Ernst hat geschrieben:Wieso denn wandern dann beim Justieren des beweglichen Spiegels die Interferenzringe? Du verstrickst Dich immer weiter.
Weil man beim Justieren des Spiegels den Spiegel bewegt! Das ergibt einen temporären Doppler-Effekt, eine temporäre Änderung der Periodendauer und daher wandern die Interferenzringe!
Ernst hat geschrieben:Ungleichzeitig (d.h mit einem Phasenversatz) gestartete Wellenpositionen treffen gleichzeitig zusammen. Da muß doch der Phasenversatz erhalten sein.
Nein, denn die "Uhren", also die konstanten Periodendauern laufen schon ab der Lichtquelle. Die Uhr wird ja nicht bei der Absendung erst gestartet. Die läuft ja schon vor dem Strahlteiler! Die Aufteilung am Strahlteiler ändert das nicht. Wenn eine Uhr mit einer nachfolgenden Uhr irgendwo
gleichzeitig zusammenkommt, hat sie natürlich dieselbe Zeigerstellung wie die andere. Weil sie ja wie die andere auf derselben Zeitbasis läuft. Jede Uhr,also jeder Wellenzug hat zu jedem beliebigen Zeitpunkt dieselbe Phasenlage. Weil sich die Zeiger alle im gleichen Takt herumdrehen. Man kann jede Uhr mit jeder anderen Uhr zu einem gemeinsamen Zeitpunkt zusammenbringen, so werden sie nach wie vor den gleichen Takt haben. Ganz egal, ob man eine später gestartete Uhr mit einer früher gestarteten vergleicht. Sie sind ja alle unabhängig davon im gleichen Takt geblieben! Alle Perioden in allen Wellenzügen dauern ja gleich lang. Wenn man eine Uhr hinter einer anderen Uhr wählt, und diese bewegt sich schneller weiter, um den Vorsprung der anderen einzuholen, ändert das ja nichts an ihrem Gleichtakt mit allen anderen Uhren! Sie wird also mit der anderen Uhr, die sie letztlich eingeholt hat, immer noch taktgleich sein. Sie nimmt ja ihre Startlage nicht mit, sondern läuft von Anbeginn an (Lichtquelle) bis zum Ziel taktgleich mit allen anderen Uhren. Auch wenn eine Uhr sich ganz langsam über die Strecken bewegt, bleibt sie taktgleich und wenn sie sich schnell bewegt, ebenfalls. Die schnellere Uhr läuft dann an einer Reihe von Uhren vorbei, und jede der Uhren wird dieselbe Zeigerstellung haben. Denn die Zeiger laufen ja nicht langsamer oder schneller, bloß weil sich die Uhr selbst langsamer oder schneller bewegt!
Die Geschwindigkeit der Uhren ist völlig gleichgültig, denn ihr Gleichtakt ist das Entscheidende. Daher sind alle Deine Einwände verfehlt. Die konstante Periodendauer macht's aus. Unterschiedliche Geschwindigkeiten werden stets durch die entsprechende Wellenlängenänderung ausgeglichen. Wenn Uhren taktgleich laufen (oder das eben die Phasen tun), kannst Du jede Uhr mit jeder anderen Uhr vergleichen (also jede Phase mit jeder anderen vergleichen), es werden die Zeigerstellungen (also die Phasenwinkel) immer übereinstimmen. Jede Uhr, die gleichzeitig mit einer anderen zusammenkommt, wird dieselbe Zeigerstellung haben wie die andere. Egal, wie man sie zusammenbringt - sie sind synchron zueinander vom Anfang bis zum Ende. Alle! Wellenzüge, die dieselbe Periodendauer haben, sind nichts anderes als synchrone Uhren. Wobei der von Anfang an synchron laufende Sekundenzeiger stets die Phasenlage anzeigt. Probier's doch mal mit zwei Uhren aus. Oder mit mehreren. Stell' die Sekundenzeiger alle auf den gleichen Startpunkt ("Lichtquelle"!) und dann mach mit den Uhren was Du willst. Egal, welche Du dann mit welcher zusammenbringst, die Sekundenzeiger werden übereinstimmen. Vorausgesetzt die Uhren laufen so exakt wie es die Wellenzüge tun!

Sieh mal was die Amplituden gleichzeitig tun. Und wenn die Welle fortschreitet, ändert sich an der Gleichzeitigkeit der Amplitudenentstehung gar nichts!

Beachte die Anfangs- und die Endamplitude. Siehst Du die Gleichzeitigkeit der Schwingung?
Grüße
Harald Maurer