Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon contravariant » So 27. Nov 2011, 12:41

Highway hat geschrieben:@Contravariant, Kopernikus

Was ist eigentlich aus der Beantwortung meiner Frage zur gravitatorischen Zeitdilatation auf der Sonnenoberfläche geworden? Rechnet ihr noch? Kommt da noch was?

Bin ich dein persönlicher Rechensklave? - Rechne halt selber.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » So 27. Nov 2011, 12:44

contravariant hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:@Contravariant, Kopernikus

Was ist eigentlich aus der Beantwortung meiner Frage zur gravitatorischen Zeitdilatation auf der Sonnenoberfläche geworden? Rechnet ihr noch? Kommt da noch was?

Bin ich dein persönlicher Rechensklave? - Rechne halt selber.



Gute Antwort,

die Schwarmintelligenz des Forums wurde gerade erhöht,

Grüße

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Re: Motorad

Beitragvon Ernst » So 27. Nov 2011, 12:46

rmw hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Fragwürdig wird die Definition der Corioliskraft als Überlagerung zur Zentripedalkraft außerdem, weil diese beim Motorrad-Beispiel gar nicht existiert,

Ja tatsächlich gibt es beim Motorrad das der Scheibe mit gleicher Winkelgeschwindigkeit entgegen fährt überhaupt keine Zentrifugal- bzw. Zentripetal-Kraft. Wenn man das Motorad festzurren würde und mit dem Motorrad die Scheibe antreiben würde (ist irgendwie anschaulicher) wäre das für die Radialkraft das Gleiche. Lediglich eine Kraft in tangentialer Richtung würde dann wirken.

Ja , da hast du hier vieles überlesen. Ich habe diesen Fall ausführlich beschrieben.
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=353&start=990

Wenn selbst Du und auch Harald das entweder nicht lesen oder nicht nachvollziehen können und immer wieder mit haarsträubenden pauschalisierten verbalen Zweifeln kommen, dann lasse ich das hier jetzt. Zumal zunehmend nicht nur die Mechanikgrundlagen sondern auch deren seriöse Vertreter ,natürlich auch Nobelpreisträger und Nobelpreiskomitee, als Deppen dargestellt werden. Zuerst von jemandem, dem das kleine 1x1 der Mechanik, das einfache Federmassesystem ein Buch mit sieben Siegeln ist und da mit a(dt)=0 geisterrechnet.Daß da nichts gescheites bei Trägheitskräften zu erwarten ist, ist ja logisch. Daß aber besonders ihr beide nach der ganzen Diskussion, meinen vielen Beispielen, Darstellungen und Erläuterungen so tut, als ginge das ganz an Euch vorbei und dann wieder auf Anfang zurückgeht, macht mich mißmutig.
Ich habe hier die gelehrte Technische Mechanik vertreten und mit vielen Zitaten seriöser Vefasser untermauert. Wenn ihr nun auch die Grundlagen und die Verfasser als verachtenswert auffaßt, dann kann ich nur resignieren. Anstatt hier weniger Geübten Hilfestellung zu geben, gehe ich dann diesbezüglich doch lieber in ein Fachforum.

Ich konstatiere hier zum xten mal.

1: Die Beschleunigung einer Masse in einem einfachen Feder-Masse-System ist in der Amplitudenposition ein Maximum
2: Eine beliebige (auch rein tangentiale) Relativbewegung einer Masse auf einer rotierenden Scheibe verursacht im Bezugssystem der Scheibe eine Corioliskraft.


Wer´s nun nach all den unzähligen Erläuterungen nachvollziehen kann, gut. Wer nicht, wird auch nicht daran sterben. Muß sich aber sagen lassen, daß er mechanisch nicht besonders bewandert ist.

Gruß
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Zentripetalkraft

Beitragvon rmw » So 27. Nov 2011, 12:53

Harald Maurer hat geschrieben:Es gibt keine Zentripedalkraft,

Also am Begriff der Zentripetalkraft sehe ich nicht Verkehrtes. Wenn zwei an einer Schnur ziehen zieht der eine z. B. nach links der andere nach rechts.
Wenn ich einen Gegenstand an einer Schnur um mich kreisen lasse, so bewirkt der Gegenstand eine Zentrifugalkraft. Ich muß nach innen ziehen wenn der Gegenstand nicht davon fliegen soll, das ist die Zentripetalkraft. Also an diesem Begriff an sich sehe ich nichts auszusetzen.
Zuletzt geändert von rmw am So 27. Nov 2011, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » So 27. Nov 2011, 12:57

Der Vorteil in diesem Forum ist,
die abstrusen Fragen ermöglichen es einem Gehirnjogging zu treiben,
um sich dann der Realität zuzuwenden.

..

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon contravariant » So 27. Nov 2011, 13:02

Gerhard Kemme hat geschrieben:Mir ging und geht es um den Begriff "Uhr" - solch ein Zeitmessinstrument ist stabil gegen äußere Einflüsse - im WM-Experiment nachgewiesen: Sogar sehr stabil - das ist Uhr.
Im Experiment von Joseph Hafele und Richard E. Keating - bei dem 1971 vier Atomuhren per Flugzeug bewegt wurden - wurden hingegen "Uhren" verwendet, die nach meiner Ansicht für den Versuch nicht tauglich waren - weil sie empfindlich auf Änderungen der Schwerkraft reagierten - wobei die Änderung dieses Parameters geradezu typisch für einen Flug ist - was wären das für Uhren, wenn eine Armbanduhr empfindlich auf Armbewegungen reagiert oder der Stab einer Sonnenuhr ständig umgesteckt wird.

Und eine weitere Demonstration deiner überragenden Kompetenz. Nochmal: Der bei HK gemessene Effekt liegt im Bereich von einigen Hundert Nanosekunden. Weder deine Stoppuhren noch die Armbanduhren der Passagiere können solche Zeitdifferenzen auflösen, da sie 6 Größenordnungen zu ungenau sind. Es ist also nicht möglich festzustellen, ob diese Uhren im gleichen Maße von der Gravitation/von Beschleunigungen beeinflusst werden wie die bei HK verwendeten Atomuhren. Atomuhren basieren auf elementaren physikalischen Effekten (deshalb heißen die ja auch so..). So wird die Zeit über die Periodendauer von Strahlung definiert, die bei einem bestimmten elektronischen Übergang emittiert wird. Deine Argumentation wirft die Frage auf, warum genau dieser physikalische Prozess anders von Gravitation/Beschleunigung beeinflusst werden sollte, als alle anderen physikalischen Prozesse.
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Tangential

Beitragvon rmw » So 27. Nov 2011, 13:04

Ernst hat geschrieben:2: Eine beliebige (auch rein tangentiale) Relativbewegung einer Masse auf einer rotierenden Scheibe verursacht im Bezugssystem der Scheibe eine Corioliskraft.

Eine rein tangentiale Realtivbewegung bewirkt schon eine Corioliskraft, das schon, aber nicht eine Kreisbewegung mit gleichen Zentrum. Und da liegt nun, bei allem Respekt Ernst, in der Tat dein Mißverständnis.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » So 27. Nov 2011, 13:16

Harald Maurer hat geschrieben: Es gibt keine Zentripedalkraft, die das Motorrad zum Rotationszentrum ziehen würde! Dass die Zentrifugalkraft nicht obsiegt, ist den Haftreibungskräften zuzuschreiben und nicht einer Kraft, die das Motorrad zum Zentrum zieht.

Deine Ansichten sind äußerst schwammig. Eine Kreisbewegung in einem IS wird stets dadurch erzeugt und erhalten, daß auf die Masse eine äußere Kraft in Richtung auf das Rotationszentrum wirkt. Und diese spezielle äußere Kraft auf die Masse nennt man in der physikalischen Terminologie eben Zentripetalkraft. Die Ursache der Zentripetalkraft kann mannigfaltig sein. In unserem Fall ist es die Reibungskraft auf die Räder, welche stets ins Zentrum weist. Völlig gleichwertig geht das ohne Reibung, wenn das Motorrad über ein Seil mit dem Zentrum verbunden ist. Dann ist die Seilkraft die Zentripetalkraft. Das ändert prinzipiell in unserem Fall gar nichts,
Ich kann nur raten, sich um eine physikalisch einheitlich Systematik zu bemühen, und nicht zu vermengen mit speziellen Gegebenheiten.

Dass die Zentrifugalkraft nicht obsiegt

Was soll das? Da müßte ansich jedem hier jetzt klar sein, daß es im äußeren Bezugssystem (IS) gar keine Zentrifugalkraft gibt.

Gruß
Ernst
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Re: Tangential

Beitragvon Ernst » So 27. Nov 2011, 13:52

rmw hat geschrieben: Eine rein tangentiale Realtivbewegung bewirkt schon eine Corioliskraft, das schon, aber nicht eine Kreisbewegung mit gleichen Zentrum.

So, da hältst nun auch Feynman & Co für Deppen. Gratulation.
Die Corioliskraft ensteht bei einer beliebigen Relativbewegung auf der Scheibe. Also auch in diesem Fall. Ich habe das hundertmal gezeichnet, erläutert und gerechnet.
Bei allem respekt rmw, Du verstehst das nicht.
Eventuell kommt´s ja noch, vorausgesetzt du kannst die Gleichung lesen und weißt, was ein Kreuzprodukt zweier Vektoren ist.

Fc =2*m(v X ω)

Wenn Du weißt, was das Kreuzprodukt ist, dann los. Da gilt bekanntlich die Rechtehandregel. Forme mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger ein rechtwinkliges System. Halte den Daumen nach oben (Richtung Rotationsvektor), halte den Zeigefinger tangential zur Scheibe (Geschwindigkeitsvektor) und beobachte , in welche Richtung der Mittelfinger zeigt. Das ist die Richtung der Coriliskraft, deren Betrag man dazu mit der Gleichung berechnet. Wenn Du in diesem Fall "tangential zum Mittelpunkt" keine Richtung angezeigt bekommst, dann nur in dem Sonderfall, daß Dein Mittelfinger amputiert ist. ;)

Ich gewinne zunehmend die Vermutung, daß die hier allgegenwärtige Konfusion zur Coriliskraft einerseits auf fehlenden Mechanikgrundlage, aber andererseits auf fehlenden Grundlagen in höherer Mathematik beruht.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 27. Nov 2011, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » So 27. Nov 2011, 14:18

Highway hat geschrieben: Stelle bitte nicht jedes Hinterfragen wie eine Majestätsbeleidigung dar.

Das tue ich auch nicht. Hinterfragen ist eine berechtigte Tätigkeit. Die Betonung liegt aber auf fragen. Das tust Du meistens und daher halte ich dich auch für einen akzeptablen Gesprächspartner.Die Mehrzahl hier allerdings hinterfragt nicht, sondern stellt aggressiv falschgestrickte widerlegende Behauptungen auf und erklärt nebenbei anerkannte Physikexperten zu Deppen. Allen voran ein Spezi, der sich "hervorragend" in der elementarsten Dynamik (dem Federmasse-System) auskennt. Das nervt. Und da bist Du auch in diese Tour reingeschlittert, indem Du eben nicht nachgefragt hast, sondern die Kompetenz der "Gelehrten" in die Tonne hauen willst.
Ich würde mir wünschen, daß die unzähligen angegebenen seriösen Quellen erstmal akzeptiert werden, und bei Unklarheiten eine Klärung in Richtung dieser Darstellung erstrebt wird. Und daß nicht Un- oder Halb-wissen einen spontanen Reflex auslöst: Das kann nicht sein. Der Professor ist blöd und ich bin ein Genie.

Übrigens möchte ich mal umfragen, wer außer dem "Experten" sonst noch der Meinung ist, in einem einfachen Feder-Masse-System sei die Beschleunigung in einer Amplitudenposition Null und nicht ein Maximum. Bitte mal um Wortmeldungen. Bitte keine Kommentare. Nur "In Amplitudenposition Null" oder "In Amplitudenposition Maximum". Da will ich keine demokratische Entscheidung erreichen, sondern nur mal den Status herausfinden.

Gruß
Ernst
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