Laserpistolen im Weltall

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Mi 1. Jun 2011, 23:07

Highway hat geschrieben:Also doch keine 500.000 km/s

Bei Annäherung schon. Wenn sich die Objekte mit einer Relativgeschwindigkeit von 500000 km/s voneinander entfernen, und die SRT gilt, muss das auch gemessen werden können. Denn dann sind's ja bloß 294914,56 km/s. :lol:

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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Do 2. Jun 2011, 10:46

Veritatibus hat geschrieben:Das Problem ist ein Widerspruch der sich hier ergibt:

Wenn ich, wie Sie sagen, von der einen Rakete die die Geschwindigkeit der andere mit der er Laserpistole größer c messen kann, eben mit 500.000km/s und diese Rakete dann soweit abbremsen kann, dass ich sie mit der Laserpistole nur noch mit 0km/s messe, warum soll diese dann nicht wieder auf 500.00km/s beschleunigen können? Fliege ich der einen Rakete mit gleicher Geschwindigkeit hinterher, ich messe also in Bezug zu dieser 0km/s und die Rakete bremst vor mir solange ab, dass sie nun zur dritten die ihr „entgegenkommt“ ruht, dann messe ich von der hinterher fliegenden Rakete die „Bremsende“ immer schneller werden. Sie beschleunigt aus der Sicht der hinterher fliegenden Rakete auf diese zu, bis sie 500.000km/s erreicht hat. In Bezug zur dritten Rakete ruht dann jene, welche gebremst hat. Das bedeutet, wenn man eine Rakete mit 500.000km/s mit einer Laserpistole messen kann, dann muss die auf 0km/s abbremsen und auch wieder auf 500.000km/s beschleunigen können. Sie haben aber gesagt, das wäre nicht möglich. Hier sehe ich ein Problem.


Da gibt es gar kein Problem. Das Problem ist, dass sie ständig Geschwindigkeiten aus Weg pro Zeit mit Relativgeschwindigkeiten aus Abstandsveränderung vermischen. Solange Ihnen der Unterschied nicht klar ist, werden Sie Probleme sehen, wo sie nicht existieren. Wenn Sie fragen, ob man eine Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Objekten auf Null abbremsen kann, dann ist die einfache Antwort darauf ja! Da sich die Relativgeschwindigkeit aus der Abstandsveränderung zweier Objekte ergibt, muss man lediglich dafür sorgen, dass sich dieser Abstand nicht mehr verändert - dann beträgt die Relativgeschwindigkeit eben Null. Da man, um eine Relativgeschwindigkeit von 500000 km/s zu erhalten, die beiden Objekte jeweils auf 250000 km/s beschleunigen muss, ist sowohl die Erzeugung dieser Relativgeschwindigkeit als auch die folgende Abbremsung zu Null nach jeder Theorie denkbar und unproblematisch.

Veritatibus hat geschrieben:Damit habe ich doch eben klar gezeigt, die Geschwindigkeit ist bis auf Rundungsfehlern 294.905,841km/s und nicht 500.000km/s. Die Geschwindigkeit ist also nur von Δt abhängig und nun ist die entscheidende Frage, woher bekommt man denn Wert für Δt?


Den Wert von Δt misst man mit der Laserpistole. Woher soll er sonst kommen? Sie meinen, Sie hätten klar gezeigt, dass die Rel.Geschwindigkeit 294 905,841 km/s und nicht 500 000 km/s beträgt, und ich habe Ihnen gezeigt, dass Sie falsch vorgehen. Die "klassische" Rel.Geschwindigkeit ist Ausgangspunkt jeglicher Berechnung in der SRT und muss daher erstmal vorliegen. Betrüge die Rel.Geschwindigkeit naturgegeben bereits 294 905,841 km/s, dann wäre diese der Ausgangspunkt und das ergäbe dann recht seltsame Resultate. Doch das "v" in allen Gleichungen zur SRT steht für die klassische Rel.Geschwindigkeit. Warum wohl, wenn sie gar nicht existiert?

Veritatibus hat geschrieben:Warum machen sie die Lichtgeschwindigkeit an einem bestimmten Objekt fest, kann ein Objekt sich ihrer Meinung nach denn schneller bewegen als das Licht eines anderen Objektes?


Wieder verwechseln sie Rel.Geschwindigkeit aus Abstandsveränderung mit Geschwindigkeit aus Weg pro Zeit. Das Vorliegen einer Rel.Geschwindigkeit aus Abstandsveränderung hat mit den Geschwindigkeiten der einzelnen Objekte keinen invarianten Zusammenhang, denn diese Geschwindigkeiten können unterschiedlich sein und dennoch immer dieselbe Rel.Geschwindigkeit ergeben. Dass sich bei rel. Addition dieser Geschwindigkeiten unterschiedliche Werte ergeben, widerspricht dem Relativitätsprinzip, denn eine Rel. Geschwindigkeit, die nach klassischem Relativitätsprinzip addiert immer dieselbe ist, kann in einer Theorie, die sich auf das gleiche klassische Relativitätsprinzip aufbaut, nicht plötzlich unterschiedlich ausfallen. Woher kommen diese Differenzen?
Selbstverständlich kann die Relativgeschwindigkeit eines Objektes schneller sein als das Licht eines anderen Objektes. Das Unsichtbarwerden der flüchtenden Galaxien am Ereignishorizont zeigt das ja deutlich. Am Ort dieser Galaxien ist andererseits unser Standort nicht zu sehen - weil sie eben relativ schneller sind als das Licht, das wir ihnen senden! Dass diese einfache Lösung des Olbersschen Paradoxons durch ein Postulat verhindert wird, ist ein anderes Paar Schuhe und folgt auch daraus, dass auch viele Relativisten eben den Unterschied zwischen Geschwindigkeiten aus Weg pro Zeit und Abstandsveränderung nicht wahrhaben. Dadurch kommt es zu so esoterischen Hypothesen a la "Ausdehnung der Raumzeit", die meiner Meinung nach völliger Nonsens sind.

Veritatibus hat geschrieben:Natürlich beziehen sich diese Angaben auf ein Bezugsystem, jede Geschwindigkeitsangabe bezieht sich auf Bezugsystem. Jedes Objekt kann ein solches sein. Lichtgeschwindigkeit ist aber kein Objekt, man kann keine Geschwindigkeit in Bezug zur Lichtgeschwindigkeit angeben. Und ohne Frage kann man jeder Geschwindigkeit als Prozentsatz von c ausdrücken, oder in der Einheit c messen. Ich kann auch die mit dem Tacho in Bezug zur Strasse gemessenen 250km/h als Prozentsatz von c angeben, das bedeutet aber nicht, dass sich dann diese Angabe auf gar nichts außer der Lichtgeschwindigkeit bezieht.


Ich weiß nicht, was Sie mit den ständigen Angaben über Bezugssysteme bezwecken. Bezugssysteme sind gedankliche Koordinatenkonstruktionen und nichts weiter sonst. Sie interessieren mich in keinster Weise, wenn ich meine Laserpistole auf ein bewegtes Objekt richte, um eine Abstandsveränderung und somit eine Rel.Geschwindigkeit zu diesem Objekt zu messen. Die Beziehung zu diesem Objekt ist ganz einfach durch die Lichtgeschwindigkeit gegeben, die man praktischerweise als konstant annimmt und als Maßstab einsetzt - ganz egal, ob sie nun konstant ist oder nicht. Auf den pragmatischen Grund dieser Vorgangsweise hat schon Poincarè hingewiesen. Ich brauche mich nicht mit Bezugssystemen herumzuschlagen, wenn ich diese Messung durchführe. Dem Relativitätsprinzip nach bin ich Beobachter in meinem Ruhesystem. Hier messe ich und hier rechne ich. Völlig egal, ob ich nun selbst bewegt sein könnte oder nicht. Natürlich müsste ich bei Annahme eines ruhenden Äthers, zu welchem die LG konstant wäre, wissen, ob ich mich selbst relativ dazu bewege - aber der sich ergebende Unterschied ist praktisch so winzig, dass er im Bereich der Rel.Geschwindigkeiten, die sich in unserem Erfahrungsbereich ergeben, keine Rolle spielt. Es gibt bei einer Messung dieser Art keine Angaben über die Geschwindigkeiten des zu messenden Objekts. Solche Angaben macht man doch bloß, um ein Beispiel für so eine Messung zu konstruieren. Ich muss mir also nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie denn die Geschwindigkeit des zu messenden Objektes zustandekommt oder worauf sie sich bezieht, denn diese Geschwindigkeit messe ich ja gar nicht, ich messe die Relativgeschwindigkeit bezogen zu meinem Standort und nichts weiter. Die kann ich durch die Lichtlaufzeiten erfahren, uns das genügt.

Veritatibus hat geschrieben:Das ist mir leider auch nicht ganz klar, und eh ich ihnen wieder was in die Schuhe schiebe, und schreibe Sie hätten bestätigt oder gesagt, frage ich besser konkret nach. Also Sie schreiben, zwei Objekte haben eine Relativgeschwindigkeit (ich glaube es recht auch aus, nur von Geschwindigkeit zu schreiben und auf das Relativ zu verzichten) und da schwimme ich völlig synchron mit ihnen durch die oft wilden Wasser der Physik. Man braucht für die Angabe einer Geschwindigkeit nur ein System. Aber es ist dann eben nur die eine Geschwindigkeit, es ist dieselbe, ich kann diese aus beiden Objekten messen, aber sie nicht addieren und sagen, das wäre die Summe. Ich will nur wissen, ob ich Sie soweit richtig verstehe, dass es klassisch zwischen zwei Objekten, nur eine Geschwindigkeit geben kann. Denn Sie schreiben im Absatz dann auf mal den Plural und sprechen von Geschwindigkeiten. Der Bezug zu dem die Geschwindigkeit angegeben wird, ist nämlich entscheidend. Sagt man, die Objekte haben eine Geschwindigkeit von 250000km/s zueinander, gibt es nur diese eine Geschwindigkeit und es gibt nichts zu addieren. Sagt man aber die Objekte haben in Bezug zur Erde eine Geschwindigkeit von 250000km/s hat man es mit zwei einzelnen verschiedenen Geschwindigkeiten in Bezug zur Erde zu tun, und die können zu einer Geschwindigkeit verrechnet werden, welche die beiden Objekte in Bezug zueinander haben.


Es reicht nicht aus, auf das "Relativ" zu verzichten und einfach Geschwindigkeit zu schreiben, denn da besteht eben ein Unterschied! Ich brauche für die Messung einer Relativgeschwindigkeit mit der Laserpistole eben kein anderes Bezugssystem, denn ich erfahre ohnehin nur die Rel.Geschwindigkeit bezogen zu meinem Ruhesystem. Ich brauche auch keinen Bezug, zu welchem irgendwelche Geschwindigkeiten anzugeben sind. Ich verstehe nicht, was Sie damit wollen. Ich stelle mich mit meiner Laserpistole hin, richte Messtrahlen auf das Objekt und erhalte Laufzeitdifferenzen, woraus ich eine Re.Geschwindigkeit berechne - und das ist alles. Ob ich am Straßenrand stehe oder die Messung von einem fahrenden Polizeiauto aus mache, ändert am Messprinzip gar nichts und ich erhalte in beiden Fällen die sich gerade ergebende rel.Geschwindigkeit zwischen mir und dem Objekt. Nichts weiter. Die ermittelte Rel.Geschwindigkeit kann ich dann auf beliebige Bezugssysteme beziehen, je nachdem, welchen Zweck die Messung hat.

Veritatibus hat geschrieben:Ich muss da einfach nachfragen, ich hoffe Sie sehen es mir nach, aber ich halte die Frage einfach für sehr wichtig. Wenn zwei gleiche Geschwindigkeiten angegeben werden, sind es wirklich auch zwei, sie sind zufällig gleich, aber es sind eben nicht zwei Angaben für ein und dieselbe Geschwindigkeit. Es macht also einen entscheidenden Unterschied ob ich sage, zwei Objekte kommen sich mit 250.000km/s entgegen oder ob ich sage sie kommen sich mit je 250.000km/s entgegen. Im ersten Fall gibt es nur eine Geschwindigkeit, im zweiten Fall zwei und die können addiert werden, ob klassisch oder nach der SRT ist dabei erstmal egal. Wichtig ist, im letzten Fall geben wir implizit immer noch ein weiteres Bezugsystem an. Das wird klar, wenn man nicht die gleichen Werte für die beiden Geschwindigkeiten angibt. Zwei Objekte kommen sich mit 250.000km/s und 200.000km/s entgegen. Hier ist klar, das wir nicht mit den beiden Systemen der Objekte auskommen, entweder kommen sich die beiden in Bezug zueinander mit 250.000km/s oder mit 200.000km/s entgegen. In Bezug zueinander gibt es nur eine Geschwindigkeit. Damit ist implizit klar, es wird hier ein weiterer Bezugspunkt gemeint/definiert. Hier gibt es ohne Frage ein drittes Bezugsystem. Das ist einfache klassische Physik.


Nochmal: bei einer Messung mit der Laserpistole geht es um die Ermittlung der Relativgeschwindigkeit. Wie diese zustande kommt, ist völlig irrelevant. Es gibt keine Angaben über irgendwelche Geschwindigkeiten und es wird auch nichts addiert. Zwischen zwei bewegten Objekten existiert eine Relativgeschwindigkeit - und nur um diese geht es. Und es "gibt" auch keine Bezugssysteme, sondern diese werden je nach Bedarf von mir selbst aufgestellt bzw. definiert. Die Natur selbst hat keine Koordinaten! Ihre komplizierten Überlegungen sind daher verfehlt und irrelevant in Bezug zu einer Abstandsmessung mit dem Laser. Dass man bei der Auswertung des Messresultats Bezugssysteme einsetzt, ist völlig klar und hat mit der Messung selbst gar nichts zu tun und auch keinen Einfluss auf den Messwert. Der gibt eine Relativgeschwindigkeit an, nichts weiter sonst, und es gibt immer nur diese eine Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Objekten. Die Frage ist nicht, zu welchen Koordinatensystemen werde ich das Messergebnis in Beziehung setzen, sondern sie ist, was misst man mit einer Laserpistole. Einfache Antwort: die Relativgeschwindigkeit. Und es ist stets die "klassische" und muss in diesem Sinne auch vorliegen, sonst könnte sie nicht Ausgangsbasis für rel. Berechnungen sein. Denn gäbe es sie gar nicht, würde der Wert für das "v" in den SRT-Formeln ja falsch sein. Würden Sie einer Theorie vertrauen, die von vornherein von falschen Grundwerten ausgeht? Dass die SRT schiziod ist, indem sie von Grundgrößen ausgeht, die lt. dieser Theorie nicht existieren sollten, sei so nebenbei mal angemerkt. Also was würden Sie für das "v" beispielsweise in sqrt(1-v²/c²) einsetzen? Den klassischen Wert der Relativgeschwindigkeit, der gar nicht existieren dürfte oder den relativischen Wert, aus dem die rel. Effekte nicht mehr berechnet werden könnten. Da sollte Ihnen denn doch einiges auffallen...

Veritatibus hat geschrieben:Das bedeutet wir haben auch in dem Gedankenexperiment hier drei Bezugsysteme, eines für jedes Objekte, und ein drittes in dem die Geschwindigkeiten mit je 250.000km/s angegeben sind, das kann von mir aus eine virtuelle Strasse sein, oder der Satellit. Es kann auch ein Punkt sein, der sich in Bezug zum CMB nicht bewegt, oder einfach irgendein Punkt zwischen den beiden Objekten. Aber egal wie wir es machen, es sind hier auch klassisch drei Bezugsysteme. Und die Angabe der beiden Geschwindigkeiten mit je 250.000km/s sind im dritten System.


Nochmal: in diesem Gedankenexperiment, das zur Beschreibung des Messprinzips einer Laserpistole dienen soll, werden zwangsläufig zuvor Geschwindigkeiten angegeben. Da es sich um die Messung einer Relativgeschwindigkeit handelt, spielt es keinerlei Rolle, ob man diese erfundenen Geschwindigkeiten auf ein Bezugssystem relativiert oder nicht, denn die Relativgeschwindigkeit zwischen 2 Objekten ist unabhängig von jeglichem Bezugssystem - sie ergibt sich lediglich aus der Beziehung der beiden Objekte zueinander. Man macht illustrative Angaben von Werten in einem Gedankenbeispiel, die man bei einer realen Messung gar nicht wissen kann und wissen muss. Denn kennt man die Geschwindigkeiten der Objekte, braucht man ja nichts mehr messen. Warum Sie also ständig mit Bezugssystemen und Geschwindigkeiten herumackern, bleibt mir ein Rätsel. Das hat alles mit der Ermittlung einer Relativgeschwindigkeit nichts zu tun. Es "gibt" von Natur aus keine Bezugssysteme - und man braucht auch keine aufzustellen. Da wird Licht eingesetzt zwischen den beiden Objekten, und das bewegt sich entweder konstant im Mess-(Ruhe!)system, in welchem ich ausschließlich messe und rechne, oder konstant zu einem allfällig anzunehmenden Äther. Die beiden Möglichkeiten sind denkbar, und das ergäbe einen winzigen Messwert-Unterschied, den man in unserem Erfahrungsbereich vernachlässigen könnte. Das Postulat Einsteins hat einen pragmatischen Sinn und ist keine Naturbeschreibung. Wenn Sie glauben, Sie können das rel. Additionstheorem rein klassisch damit herleiten, indem Sie in gedachten Bezugssystemen hin- und herspringen (und das tun Sie, wenn sie einerseits bezogen auf die Laserpistole die Bewegung des Objekts feststellen, und andererseits danach vom Objekt aus die Bewegung der Laserpistole berücksichtigen, denn da springen Sie jeweils von einem Ruhesystem in das andere!) dann liegen Sie falsch und müssten außerdem im Sinne der SRT, die Sie ja mit dieser originellen Herleitung des Theorems beweisen wollen, diese Bezugssysteme jeweils mit der Lorentztrafo verknüpfen und nicht klassisch von einem System ins andere gucken. Wenn Sie mit der Lorentztrafo vorgehen, dann können Sie auch das Additionstheorem herleiten, denn dieses resultiert aus der Lorentztransformation und die Herleitung ist auch nur aus der inversen Lorentztrafo möglich.

Veritatibus hat geschrieben:Die Frage ist, was wird man nun in einem System der Objekte messen. Das ist die Ausgangslage.


Im System der Objekte wird nicht gemessen. Daher stellt sich die Frage nicht. Die Ausgangslage für die Betrachtung des Messprinzips einer Laserpistole ist stets das Ruhesystem der Laserpistole. Das ist klassisch so und auch in der SRT nicht anders. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das klassische und nicht das Rechenprodukt einer schoziod zirkelschlüssigen Theorie, die in ihre Gleichungen einen Wert für v verwendet, um auf dieser Basis vorzurechnen, dass er falsch ist. Selig werde, wer meint, dass dies etwas mit logisch schlüssiger Physik zu tun hätte!

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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Kurt » Do 2. Jun 2011, 13:11

Chief hat geschrieben:Übrigens, hier gibt's nichts mehr zu diskutieren.


Doch, gibt es.
Und zwar die Feststellung dass zwei sich entfernende Schiffe, welche eine Relativgeschwindigkeit von 500' haben, miteinander kommunizieren, bzw. sich sehen, können.


Gruss Kurt
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Do 2. Jun 2011, 13:42

Veritatibus hat geschrieben:Ich gehe nicht falsch vor, ich kann mit dem gleichen Recht sagen, sie gehen falsch vor. So kommt man doch nicht weiter. Ich habe hier ihre Rechnung genommen und zeige, dass da raus kommt:

Δt = t2 – t1 = 3,9349s – 1,9675s = 1,9674s => v = c * 1,9674s / 2 = 0,9837c = 294.905,841km/s

Das Δt wurde mit der Laserpistole gemessen. Damit ist dann also alles klar? Ich vermute mal, Sie werden nun nicht sagen, meine Rechnung ist richtig, oder? Die Rechnung ist aber richtig, warum kommt denn da 294.905,841km/s und nicht 500.000km/s raus?


Sie haben nicht meine Rechnung genommen, sondern Ihre, bzw. Ihre aus Ihrem Bezugssystem-Ping-Pong summierten Zeiten!
Wenn eine Relativgeschwindigkeit von 500000 km/s bei Annäherung vorliegt, und man misst in Sekundenabständen, wird die Laserpistole z.B. folgende Werte anzeigen (mit c=300000 km/s);
13,333333333333333333333333333333 s
10 s
6,6666666666666666666666666666667 s
3,3333333333333333333333333333333 s
Das ergibt eine Laufzeitdifferenz von Messung zu Messung von
3,3333333333333333333333333333333 s

ergibt mit v_rel = delta t/2*c = 1,6666666666666666666666666666665*300000 = 499999,999999999999999999999999... km/s also 500000 km/s! Und keinesfalls 294.905,841km/s

Gibt's einen Äther, entsteht ein winziger Unterschied (Zweiwegmessung!), weil sich dann die LG mit c-v und c+v ergibt und sich die beiden Geschwindigkeiten nicht vollständig kompensieren.
Und das war's.
Und eine weitere Debatte erübrigt sich tatsächlich, denn Sie werden von Ihrem Standpunkt nicht abgehen - und ich auch nicht.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Do 2. Jun 2011, 14:04

Chief hat geschrieben:Mit c konstant relativ zum Laser (grüner Kreis) dürfte die Messung nicht so einfach sein.


Meine Bemerkung war ironisch gemeint. Deshalb das :lol:
Das System, in dem gemessen wird, ist ein Ruhesystem, dem gegenüber nur sich das Messobjekt bewegt. Nur in diesem Ruhesystem ist die LG konstant. Einstein 1905: "Jeder Lichtstrahl bewegt sich im "ruhenden" Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V, unabhängig davon, ob dieser Lichtstrahl von einem ruhenden oder bewegten Körper emittiert ist."
Deine Animation betrifft nur die Emissionstheorie. Nur in dieser wäre die LG konstant relativ zur bewegten Laserpistole (grüner Punkt)!

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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Kurt » Do 2. Jun 2011, 14:24

Harald Maurer hat geschrieben:Wenn eine Relativgeschwindigkeit von 500000 km/s bei Annäherung vorliegt, und man misst in Sekundenabständen, wird die Laserpistole z.B. folgende Werte anzeigen (mit c=300000 km/s);
13,333333333333333333333333333333 s
10 s
6,6666666666666666666666666666667 s
3,3333333333333333333333333333333 s
Das ergibt eine Laufzeitdifferenz von Messung zu Messung von
3,3333333333333333333333333333333 s


Frage:
Welche Werte (Steigerung) wird gemessen wenn sich beide Schiffe voneinander entfernen?

Gruss Kurt
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon galactic32 » Do 2. Jun 2011, 15:02

Chief hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:...
Das System, in dem gemessen wird, ist ein Ruhesystem, dem gegenüber nur sich das Messobjekt bewegt. Nur in diesem Ruhesystem ist die LG konstant. Einstein 1905: "Jeder Lichtstrahl bewegt sich im "ruhenden" Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V, unabhängig davon, ob dieser Lichtstrahl von einem ruhenden oder bewegten Körper emittiert ist."
Diese Behauptung von Einstein ist an Sachwachsinnigkeit nicht zu überbieten. Was interessiert sich Licht für die Koordinatensysteme? :lol:
Das sollte sich jeder mal fragen und vielleicht nicht nur für sich beantworten.
Die Animation zeigt da ja was ganz eindeutig, ganz einfach, ganz elegant.

Exacte Naturwissenschaft hatte dieser E. nicht betrieben.
Wer so diffus also schwachsachsinnig ein Scenario untersucht.

Und Emitter-Theoristen hier könnten wirklich Butter bei die Fische geben, wie denn anders als in der Animation eine Emission mit c sich zu denken wäre.

Gruß
P.S.
Stillschweigend ist die Minkowski-Mathematik weitgehendst identisch mit dem absoluten Äther-Modell
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Im Weltall

Beitragvon galactic32 » Do 2. Jun 2011, 16:22

Veritatibus hat geschrieben:Diese Geschwindigkeit wurde aber aus einer Addition zweier Geschwindigkeiten aus einem dritten System ermittelt und können nicht einfach so übernommen werden, wenn man im Rahmen der Physik bleiben will.
Konstruktiv argumentieren wollten Sie nicht, oder ?
Wie hätten denn hier im Rahmen Ihrer Physik Geschwindigkeiten uneinfach übernommen werden sollen müssen?
Was wurde denn genau falsch gemacht?
Falls Sie eine so absolut überzeugende Physik für sich anwenden, etwas physikalisch relevantes lernen, aus Ihren Argumenten, gelingt mir bisher nicht.

Chief hat hier viele sehr passende Animationen zur Verfügung gestellt, auf die Sie sich für die Allgemeinheit nicht angemessen einlassen (wollen ?).

Gruß
Bild
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 3. Jun 2011, 05:57

Chief hat geschrieben:
Diese Behauptung von Einstein ist an Sachwachsinnigkeit nicht zu überbieten. Was interessiert sich Licht für die Koordinatensysteme? :lol:
Dann transformiere ich die Koordinaten in das Lasersystem...Und alles bleibt gleich. Das Licht merkt nichts davon!

Bild


Diese Animation zeigt nur die Koordinaten des Beobachters in seinem Ruhesystem bevor die Bewegung angefangen hat, also diese Koordinaten gelten nur für den Zeitpunkt t0 der Emission.

Jetzt solltest Du eine Animation zeigen, wo der Laser von seinen Koordinaten zum Zeitpunkt t0 weiß, sich nach dem Start nicht davon trennen mag und sie überall mit sich mitführt in seine eigene Bewegungsrichtung, so wie ich es aus einer Aussage von Dr. Pössel anläßlich meines Strandexperiments 2008 interpretiere, mit 4 bewegten Beobachtern, die einer Wasserwelle entgegen laufen:

21.07.08 – Zitat Dr. Markus Pössel:

zu 3): Die “gestrichenen Werte” x2′, x3′, x4′ und x5′ beziehen sich auf die Bezugssysteme der Beobachter A, B, C und D. Jeder dieser Beobachter sitzt im Nullpunkt seines eigenen, relativ zum Strand bewegten, Koordinatensystems.

Kann Dein Animationsprogramm überhaupt den Fall darstellen, wo der Beobachter von seinen Koordinaten zum Zeitpunkt t0 weiß und sie überall bei der Bewegung in seine Richtung rumschleppt?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Fr 3. Jun 2011, 10:28

Pruuuust! Ganz klar, NocheinPoet!

Hallo Manuel, hast dich wieder ins Forum geschlichen.

Grüße,

Highway

Ja, sehr sachlich und wirklich voll am Thema.
(vorbei)
Lass mal die Stänkerei und bringe Gegenargumente statt rumzuprollen.

Wenn es stimmt, dass sich Poet wieder rührt,macht das gar nichts.
Wir sind ja nicht böse aufeinander.
Schimpfereien prallen normalerweise ab.
Belehrungen weden angenommen, wenn sie sachlich und ehrlich sind.

Hannes
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