Lübecker hat geschrieben:
Dann eben so:
1. Im IS des Wärters läuft das Licht mit c.
2. Der Zug ist 2 ls (Lichtsekunden) lang.
3. Der Zug hat gegenüber den Gleisen eine Geschwindigkeit von v = 0,5 c.
4. Wärter und Schaffner stehen sich in der Mitte gegenüber.
5. Beide haben jeder eine Uhr, die zeigt -1 s an.
6. Am Zugende und Zuganfang ist je eine Uhr und ein Spiegel.
7. Dort wo Zugende und Zuganfang bei t₀ = -1 s ist, sind auch je eine Uhr und ein Spiegel fest an den Gleisen angebracht.
Der Wärter und der Schaffner haben jeder eine Uhr, die zeigen beide - 1 s an.
In diesem Augenblick schlägt der Blitz in der Mitte an dem Ort Wärter/Schaffner ein. Die anderen vier Uhren lufen noch nicht und werden erst gestartet, wenn sie vom Licht erreicht werden.
OK, sie laufen noch nicht, sind auf 0 gestellt.
Wärter und Schaffner stehen auf dem Gleis sich gegenüber.
Das bedeutet dass in diesem Moment der Zug halbe/halbe verteilt ist.
Das heisst dann auch dass die Uhren am Gleis und die Uhren im Zug in diesem Moment identische Positionen haben.
Das Signal läuft nun in Richtung Zugende und in Richtung Spiegeln/Uhren am Gleis.
Das Signal kommt nach 1 sec beim Gleisspiegel an, dessen Uhr startet, nach einer Sekunde ist es wieder beim Wärter angelangt, seine Uhr zeigt nun +1 an.
Das Signal kommt, da der Zug ja dem Signal entgegenfährt, nach 0.66 sec beim Zugendestpiegel an, seine Uhr wird gestartet, das Signal gespiegelt.
Das Signal läuft nun den Weg zurück und kommt bereits nach 1.33 sec beim Wärter an.
Er braucht also zwei Uhren, oder zwei Anzeigen damit er beide Ereignisse festhalten kann.
Einverstanden?
Kurt