Harald Maurer hat geschrieben:Wenn die Drehzahl konstant bleibt, der Umfang des Rades sich aber verringert, bleibt die Umfangsgeschwindigkeit des Rades eben nicht gleich.
Die im Laborsystem gemessene Umfangsgeschwindigkeit ist dann um den Gamma-Faktor geringer. Das habe ich bereits gesagt:
Trigemina hat geschrieben:Eine kontrahierte Umfangslinie sollte doch eine geringere Umfangsgeschwindigkeit zur Folge haben und keine höhere! In der gleichen Zeit wird eine geringere Strecke durchlaufen was eine geringere Umfangsgeschwindigkeit ergibt.
Harald Maurer hat geschrieben:Das führt natürlich zur Verlangsamung der Bahn...
Wir können im Labor folgendes machen:
- die Umfangsgeschwindigkeit über einen auf der Oberfläche des Scheibenrands angebrachten Punkt bestimmen, also über seinen unveränderlichen Radius
- oder über die Umfangslinie mit einem seitlich angebrachten Punkt, d.h. über seine kontrahierte Umfangslinie
Im letzten Fall ergibt sich wegen der durch Gamma kontrahierten Umfangslinie eine dementsprechend verringerte Umfangsgeschwindigkeit. Dieses Element widerspiegelt genau die Situation zwischen unverändertem Radius und kontrahierter Umfangslinie.
...und zur Rückkopplung wie beschrieben.
Es ist nicht einzusehen, weshalb eine Kettenkontraktion eintreten sollte, da jeder Punkt, ob an der Oberfläche des Scheibenrands oder seitlich davon, immer nach derselben Laborzeit eine vollständige Umdrehung zurücklegt. Die oben gezeigten Unterschiede der zurückgelegten Streckenlängen pro Zeiteinheit sind unveränderlich (konstante Drehzahl vorausgesetzt).
Deine Aussage ergibt folgendes Bild: der Radumfang wird zwar kontrahiert gemessen, aber das Rad verändert sich in keiner Weise (Radien und Winkel invariant). Dann gilt das auch für die Zahnschiene der Bahn, die zwar kontrahiert gemessen wird, dies aber ebenfalls nur scheinbar, denn sie kontrahiert ja nicht tatsächlich. Alles bleibt wie es ist. Wenn dem so ist, kann die unterschiedliche Alterung der Brüder im Zwillingsparadoxon auch nur scheinbar sein, vom relativistischen Impuls ganz zu schweigen. Alles bleibt wie es ist.
Bleibt natürlich noch die Frage, woher diese seltsamen Zugspannungen zwischen den Atomen kommen, die Nikolic zwischen den Atomen sowohl bei Rotation als auch bei Translation beschreibt. Die sind natürlich auch nur scheinbar (?).
Wenn die SRT nur Scheinbarkeiten behandelt, wozu braucht man sie eigentlich?
Messungen sind nicht scheinbar und widerspiegeln den tatsächlichen physikalischen Sachverhalt aus dem jeweiligen Bezugssystem heraus.
Wie wir gesehen haben wird die Umfangslinie genauso kontrahiert gemessen wie die Zahnstange im Laborsystem, weswegen sie auch nach der SRT zusammen passen. Im Ruhesystem des rotierenden Zahnrades beträgt die Relativgeschwindigkeit zur Zahnstange an ihren Berührungspunkten Null.
Es gibt infolgedessen weder nach Newton noch nach der SRT ein Problem mit schnell rotierenden Zahnradbahnen, sofern unendliche Materialstabilität vorausgesetzt wird.
Gruss