Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald Maurer » So 29. Aug 2010, 09:31

Hannes hat geschrieben:Und dieser Irrtum muss korrigiert werden, da sonst die ganze Wissenschaft
blockiert ist.

Die SRT blockiert gar nichts. Die Wissenschaft wird höchstens von der Ideologie blockiert, die aus der Einstein-Verehrung entstanden ist. Und das ist die Schuld der Wissenschaftler. Mit Einstein und seiner SRT hat das gar nichts zu tun. Sie ist eine Theorie wie jede andere und wo es Sinn macht, sie anzuwenden, wird sie eben angewendet. Das mit Erfolg und dies lässt eine Bewertung als "richtig" oder "falsch" gar nicht zu. Jede Theorie ist ein Modell und qualifiziert sich durch ihre Brauchbarkeit bis an ihre Grenzen. Jede Theorie der Physik ist hinterfragbar, und keine davon ist bare Münze, sondern nur ein Scheck, der jederzeit platzen kann.
Als theoretisches Modell ist die SRT nützlich, als Naturbeschreibung ist sie wertlos, weil sie ein willkürliches Postulat enthält, das in der Natur nicht verwirklicht sein kann.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Amenutep » So 29. Aug 2010, 12:36

Harald Maurer hat geschrieben:
Amenutep hat geschrieben:die verkürzung ist ein rein optischer efeckt der entsteht weil die lichtgeschwindigkeit nicht unendlich ist.wer ein optisches warnemungsvermögen hatt siet eine verkürzung.
(eine optische längenkontraktion hängt von der geschwindigkeit zwichen objekt und beobachter ab man rechnet mit relativgeschwindigkeit)


Es gibt keine optische Längenkontraktion. Sondern das Gegenteil ist der Fall. Die endliche Lichtgeschwindigkeit führt dazu, dass bewegte Objekte länger wahrgenommen werden. Das ist der Grund, weshalb die Längenkontraktion optisch nicht wahrnehmbar wäre. Die optische Verlängerung würde den Effekt der Lorentzkontraktion nicht nur kompensieren, sondern sogar übertreffen. Würde man einen mit relativistischer Geschwindigkeit bewegten Stab fotografieren, erschiene er extrem gedehnt auf dem Bild.

opt_verlaengerung.gif


Grüße
Harald Maurer

wie zum teufel mißt ein außenstehender beobachter ein bewegtes objekt wenn nicht optisch?
und dann würde die verkürzung nicht von der relativgeschwindigkeit abhängen und die berechnungen wären nur richtig wenn der beobachter eine geschwindigkeit 0 hatt was nicht der fall ist ,also können die messungen nicht mit den berechnungen übereinstimmen.
da aber behauptet wierd das die messungen mit den berechnungen übereinstimmen stimt hier was nicht
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald Maurer » So 29. Aug 2010, 13:50

Amenutep hat geschrieben:wie zum teufel mißt ein außenstehender beobachter ein bewegtes objekt wenn nicht optisch?

Man wird kaum Gelegenheit bekommen, die Länge eines Objektes messen zu müssen, das sich mit relativistischer Geschwindigkeit bewegt. Im Sinne Einsteins misst man mit Uhren. Man könnte die Länge eines vorbeifahrenden Zuges messen, indem man die Zeit misst, in welcher Anfang und Ende vorbeikommen. Vorausgesetzt, man kennt die Geschwindigkeit des Zuges. Das kann man sowohl als ruhender Außenbeobachter als auch als mitbewegter Insasse des Zuges tun und sollte lt. SRT dann zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, da die Messung gleichzeitig erfolgen muss und die Gleichzeitigkeit relativ ist. Praktisch ist es aber kaum möglich, damit eine Längenkontraktion festzustellen. Die Längenkontraktion eines 200 m langen Zuges, der mit 400 km/h vorbeifährt, hätte die Größenordnung von einigen Attometern, also einigen Trillionstel Metern. Das wäre kleiner als der Radius eines Atoms und natürlich nicht messbar.

Amenutep hat geschrieben:da aber behauptet wierd das die messungen mit den berechnungen übereinstimmen stimt hier was nicht

Ja, die Behauptungen stimmen nicht. Noch nie wurde die Längenkontraktion direkt gemessen.

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Re: Messen

Beitragvon Gerhard Kemme » So 29. Aug 2010, 14:01

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Nimm doch eine Druckfeder, die leicht zusammenschiebbar ist und montiere als Vorderfläche eine größere Holz- oder Pappscheibe. Hältst du diese Apparatur mit der Holz- oder Pappscheibe nach vorne in den Fahrtwind bei einer Autofahrt im Cabriolet, dann wirst du erkennen, dass sich die Druckfeder zusammen schiebt, d.h. es findet eine Längenkontraktion der Feder statt. Man könnte auch einen Kugelschreiber nehmen - da gibt es auch eine Druckfeder - und montiert dann aus Pappe eine Fläche auf den Kugelschreiber-Betätigungsknopf, dann wird man erleben, dass bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Cabriolets die Spitze der Kugelschreiber-Mine herauskommt, weil per Fahrtwind die Druckfeder zusammengeschoben worden ist. Es sollte Konsens sein, dass ein elastisches Objekt, wenn es in seinem Medium schnell bewegt wird, kontrahiert, d.h. seine Länge verkürzt.
Ich widerspreche nicht deiner Kritik in den Einzelheiten, sondern beziehe mich ausschließlich auf den Begriff "Längenkontraktion", der aussagt, dass sich ein Objekt materiell verkürzt, wenn es sich bezüglich einem Ruhesystem bewegt. Dieser Begriff stimmt mit der Alltagserfahrung - Druckfeder in Fahrtwind gleich Längenkontraktion der Feder - überein.

Diese Vorstellung hat absolut nichts mit der SRT etwas zu tun, ob Sie es aussprechen wollen oder nicht... ;)


Zweifellos gehört die Formel:

x' = (x - v*t)/sqrt(1-v²/c²)

mit zu dem Gleichungssystem, welches die LT beschreibt und wird in der SRT von Albert Einstein verwendet. Wenn man diese SRT-Formel verwendet, worauf kommt man dann:

    auf eine gleichbleibende Länge in einem Bewegungszustand mit der Geschwindigkeit v
    auf eine Längenvergrößerung in einem Bewegungszustand mit der Geschwindigkeit v
    auf einen Wechesl zwischen Längenvergrößerung und Längenverkürzung in einem Bewegungszustand mit der Geschwindigkeit v
    auf eine Längenverkürzeung oder Längenkontraktion in einem Bewegungszustand mit der Geschwindigkeit v

Sie werden es nicht für möglich halten, bei Anwendung der obigen SRT-Einstein-Formel kommt man auf eine Längenkontraktion. Man kann ja irgendein Beispiel durchrechnen:
Gegeben: v=1/10c, x1=3*10^8 m, x2=6*10^8 m, c=3*10^8m/s, t1=1s, t2=2s (Zur Bestimmung der Ereigniskoordinaten (x1|t1) und (x2|t2) wurde ein Lichtstrahl im Ruhesystem angenommen mit t1=1s und t2=2s)
Ruhelänge L_0=x2-x1=3*10^8m
Gesucht: Länge im Bewegtsystem L=x2'-x1'
Rechnung:
L=x2'-x1'=(x2-v*t2)/sqrt(1-v²/c²) - (x1-v*t1)/sqrt(1-v²/c²)=
L=(x2-x1 -v*(t2-t1))/sqrt(1-v²/c²)=(L_0 -v*(t2-t1))/sqrt(1-v²/c²)
Somit:
L=(3*10^8 - 1/10*3*10^8*1)/sqrt(1-1/100c²/c²)=(3*10^8-3*10^7)/sqrt(1-1/100)=271360210,1m
Es hat sich die Länge im Ruhesystem L_0=3*10^8m rechnerisch auf eine Länge im Bewegtsystem L=2,713602101*10^8m verkürzt, d.h. es ist ein Längenkontraktion errechnet worden, d.h. Einstein kommt qualitativ zum selben Resultat wie andere, die eine Äthertheorie anwenden.
Zuletzt geändert von Gerhard Kemme am So 29. Aug 2010, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 29. Aug 2010, 15:32

Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:
Ihm ist eben ein Jahrhundertirrtum passiert, indem er die Lichtgeschwindigkeit als invariant bezeichnet hat.

Das sollte man nicht als Irrtum bezeichnen. Denn das Postulat ("Das Prinzip der konstanten Lichtgeschwindigkeit") ist eine praktische Maßnahme (übernommen von Poincaré), die durchaus Sinn macht, wenn man bedenkt, dass alle Geschwindigkeiten in unserem Erlebnisraum winzig sind im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit. Der pragmatische Sinn der SRT wird leider verkannt.

Ich bezweifle sehr, dass Poincaré, Einstein und alle theoretische Wissenschaftler, die an das Prinzip der konstanten Lichtgeschwindigkeit gebastelt und daran für ihre Modelle festgehalten haben, es aus pragmatischen Überlegungen getan haben! Keiner hat sogar diese Annahme als pragmatische Maßnahme hervorgehoben - was uns übrigens jeglichen Meinungsstreit seit 100 Jahren erspart hätte - sondern sowohl Einstein als auch alle Wissenschaftler, die diese Annahme für ihre Modelle zugrunde legen, tun es sehr wohl als Beschreibung der Natur und als Erklärung der Welt, anwendbar für astronomische und kosmologische Entfernungen. Das ist eben das Problem, sonst hätten wir keins.

Ich stimme Dir zu, dass diese Annahme in der Praxis aufgrund der kleinen Entfernungen und geringen Geschwindigkeiten in unserem Erlebnisraum durchaus Sinn macht: Man kann auf einem ganz kleinen Maßstab sehr wohl sinnvoll annehmen, dass die LG konstant sei (zu allen ruhenden oder bewegten Objekten bzw. zu allen ruhenden oder bewegten Beobachtern), genauso wie man auf einem ganz kleinen Maßstab sinnvoll annehmen darf, dass die Erde eine Scheibe ist, oder auch dass man sinnvoll für die Berechnung von Geschwindigkeiten annehmen darf, dass die Sonne sich um die Erde dreht und nicht andersrum. Man muß sich dabei aber immer vor Augen halten, dass es sich um idealisierte Annahmen aus pragmatischen Gründen handelt, die auf gar keinen Fall den Anspruch erheben können universell zu sein, sowie eine richtige Beschreibung der Natur und ein wahres Weltbild darzustellen.

Das war zum Beispiel durchaus sinnvoll - das war sogar geradezu eine geniale Idee - dass man in der Technologie für praktische Zwecke Entfernungsmeßgeräte mit Anwendung der Lichtgeschwindigkeit entwickelt hat. Dagegen ist gar nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil, ich finde diese Meßmethode für die exakteste Bestimmung von Entfernungen und Längen in unserer Alltagsdimension grandios. Der Jahrhundertirrtum besteht darin, die Lichtgeschwindigkeit als Maßstab festgesetzt zu haben, eine völlig abstruse Schnappsidee, die auch für technologische Anwendungen überhaupt nicht notwendig gewesen wäre: Man hätte sinnvoll die Lasermessgeräte in der Praxis benutzen können, ohne diese falsche und esoterische Annahme einer konstanten Lichtgeschwindigkeit als SRT-konforme Erklärung der Welt offiziell, autoritär und dogmatisch zu erheben. Insofern gebe ich Hannes Recht, dass diese Annahme, die wie gesagt nur pragmatisch für Vermessungstechniker und in der Technologie zu rechfertigen ist, die theoretische Physik blockiert:

Zitat von Hannes:

Ihm ist eben ein Jahrhundertirrtum passiert, indem er die Lichtgeschwindigkeit als invariant bezeichnet hat. Und dieser Irrtum ist nicht nur auf Einsteins Überlegungen alleine zurückzuführen. Da hat die ganze Generation um ihn mitgewirkt.
Und dieser Irrtum muss korrigiert werden, da sonst die ganze Wissenschaft blockiert ist.



Harald Maurer hat geschrieben:
Der Hang zum Wunderglauben steckt nun mal in den Menschen - und so kam es, dass man die Effekte verwirklicht hat und diese praktische Theorie belastet wurde mit schrumpfenden Körpern und verlangsamten Uhren und unterschiedlich alternden Zwillingen etc.

Die Vorstellung von schrumpfenden Körpern war m.W. lediglich eine ad hoc Annahme von Lorentz zur Erklärung des (vermeintlichen) Null-Ergebnisses des Michelson-Morley Experiments (schrumpfenden Interferometerarme), wobei wir eine solche Erklärung überhaupt nicht brauchen, wenn wir die Annahme einer konstanten Lichtgeschwindigkeit nicht übernehmen (bzw. aufgeben, wie Einstein es auch in seiner ART getan hat): Jegliche Erklärung ist überflüssig, wenn man sich ganz einfach vorstellt, dass die Lichtgeschwindigkeit wie auch alle anderen Geschwindigkeikten abhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters ist. Eine ganz einfache Sache, sie bedarf ja keine zusätzliche Erklärung - aber warum einfach, wenn man es auch kompliziert haben kann... :|

Die Aussagekraft der ad hoc Erklärung von Lorentz mit der materiellen Schrumpfung von bewegten Körpern ist meiner Meinung nach auch nicht besonders berauschend, wenn man sich vor Augen hält, dass bei dieser Annahme der Kontraktionsfaktor einheitlich für alle Materiale ist, ob harte oder weiche Materielle, was ziemlich schwer zu schlucken ist... Auch Gerhard Kemme, der wie Lorentz die Vorstellung einer elastischen Stauchung von bewegten Objekten im Äther vertritt, wollte sich auf die Frage von Sebastian Hauk bei seiner Federwaagegedankenexperiment nicht festlegen (so wie ich es verstanden habe), ob dabei auf jeden Fall der Gammafaktor von Lorentz herauskäme: Herr Kemme sagte als Mathematiker aus, dass es ihm dabei eher um die qualitative als um die quantitative Aussage ginge... Nanu? ;) Wozu braucht man eine (geniale?) mathematische Formel und präzise Berechnungen auf zig Kommastellen, wenn man nicht sicher sein kann, dass sie qualitativ für alle Materiale zutreffen und richtige quantitative Voraussagen ermöglichen, egal welche intrinsische Elastizitätseigenschaften sie besitzen?

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » So 29. Aug 2010, 16:45

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Aussagekraft der ad hoc Erklärung von Lorentz mit der materiellen Schrumpfung von bewegten Körpern ist meiner Meinung nach auch nicht besonders berauschend, wenn man sich vor Augen hält, dass bei dieser Annahme der Kontraktionsfaktor einheitlich für alle Materiale ist, ob harte oder weiche Materielle, was ziemlich schwer zu schlucken ist... Auch Gerhard Kemme, der wie Lorentz die Vorstellung einer elastischen Stauchung von bewegten Objekten im Äther vertritt, wollte sich auf die Frage von Sebastian Hauk bei seiner Federwaagegedankenexperiment nicht festlegen (so wie ich es verstanden habe), ob dabei auf jeden Fall der Gammafaktor von Lorentz herauskäme: Herr Kemme sagte als Mathematiker aus, dass es ihm dabei eher um die qualitative als um die quantitative Aussage ginge... Nanu? ;) Wozu braucht man eine (geniale?) mathematische Formel und präzise Berechnungen auf zig Kommastellen, wenn man nicht sicher sein kann, dass sie qualitativ für alle Materiale zutreffen und richtige quantitative Voraussagen ermöglichen, egal welche intrinsische Elastizitätseigenschaften sie besitzen?


Ersteinmal vorweggeschickt, es ist nicht einfach, eine neue Erkenntnis der Menschenwelt mitzuteilen. Genutzt werden Erfindungen später allerdings sehr gerne. Es sei einmal wieder an das Schicksal des Physikers und Astronomen Galileo Galilei erinnert:
http://www.volker-fachinger.de/intel/lebensl.htm
und konkret an den Prozess gegen ihn:
http://www.volker-fachinger.de/intel/prozess.htm
Dort heißt es:
Dieses Buch wird sofort verboten; im darauf folgenden Jahr werden alle Schriften des Galileis verboten. Galilei selbst wird verhaftet und wegen Ungehorsams gegenüber der Kirche und Ketzerei angeklagt. Die Kardinäle der Inquisition werfen ihm vor, gegen den im Jahre 1616 von Kardinal Bellarmin ausgesprochenen Befehl verstoßen zu haben. Galileo muss seine Vermutungen, dass die Erde eine Kugel ist und sich alle Planeten um die Sonne drehen, widerrufen.


Wer denkt, dass die Publizierung bahnbrechender Erkenntnis heutzutage oder im vorherigen Jahrhundert einfacher wäre, der irrt - nach meiner Ansicht - gewaltig.
Diese Schwierigkeit bahnbrechend Neues zu veröffentlichen führt dann zu einem Hin und Her und zu Vernebelungen - in Literatur und Esoterik spricht man nach meiner Kenntnis von Chiffren, d.h. die Wahrheit klingt nur sehr verdeckt an.
Vermutlich war es von Einstein und seinen Anhängern so beurteilt worden, dass Lorentz und andere mit ihren Erkenntnissen zur Äthertheorie bereits zu weit vorgedrungen waren und er versuchte hier einen Weg zu gehen, der einerseits die physikalische Tatsache, dass sich bei Bewegung im Bereich zu einer Grenzgeschwindigkeit des Mediums ein anderes physikalisches Verhalten von Objekten zeigt, berücksichtigte, andererseits die konkrete Erkenntnis und Forschung zum Medium und zu Übertragung und Entstehung von Elektromagnetischen Wellen abgeschnitten wird.
Nur heutzutage gelten solche Bedenken nicht mehr im vollen Umfange und eine fortgeschrittene Technik verlangt auch die Offenlegung eventuell zurückgehaltener Erkenntnisse. Insofern werden die Anstrengungen von Frau Lopez und GOM durchaus von mir unterstützt, wenn es darum geht, die RT nicht zum alles beherrschenden Dogma werden zu lassen. Andersherum gilt dann allerdings nicht, dass auf einer bloßen ablehnenden Haltung zur RT beharrt werden sollte, insbesondere verdienen Mathematiker und Physiker Respekt und Anerkennung, die trotz allen Widerständen immer noch etwas frische physikalische Erkenntnis durchsickern lassen.
Andere mögen andere Ansichten vertreten, nach meiner Ansicht geht der Trend der erfolgsversprechenden Erkenntnis in Richtung Äthertheorie, da hier klare, begründete Modelle zur Entstehung und Übertragung von Licht und Elektromagnetischen Wellen vorgezeigt werden können. Wiederholt wurde auf die Schwierigkeiten hingewiesen, naturwissenschaftliche Erkenntnis in die Menschengesellschaft zu implementieren, diese Schwierigkeit existiert auch heutzutage, d.h. warum sollten "Äthertheoretiker" sich Feinde machen wo keine sind - wenn Einstein "sagt", dass in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit sich Längen verkürzen, dann werden die Ätherleute doch nicht widersprechen, sondern darauf hin weisen, dass sie qualitativ der gleichen Meinung wären. Wenn Einstein eine Relative Masse annimmt und somit chiffriert ausdrückt, dass sich die Beschleunigung bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeitsgrenze verringert, dann werden die "Ätherleute" zustimmen und nur bemängeln, dass dies nicht an der Masse läge, sondern daran, dass der Ätherfahrtwind zunimmt. Selbst bei der Zeitdilatation wird man zugunsten der Äthertheorie sagen, dass ein Uhrwerk, z.B. bei einer Pendeluhr, in einem Fahrtwind langsamer ginge. Zwecks Veranschaulichung einmal eine Pendeluhr:
http://www.youtube.com/watch?v=A8YYnL4Wf6E
Wenn man jetzt mit einem Haartrockner von einer Seite gegen das Gewicht des Pendels bläst, dann tickt die Uhr langsamer, d.h. es kommt zu einer Art von Zeitdilatation.

@Frau Lopez: Machen Sie doch einmal das, was von Wissenschaftlern - die von Ihnen heftig kritisiert werden - ständig geleistet werden muss: Entwickeln und publizieren sie eine neue physikalische Erkenntnis. Als Beispiel sei einmal das Thema Schall genannt: Teilen Sie uns doch einmal mit,- wie ein Schallsignal erzeugt wird, so dass es danach - egal mit welcher Frequenz und Lautstärke - immer mit konstanter Schallgeschwindigkeit übertragen wird.
Erst, wenn man es einmal selber gemacht hat, kann man sich in die Verhaltensweisen von Wissenschaftler hinein versetzen und korrekt darüber berichten.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Ernst » So 29. Aug 2010, 17:34

Gerhard Kemme hat geschrieben: d.h. warum sollten "Äthertheoretiker" sich Feinde machen wo keine sind - wenn Einstein "sagt", dass in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit sich Längen verkürzen, dann werden die Ätherleute doch nicht widersprechen, sondern darauf hin weisen, dass sie qualitativ der gleichen Meinung wären. Wenn Einstein eine Relative Masse annimmt und somit chiffriert ausdrückt, dass sich die Beschleunigung bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeitsgrenze verringert, dann werden die "Ätherleute" zustimmen und nur bemängeln, dass dies nicht an der Masse läge, sondern daran, dass der Ätherfahrtwind zunimmt. Selbst bei der Zeitdilatation wird man zugunsten der Äthertheorie sagen, dass ein Uhrwerk, z.B. bei einer Pendeluhr, in einem Fahrtwind langsamer ginge. Zwecks Veranschaulichung einmal eine Pendeluhr:
http://www.youtube.com/watch?v=A8YYnL4Wf6E
Wenn man jetzt mit einem Haartrockner von einer Seite gegen das Gewicht des Pendels bläst, dann tickt die Uhr langsamer, d.h. es kommt zu einer Art von Zeitdilatation.

Eine solche mechanistische Analogie zwischen Ätherwind und Medien(Fahrt-)Wind verbietet sich schon aus folgenden Gründen:
Erstens würden Objekte mit unterschiedlicher Federsteifigkeit bzw. Elastizitätsmodul unterschiedlich stark kontrahieren.
Zweitens würde der Fahrtwind die Geschwindigkeit nach einiger Zeit auf Null abbremsen.

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » So 29. Aug 2010, 19:52

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben: d.h. warum sollten "Äthertheoretiker" sich Feinde machen wo keine sind - wenn Einstein "sagt", dass in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit sich Längen verkürzen, dann werden die Ätherleute doch nicht widersprechen, sondern darauf hin weisen, dass sie qualitativ der gleichen Meinung wären. Wenn Einstein eine Relative Masse annimmt und somit chiffriert ausdrückt, dass sich die Beschleunigung bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeitsgrenze verringert, dann werden die "Ätherleute" zustimmen und nur bemängeln, dass dies nicht an der Masse läge, sondern daran, dass der Ätherfahrtwind zunimmt. Selbst bei der Zeitdilatation wird man zugunsten der Äthertheorie sagen, dass ein Uhrwerk, z.B. bei einer Pendeluhr, in einem Fahrtwind langsamer ginge. Zwecks Veranschaulichung einmal eine Pendeluhr:
http://www.youtube.com/watch?v=A8YYnL4Wf6E
Wenn man jetzt mit einem Haartrockner von einer Seite gegen das Gewicht des Pendels bläst, dann tickt die Uhr langsamer, d.h. es kommt zu einer Art von Zeitdilatation.

Eine solche mechanistische Analogie zwischen Ätherwind und Medien(Fahrt-)Wind verbietet sich schon aus folgenden Gründen:
Erstens würden Objekte mit unterschiedlicher Federsteifigkeit bzw. Elastizitätsmodul unterschiedlich stark kontrahieren.
Zweitens würde der Fahrtwind die Geschwindigkeit nach einiger Zeit auf Null abbremsen.


Weiß nicht, worauf du hinaus willst. Dass eine unterschiedliche Längenkontraktion stattfinden würde, wird doch von mir nicht bestritten, d.h. wenn ein Bezug zur SRT und zu Einstein hergestellt wird, dann nicht quantitativ, sondern nur qualitativ, dass Längenverkürzungen stattfinden. Wenn ein Antrieb vorhanden ist, dann wird der Widerstand ausgeglichen, d.h. die Geschwindigkeit bleibt gleich oder es wird beschleunigt. Im Falle von Elektromagnetischen Wellen würde ich auch keine Emissionstheorie vertreten, sondern von Impulsen im Medium Äther ausgehen.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 29. Aug 2010, 19:58

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Nur heutzutage gelten solche Bedenken nicht mehr im vollen Umfange und eine fortgeschrittene Technik verlangt auch die Offenlegung eventuell zurückgehaltener Erkenntnisse. Insofern werden die Anstrengungen von Frau Lopez und GOM durchaus von mir unterstützt, wenn es darum geht, die RT nicht zum alles beherrschenden Dogma werden zu lassen. Andersherum gilt dann allerdings nicht, dass auf einer bloßen ablehnenden Haltung zur RT beharrt werden sollte, insbesondere verdienen Mathematiker und Physiker Respekt und Anerkennung, die trotz allen Widerständen immer noch etwas frische physikalische Erkenntnis durchsickern lassen.

Alle Wissenschaftler und naturwissenschaftlichinteressierten Laien verdienen Respekt und Anerkennung, die sich sachlich und ohne ad hominem Argumenten mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzen, auch diejenige, die gegen ein alles beherrschendes Dogma ankämpfen. Hier zitiere ich zum Beispiel die Kommentatoren unseres Grundgesetzes:
Bonner Kommentar zum Art. 5 § 3 Grundgesetz (Seite 41):

Unkonventionelle Forschungsrichtungen und -ergebnisse oder auch Lehrmethoden dürfen nicht begrifflich ausgegrenzt werden, denn gerade Außenseiter bedürfen des Schutzes davor, daß sie durch die “herrschende Meinung” an der wissenschaftlichen Entfaltung gehindert werden (Notwendigkeit von Innovationsoffenheit)”



Gerhard Kemme hat geschrieben:
@Frau Lopez: Machen Sie doch einmal das, was von Wissenschaftlern - die von Ihnen heftig kritisiert werden - ständig geleistet werden muss: Entwickeln und publizieren sie eine neue physikalische Erkenntnis.

Nein, ich werde weder ein eigenes physikalisches Modell entwickeln noch publizieren. Mein Engagement beschränkt sich daraus seit ca. 5 Jahren ein physikalisches Modell zu kritisieren, ein wissenschaftliches Dogma zu bekämpfen, sowie zu versuchen, die Stimmen von Nicht-Mainstream-Wissenschaftlern hören zu lassen - darunter zum Beispiel auch Ihre Stimme. Ich habe damit genug zu tun und ich fange mir damit auch seit 5 Jahren genug Ärger ein.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald Maurer » So 29. Aug 2010, 22:11

Artie hat geschrieben:Eine Fata Morgana ist eine Spiegelung eines realen Objektes oder Landschaft. Eine reale Spiegeung einer echten Landschaft.


Richtig. Und die Lorentzkontraktion beruht auf einer realen Messung der Eigenlänge eines bewegten Objekts. Echt ist die Landschaft, aber nicht deren Spiegelung. Echt ist die Eigenlänge, aber nicht das verkürzte Messergebnis. Aber Spiegelung oder Messwerte sind als solche ebenso real wie falsch.

Artie hat geschrieben:Unterschiedliche IS haben unterschiedliche Zeitabläufe.


Nein haben sie nicht. Zeitabläufe in einem bewegten IS werden von einem ruhenden IS aus unterschiedlich beurteilt. Der Effekt ist relativ und bedeutet nicht automatisch, dass unterschiedlich bewegte IS unterschiedliche Zeitabläufe haben. Zwei zueinander bewegte IS haben völlig identische Zeitabläufe in ihren Eigensystemen und es gibt lt. SRT lediglich die Wahrnehmung eines dilatierten Zeitablaufes im jeweils anderen IS. Auch diese gegenseitige Wahrnehmung stimmt überein. Die Zeitabläufe können deshalb nicht unterschiedlich sein.
Es ist so wie bei der Längenkontraktion. Ebenso wie unterschiedlich schnell bewegte Beobachter auch unterschiedlich verkürzte Längen messen, nehmen sie einen unterschiedlich verlangsamten Gang der Uhren wahr - ohne dass die Uhren sich deshalb verändern. Uhren können nicht gleichzeitig unterschiedliche Zeiten zeigen, falls sie von unterschiedlich schnell bewegten Beobachtern beurteilt werden. Es kann sich daher nur um Messeffekte handeln, wofür schon die ausschließliche Abhängigkeit von der Relativgeschwindigkeit spricht.

Artie hat geschrieben:Erwischt, das "scheint" ist falsch, der relativistische Effekt tritt auf.


Er "tritt nicht auf", er wird gemessen - und zwar nur dann, wenn nach Vorschrift ("Vorgabe" ;) ) Einsteins gemessen wird.

Artie hat geschrieben:Inwiefern sind denn diese Effekte bei Lorentz konkreter?


Bei Lorentz sollten Uhren tatsächlich abhängig von der Bewegung im Äther langsamer laufen. Nur die im Äther ruhende Uhr zeigt als schnellst laufende die "wahre" Zeit. Ähnliches gilt für die Längenkontraktion. Die Länge ist abhängig von der Bewegung im Äther. Nur das ruhende Objekt hat die wahre Länge. Die Lichtgeschwindigkeit ist konstant - aber in Bezug zum Äther. Die damit verbundenen Verletzungen des Relativitätsprinzips können nicht festgestellt werden, da Maßstäbe und Uhren stets gleichermaßen von den ätherbedingten Effekten betroffen sind.

Artie hat geschrieben:Oder soll heißen, das "bei Lorentz" die LG nicht invariant ist und es LG gibt, die größer ist, als das was Louis Esser gemessen hat?


Bei Lorentz entsteht die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit aufgrund der konkreten Effekte. Bei Einstein ist es umgekehrt. Da wird die Invarianz zuerst postuliert und damit die RdG begründet, die in weiterer Folge die Effekte erzeugt, weil Messungen in relativ zueinander bewegten IS gem. dieser Definition nicht absolut gleichzeitig erfolgen.

Artie hat geschrieben:Und wenn ich es bis jetzt richtig mitbekommen habe, dann bist du mit der Äthertheorie auch nicht zufrieden, denn du hast ja die Theorie der T.A.O Matrix aufgestellt.


Die Annahme, bewegte Objekte würden sich infolge Ätherwirkung verkürzen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Diese These sollte ja bloß den negativen Ausgang des MM-Versuches erklären und gleichzeitig den Äther bewahren. Bei Einstein gibt es diese materielle Kontraktion von vornherein nicht, weil der MM-Versuch ja im ruhenden BS stattfindet und hier die Lichtausbreitung ohnehin isotrop postuliert ist. Das einzige, was ich von Lorentz annehme ist die Konstanz der LG in Bezug zum Äther. Wobei ich den Äther durch die Matrix ersetze, die sich in einigen Punkten vom Lichtäther unterscheidet.

Grüße
Harald Maurer
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