Ernst hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:
Ich verstehe dich richtig, du willst nun also mit dem Leugnen mal ganz unten anfangen, und meinst die für ruhende Myonen zugrunde gelegte Halbwertszeit sei falsch?
Deine Wortwahl wäre dann akzeptabel, wenn Du Leugnen durch Nachdenken ersetzen würdest.
Wenn dir soviel an der Wortwahl liegt, können wir uns dann auf 'bestreitest' einigen?

Ernst hat geschrieben:
Wie sich gleich zeigt, ist es wichtig, den Hintergrund der Meßwerte genau zu hinterfragen. Dein Vergleich der Lebensdauern ist nämlich unzulässig.
Das sagst du, es gibt da neben deiner sicher andere Meinungen.
Ernst hat geschrieben:
Wenn ein Myon den Zylinderszintillator durchquert, so erzeugt es - wie bereits diskutiert - einen einzelnen Spannungsimpuls. In seltenen Fällen - ungefähr bei einem aus 300 - 400 nachgewiesenen Myonen - ist das eindringende Myon so langsam, dass es im Zylinder zur Ruhe kommt und einige µs später zerfällt. Dieser Zerfall wird oben im Nebelkammerbild gezeigt. Das dabei auftretende Elektron (oder Positron) erzeugt im Szintillator ein zusätzliches Signal, welches mit einer Verspätung von einigen µs in Erscheinung tritt. Das Oszillographenbild eines zerfallenden Myons zeigt zwei, um einige µs voneinander getrennte, Signale.
Da ist leicht zu erkennen, daß bei Deinem anfänglichen Vergleich der Lebensdauer mit ruhend 2,1970 Mikrosekunden und schnell bewegt 64,419±0,058 Mikrosekunden Äpfel mit Birnen verglichen werden. Die 64,419 Mikrosekunden sind die Gesamtlebensdauer der schnellen Myonen. Dagegen erfaßt die Messung der ruhenden Myonen nur die Zerfallszeit der Myonen in ihrem Ruhestadium; die Zeit ihres bewegten Vorlebens ist dabei völlig unbekannt, so daß in diesem Fall die Gesamtlebensdauer unbekannt bleibt. In jedem Fall ist sie aber größer als die gemessene Zerfallszeit im Ruhezustand. So wird das erstmal nichts.
Myonen können im 'Labor' hergestellt werden in dem man Atome mit Protonen beschießt und die Pionen welche dabei entstehen erzeugen dann beim Zerfall Myonen. Es gibt ja, wie du sicher weißt, auch Myon-Atome, welche entsprechend kurzlebig sind.
Nur damit ich dich nicht falsch verstehe, du bestreitest also die Halbwertszeit für Myonen, welche die reguläre Physik nennt?
Deiner Meinung nach ist die falsch und beträgt nicht ca. 2,2µs? Oder meinst du, dass dieser Wert falsch sein könnte, also dass er nicht gesichert ist? Dir ist dabei klar, dass dieser Wert in der regulären Physik so nicht infrage gestellt wird? Du willst nun ganz unten anfangen, und bei der Halbwertszeit des Myon beginnen? Sollen wir erstmal ein paar Werte der Physik abklopfen, ob wir uns da einig sind? Ich dachte du nimmst die Physik als Basis.
Myonen werden schon lange im Labor erzeugt, ich sehe wenig Grund die angegebene Halbwertszeit von 2,2µs für ruhende Myonen so infrage zu stellen. Glaubst du denn, die Kernphysiker sind alle nicht in der Lage die Halbwertszeit zu bestimmen?
Ernst hat geschrieben:
Zitat:
Diese Messung bestätigt somit die Vorhersagen der speziellen Relativitätstheorie auf 0,02% genau.
Sieht man sich die Vorgehensweise und den statistischen Charakter der Experimente an, dann schrillen bei einem Experimentator ohnehin alle Alarmglocken, wenn eine solche Genauigkeit gegenüber der Theorie erzielt sein soll.
Das ist dir jetzt also zu genau um richtig zu sein?
Ernst, das Phänomen der Zeitdilatation betrifft doch alle Teilchen mit einer Halbwertszeit und alle Teilchen mit einer relativistischen Geschwindigkeit zeigen dieses Verhalten. Teilchen, die bei Kollisionen im Beschleuniger erzeugt werden, zeigen genau das. Ihre Halbwertszeiten sind alle in Abhängigkeit von ihren Geschwindigkeiten verlängert. Die ganzen Messapparaturen in CERN berücksichtigen das, und müssen das auch.
Es ist doch nun reine Taktik, hier das auf ein Myon zu beschränken und dann noch soweit zu gehen, die Halbwertszeit der Myonen infrage zustellen. Da gewinnst du keinen Blumentopf mit.
Ich will das mal festhalten: Du bestreitest das Phänomen der verlängerten Halbwertszeiten von Teilchen mit einer relativistischen Geschwindigkeit. Ein Phänomen das in der Physik anerkannt ist und sich in unzähligen Experimenten weltweit unzählige Male gezeigt hat, und eben nie etwas anderes?
Kann es sein, dass du nun damit genau das machst, was ich am Anfang meines Beitrages hier prophezeit und als genau das Agieren der Kritiker benannt habe?
Ich verstehe dich also richtig, du hast keine Erklärung für dieses Phänomen, weil du es ja als ein solches überhaupt gar nicht erst als gegeben anerkennst? Nach dem Motto, was es nicht gibt, braucht man nicht erklären?
Ernst, das ist aber genau der Punkt. Kritiker ignorieren einfach Phänomene der Natur, wenn diese nicht in ihr Bild passen und zur Not eben ganz weit unten. Jocelyne hebelt dafür selbst das RP aus, ohne das dabei zuzugeben.
Ich vermisse da dann einfach eine gewisse Seriosität, sich mit den Dingen ernsthaft auseinanderzusetzen.
Von den Physikern kenne ich es, dass die sagen, das wissen wir nicht, oder, das können wir eben noch nicht erklären, die haben da kein Problem das zuzugeben, von Kritikern kenne ich so ein Verhalten nicht. Die wissen immer alles, vor allem das die SRT falsch ist, auch wenn man zeigen kann, dass sie die nicht mal im Ansatz begriffen haben, und nein, ich meine damit nicht dich. Ich muss mal überlegen, ich kann mich nicht daran erinnern, jemals von einem Kritiker gelesen zu haben, dass er was nicht begreifen kann, oder verstehen, oder weiß.
In meinen Augen macht es soviel Sinn, das Phänomen der verlängerten Halbwertszeiten zu bestreiten, wie die Tatsache, dass die Erde um die Sonne kreist.
Nochmal ganz deutlich, ich sehe da wenig Raum, wenn du so weit runter gehst, und das Phänomen selber so grundsätzlich infrage stellst. Und ich sehe mich auch in meiner Aussage bestätigt, das keiner von Seiten der Kritik hier eine Erklärung anzubieten hat, und eben genau aus Mangel einer solchen, das Phänomen selber bestreiten wird.
Somit würde dann ein Dialog dazu, in einer wohl endlosen Debatte enden, wie man nun die Halbwertszeiten von Teilchen bestimmen kann und ob diese denn auch wirklich so wie in der Physik genannt sind.