483234 s entstehen! Und gucken Sie mal, wo zu diesem Zeitpunkt die Erde ist! Und gucken Sie, wie groß das Ruhesystem des Myons bis zur Koordinate x'= 288,71844561 km sein muss!
Die Lorenztransformation zerbröselt den Myonen-ZD-"Beweis" zu Staub! Hier machen die Relativisten den sonst Kritikern zugeschriebenen Fehler, nicht die komplette LT anzuwenden, sondern nach Bedarf mit ZD und LK zu hantieren!
Nach LT sollte das Myon auf x'= 288,71844561 km entstehen! Da bewegt sich aber nur die Erde hin, wogegen der Punkt der Myonenentstehung im ruhenden Myonensystem ebenso ruht wie das System selbst!!!
Unglaublich, dass das nicht verstanden wird! Können Relativisten mit ihrer eigenen Theorie nicht umgehen?

Grüße
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Sa 2. Nov 2013, 14:35

@ Harald Maurer

Wie ich schon sagte, Sie zäumen das Pferd von hinten auf.
Zuerst stellt man fest an welchem Punkt entstehen Myonen.
Aha, in 10(20)km Höhe über der Erde.
DANN wendet man die LT an.

Stellen Sie ein Lineal von 10 km Länge senkrecht zur Erdoberfläche auf. Ein Myon, daß am oberen Ende entsteht, erzeuge dort einen roten Punkt.
Dieser Punkt ruht zur Erdoberfläche und also ist die Lineallänge die Ruhelänge für beide Systeme.

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Sa 2. Nov 2013, 15:58

Guten Tag hat geschrieben:Wie ich schon sagte, Sie zäumen das Pferd von hinten auf.
Zuerst stellt man fest an welchem Punkt entstehen Myonen.
Aha, in 10(20)km Höhe über der Erde.
DANN wendet man die LT an.

Man wendet die LT an, wenn man einen Punkt in einem relativ bewegten Koordinatensystem misst! Weil die SRT aussagt, dass dieses Koordinatensystem längenkontrahiert gemessen wird, wendet man die LT an, um die Ruhelänge dieses Systems zu ermitteln! Oder eben die von mir eingestellte Formel! Was von der Erde aus gemessen wird, ist kein ruhender Punkt und kein ruhendes Myon! Das bewegt sich und damit auch das zugehörige Koordinatensystem! Wollen Sie Koordinaten mit einem Sieb auffangen?
Guten Tag hat geschrieben:Stellen Sie ein Lineal von 10 km Länge senkrecht zur Erdoberfläche auf. Ein Myon, daß am oberen Ende entsteht, erzeuge dort einen roten Punkt.
Dieser Punkt ruht zur Erdoberfläche und also ist die Lineallänge die Ruhelänge für beide Systeme.

So ein Blödsinn! Sie messen in ihrem Ruhesystem einen herannahendem Zug, den sie lt. SRT verkürzt messen werden. Jetzt legen Sie ein Lineal hin, und wenn die Lokomotive das Ende des Lineals passiert, markieren Sie einen Punkt am Bahndamm und wollen mit diesem Punkt dann begründen, dass der Zug (entgegen der Aussage der SRT) nicht verkürzt ist?
Beantworten Sie mal lieber die Frage: Wie kann im Koordinatensystem des Myons ein Ereignis auf x'= 288,71844561 km gemessen werden, wenn dieses Koordinatensystem nur 10 km lang wäre? Ein Koordinatensystem ist prinzipiell unbegrenzt. Was in diesem Koordinatensystem als Ruhelänge zu definieren ist, ergibt sich aus der Messung des Ereignisses lt. Lorentztransformation! Dieses Ereignis spielt sich im Myonensystem über eine Strecke von 288,71844561 km ab! Weil in diesem ruhend definierten Myonensystem die Erde bis zum Zeitpunkt der Myonenentstehung über diese Strecke mit 0,9994 c dahinsaust! Leider saust aber das Myon nicht mit! Erstens entsteht es wg. RdG erst später und zweitens ist es in seinem System ruhend!
Und werden Sie mit einem Lineal und imaginär ruhend gesetzten Punkten nachweisen, dass bewegte Koordinatensysteme gar nicht kontrahiert gemessen werden? Dann wäre also diese Ausssage der SRT wohl falsch. Denken Sie daran: in der SRT ist der RAUM relativ! Und Inertialsysteme sind niemals absolut ruhend! Daher könnte von der Erde aus ein Punkt in einem bewegten Inertialsystem nicht absolut gemessen werden.
Wenn dann mit Anwendung der SRT, und das ist die Anwendung der LT bei diesem Myonenmärchen, Absurdes zum Vorschein kommt, dann deshalb, weil dieser ZD-"Beweis" einfach ein Schwindel ist, zurecht gebastelt mit ZD auf der einen Seite und LK auf der anderen Seite. Aber misst man auf der Erde im Myonensystem eine verlangsamt laufende Uhr (und das tut man mit der Annahme, das Myon würde den Erdboden erreichen), dann gehört auch die LK dazu, und dann durchläuft das Myon auch aus Sicht der Erde eine kontrahierte Strecke von 10 km!
Da saust ein IS mit v=0,9994 c auf die Erde zu mit einem Pion darin. Dieses IS samt Pion wird von der Erde aus verkürzt gemessen ("wahrgenommen"). An einem Punkt im verkürzt gemessenen IS verwandelt sich das Pion unter anderem in ein Myon. Haben Sie da jetzt einen relativ zur Erde ruhenden Punkt? Nix verstehen? Also wieder zur Eisenbahn, dem Lieblingsspielzeug Einsteins: Ein Zug rast auf Sie zu und ist infolgedessen verkürzt. Darin steht ein Schaffner mit blauer Kappe. An irgendeinem Punkt der Strecke wechselt er das blaue Kapperl schnell gegen ein rotes (analog zu aus Pion wird Myon). Ist die Strecke von Ihnen zu diesem Punkt die Ruhelänge des Zugs? Hat dieser imaginäre Punkt überhaupt etwas mit der Ruhelänge des Zugs zu tun?

Grüße
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